Die Logik vom Glücklichsein

S,etzxen6


Ich habe vor Kurzem eine alte Klassenkameradin wiedergetroffen. Obwohl wir 9 Jahre eine Jahrgangsstufe teilten, hatten wir uns nie irgendetwas zu sagen. Wir hatten keinen Streit, sondern einfach nie etwas miteinander zu tun.

Dann schreibt sie mir neulich völlig unvermittelt in einem socialnetwork 5 Jahre nach dem Abitur, dass sie mich als sehr liebevolle Person in Erinnerung hat. Ich fragte mich wirklich, wie sie darauf kam, da wir ja nie Kontakt zu einander hatten. Ich fragte sie das dann auch. Sie sagte: "Das ist bei dir einfach total ersichtlich!"

Wir begannen dann zu schreiben und stellten fest, dass wir uns unglaublich gut verstehen und uns sehr ähnlich sind. Es folgten Tage voller Nachrichten.

Samstag sehen wir uns. Das erste Mal sind wir verabredet miteinander.

Ich habe sehr viel Glück derzeit.

SxetzSenx6


Freundschaft wird häufig unterschätzt.

Man neigt dazu, die Partnerschaft als wichtiger zu erachten.

Das ist ein großer Fehler.

_ETsunaxmi_


Für das Prinzip der Gemeinschaft trägt, alles in allem gesehen, eine Partnerschaft nur geringfügig bei.

_aT?su1nami?_


Der Gedanke sollte auch immer oder hin und wieder sein, dass unser jetziges Bewusstsein unser zukünftiges Bewusstsein sein wird – anders, aber immer noch Bewusstsein. Klingt vielleicht komisch, aber ich finde es stimmig.

Bewusstsein existiert nicht ganz im luftleeren Raum, es interagiert mit allem, was nicht Bewusstsein ist, füllt Bibliotheken, das Internet, verändert die Umwelt und die Tierwelt. Wenn nun unser Bewusstsein, unser Ego, unser "Ich" durch das, was wir Tod nennen, verschwindet, ploppt es an anderer Stelle wieder auf – in der Zukunft. Das "Ich" verschwindet nicht, es fängt einfach nur neu an.

Und der gewichtige Punkt ist, dass unser Bewusstsein im "dann" mit dem konfrontiert sein wird, was wir im "jetzt" hinterlassen.

Konfuzius war schon ein weiser Mann, zum einen im Kennen / Erkennen menschlicher Natur (Verhaltensweisen und Einstellungen), allerdings auch in dem, dass er vom "Kleinen" auf das "Große" schloss, also von den Prinzipien, die eine Familie regieren, auf die Prinzipien, welche z.B. ein Unternehmen, einen Staat oder die ganze Welt regieren. So ist im weiter oben genannten Kontext das "neue Bewusstsein" eines Kindes der Erbe der "geistigen und materiellen Machenschaften" seiner Vorgänger und Zeitgenossen – im engeren Sinne die Eltern, aber auch viele andere. Das gilt für das "Kleine" genauso wie das "Große". Das "Ich" erbt und vererbt – immer und immer wieder – permanent und ständig – teils bewusst, teils unbewusst.

Und natürlich finden ständig Veränderungen statt – in unzähligen, unendlichen Dimensionen, die aber alle miteinander verknüpft sind. So gesehen, ist ein abgetrenntes "Ich" tatsächlich eine Illusion. Fraglich, ob Menschen das Leben verändern, als nicht viel mehr, dass das Leben den Menschen verändert. Ich persönlich tendiere eher zu zweiterem.

Geht das Leben nun chaotisch vor? Ich glaube nicht. Das Leben beinhaltet Beständigkeiten und Loyalitäten – erkennbar in vielen Dingen. Und das ist der Grund, warum auch Menschen überhaupt etwas von Beständigkeiten und Loyalitäten verstehen, teils auch anstreben.

Um einen vermutlich verwirrenden Beitrag abzuschließen, vielleicht noch Folgendes:

Das Leben geht nach einem Aufbau-, Fülle- und Vielfaltsprinzip vor – es kennt kein Minus.

Davon kann der Mensch Einiges lernen, und ist erstaunt, wenn er seinen negativen Kontostand betrachtet. ;-D

f+rag+nurs2o


Sie sagte: "Das ist bei dir einfach total ersichtlich!"

Deine ehemalige Klassenkameradin hat recht.

SJetz8exn6


Wir sind alle liebenswert.

_0TsYu_na+mi_


Ich hoffe doch sehr, dass es so ist. :)^

_lTsunaxmi_


Das Leben geht nach einem Aufbau-, Fülle- und Vielfaltsprinzip vor – es kennt kein Minus.

Vielleicht noch ein kleiner geistiger Sprung.

Vielleicht bedeutet auch Liebe Aufbau, Fülle und Vielfalt. Vielleicht ist Leben Liebe. Und folgerichtig ist dann Liebe Leben.

Leben. x:) x:)

Liebe. x:) x:)

_]T,s'unami7_


Liebe ist zumindest Gefühl und Tat. Ohne das Gefühl ist da keine Liebe, ohne die Tat auch nicht. Und wenn Liebe alles ist, wie so viele sagen, dann bedarf alles des Gefühls und der Tat.

Ich hätte Mathematiker werden sollen. ;-D x:)

_(TsuLnWami_


Freundschaft wird häufig unterschätzt.

Man neigt dazu, die Partnerschaft als wichtiger zu erachten.

Beides meines Erachtens nach richtig. Es erinnert mich an eine Klassenarbeit, in der ich mal was über Freundschaft und Liebe schrieb. Ich schrieb in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass Liebe eine erhöhte Form von Freundschaft ist, und tatsächlich denke ich immer noch so. Ich schrieb es nur in Klammern, und meine Klassenlehrerin meinte, dass ich hätte mehr darüber schreiben sollen, und dass ich die interessanten Dinge nur kurz in Klammern schreiben würde. Na ja, das mag so sein. Mittlerweile benutze ich nicht mehr so viele Klammern. ;-D

Ganz ehrlich, denke ich, dass ich weiß, was eine Freundschaft von einer Partnerschaft unterscheidet, nämlich nichts – vielleicht der Sex. Und dann wiederum bedeutet Sex nicht unbedingt Partnerschaft oder Liebe. Ich weiß von ein paar Menschen, namhaften und "hundsgewöhnlichen", dass sie Sex willentlich vermieden haben oder mussten, und sich dennoch geliebt haben. Das eine ist eine Person, welche ein großer Schreiber war, und die andere Person eine Frau, die ich mal in einem Bordell traf.

Ich kann mich noch an diesen Abend im Bordell erinnern, an dem ich ziemlich hacke war. Sie sagte: "Und erwarte nicht, dass ich die ganze Zeit auf dir reite." Und ich sagte ihr: "Wir werden vermutlich sehr viel weniger tun, als du dir vorstellst."

_aTsunammi_


Natürlich sind es Ausnahmezustände.

Liebe ohne Sex? Hmm... ":/

_$TsuQnamxi_


Fuckin', fuckin' geil – Freundschaft. x:)

S&etz*enx6


Trotz hohem Alkoholpegel:

Ich stimme zu!

_&Tsuhnaxmi_


Jeder hat in der Freundschaft oder in der Liebe schon die ganze Welt gesehen. :)z

Fragt sich nur, ob man daraus gelernt hat.

f;ragAnurso


Ja, bereit sein zu lernen, das ist wichtig.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH