Die Logik vom Glücklichsein

_uTsruna$mxi_


Ganz korrekter Weise müsste eine Mikrowelle, wie auch alle anderen Elektrogeräte (z.B. PCs oder weiße Ware), zu einem der Recyclinghöfe gebracht werden. Da die Recyclinghöfe hier in Berlin über das Entgelt der Restmülltonnen finanziert werden, hat man dort als Privatperson dann sogar eine Freimenge (pro Tag) von 20 Geräten und 5 pro Geräteart. Das Praktische, sollte man je in die Verlegenheit kommen, so viele Elektroaltgeräte entsorgen zu wollen, ist, dass man die Tagesfreimenge um ein Vielfaches erhöhen kann, indem man einfach verschiedene Recyclinghöfe anfährt. Erlaubt ist das zwar nicht wirklich, aber es prüft auch keiner.

_:Tsumnamix_


Relevanter ist das mit der Freimenge bzw. dem Überschreiten derselbigen eher im Falle von Sperrmüll, weil die Freimenge pro Tag dort bei 2 m³ liegt und das etwa dem Volumen eines Mittelklassekombi bei runtergeklappter Hinterbank entspricht. Wenn man am Recyclinghof mit mehr als 2 m³ antanzt, dann wird man wieder weggeschickt, weil im Falle von Sperrmüll keine Teilentladungen zulässig sind – gewissermaßen, alles oder nichts.

Ich weiß, ich beschäftige mich viel mit Müll. ;-D

_}Tsunaxmi_


Gut, genug über Müll theoretisiert. Ich muss es jetzt anpacken.

fGraQgnxurso


Ja, ist genug, dachte nur du meintest die gelbe Tonne. Orange kannte ich noch gar nicht, bin wohl nicht auf dem Laufenden. ;-D

Y#ang9Yin


:)D

_JTsunafmix_


Die Orange Box wird in diesem Jahr und wahrscheinlich noch im nächsten flächendeckend und entgeltfrei in Berlin eingeführt. Für Hausbesitzer bzw. Hausverwaltungen ergibt sich eventuell der Vorteil, dass sie die Anzahl oder Größe ihrer Restmüllbehälter reduzieren können. Und auch für die Berliner Stadtreinigungsbetriebe wird es wahrscheinlich kein Verlustgeschäft sein. Aber natürlich geht es in erster Linie um Recycling und Nachhaltigkeit. ;-)

Die gelbe Tonne wiederum, welche ausschließlich für Leichtverpackungen gedacht ist, fällt nicht unter die hoheitlichen Aufgaben der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, sondern wird, zumindest in Berlin, von dem Privatunternehmen ALBA vertrieben und entsorgt.

_3Tsu^namix_


Hmm... was hat Müll nun mit Glück zu tun? Na ja, zumindest wäre in meinem Fall ein Weniger an Müll ein Mehr an Glück, denke ich.

_qTsyunamxi_


Ist eigentlich schon krass, wieviel Müll wir produzieren. ;-D

_3TsunjamSi_


Und noch viel krasser ist, dass andere von bzw. mit diesem Müll leben können.

f1ragnu:r<sxo


Er macht immerhin die glücklich, die sich eine goldene Nase daran verdienen. Ja, ja ich weiß es dient alles nur dem Umweltschutz

_!Tsuna6mi_


Vermutlich ist Müll ein Geschäft wie jedes andere – nicht der Umwelt zuliebe, sondern der Kasse zuliebe.

_ETsuynapmi_


Manchmal könnte man meinen, dass Geschäfte (im weitesten Sinne) der Wertschaffung und -erhaltung dienen, aber wenn man sich das Ganze genau anschaut, dann passt das nicht ins Bild.

_,Ts*u-naxmi_


Manchmal spricht man ja auch von einer Wegwerfgesellschaft – das passt dann in verschiedener Hinsicht wahrscheinlich eher.

_@Tsu7nGamih_


So gesehen, ist Langlebigkeit und Nachhaltigkeit eigentlich geschäftsschädigend.

_mTszunam#iI_


Und so dreht sich der ganze Zirkus um Konsum und Wegwerfen ständig weiter.

Die Sache ist die, dass je mehr ein Mensch am Rad dreht, desto besser kann man mit ihm Geschäfte machen.

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