Die Logik vom Glücklichsein

YAangYxin


Gute besserung :)_

Aber die zigarette würde ich lieber weglassen ;-)

f$raagnurxso


Vielleicht hat man als Kind einen klareren Blick für das Wesentliche. Ich erinnere mich an Sommerabende auf dem Hof, ich sass am Feldrand, aus dem Stall hörte ich das zischen der Melkmaschine, die Katze schleckte ihre warme Milch. Die Schwalben jagten in der Abendsonne zwischen den Gebäuden nach Insekten, über dem Roggenfeld schwebte eine Pollenwolke. Die Welt war in Ordnung.

_!Tsun*axmi_


Dann hattest du Glück, ähnlich wie ich. Ich denke, es ist für ein Kind, unabhängig von Personen, schon irgendwie ein Glück, in einer eher ruhigen und naturbelassenen Umgebung wie einem Dorf aufzuwachsen – zumindest für ein paar Jahre. Würde nicht sagen, dass es mitten in der Großstadt schlechter ist, aber doch irgendwie deutlich anders. Das Wichtigste sind aber naturgegeben die "Bezugspersonen" – im Besonderen die Eltern -, welche einen gravierenden Einfluss ausüben – im Guten wie im Schlechten. Manchmal extrem gut und manchmal leider auch extrem schlecht.

Ich selbst habe meine Zeit im Alter von 5 bis 15 Jahren auf einem Dorf bei einer Pflegefamilie verbracht, bis mein Vater mir sagte, dass es jetzt an der Zeit sei, die Großstadt kennenzulernen. Ich möchte die Zeit auf dem Dorf mit der Pflegefamilie wirklich nicht missen. Und ich denke, wenn ich von kleinauf in der Großstadt großgeworden wäre, wäre ich jetzt sicherlich anders, als ich es jetzt bin – wie, weiß ich nicht, aber anders. Viele "Naturerfahrungen" wie die viele Zeit an Flüssen, auf Wiesen und in den Wäldern würden mir wahrscheinlich abgehen, oder auch dieser Eimer mit Essensresten, den ich alle paar Tage dem Bauern für seine Schweine brachte. Damals fand ich das immer ziemlich anstrengend, aber im Nachinein eine wirklich gute Erfahrung.

_\Ts"unamDih_


Nachhinein.

_5TsuNnamix_


Genau genommen kann ich fast jede Verhaltensweise und Sichtweise von mir auf Personen zurückführen, mit denen ich längere Zeit Kontakt hatte. Das können sogar Kontakte hier im Forum sein. Wunder der Interaktion und Kommunikation, aber eigentlich logisch, denn irgendwoher müssen die eigenen Verhaltens- und Sichtweisen ja kommen. Allerdings ist auch der Faktor Reflektion nicht zu unterschätzen. Doch auch die Reflektion baut sich ja auf Dingen auf, die man schon mal irgendwo gesehen oder erlebt hat. Manchmal "gebiert" Reflektion meines Erachtens auch etwas gänzlich Neues, aber meist sieht man bei einem Menschen "Muster", die man auch bei seinen "Bezugspersonen" entdecken könnte.

Je größer das Spektrum an Gesehenem und Erlebtem ist, desto größer ist auch das potentielle Spektrum der eigenen Verhaltens- und Sichtweisen.

Und dann setzt der Filter ein, denn obwohl man Verhaltens- und Sichtweisen annimmt, nimmt man sie nicht vollständig an. Kinder haben oft keine Wahl und nehmen unbewusst alles Mögliche an. Autonomere bzw. unabhängigere Menschen können da schon ein bisschen mehr. Es wird generell nach den "guten" Verhaltens- und Sichtweisen gefiltert. Bei einigen Menschen geschieht das sehr bewusst, bei einigen eher unbewusst, und natürlich sind die Definitionen für "gut" zahlreich. Typische Definitionen für "gut" wären zum Beispiel vorteilhaft, profitabel, unterhaltend, spaßig, angenehm, diszipliniert, gesund, effizient, friedvoll, kämpferisch – wobei diese Adjektive natürlich verschiedenste Bedeutungen tragen können.

Und so bildet sich allmählich aus Gesehenem, Erlebtem und Reflektion die eigene Persönlichkeit heraus. :-D

_-Tsunxami_


Natürlich bedingen sich Sichtweisen und Verhaltensweisen gegenseitig, sprich:

Ein ständiger Dialog zwischen Sehen und Tun.

Der Mensch entsteht aus dem, was er sieht und was er tut, wobei beide Prozesse meist parallel ablaufen.

Oder verdrehte Logik: Was ein Mensch nicht sieht, kann er nicht sein, und was er nicht tut, kann er auch nicht sein.

Natürlich kann man das Ganze auch viel komplizierter darstellen, aber als simples Gedankenmodell ganz brauchbar.

_@Tsucnamxi_


Ich sehe bei mir ziemlich viel Unordnung und denke zumindest, dass ich jetzt mal was tun muss. ;-)

_LTs}unaxmi_


I like it simple and good, healthy and efficient.

I'm not very good at it, but well, I try.

_4Tsuxntami_


Ich versuche "mein System" sauberzuhalten, also das in meinem Kopf, allerdings ist es das Einzige, was halbwegs sauber funktiopniert. Alles andere um mich herum bricht zusammen. Das System in meinem Kopf ist gewissermaßen die letzte Bastion.

Das Problem ist, dass ich die Brücke zwischen meiner Innenwelt und meiner Außenwelt nicht mehr hinbekomme oder nur sehr schlecht, weil ich visuell denke und durch meine Sehstörung die Bilder sich nicht mehr richtig überlagern.

Ist ein rein technisches Problem, vergleichsweise so, als sei das Bild in meinem Kopf ein anderes als das in der Realität. Eigentlich ist es dasselbe Bild, aber in der Realität ist es dann doch eher vernebelt, ein Gegenstand vielleicht doch kleiner oder größer, als ich es annehmen würde, oder in einer anderen Entfernung, als ich es annehmen würde. Das schränkt meine Handlungsfähigkeit enorm ein, weil ich mich vergreife, danebengreife oder etwas umstoße. Um dies zu vermeiden, muss ich die beiden Bilder möglichst gut in Einklang bringen, und das kostet enorm viel Kraft. Ist jetzt nur ein bildliches Beispiel, aber so in etwa kann man sich das vorstellen.

Meine Bilder sind meine Gedanken, und weil der optische Reiz der Außenwelt nicht richtig als schlüssiges Bild an die Bilder in meinem Kopf übertragen wird, kann ich meine Bilder nicht richtig oder nur mit sehr viel Anstrengung auf die Außenwelt "übertragen", oder gaz einfach gesprochen, ich kann meine Gedanken nicht richtig in Taten umwandeln, was meine Handlungsfähigkeit einschränkt, auch bei so eigentlich simplen Aufgaben wie dem Aufräumen.

Die Behinderung besteht also einmal darin, dass ich meine Umwelt optisch nicht mehr richtig wahrnehme, und zum anderen aus den damit einhergehenden Erschöpfungszuständen. {:(

Mit ein bisschen Glück, aber ich habe auch wirklich lange und hart daran gearbeitet, werde ich diese oder nächste Woche nun endlich die Gläser bekommen, die wirklich die korrekte und flüssige Übertragung der optischen Reize wieder herstellen.

Es ist mir etwas mulmig zumute, denn dieses nicht sehen können ist mir zur Gewohnheit geworden, keine schöne, aber eine sehr vertraute, und wie mit allen Gewohnheiten ist eine Trennung oft mit einem merkwürdigen Gefühl des Ungewissen verbunden, auch wenn ich denke, dass es dann besser sein wird.

Auf der anderen Seite ist es so, dass ein weiterer Fehlschlag aller Wahrscheinlichkeit nach dazu führen wird, dass es mit mir mehr und mehr bergab geht, weil ich die Dauerbelastung nicht mehr verkrafte und die einfachsten Dinge nicht mehr auf die Reihe kriege, was zwar jetzt schon so ist, aber sich dann bestimmt verschlimmern wird.

Keine rosigen Aussichten. Die Hoffnung bleibt.

_>Tsuna(mi_


Meine Mutter hat vorhin angerufen. Kurzes Gespräch. Sie hat auch gefragt, was ich mache. Habe gesagt, dass ich aufräume. Ja, klar, gedanklich bestimmt – es fehlt nur der eine oder andere Handschlag. Ich bin erschöpft, aber ich kann auch nicht schlafen. Also werde ich mich jetzt zusammenreißen und etwas tun. Bitternötig ist es ja.

Also los.

YOangxYin


Auf der anderen Seite ist es so, dass ein weiterer Fehlschlag aller Wahrscheinlichkeit nach dazu führen wird, dass es mit mir mehr und mehr bergab geht, weil ich die Dauerbelastung nicht mehr verkrafte und die einfachsten Dinge nicht mehr auf die Reihe kriege, was zwar jetzt schon so ist, aber sich dann bestimmt verschlimmern wird.

Solange du dich noch selbst reflektieren kannst ist aufgeben keine option. :)*

fhragneurxso


So blöd es klingt, manchmal ist es die einzige Option : Sich zusammenreißen.

_ Tsunaxmi_


Weiter. Ja.

Ein paar Handschläge habe ich jetzt gemacht. Immerhin.

Ein Beispiel für, ja, was eigentlich:

Habe mir vor 3 oder 4 Wochen eine Wassermelone gekauft. Die lagert seit dem kühl und dunkel in meinem Kühlschrank. Habe sie einfach vergessen, konnte mich nicht aufraffen, sie zu essen, whatever, keine Ahnung. Denke mal, dass es jetzt ein Fall für die Bio-Tonne ist.

c%ool-ha0nSd-luxke


@Tsunami

bist du Junge oder Mädel ? ich kann anhand von deinen Beiträgen kein klares Profil bilden. Entweder du bist ein locker, leichter blauäugiger Jüngling oder eine Intellektuelle junge Frau mit philosophischen Tendenzen. Frauen denken so anders, dass ich dazu neige ihre Geistigen Fähigkeiten abzuwerten. Diese Symbiose von Gefühl und Verstand regt mich persöhnlich sehr auf, ich finde die meisten Mädchen können einfach nicht kühl und berechnend denken. Will man ne philosophische Unterhaltung führen und bisschen abdriften in Gedanken geht das bei mir nicht mit Weibern. Ich fühl mich so als wäre die spirituelle Ebene zwischen Mann und Frau nichtmal ansatzweise so ausgeprägt wie die biologische. Ich hab vieles was ich an einer Frau mag, aber irgendwie nicht die Seele, weil sie mir ohne all die anderen Merkmale, zu fremd scheint. Ich bin auch nicht der Typ der Frauen nicht versteht, im gegenteil, ich kann sie sehr gut manipulieren und durchschauen, problem ist nur, mir gefällt nicht was ich drinnen vorfinde. Vll. denken Frauen im inneren genauso über uns Männer, ich weiß nicht, aber ich fühl mich so als könnte ich keine Seelenverwandtschaft mit ner Frau haben. Eine Erweiterung meiner beschränkten männlichen Perspektive bestimmt, aber ich glaub wir können nicht eins werden, weil wir uns irgendwie immer abstoßen. Ist das schlimm ? ich glaub nicht, vll. sogar besser... was ich eigentlich sagen wollte, wenn du ein Mädchen bist, haste mein Respekt für diese ,,männliche'' Art zu den denken, biste ein typ, dann biste leider nur einer von vielen.

_!Tsuknamix_


cool-hand-luke

Deine Fragen sind leicht beantwortet.

Was die Farbe des Nicks betrifft, habe ich mich an den gängigen Konvention hier im Forum und an meiner Körperanatomie orientiert.

Philosphie empfinde ich als eine der spannendsten Disziplinen des Geistes. Da ich in den letzten fünf Jahren stark auf meinen Geist zurückgeworfen war – was Vor- und Nachteile hat -, habe ich mich ein weiteres Mal durchaus ausgiebig mit Philosophie befasst, wobei das Meiste für mich schon vor dieser Zeit "abgegessen" war – zumindest jene Dinge, die ich als herausfordernd und spannend empfand.

Was meine Sicht auf Menschen betrifft, ist sie so, dass ich in erster Linie den Menschen sehe, weniger das Geschlecht. Natürlich ist mir die Attraktion zwischen Mann und Frau bewusst, und ich schätze sie sehr. Weitergehend sehe ich jedoch weniger Unterschiede zwischen Frau und Mann, als ich zwischen verschiedenen Persönlichkeiten bzw. Charakteren sehe. Obwohl es vielleicht unmännlich klingt, entscheidet sich meine Sympathie für einen anderen Menschen generell und primär nach dem Charakter, nicht nach dem Geschlecht.

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