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Die Logik vom Glücklichsein

YVangYxin


Wenn man in der lage ist ganz und gar "im Moment" zu leben und die gedanken weder in die vergangenheit noch in die ungewisse zukunft schweifen lässt ist das schonmal eine gute grundvoraussetzung um glück wahr zu nehmen....meiner meinung nach;im moment ;-)

i9axna


Wenn man in der lage ist ganz und gar "im Moment" zu leben und die gedanken weder in die vergangenheit noch in die ungewisse zukunft schweifen lässt ist das schonmal eine gute grundvoraussetzung um glück wahr zu nehmen....meiner meinung nach;im moment ;-)

YangYin

:)^

Wieder das Beispiel spielendes Kind mit glücklichem Lächeln im Gesicht.

Ich weiß nich, was das Kind vorher gemacht hat.

Ich weiß nicht, was das Kind hinterher macht.

Aber in dem Moment, wo ich es ansehe, lächelt es glücklich und das macht auch mich in genau dem einen Augenblick , glücklich!

_ TsuInaxmi_


Ich sehe das auch so wie meine Vorredner, und wie Perlia es vor einiger Zeit schrieb.

Glück und Gedanken bzw. Gefühle und Gedanken vertragen sich nicht besonders gut. Gefühle und Gedanken sind wichtig und wertvoll, jedes auf seine Weise, doch beides zur selben Zeit ist ein ziemlicher Tumult, wo weder das eine, noch das andere zur vollen Geltung kommt.

So multitaskingfähig ist der Mensch dann doch nicht. Man muss nur mal versuchen, in einen der besonders schönen Momente der letzten Zeit hineinzufühlen und gleichzeitig darüber nachdenken, an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit das war.

Schwierig, nicht?

_PTsun}axmi_


Ist übrigens auch der Grund, warum ein Logiker eher gefühlskalt und ein Heißblüter eher unlogisch wirkt. Beides – zumindest zur selben Zeit – geht eben nicht. Ist wahrscheinlich auch in Paarkonstellationen und angehenden Partnerschaften ein interessanter Faktor.

Y\angYxin


Ich denke das man sich seine Glücksgefühle auch dadurch " kaputt" macht das man sich mit anderen vergleicht. "Ja das war jetzt ein toller moment aber X/Y geht es viel besser hat viel mehr Glück im Leben.." und schon ist der wunderschöne moment wieder vorbei und die vergleichenden Gedanken haben "gewonnen".

_kTs+unxamix_


Ich denke das man sich seine Glücksgefühle auch dadurch " kaputt" macht das man sich mit anderen vergleicht. "Ja das war jetzt ein toller moment aber X/Y geht es viel besser hat viel mehr Glück im Leben.." und schon ist der wunderschöne moment wieder vorbei und die vergleichenden Gedanken haben "gewonnen".

Ja, das ist eine ganz schlimme Krankheit. Sie frisst dich von innen heraus auf.

Das Bessere ist der Feind des Guten.

YyanrgYixn


:)^ :)=

iranxa


Steckt im Glück nicht auch ein wenig Demut?

Mit dem Zufrieden zu sein, was dich gerade glücklich macht, ohne dieses Gefühl zu zerreißen?

LAewiaxn


Warum koennen gute Gedanken nicht gluecklich machen?

_9Tsu<naGmix_


iana

Steckt im Glück nicht auch ein wenig Demut?

Mit dem Zufrieden zu sein, was dich gerade glücklich macht, ohne dieses Gefühl zu zerreißen?

Ich denke, Demut ist eine sehr wichtige Eigenschaft, obwohl das irgendjemand zuletzt nicht nachvollziehen konnte, was aber vermutlich nur daran lag, dass wir eine unterschiedliche Bedeutung für das Wort hatten.

Ich denke, solange es Dinge gibt, die über mir stehen, weil ich nicht alles erfassen kann, nicht alles verstanden habe und nicht alles tun kann, so lange habe ich demütig zu sein – also immer. :-)

Ich weiß nicht, ob die Demut dem Glücklichsein förderlich ist, aber ich halte sie für wichtig.

dBrug


hoffentlich hast du nicht recht! und ich glaube auch ganz einfach nicht, dass du recht hast.

es liegt doch in jedem selber sich an einfachen Sachen zu erfreuen...

so wie man sein Leben gestaltet, so fühlt man sich doch auch

egal wie intelligent man ist.

je mehr wissen man hat, desto einfacher ist es manches schwierige im leben zu verstehen und auch zu überstehen.

nur weil man weiß, wie eine pflanze ihre energie aus dem boden saugt, heißt es doch nicht, dass man weniger glücklich ist als ein unwissender.

auch sozialschwache wissen von den problemen dieser welt genauso wie ein architekt oder arzt...

vielleicht ist es für sie bedrückender, weil sie sich machtloser vorkommen, als die "wissenden"

alles vielleicht...

es kommt doch darauf an, welche erwartungen man an sein leben stellt und was es davon hergibt.

wenn ein wissender immer nur mehr will, dann ist er unzufrieden.

wenn ein "dummer" mit minijob 3 kindern und zuverlässigem Partner+guten freunden seine erfüllung gefunden hat, ist er glücklich...

Ich habe mich lange Zeit mit dem psychologischen Hintergrund von Drogenkonsum beschäftigt. Es scheint, als würde ein Gros der Drogenkonsumenten ihre Droge missbrauchen, um in eine Art infantilen Geist zurückfallen zu können. Man sieht dieses infantile Verhaltensmuster bei vielen Drogenabhängigen und diverse Psychoanalysen haben "bestätigt" (soweit dieser Begriff auf die Psychologie überhaupt zufreffen kann), das der Infantilismus ein wichtiges Motiv beim Drogenmissbrauch ist. Um es nach Freud auszudrücken: Ein Drogenabhängiger nimmt oftmals Drogen, um sein Ich und sein Über-Ich zu verdrängen bzw. deren Einfluss auf sein Gemüt zu unterdrücken, um damit in seinem Es zu versinken. Ich denke, jeder kann sich die Gemeinsamkeit der Es-Dominanz mit dem frühen Kindesalter zusammenreimen. Wenn man nun eine Verbindung zwischen der Es-dominierten Persönlichkeit eines Kleinkindes und der These, dass Wissen unglücklich macht (platt ausgedrückt), zieht, so fallen einem schon einige Dinge auf: Wissen ist in der heutigen Gesellschaft stark vom Ich und Über-Ich geprägt. Diese Persönlichkeitsstrukturen beinhalten primär die gesellschaftliche Moral und das rationale Denken, Dinge, die ich persönlich als Haupttriebkräfte für das Wissen halte. Nun ja, jetzt kann man sich natürlich fragen: Inwiefern hängt der Wunsch eines Drogenabhängigen, in seinem Es zu versinken, mit der Hypothese zusammen, dass Ich und Über-Ich nicht gerade zu Glück konstruktiv beitragen, da sie Triebkräfte für das Wissen sind? Ich glaube nämlich nicht, dass ein Drogenabhängiger Drogen nimmt, um unglücklich zu werden, oder?

Nun, jeder kann sich ja seine eigenen Gedanken zu dem Thema machen. Ich hoffe du verstehst in etwa meinen Gedankengang, der zu dieser meinen These beigetragen hat. Ich könnte noch einiges mehr darüber schreiben, doch dazu fehlt mir im Moment (leider) die Zeit.

_/TsDunamxi_


Lewian

Warum koennen gute Gedanken nicht gluecklich machen?

Ich denke, es gibt keine guten oder schlechten Gedanken, sondern nur Gedanken. Sie sind meines Erachtens so eine Art Transportmittel. Doch wo sie hinführen, ist maßgeblich vom Gefühl abhängig.

Mit anderen Worten:

Das Glück hilft der Analytik auf die Sprünge, nicht die Analytik dem Glück.

Und zudem ist da noch diese Barriere zwischen Innenwelt und Außenwelt, die Grenze zwischen Ideen und Realitäten, die Grenze zwischen Monologen und Dialogen. Eine Grenze, die oftmals nicht leicht zu überschreiten ist.

_+TsunaQmi_


Dank

Ich möchte mich kurz für die vielen Beiträge und die guten Gedanken der letzten Zeit bedanken. Jeder hat etwas für sich, so dass ich keinem abschließend widersprechen könnte oder wollte. Obwohl viele verschiedene Wahrheiten – persönliche Wahrheiten – zum Ausdruck kamen, denke ich, dass man alle ohne Weiteres nebeneinander stehen lassen kann.

Übrigens denke ich, dass es langfristig wichtig ist, dass verschiedene Wahrheiten nebeneinander existieren können. Wenn das nicht mehr möglich ist, dann sind wir weit entfernt von jeglicher Wahrheit.

-GCrazy^lenix-


@ Lewian

Ich habe frueher in diesem Faden mal ueber die Unmoeglichkeit der Sprache geschrieben, unsere Empfindungen angemessen zu beschreiben.

Dem stimme ich absolut zu. Deswegen, wenn ich an diese Grenzen stoße, nenne ich es immer das große "bedrohliche, übermächtige Es".Denn "Zustände", für die ich keine Worte finde, sind für mich "furchteinflößend". Weil es irgendwann in totale Sprachlosigkeit münden kann.Nicht nur deswegen nimmt das Wort "es" für mich eine Sonderstellung ein.

Wenn man sagt, "das Leben ist wertvoll dadurch, nach etwas Bedeutsamem zu streben" oder "Visionen machen das Leben wertvoll", beantwortet das eigentlich weniger Fragen, als es aufwirft. Was ist "bedeutsam"? Warum ist etwas "bedeutsames"/eine "Vision" notgedrungen wertvoll?

Nunja, es hilft vielleicht manchen, den gordischen Knoten seines Mysteriums zu berauben,um ihn auf ihre Art und Weise lösen zu können, aber für mich würde er sich dadurch nur noch fester verknoten. Etwas universell Bedeutsames existiert für mich nicht, deswegen könnte ich auch nicht die Allgemeinregel aufstellen, Glück definiert sich allein dadurch, solches zu erreichen.Dazu müßte für mich erst klar sein, daß Glück einen festen Ankerplatz in diesem Kontinuum besitzt, an den ich jederzeit gelangen könnte. Gäbe es das, könnte ich mir überlegen, wie und wodurch ich diese Stelle erreiche. Aber da ich nachwievor nur von kleinen Rissen ausgehe, ist das Glück oder der Zustand des Glücks ein unvollendeter Mosiakstein.

Ich weiss, warum ich gerne lebe (was nicht unbedingt dasselbe ist). Dazu gehoeren Begeisterungsfaehigkeit, Faehigkeit zur Freude, Freude an der Wahrnehmung des Lebens, wie es sich mir darstellt, Neugier. Die Anwesenheit von Leid, negativen Gefuehlen, Gedanken und Wahrnehmungen erkenne ich als Teil des Lebens an. Ich kann "Lebensfreude" nicht nur mit der Abwesenheit dieser Aspekte verbinden.

Kann ich mich zum Teil damit identifizieren. Aber was ist mit Menschen, die sich über wenig bis gar nichts freuen können, was verbindet mich dann noch, gemessen daran, mit dem "Mensch-sein"?Welche Form ist essentieller?Ist meine Freude und Begeisterungsfähigkeit dann nicht auch nur ein Trugbild und die Welt in Wirklichkeit ein pessimistischer Moloch? Aber wahrscheinlich müßte ich dazu nochmal Schopenhauer studieren.

Es ist das Leben... bevor ich es fuer "wertvoll" erklaere, lasse ich es zunaest mal bloss sein.

Ja, aber ist ein reines "sein" überhaupt möglich, sofern man bewußt denkt?Ich weiß nicht, ob das Kontinuum so etwas zuläßt. Höchstens im Babyalter, weil man hier die Welt noch nicht so bewußt wahrnimmt..

mwalgcuck^n3x1


Ja, aber ist ein reines "sein" überhaupt möglich, sofern man bewußt denkt?Ich weiß nicht, ob das Kontinuum so etwas zuläßt. Höchstens im Babyalter, weil man hier die Welt noch nicht so bewußt wahrnimmt..

Nein, nur wenn du dich frei von Gedanken machst und den Moment erlebst, kannst du glücklich werden. Unser Verstand versucht immer das vergangene oder die Zukunft zu interpretieren anhand von gegenwärtigen Informationen. Deswegen muss der Verstand, der in manchen Dingen sehr hilfreich ist, beiseite gewischt werden.

Die Stimme im Kopf, die nie aufhört zu sprechen, muss durch das erleben des Momentes zum erliegen gebracht werden. Glück ist inneren Frieden zu finden, im Einklang mit sich und dem Kosmos zu sein. Das gelingt nur durch akzeptieren seiner Selbst und durch akzeptieren der Welt. Alles andere, jeder Vergleich, jeder Gedanke, behindert einen daran, die Fülle des Daseins, des Lebens zu erkennen.

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