Die Logik vom Glücklichsein

_mTs1un-axmi_


Nicht alles, was glänzt, ist Gold – und dennoch glänzt Gold.

Es ist dieses Beispiel, wo ein Milliardär 200.000 EUR für wohltätige Zwecke spendet und ein Arbeitsloser "nur" 2.000 EUR. Grundsätzlich hat der Milliardär sehr viel mehr geleistet – oberflächlich gesehen –, und obwohl der größere Nutzen offensichtlich ist, interessiert mich auch die Einstellung dahinter. In beiden der Fälle könnte die Handlung per Instinkt oder Wille begründet sein.

S2etzGen6


Ich hatte heute, als ich drei Stunden vor den grünen Türen eines OPs saß, die Möglichkeit über das Glück nachzudenken. Ich durfte feststellen, dass die Glücksdefinition, die man auf einer Krebsstation aufstellt, anders aussieht als jene, die man Tage zuvor aufgestellt hätte. Glück wäre, wenn darin nicht meine hilflose Mutter läge. Zugleich wurde dort aber auch ein Mädchen ebenfalls an Brustkrebs operiert, das zwei Jahre jünger als ich ist. Sie hat geweint, als sie hineingeschoben wurde und ich habe sie angelächelt und sie hat gesagt: "Viel Glück auch für deine Mama!". Glück ist relativ. Krebs definiert Glück neu. Und zwei Stationen tiefer die Entbindungsstation, aus der Glück durch die Schwingtüren strömte. Was ist Glück? Vielleicht sich immer der guten Momente erinnern und die Bilanz ziehen zu können, dass kein Unglück so schlimm ist, als dass man deswegen auf das Leben hätte verzichten wollen.

_aT=sunkamix_


Es klingt hart, aber ich denke so:

Das Leben ist immer etwas Wert – weil man es hat und so viel damit tun kann. Man muss sich dessen allerdings bewusst sein – und dies bedarf oftmals der Wahrheit und des Leids.

_QTsWunamix_


Wenn Menschen nicht leiden könnten und würden, würden sie niemals wissen, was Wahrheit ist. Auch nicht, was Moral oder Gerechtigkeit ist.

Die essentiellen Dinge des Lebens erfährt man üblicher Weise weder am Stammtisch, noch am Picknickkorb.

_kTsunaxmi_


Es ist dieses Beispiel, wo ein Milliardär 200.000 EUR für wohltätige Zwecke spendet und ein Arbeitsloser "nur" 2.000 EUR. Grundsätzlich hat der Milliardär sehr viel mehr geleistet – oberflächlich gesehen –, und obwohl der größere Nutzen offensichtlich ist, interessiert mich auch die Einstellung dahinter. In beiden der Fälle könnte die Handlung per Instinkt oder Wille begründet sein.

Um aber Missverständnisse auszuschließen – obwohl mich persönlich der Hintergrund bzw. die Einstellung hinter einer Tat sehr interessiert, ist der Effekt einer Tat eigentlich immer unstrittig – und natürlich geht es dabei nicht immer um Geld.

_GT`suna5mi_


Lewian

Wenn wir nun davon ausgehen, dass sich Tiere nicht über Moral verständigen, inwiefern verständigen sich Menschen über Moral?

Indem sie darueber reden z.B. – was sich ja hier und auch anderswo im Forum beobachten laesst.

Wir reden über Moral, aber verständigen wir uns auch darüber?

S!et~zen6


Du hast recht, Tsunami: was du sagst klingt hart und ich gehe sogar so weit zu sagen, dass es zu hart ist. Aber das ist nur mein Problem.

Ich denke nicht, dass eine 22jährige, die an Brustkrebs erkrankt, dadurch zur Wahrheit gelangt. Sie wechselt dadurch so stark die Perspektive, dass sie eine andere Wahrheit erkennt, die aber nicht wahrer oder weniger wahr als ihre vorige Wahrheit ist.

Ich vertrete dieses buddhistische "Durch Leid Wahrhaftigkeit erkennen"-Platitüde nicht. Es gibt Dinge, die sind nur eines: Vernichtend, schwächend, schmerzhaft. Mag sein, dass ich das aus meiner Warte anders sehe als du, aber das heißt ja auch wieder nicht, dass einer von uns Recht und der andere Unrecht hat. Aber aus meiner Warte an dieser Stelle: Punkt.de nicht. Es gibt Dinge, die sind nur eines: Vernichtend, schwächend, schmerzhaft. Mag sein, dass ich das aus meiner Warte anders sehe als du, aber das heißt ja auch wieder nicht, dass einer von uns Recht und der andere Unrecht hat. Aber aus meiner Warte an dieser Stelle: Punkt.

S:etzxen6


Ich hasse mein handy.entschuldigt.

LWewixan


Tsunami

Wir reden über Moral, aber verständigen wir uns auch darüber?

Wir tun unser Bestes, oder?

Das ist vielleicht nicht immer gut genug.

L5ewi an


Setzen6

:)*

_,Ts`u`naNmi_


Um es klarzustellen:

Ich bin dafür, dass sich Menschen jeden Tag und jeden Moment mit den kleinsten Wahrheiten üben, auch wenn sie schmerzlich sind, damit sie nicht eines Tages unnötigerweise von einer 'großen Wahrheit' zerschmettert werden.

Setzen6, von meiner Warte aus, hast du nicht mehr oder weniger recht als ich.

_`Ts;unaxmi_


Kleine Wahrheiten.

_gTmsun?ami_


Wir tun unser Bestes, oder?

Ich denke, dass wir das tun.

Das ist vielleicht nicht immer gut genug.

Irgendwann wird es genug sein.

_ZTsu5namxi_


Vielleicht haben alle recht, vielleicht hat niemand recht. Keineswegs halte ich es jedoch für ausgeschlossen, dass die Evolution nicht chaotisch ist und der Mensch dies zu erkennen vermag.

Fragt sich bloss, was du unter "Chaos" verstehst. Angenommen, man sieht Struktur darin (und in dem Masse eben kein Chaos), dann fragt sich immer noch, wo die Struktur herkommt. War sie "in der Evolution natuerlicherweise angelegt", "durch Selbstorganisation der Beteiligten entstanden", oder "durch den Beobachter hineingesehen"? Oder mehrere davon gleichzeitig.

Unter Chaos verstehe ich ein reines Zufallsprinzip, also einen 198-seitigen Würfel, der immer wieder aufs Neue fällt, ohne in irgendeiner Weise beeinträchtigt zu werden – gewissermaßen perfekte Mathematik – perfektes Chaos.

Evolution wiederum würde ich nicht als perfekten Würfel bezeichnen, weswegen ihr mit Mathematik auch nur schwer beizukommen ist.

Jetzt müsste man Emotionen nur mathematisch darstellen können – dann hätten wir unseren perfekten Würfel.


Meines Erachtens ist es nicht wichtig, wie irgendetwas im Ursprung einmal war oder irgendwann am Ende sein wird, sondern, wie es jetzt ist.

_\Tsunaxmi_


Hole mir erstmal was zum Futtern. :-q

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