Die Logik vom Glücklichsein

S6et1zenx6


Ist es von Vorteil, sich damit zu arrangieren, nicht glücklich zu sein?

fyragn_urso


Wenn man es nicht als Dauerzustand begreift, sondern nur als temporär.

_zTsu*namxi_


Da wir hier vor Kurzem von Ansprüchen sprachen. Ja, das mit dem Sehen ist meines Erachtens ein erfüllbarer, notwendiger und sinnvoller Anspruch – an mich selbst. Gleichfalls auch die Sache mit dem Aufräumen. Diese Ansprüche sind für mich groß und dominant, weil so Vieles andere davon abhängt: Weitere Ansprüche. ;-D

Sehen und eine gewisse Ordnung sind gewissermaßen meine Basis. Das mag für andere selbstverständlich sein, aber für mich nicht.

Anspruchslos bin ich nicht, aber meine Ansprüche sind minimalistisch. Bedeutet jedoch auch nicht, dass minimalistische Ansprüche einfach wären. Ist eher ein Fokus auf die Qualität, denn die Quantität – also eher wenig Dinge, aber diese gut. Und gut reicht mir vollkommen. Und falls ich mit meinen minimalistischen Ansprüchen nicht ausgelastet bin, dann baue ich mir ein paar neue. :)z

_gTsAunaami_


Ist es von Vorteil, sich damit zu arrangieren, nicht glücklich zu sein?

Erstmal stimme ich fragnurso zu.

Zum anderen, es ist vielschichtig.

Wenn man unglücklich ist, dann fühlt man sich nicht gut, und das hat oftmals gute / nachvollziehbare Gründe. Es ist weder gesund, noch glücklich, wenn man sich über lange Strecken des Lebens nicht gut oder gar sehr schlecht fühlt. Unangenehme Gefühle winken meist mit einem großen Zaunpfahl, um einem zu sagen, dass etwas nicht stimmt, was ggf. geändert werden kann und sollte. Das kann gleichermaßen für den Körper sowie den Geist gelten.

Um die Frage direkt zu beantworten. Ich sehe keinen Vorteil darin, unglücklich zu sein, außer vielleicht den, dass man aus den korrespondierenden Gefühlen vielleicht eine Lehre ziehen kann.

S1etz*exn6


Danke für deine Antwort, Tsunami. @:)

Ich sehe keinen Vorteil darin, unglücklich zu sein, außer vielleicht den, dass man aus den korrespondierenden Gefühlen vielleicht eine Lehre ziehen kann.

Ich sprach nicht von Unglück, sondern ich fragte:

Ist es von Vorteil, sich damit zu arrangieren, nicht glücklich zu sein?

fYr(agnurxso


Wenn du darüber nachdenkst ob du glücklich bist und du zu dem Ergebnis kommst du bist es nicht, was bist du dann? Bist du dann schon unglücklich? Sich über den Augenblick in dem man nicht glücklich ist keine Sorgen zu machen und es erstmal zu akzeptieren mag die Situation erträglicher erscheinen lassen. Dauerhaft sehe ich darin aber keine Lösung.

SPetqzexn6


Bist du dann schon unglücklich?

Unglücklich bin ich nicht. Nur....ratlos und kühl.

_HTsZunKamUi_


Ich sprach nicht von Unglück, sondern ich fragte:

Ist es von Vorteil, sich damit zu arrangieren, nicht glücklich zu sein?

Okay. @:) Dann war deine Frage tiefsinniger gemeint, als ich dachte.

So gesehen, bekommst du von mir ein klares Ja.

S1emtzenx6


Danke. @:)

Aber heute weiß ich nicht mehr, was ich eigentlich will und wünsche. Früher war alles einfach, so einfach wie die Buchstaben in einem Lesebuch. Jetzt ist nichts mehr einfach, nicht einmal mehr die Buchstaben. Alles hat viele Bedeutungen und Gesichter bekommen. Ich weiß nicht, was aus mir werden soll, ich kann jetzt nicht an solche Sachen denken.

(Hermann Hesse, Narziß und Goldmund)

_DTsDunaxmi_


Der Weg zum Glück ist nicht immer glücklich.

f=raghnu?rso


Manchmal muß man tiefe Täler durchschreiten und hohe Berge überwinden.

SJetzZenx6


Ich versuche an hungernde afrikanische Kinder zu denken.

_nTsun aUmkix_


Jepp, valleys and mountains.

_*T3sunaxmi_


Ich versuche an hungernde afrikanische Kinder zu denken.

Sollte man meines Erachtens immer auf dem Radar haben und nicht vergessen, bis es hoffentlich irgendwann nicht mehr notwendig ist.

S"etjzlen6


Wie es wohl wäre, wegzulaufen? Ins Auto zu steigen und einfach loszufahren? Bis ich müde bin und irgendwo zu schlafen? Und morgen dann weiter? Solange, bis ich keine Lust mehr habe?

Und bei der Arbeit, bei der Familie, bei den Freunden nur die Nachrichten zu hinterlassen: "Ich bin ein bisschen unterwegs. Weiß nicht, wann ich wiederkomme."

Das wärs.

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