Die Logik vom Glücklichsein

_\Tsun@a|mi_


Natürlich sind Kopf und Körper letzten Endes nur Material, welches man pflegen und einsetzen kann.

Eine Frage, die sich vermutlich hin und wieder stellt, ist:

Wozu soll ich mein Material pflegen, wenn ich gar nicht weiß, wofür ich es einsetzen soll?

_YTsun0ami_


Müde. Neuer Tag. Extrem viel zu tun.

Go.

_nTs5uDnamix_


Meine neuen Gläser sind überfällig, aber noch nicht da. Die andauernde Sehlast erschwert mir jeden Schritt, den ich tue. {:(

Hauptsächlich stehen heute weitere Vorbereitungen für die Honeymooner an.

Okay, erstmal duschen.

_aT'sunYamix_


Maahh, komme mir partiell so vor, als sei ich blind. Keine klare Sicht, kein klares Denken, null Plan, Vorbereitung so gut wie nicht vorhanden.

Egal, muss jetzt raus in die weite Welt. Dinge erledigen. Eins nach dem anderen.

Go.

_1Ts1uOnamxi_


Boohaa. Müde, sehr. Egal.

Weiter.

_<Tsun amix_


Sehen-Update

War auch nochmal beim Optiker, den Sitz der Brille etwas besser anpassen. Und nochmal anhand der Testgläser checken, ob die zuletzt georderten Glaswerte in Ordnung sind, obwohl das jetzt natürlich erstmal nichts ändert. Mit einem "besser" kann ich definitiv rechnen. Tja, zumindest das. Irgendwann diese Woche dürfte es dann (mal wieder) soweit sein.

Honeymooner

Werde nachher mal am Hotel vorbeichecken, damit ich eine grobe bzw. bessere Orientierung habe.

Habe mir selbst eine Monatskarte besorgt und für die Honeymooner ein paar Einzelfahrscheine, welche ich ggf. auch selbst benutzen kann. Tageskarten wären vielleicht besser. Da ich weiß, dass die Fernverkehrsverbindungen bereits abgedeckt bzw. bezahlt sind, aber nicht weiß, ob auch der innerstädtische Verkehr beinhaltet ist, werde ich das mit der Tageskarte dann kurzfristig entscheiden. Zudem habe ich Pläne mit dem U-Bahn-Netz hier besorgt. Auch besorgt habe ich neue Briefumschläge, weil ich den Briefumschlag mit den "roten Briefumschlägen" versehentlich kaputtgemacht gehabe. Eigentlich habe ich heute gar nicht viel gemacht. {:(

Gerade fällt mir noch ein, dass ich für die beiden noch eine Prepaid-Telefonkarte besorgen wollte, da das bestimmt praktischer / günstiger ist. Damn, ist mir einfach entfallen. Mache ich dann morgen. Dabei hatte ich noch daran gedacht, als ich heute an so einem Handy-Shop vorbei bin. Aber auf dem Rückweg, bam, war der Gedanke einfach weg.

Das Problem mit dem Sehen ist auch, dass jegliche Aufmerksamkeit und Kraft für die Seheindrucksverarbeitung im Gehirn draufgeht. Praktisch gesehen, dafür, dass ich eine rote Ampel nicht übersehe, oder dafür, dass ich einen Passanten oder Fahrradfahrer nicht über den Haufen laufe. Gleichermaßen gehen mir dadurch Übersicht, Orientierung und Planungsvermögen verloren. Das erschwert mir enorm die Planung und Realisierung des Aufenthaltes für die Honeymooner.

Da nahezu meine gesamte Hirnleistung dafür draufgeht, den aktuellen Moment optisch zu verarbeiten und zu einem verwertbaren Bild zusammenzufügen, fällt es mir enorm schwer, Erinnerungen abzuspeichern oder abzurufen. Ist ein bisschen wie ein PC, dessen Festplatte gecrashed ist. Arbeite gewissermaßen nur mit dem begrenzten Arbeitsspeicher und Fragmenten der Festplatte. Hoffe, das reicht aus, um das Ganze halbwegs gut hinzukriegen. Diesmal stehe ICH unter gewaltiger Verantwortung, und ich bin der "älteste Bruder". Auch wenn meine Umstände Einiges entschuldigen mögen, ich darf mein Gesicht nicht verlieren.

_tTsunxami_


Mein Gehirn ist so am Arsch. Ich könnte jetzt noch nicht mal sagen, wie man zum Alexanderplatz bzw. Fernsehturm kommt. Geschweige denn, dort hinzugehen und raufzukommen.

Es ist zuviel, ich bin zu erschöpft. Alles sehr grenzwertig.

Egal. Ich trage Verantwortung.

Zum Hotel werde ich heute noch fahren, aber mehr schaffe ich heute nicht.

Später werde ich meine Augen schließen und planen – so gut ich kann. Dann werde ich mir die wichtigsten Dinge auf einen Zettel schreiben, damit ich sie nicht vergesse. Ohne diesen Zettel wäre ich aufgeschmissen. Mehr geht einfach zur Zeit nicht.

Okay, zumindest ein kleiner Plan.

_ATsunJami_


Verdammt, ich muss mich sammeln.


Fokus.


_gTsgunasmi_


Ich gehe bzw. radele jetzt erstmal zum Hotel.

Weiter.

Zumindest bin ich dann einen kleinen Schritt weiter.

_4Tsuna/mi_


Weiter.

Ein ganzes, kleines Stück.

_:TsunZami_


Bin geradelt. Das ist gut und passt irgendwie immer. Schwieriger sind die Sachen vor und nach dem Radeln.

Weiß jetzt, wo die U-Bahn-Station und das Hotel ist. Das kriege ich hin. :)^

_'Ts`unaxmi_


Vielleicht lässt es sich vereinbaren.

_~TsunUaxmi_


Vielleicht lassen sich die Ansprüche an Familie, Ehre und Respekt mit mir vereinbaren, meinen Lebensumständen, meiner Sicht auf Berlin und meiner Sicht auf das Leben.

Selbstverständlich ist das nicht, aber wenn ich recht überlege, dann war noch niemals etwas in meinem Leben selbstverständlich – weder Partner, Freunde oder Familie, noch Gesundheit oder Glück. Es bedurfte immer ehrlicher und manchmal knallharter Kommunikation.

_pTsunaxmi_


Natürlich sind Kopf und Körper letzten Endes nur Material, welches man pflegen und einsetzen kann.

Eine Frage, die sich vermutlich hin und wieder stellt, ist:

Wozu soll ich mein Material pflegen, wenn ich gar nicht weiß, wofür ich es einsetzen soll?

Übrigens denke ich, dass für sehr viele Menschen "zusammen Pferde stehlen", "zu zweit gegen die Welt", "nicht alle sein", usw., die Antwort auf die Frage ist. Mit anderen Worten: Liebe, eine Liebesbeziehung, Verbundenheit bzw. Loyalität. Der Grund schlechthin, sein Material zu pflegen – das Letzte aus sich herauszuholen und das Beste zu geben. Dieser Umstand ist gegeben und sicherlich nachvollziehbar, aber oftmals nicht von langer Dauer.

AWu"fDerxArbeit


Ich glaube es liegt vielen Menschen in der Natur in einer Gemeinschaft zu leben (Partnerschaft, Ehe, Freundschaft) und nicht als einsames Individuum.

Alleine Glücklichsein geht sicher auch... ist aber meiner Meinung nach oft nur die Konsequenz von alten und die Angst vor neuen Enttäuschungen. Aus der Not eine Tugend machen. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Leben.

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