Die Logik vom Glücklichsein

Z9enjxor


Alle Dinge werden zweimal erschaffen.

_Tsunami_

Da bin ich am frühen Morgen spontan anderer Meinung ;-)

Erschaffen im Geiste, und in der Realität umgesetzt. Erschaffen gibt es immer nur einmal. Was dann folgt, ist, was daraus wird, bzw.: für welche der Möglichkeiten ich mich entscheide.

Betrachten wir den "Urknall" als göttliche Entfaltung, dann ist der "Urknall" das Erschaffen, was dann folgt, sind die unendlichen Möglichkeiten der göttlichen Entfaltung. Alles ist in diesen Entfaltungsmöglichkeiten (Erfahrungen) aber immer noch im Ursprung zu Hause: In der göttlichen Entfaltung.

Unendliche Entfaltungsmöglichkeiten = unendliche Freiheit.

Grüße *:)

_jTsun^am6i_


Danke für den anderen Blickwinkel. Habe nix daran auszusetzen. ;-)

Ich werde jetzt mal langsam los und mich mit anderen optometrischen Blickwinkeln beschäftigen.

Schönen Tag. *:)

ZlenkjXor


@ _Tsunami_

Das hier, wird dir gefallen ;-) Ich habe es extra für dich mal eben abgetippt, da ich das Buch heute im Büro habe.

Aus:

Bhagavad Gita

Der Gesang Gottes

Eine zeitgemäße Version für westliche Leser

Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich vergelte Gleiches mit Gleichem. Wenn die Betreffenden mich als Vater und Mutter behandeln, behandle ich sie als meine Kinder. Wenn sie mir als einem Gebieter dienen, akzeptiere ich ihre Dienste als ihr Herr. Wenn sie mich als ein Kind verehren, nähere ich mich ihnen als ein Kind. Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehen ich mich. Jenen, die mich als Freund ansehen, bin ich ein Freund. Auch für jene, die mich als Feind empfinden, nähere ich mich als ein Feind. Alle Wege führen zu mir, der Göttlichkeit.

Mir gefällt es, mich der Göttlichkeit als Freund zu nähern ;-)

Grüße und alles Gute *:)

Z1enmjor


Zu schnell getippt ;-)

Das

Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehen ich mich.

soll natürlich

Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehne ich mich.

bedeuten ;-)

Jfes8tem


Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich .... versuche dessen Ursache zu finden.

.....

Es scheint mir so, als ob man mit dem Glücklichsein noch ein wenig warten muss, bis man im Rentenalter ist.

Bis dahin muss man sich mit Glücksmomenten begnügen.

jXuni.per


"You have brains in your head.

You have feet in your shoes.

You can steer yourself in any direction you choose.

You're on your own.

And you know what you know.

You are the guy who'll decide where to go."

~Dr. Seuss der tag war anstrengend, aber dr. seuss hat gute worte gefunden

_zT-squnaxmi_


Yep! :)^

_*Tsun4amix_


Zenjor

Ja, das aus der Bhagavad Gita gefällt mir tatsächlich. Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche geistigen Schätze – wahrscheinlich schon seit Anbeginn der Menschheit – niedergeschrieben und ergo auch gedacht/gefühlt wurden. Im weitesten Sinne sind wahrscheinlich auch Höhlenmalereien ein Ausdruck von Gedanken und Gefühlen. So gesehen, sind wir jetzt im Zeitalter des Internet schon ganz schön weit gekommen.

Ich finde es auch interessant, warum bestimmte Dinge erfunden werden und andere nicht, einige Dinge langsamer, andere schneller. Gewöhnlich dienen Erfindungen bestimmten Zwecken. Welchem Zweck dient wohl das Internet? ;-)

Jestem

Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich .... versuche dessen Ursache zu finden.

Es mag merkwürdig klingen, aber aus meiner Erfahrung heraus ist das beste Mittel, um einen anderen zu verstehen, sich selbst zu verstehen.

Andererseits ist es auch irgendwie logisch, denn: Wenn ich mich selbst nicht verstehe, wie könnte ich da einen anderen verstehen?

Ich denke, im Grundsatz gilt, dass ich in dem Maße, wie ich mich selbst verstehe, auch andere verstehen kann. Oder anders ausgedrückt: Je weniger ich mich selbst verstehe, desto weniger kann ich auch andere verstehen.

Wohl gibt es nicht nur eine Liebesfähigkeit, gar eine Glücksfähigkeit, sondern auch eine Verständnisfähigkeit – soll heißen: Je mehr Verständnis ich für mich aufbringen kann, desto mehr Verständnis kann ich auch für andere aufbringen.

Ich denke, Liebe, Glück und Verständnis fallen nicht einfach so vom Himmel und einem in den Schoß. Selbst wenn einem das Glück durch einen glücklichen Zufall vor die Füße geworfen wird, heißt das noch lange nicht, dass man es sieht, sich bückt und es aufhebt.

Wohl muss man die Zu-fälle des Lebens schätzen und akzeptieren, doch in diesem Faden geht es primär nicht um das Unbeeinflußbare, sondern um das Beeinflußbare, also um Fähigkeiten – die eigene Freiheit und die eigene Verantwortung. Letzten Endes ist das die einzige Freiheit, die einem das Leben gibt – die Freiheit, zu sehen, zu erkennen, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, zu handeln und zu tun. Das ist die einzige Freiheit im Leben – Verantwortung für sich selbst zu übernehmen – die Verantwortung dafür, was man tagtäglich sagt und tut, und wie man sich anderen gegenüber verhält. Das ist schon alles, und es ist sehr viel. Das ist Freiheit – die eigene Lebenszeit, die man hoffentlich für sich zufriedenstellend ausfüllt.

Das Geschenk der Freiheit voll auszuschöpfen, aber nicht mehr zu beanspruchen, als einem die Freiheit ermöglicht, das ist Demut.

Und um Mißverständnisse auszuschließen, das Vorgenannte kann man nur in sich selbst finden und aktivieren. Man kann es niemandem aufzwingen. Es ist nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten im Leben. Es ist Freiheit.

_;TsuLnamix_


Mir schwirrt gerade im vorangegangenen Kontext noch eine Frage durch den Kopf:

Wenn man (sich) nicht versteht, ist es dann überhaupt möglich, (mit sich) zufrieden bzw. glücklich zu sein?

L]ewixan


Warum nicht? Ich glaube, manche Menschen scheren sich nicht darum, ob sie sich verstehen, sind aber gluecklich.

_1Tsuna%mxi_


Weil es gerade so schön dazu passt, ein Zitat aus [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/122159/15588605/ diesem aktuellen Beitrag]]:

Ich verstehe es nicht! Ich verstehe die Frauen nicht! Ich verstehe die Menschen nicht! Ich verstehe diese ganze verdammte Welt nicht!

LFewxian


Der arme Kerl... trotzdem glaube ich nicht, dass sein eigentliches Problem ist, dass er nicht versteht, sondern dass die Dinge schlecht laufen. Liefen sie gut, wuerde es ihn nicht scheren, wenn er sie nicht verstuende.

J+esptem


Welchem Zweck dient wohl das Internet?

Um das eigene Ego in den Vordegrund zu stellen. ;-D

... aus meiner Erfahrung heraus ist das beste Mittel, um einen anderen zu verstehen, sich selbst zu verstehen.

Aus meiner auch.

Wohl muss man die Zu-fälle des Lebens schätzen und akzeptieren, doch in diesem Faden geht es primär nicht um das Unbeeinflußbare, sondern um das Beeinflußbare, also um Fähigkeiten – die eigene Freiheit und die eigene Verantwortung. Letzten Endes ist das die einzige Freiheit, die einem das Leben gibt – die Freiheit, zu sehen, zu erkennen, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, zu handeln und zu tun. Das ist die einzige Freiheit im Leben – Verantwortung für sich selbst zu übernehmen – die Verantwortung dafür, was man tagtäglich sagt und tut, und wie man sich anderen gegenüber verhält. Das ist schon alles, und es ist sehr viel. Das ist Freiheit – die eigene Lebenszeit, die man hoffentlich für sich zufriedenstellend ausfüllt.

Das Geschenk der Freiheit voll auszuschöpfen, aber nicht mehr zu beanspruchen, als einem die Freiheit ermöglicht, das ist Demut.

Das muss ich mir merken! Eine sehr schöne Definition der eigenen Freiheit und Demut :-)

Jvestxem


Der arme Kerl... trotzdem glaube ich nicht, dass sein eigentliches Problem ist, dass er nicht versteht, sondern dass die Dinge schlecht laufen. Liefen sie gut, wuerde es ihn nicht scheren, wenn er sie nicht verstuende.

Hihi, ja.

Trotzdem ist jeder gut beraten (für Fall der Fälle), soviel wie möglich zu verstehen.

_iTsun(amxi_


Jestem

Es scheint mir so, als ob man mit dem Glücklichsein noch ein wenig warten muss, bis man im Rentenalter ist.

Bis dahin muss man sich mit Glücksmomenten begnügen.

Ich denke, weder das eine, noch das andere hat etwas mit dem Alter zu tun. Was sich mit dem Alter ändert, ist, dass gewisse Fähigkeiten sich naturgemäß reduzieren, insbesondere die körperlichen, teils auch die mentalen Fähigkeiten. Insgesamt ist das jedoch sehr stark davon abhängig, wie gut man seinen Körper und Geist über die Lebenszeit trainiert, ernährt, pflegt, usw. Das alles hat wenig mit einem glücklichen Zufall zu tun.

Wie sagte mir ein ziemlich schlauer Onkel erst jüngst: So wie du deinen Körper in der Jugend behandelst, so wird er es dir im Alter zurückzahlen.

Das stimmt. Und es gilt gleichermaßen für den Geist. Die Logik, das Prinzip, die Wahrheit, die dahintersteckt, ist, dass man – resultierend aus jahre- und jahrzentelanger Gewohnheit – sich im Alter nicht besser behandeln wird (oder kann), als man es zuvor getan. Und natürlich kann man auch andere nicht besser behandeln, als sich selbst. Die Fähigkeiten sind – zumindest dann – einfach begrenzt.

Deshalb gilt es – jetzt – zu verstehen und sich zu hinterfragen (was und warum man den ganzen Tag bestimmte Dinge tut), weil eine Gewohnheit schneller entstehen kann, als man denkt, man irgendwann nichts mehr verändern kann und sich einfach mit der unlösbaren Frage begnügen muss "Warum muss das alles so sein?. Und dann greift man schnell auf seine liebgewonnenen Gewohnheiten zurück, welche diese ungnädige Frage überhaupt erst aufgeworfen haben.

Vielleicht noch kurz Aristoteles:

We are what we repeatedly do. Excellence, therefore, is not an act, but a habit.

Gewohnheiten sind lebens- bzw. wegbestimmend, das ist eine Binsenweisheit. Deswegen ist es nützlich und sinnvoll, sich zu (hinter)fragen und zu verstehen, warum man bestimmte Dinge tut, ob sie eine Gewohnheit sind, und wie diese Gewohnheit motiviert ist. Das Ganze gibt einem zwei Möglichkeiten bzw. zwei Freiheiten. Zum einen, seine Gewohnheiten zu verändern, denn was man nicht verstanden hat, kann man auch nicht ändern. Zum anderen die Möglichkeit, zu verstehen, warum andere einen auf eine bestimmte Weise sehen, und gleichfalls die Möglichkeit, zu verstehen, warum man andere auf eine bestimmte Weise sieht.

Das Alter bzw. Älterwerden hat auch den Vorzug, aus Abhängigkeit in Freiheit hineinwachsen zu können.

Die Fähigkeit, Glück zu empfinden, ist jedoch keine Frage des Alters, sondern eine Frage des Verstehens, der Freiheit und der Entscheidung.

Es hängt letzten Endes alles von den Entscheidungen ab:

- Entscheidungen, die von anderen für einen selbst getroffen wurden

- Entscheidungen, die man selbst für andere getroffen hat

- Entscheidungen, die man für sich selbst trifft

- Entscheidungen, die andere für sich treffen

- Entscheidungsfreiheit, welche man von anderen bekommt

- Entscheidungsfreiheit, welche man anderen gibt

Alles was man im Leben bekommen hat und bekommt, ist die direkte Folge der Entscheidung anderer.

Alles was andere von einem selbst bekommen, ist die eigene Entscheidung.

Auf diese Weise bereitet ein jeder sich selbst und anderen den Himmel oder die Hölle auf Erden.

Was es zu verstehen gilt, und das mag für den einen oder anderen sehr unverständlich klingen:

Die Entscheidung anderer ist die eigene Entscheidung und die eigene Entscheidung ist die anderer.

Soll heißen, Entscheidungen trifft man niemals nur für sich alleine, man trifft sie gleichermaßen für alle anderen.

Jeder Mensch ist in gewisser Weise ein Prototyp des Lebens, nach dem sich andere ausrichten, so wie man sich selbst nach anderen ausrichtet.

In dieser Wahrheit liegt gewaltige Macht und gewaltige Verantwortung – für einen selbst und alle anderen.

Es ist letzten Endes unerheblich, von wem die Entscheidung getroffen wird, solange sie überhaupt getroffen wird und es eine gute (dem Leben förderliche) Entscheidung ist. Eine gute Entscheidung steht niemals alleine und es haben alle etwas davon.

Wir kommen alle aus gutem Hause und sind daher ermächtigt, gute Entscheidungen zu treffen.

Die ganze Welt ist letzten Endes eine große Waage und jeden Tag tut man etwas mehr in die eine oder andere Waagschale.

Ein Mensch hat nicht nur die Fähigkeit, sich die Waagschale auszusuchen, sondern auch sein eigenes Gewicht darin zu bestimmen.

So bestimmt ein jeder Mensch durch sich selbst und die 200, 2000 oder 20.000 Menschen, denen er in seinem Leben begegnet, nicht nur sein eigenes Schicksal, sondern gleichzeitig das Schicksal der Welt.

Es bestimmt die Grundlage nach der wir jetzt leben, genauso, wie es die Grundlage bestimmt, wie wir zukünftig leben.

Wer diesen Zusammenhang, dieses Prinzip, nicht verstanden hat, der sollte wirklich nochmal zur Schule gehen.

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