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Die Logik vom Glücklichsein

L|arva79


das ist doch super, so sind wir doch gleich wieder "glücklich" ;-D

s#chnatt{er%guschxe


:)^ ... und bestätigen an diesem praktischen Beispiel die ersten beiden Punkte in Hannas Aufzählung von Möglichkeiten, die Chance auf Glücksmomente zu steigern:

1. Wir suchen ganz bewusst immer wieder die Situationen auf, in denen wir uns gut fühlen.

2. Wir ändern unsere negativen Einstellungen, so dass wir weniger häufig und weniger intensiv negative Gefühle verspüren.

Oft ist es so einfach. :-D

K#lexio


Genau und verschenken Blumen, so sind wieder alle glücklich. @:) @:) @:)

cZeterAum hchenseo


So kann man einen Faden auch beenden... :-/

s4chn`atte?rgu`schxe


Ich möchte nochmal einen Gedanken aufgreifen, der mir bei marilisa gefallen hat:

Ob Glücklichsein was mit Logik zu tun hat, wage ich eher zu bezweifeln.

Ich denke, auch dieser Faden hat bisher gezeigt, wie unterschiedlich das Verständnis von Glück und Glücklichsein ist. Schließlich geht es um Gefühle, also das individuelle Erleben von Emotionen. Da kann die Logik als Steuersystem des Geistes zwar einen gewissen Einfluß ausüben. Aber eine generelle Logik scheint es für das Glücklichsein nicht zu geben.

Menschen empfinden auf ihre ganz persönliche Weise. Für andere ist es manchmal gar nicht nachvollziehbar, warum jemand traurig, fröhlich, bedrückt oder glücklich ist. Mich hat die Freundlichkeit und ausgelassene Fröhlichkeit von Menschen beeindruckt, die nach unseren Maßstäben eher ständig traurig und am Boden zerstört sein müßten. Eingeborene im afrikanischen Busch, oder die Menschen in den Slums von Jakarta zum Beispiel. In entgegengesetzter Richtung können Menschen in armen Ländern nicht verstehen, daß Deutsche oft so sauertöpfisch und griesgrämig sind, und schon bei Kleinigkeiten zu lamentieren anfangen, obwohl wir doch in einem Land mit großer sozialer Sicherheit leben. Wir haben - mit Ausnahme einiger Soldaten - seit 65 Jahren keinen Krieg mehr erleben müssen. Und doch hindert viele von uns etwas am Glücklichsein.

dSrug


Aber eine generelle Logik scheint es für das Glücklichsein nicht zu geben.

Nun, ich denke schon, dass Glücklichsein logisch ist. Nur eben nicht auf der von uns betrachteten Ebene. Würde man (im biologischen Sinne) alle Faktoren kennen, die dieses Glücklichsein beeinflussen, dann denke ich, dass es schon eine gewisse Logik ergeben würde.

c!eteTrum 0cenxseo


Ich finde es schade, daß dieser Gedankengang des Fadeneröffners

Ich finde, man kann gar nicht glücklich genug sein, um nicht weiterhin für sich und andere danach zu streben.

nicht weiter Beachtung fand. Von den meisten wird die Individualität des Glücks betont, was soweit richtig ist, aber für dieselben hört das Thema Glück mit dem Empfinden desselben auch schon auf. Wenn mal jemand den Gedanken aufgriff, dem Glückserlebnis weitere folgen zu lassen oder die Erlebnisdauer selbst zu verlängern, dann war das immer Ich-bezogen. Gibt es keinen, dessen individuelles Glück mit dem Antrieb und Anspruch verbunden ist, auch anderen zu ihrem Glück zu verhelfen? Ist Glück nur ein Kraftquell für einen selbst, reicht die Kraft nicht für andere oder überläßt man deren Glückssuche lieber ihnen selbst, weil man bei so einer individuellen Sache ja doch nur stören könnte? Oder hat Glück auch eine egoistische Komponente?

sech'nattyergus%chxe


drug

Würde man (im biologischen Sinne) alle Faktoren kennen, die dieses Glücklichsein beeinflussen, dann denke ich, dass es schon eine gewisse Logik ergeben würde.

Gerade diese Möglichkeit halte ich für nicht gegeben. Es geht um ein ganz individuelles Erlebnis. Wir können zwar die biochemischen Vorgänge im Körper dabei analysieren, aber die zeigen bereits das Ergebnis an. Die Ursachen des Glücklichseins sehe ich in der persönlichen Interpretation und Bewertung von Emotionen. Da spielen Erfahrungen und Überzeugungen eine Rolle, die von Mensch zu Mensch verschieden sind.

dOrug


Nun ja, aber Interpretationen, Bewertungen, Erfahrungen und Überzeugungen lassen sich ebenso als biochemische Vorgänge darstellen. Wenn man diese ebenso kennt...

s>chnatgtergusxche


Wer nachts durch den Wald geht, kann gelassen bleiben oder vor Angst zittern. Ist der Adrenalinausstoß die Ursache der Angst oder die Folge davon?

HYanna-kMarxia


Noch einmal:

Glück kann bzw. muss aktiv hergestellt werden und entsteht nicht einfach passiv, durch das Wegfallen von Unglücklichsein, Schmerz oder Stress. Nach einem solchen Wegfall sind wir bestenfalls in einem neutralen Zustand, aber damit noch nicht glücklich.

Dass positive oder negative Gefühle stark von uns selbst abhängen, zeigt auch der Psychologe Paul Watzlawick in seinem sehr empfehlenswerten Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" an vielen Beispielen. Dem Willen zum Glück fällt demnach eine bedeutende Rolle zu. Glücksgefühle sind eine Folge der richtigen Gedanken und Handlungen, die durch Wiederholungen und Gewohnheiten trainiert werden können. ;-)

b*unt^eski,selstehinchexn


und täglich grüßt das murmeltier ;-) :)D @:)

c*eter:um censexo


Ist der Adrenalinausstoß die Ursache der Angst oder die Folge davon?

So eine Frage von Dir? :-o Wenn man sich etwas mit Wahrnehmungsforschung befaßt, dann erkennt man sehr schnell daß es sich um eine Wahrnehmungskette handelt, die durch ständige Alktualisierung einen Regelkreislauf bildet. Mathematisch würde man sagen x wird zu x', wodurch y zu y' wird. Vergleichbares begegnet uns eigentlich ständig.

_qTWsujna*mxi_


Spannend, wirklich spannend, was ihr hier so schreibt.

Pars pro toto.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Pars_pro_toto Hier]] die Wiki-Definition dafür.

Wie soll man das nun verstehen? Je nach Situation/Anforderung sicherlich anders.

Ich meine es in einem eher "buddhistischen" Sinne. Ich muss dazu anmerken, dass ich kein Buddhist bin, obwohl ich mal auf Einladung mehrere Stunden auf einer buddhistischen Veranstaltung mit schätzungsweise 2000 Teilnehmern verbracht habe. Das hat mir Spaß gemacht. Durchweg symphatische Personen, soweit ich mich erinnern kann. Zum Ende hin wurde noch gemeinschaftlich 20 Minuten lang meditiert und dann ging es zur anschließenden Party, wo es zu günstigen Preisen Selbstgemachtes (z.B. Dinge aus Ton oder Gips, mir fällt der Fachbegriff nicht ein), Verzehrbares und Getränke gab. Ich kann alle Argwöhnischen beruhigen, Buddhisten feiern wie alle/viele andere Menschen auch - unter anderem, zumindest partiell, mit viel Bier.

Wenn ich eine "Religion" wählen müsste, dann wäre es wohl der Buddhismus - nicht wegen dem Bier. Hatte während der langen Veranstaltung mit einem Lama festgestellt, dass ich so ähnlich ticke wie die bzw. die wie ich. In meinem Größenwahn gehe ich natürlich davon aus, dass die so ticken wie ich, und nicht anders herum. ;-)

So, wie ich es verstanden habe, besteht der Buddhismus zu großen Teilen daraus, hin und wieder Meditation/[[http://de.wikipedia.org/wiki/Kontemplation Kontemplation]] zu betreiben, um letztendlich auf seine eigene Art und Weise zu sich selbst zu finden. Da gibt es nur wenige Gebote oder Verbote, sondern nur ein Fokussieren auf sich selbst, mit dem Ziel, Eins-zu-sein. Das gefällt mir.

Jetzt darf man das Fokussieren auf sich selbst nicht mit Egoismus (welcher größtenteils negative, aber auch durchaus positive Aspekte hat) verwechseln.

Denn die Erkenntnis ausgiebiger Meditation bzw. Kontemplation und gleichzeitig eine/die grundlegende Maxime des Buddhismus ist, dass man immer ein Teil des Ganzen und gleichzeitig das Ganze ist. So ist man immer ein Teil des Lebens und gleichzeitig das ganze Leben.

Ich finde den gerade genannten Gedanken durchaus interessant und inspirierend.

In dieser Sicht verliert auch der Spruch "Tue dir und anderen Gutes." seine Bedeutung, denn was man für oder wider andere tut, richtet man am Ende nur gegen sich selbst.

Mittlerweile bin ich schon nicht mehr (oder doch?) beim buddhistischen Glauben, sondern bei meiner persönlichen Sicht der Dinge. Ich habe nicht wirklich eine Religion oder Glauben, den ich befolge. Ich habe schon einen Glauben, doch dieser Glaube baut eher auf dem Menschen an sich und das, was man "natürlicher Menschenverstand" nennt - wesentlich, einfach, intelligent und dennoch praktikabel.

Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass man an Einsamkeit krepieren kann, und das zudem, sehr schnell und unglücklich. Mann kann heutzutage noch so intelligent, wissenschaftlich und fortschrittlich sein, es täuscht nicht über das grundlegendste und wichtigste Motiv menschlichen Handelns und Lebens hinweg: nicht alleine sein.

Ist zum Beispiel Geld ein grundlegendes und wichtiges Motiv des Menschen? Nicht wirklich. Es ist eine Ersatzbefriedigung. Mehr nicht. Alles das, was man jetzt tut, könnte man - sehr theoretisch - genauso gut oder noch besser tun, ohne sich ständig Metall und Papier hin und her zu schieben. Ich danke an dieser Stelle schnattergusche für seine fachkundige Aussage an anderer Stelle in diesem Forum. Geld, seine Bedeutung und Nützlichkeit, ist ein sehr weites Feld, welches ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nich beackern möchte.

Wenn man sich nun die Wichtigkeit und gleichzeitig die Zerbrechlichkeit eines Menschen in Bezug auf das "Nicht-alleine-sein" (zu können und zu wollen) ernsthaft und ehrlich vor Augen führt, dann sollte man sich wirklich mal überlegen, wie man zu sich selbst, seinen Freunden, seiner Familienmitgliedern, seinen Arbeitskollegen und dem "Rest der der Welt" steht.

Der Buddhist würde jetzt müde lächeln und sich des Eins-sein vergegenwärtigen.

Es ist auch gerade für "zivilisierte" Menschen mit all ihren Zivilisationskrankheiten schwierig, (gerade und insbesondere) ihren Kopf frei zu kriegen. Da, wo "rückständige"/arme Völker täglich um ihr Überleben ringen, herrschen oft mehr Übereinstimmung über Werte und Streben für gemeinschaftliches Glücklichsein, als es der materiell befreite und in Anbetracht der schier unbegrenzten Möglichkeiten, und dennoch ständig sinnsuchende "Zivilisationsbürger" und seine Gemeinschaft es vermögen.

Das würde mir sehr stark zu Denken geben.


ceterum censeo

Ist der Adrenalinausstoß die Ursache der Angst oder die Folge davon?

So eine Frage von Dir? :-o Wenn man sich etwas mit Wahrnehmungsforschung befaßt, dann erkennt man sehr schnell daß es sich um eine Wahrnehmungskette handelt, die durch ständige Alktualisierung einen Regelkreislauf bildet. Mathematisch würde man sagen x wird zu x', wodurch y zu y' wird. Vergleichbares begegnet uns eigentlich ständig.

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Und was soll das überhaupt heißen?

_NTsfunam\i_


Alktualisierung? ;-D

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