Die Logik vom Glücklichsein

Cahancpe007


@ Tsunami

Danke @:)

Es scheint so, dass viele Menschen verlernt haben, – im wahrsten Sinne des Wortes – auf einander zuzugehen, weil sie vermeinen, andere Menschen seien so viel anders als sie selbst.

Ich sehe hier viele Mauern aus Angst. Angst vor Ablehnung, Angst vor Unverständnis, Angst vor Zurückweisung. Selbstauferlegtes Schweigen, um bloß nicht verletzt zu werden. (Ich schließe mich hier selbst mit ein!) Das ewige Streben nach Perfektionismus ... mit dem die meisten sich doch nur selbst eine Zwangsjacke anlegen, die keinen dauerhaften Bestand haben KANN.

Eigentlich die "perfekte" Anleitung zum Unglücklichsein. ;-)

Gelingt es im Einzelfall, diese Mauer zu überwinden (von beiden Seiten) oder ist man gezwungen, die Maske fallen zu lassen, weil es einfach nicht mehr geht, ist da plötzlich ganz viel Verständnis. Förmlich ein Aha-Erlebnis. Und vielleicht der Schlüssel ... zu vielen glücklichen Momenten! :-)

Das Erkennen ist hier das eine ... die Umsetzung ungleich schwerer. Aber was haben wir eigentlich zu verlieren? Können wir nicht nur gewinnen, wenn wir es auch versuchen? @:)

Lxewwian


Ich fand deinen von Tsunami zitierten Beitrag auch sehr gut, Chance, aber aus ganz anderen Gruenden. Ich fand ihn gut, weil ich ihn als sehr persoenlich gelesen habe, waehrend Tsunami ihn anscheinend als sehr allgemein gelesen hat.

Jedenfalls hat er mich dazu gebracht, auch darueber nachzudenken, fuer wie gluecklich ich mich aktuell halte und was das Glueck (oder die Abwesenheit desselben) fuer mich ausmacht.

Ich habe dabei den vielleichjt ueberraschenden Eindruck bekommen, dass ich nicht sonderlich gluecklich bin, es aber auch nicht sonderlich vermisse. (Wie ich mal ganz am Anfang des Fadens geschrieben habe, stehe ich dem Gluecksbegriff sowieso ein bisschen skeptisch gegenueber.)

Zufriedenheit und Erfuelltheit waeren Worte, die ich als besser geeignet saehe, um zu beschreiben, was ich gerne waere und mit Abstrichen auch bin. (Dass einige dieser Abstriche aktuell zu gross sind, will ich hier nicht weiter ausfuehren.)

Ich mache mein Wohlergehen insbesondere nicht an wenigen speziellen Momenten fest. Erfuelltheit und Zufriedenheit erscheinen mir ein groesseres Potenzial auf Dauerhaftigkeit zu haben als Glueck, und das gefaellt mir an ihnen. Ich weiss spezielle Momente auch zu schaetzen, und ich moechte den Moment achten koennen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass "Glueck" mein Empfinden in diesen Momenten nicht recht beschreibt, und auch sonst nichts von meiner Gefuehlswelt. (In meinen besten Momenten bin ich so beschaeftigt mit den Momenten selber, dass ich nicht einmal das Wort "Glueck" denken kann. Das Wort dann im Nachhinein da drauf zu setzen, erschiene mir irgendwie kuenstlich.) Und es erschiene mir auch nicht erstrebenswert, in anderen Momenten bloss von den wenigen "Gluecksmomenten" zu zehren.

Was so gemeint ist, wie ich deinen Text gelesen habe, naemlich rein persoenlich. Es handelt von mir, nicht von "dem Glueck allgemein".

Ich sehe hier viele Mauern aus Angst. Angst vor Ablehnung, Angst vor Unverständnis, Angst vor Zurückweisung. Selbstauferlegtes Schweigen, um bloß nicht verletzt zu werden.

(...)

Gelingt es im Einzelfall, diese Mauer zu überwinden (von beiden Seiten) oder ist man gezwungen, die Maske fallen zu lassen, weil es einfach nicht mehr geht, ist da plötzlich ganz viel Verständnis. Förmlich ein Aha-Erlebnis. Und vielleicht der Schlüssel ... zu vielen glücklichen Momenten! :-)

Ja... nur schwer umzusetzen, insbesondere, wenn man gut weiss, wie es ist, verletzt zu werden. Die Maske fallen zu lassen und dafuer Ignoranz oder Verachtung zu ernten. Wenn man das erlebt hat, dann die Kraft und das Vertrauen zu haben, es dennoch wieder zu tun, das ist sehr schwer.

J_estxem


Fahrradfahren war immer gut zu mir!

Juestexm


Tsunami

Glaub' mir, ich rauche die ganze Zeit, ...

AHA! Was ist den das? Und wo ist die ganze Verantwortung für das eigene Glück im Alter? Alles doch nur eine Theorie ???

J8estxem


Es scheint so, dass viele Menschen verlernt haben, – im wahrsten Sinne des Wortes – auf einander zuzugehen, weil sie vermeinen, andere Menschen seien so viel anders als sie selbst.

Ja, wir sind alle ziemlich gleich!

Ich sehe hier viele Mauern aus Angst. Angst vor Ablehnung, Angst vor Unverständnis, Angst vor Zurückweisung.

Wir sind alle ziemlich gleich!

... wenn man gut weiss, wie es ist, verletzt zu werden

Wir sind alle gleich.

Hihi

Wenn man das verstanden und verinnerlicht hat, dann ist die Angst und die Mauer weg :)z

Yqang7Yin


Ja das stimmt. Wir sind gleich und können dies nicht mehr erkennen.

Ich habe es schon sehr sehr oft erlebt das ich "meine Maske" abgelegt habe und meine Verletzlichkeit offen gezeigt habe aber dann "demaskiert" alleine dastand. Die offen gelegte verletzlichkeit wurde zum anlass genommen das eigene Ego zu stärken. Wenn man so etwas des öfteren erlebt wird es mit jedem mal schwieriger mit grosser offenheit auf menschen zu zugehen.

Auch wenn sich dies wohl jeder mensch wünscht. Alle facetten der Persönlichkeit zu zeigen ohne Angst haben zu müssen das dies ausgenutzt würde.

JgeHstxem


Die offen gelegte verletzlichkeit wurde zum anlass genommen das eigene Ego zu stärken

YangYin, weiß du was? Auch die eigene Verletzlichkeit muss man suverän vertreten (sich nicht dafür schämen). Man DARF sensibel sein. Man darf für sich bestimmte Bereiche als sensibel erklären; allerdings nur, wenn man genug Kriterien, die das Verletztheitsgefühl rechtfertigen, gefunden hat.

Jmestxem


Ich frage mich grod, ob ich vielleicht ein schlechter Mensch bin.

Können eigentlich nur gute Menschen glücklich sein? Wenn man den Faden hier so liest, könnte man glatt so denken.

Jle[stxem


Die Logik vom Glücklichsein für den Bösen. ]:D

L-ew[ian


Jestem

Was waere denn deiner Meinung nach ein "schlechter" bzw. "guter Mensch"?

Und was qualifiziert dich dazu, eher ein schlechter zu sein? (Wenn du das denn glaubst...)

Jiestxem


Und was qualifiziert dich dazu, eher ein schlechter zu sein?

Lewian, darüber denke ich grod nach ... kann länger dauern ... das Nachdenken.

Vielleicht hilfs du mir auf die Sprünge?

J!estBem


Vielleicht hilfst du mir auf die Sprünge?

ühm .. Ich meine ... bei diese Frage:

Was waere denn deiner Meinung nach ein "schlechter" bzw. "guter Mensch"?

L]ewSian


Vielleicht hilfs du mir auf die Sprünge?

Kann ich nicht... ich habe keine Meinung, ob du ein schlechter Mensch bist... (oder besser gesagt, das Konzept "schlechter Mensch" liegt mir allgemein nicht... ich weiss nicht, ob es das nach meinen Kriterien ueberhaupt gaebe.)

L-ewixan


Sorry... zweites Posting von dir uebersehen. Kann ich aber auch nicht, ich habe ja gefragt, was diese Begriffe fuer dich bedeuten, weil ich neugierig bin, warum du sie in dieser Form benutzt.

C.haVnce0V07


@ Lewian *:)

Die Maske fallen zu lassen und dafuer Ignoranz oder Verachtung zu ernten. Wenn man das erlebt hat, dann die Kraft und das Vertrauen zu haben, es dennoch wieder zu tun, das ist sehr schwer.

Ja. Das ist sehr schwer. :)z

Habe mal im Geiste grob überschlagen, dass mir dies öfter passierte als das verstanden werden. Interessanterweise war mir dies bis zu Deinem Beitrag nicht mehr bewußt, denn die Menschen, die sich dann auch geöffnet haben und mir ihr wahres (ebenfalls verletzliches) Ich gezeigt haben, wiegen im Jetzt betrachtet viele der negativen Erfahrungen mehr als auf (für mich). Haben also in der Erinnerung mehr Gewicht. ":/

Diese Menschen sind das, was letztlich mit meinen Halt ausmacht und dauerhaft Bestand hat. All die anderen sind nach absehbarer Zeit wieder "Geschichte". Wirklich verletzen können mich nur Menschen, die mir viel bedeuten. Und das ... autsch ... tut irre weh. Aber das Risiko ist es mir wert (mit entsprechender Vorsicht natürlich 8-) ).

Wieviele dieser Menschen, die wirklich verstehen, "braucht" man, um zufrieden/glücklich/ausgefüllt (wie auch immer im Einzelfall) zu sein? Ich bin froh, dass ich überhaupt erfahren durfte, verstanden zu werden. Und ich hoffe natürlich darauf, dass dies noch öfter geschieht.

Ich bleibe also dabei. ;-)

Wir können nur gewinnen, wenn wir es versuchen. :-)

@ Jestem *:)

weiß du was? Auch die eigene Verletzlichkeit muss man suverän vertreten (sich nicht dafür schämen). Man DARF sensibel sein. Man darf für sich bestimmte Bereiche als sensibel erklären; allerdings nur, wenn man genug Kriterien, die das Verletztheitsgefühl rechtfertigen, gefunden hat.

Im ersten Teil stimme ich Dir absolut zu. Und ich "gönne" mir inzwischen diese Eigenschaft, wenn es gerade nunmal so ist. Ich bin ich und ich fühle, wie ich fühle.

Dies ist ja keine unbewegliche Materie. Es gibt Tage (Zeiträume), da bin ich stark und es gibt Tage (Zeiträume), da bin ich aufgrund bestimmter Umstände wesentlich sensibler. Warum also so tun, als wenn es nicht so wäre. Ich mag mich nicht selbst verleugnen. :|N

Warum aber glaubst Du, dies müßte gerechtfertigt werden? Vor wem? Warum?

Wenn ich verletzlich bin bzw. sensibel, dann bin ich dies eben. Sobald ich dafür Rechtfertigungen suche, bin ich nicht mehr souverän. ;-)

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