Die Logik vom Glücklichsein

Y?angYixn


Es hat wohl tatsächlich auch viel mit Gewöhnung zu tun. Könnte mir vorstellen, dass zum Beispiel ein oftmals reizüberfluteter Stadtmensch sich sehr einsam fühlt, wenn er jetzt mal für eine Woche alleine in einem abgelegenen Wald campen soll. Ein leidenschaftlicher auf dem Land lebender Angler wiederum, der möglichst viel Zeit alleine am nahgelegenen See verbringt, der könnte sich in der Fußgängerpassage einer Großstadt womöglich sehr einsam fühlen.

_Tsunami_

:)^ ja das sehe ich auch so :)z

S^ocixalo


Und nun mein Kind

"Carlson, er war ein Junge so wie du. Bis ..."

Carlson lebte in einem 200 Seelen Dorf, am Rande einer grünen Lichtung und reißenden Bächen. Mein Vater hatte mir das Angeln beigebracht weiß Gott er war ein weiser Mann. Wenn man sich nur weit genug vom Horizont entfernte schien dieser sich durch endlose Weite zu verschieben. Carlsen holte mich jeden Morgen von zu hause ab, und wir gingen zu jenem Ort an dem sich unsere Gedanken zu vereinen schienen. Alles war plötzlich so klar und schaffbar, ein Filter der Seele. Carlsen flüstert mir ins Ohr: "Könnten wir nicht wie Pilze sein? Pilze kümmern sich nicht um Image und Gefallen. Pilze geben sich zufrieden mit dem was sie haben, sie tun niemanden weh und sind immer geschützt vor Regen". Ich sackte kurz zusammen und ging in mich. Es schien mir klar, sollte es wirklich so sein, wäre dies der Anfang einer Ära, die Vollkommenheit und Glück, gebündelt als profilierende Kraft, in diesem See voller Falschheit und imaginärer Tugend. Carlson schaute mir immer noch in die Augen, eine kurze Ohmmächtigkeit war deutlich zu spüren. Ich schien wie versteinert vor Glück. Sollte ich ihm sagen was ich gerade fühlte? Machte ich mir gar zu viele Sorgen? Wovor fürchtete ich mich, wer könnte mir näher stehen als Carlson, keine Frage. "Plötzlich !" Dieser blöde Apfelbaum, er hat mich nur um Haaresbreite verfehlt, ein sehr matschiger Apfel landete vor unseren Füßen ich kicherte, sollte ein matschiger Apfel diesen Moment zunichte gemacht haben? Du irrst dich mein Kind, ohne diesen Apfelbaum hätte ich Papa nie kennengelernt, wir verschwenden unsere zeit mit optimierung von Leben, versunken in Selbstdarstellung und Eitelkeit. Doch das größere Übel scheint das zurückblicken auf den Weg der Zerstreuung und Zweifel.

Einen Weg geht man nicht, einen Weg wählt man nicht, einen Weg gestaltet man.

Und nun schlaf mein Kind ...

Y@ajngYfin


Einen Weg geht man nicht, einen Weg wählt man nicht, einen Weg gestaltet man.

sehr wahr. :)z :)=

_:Tsu3n1amix_


Einen Weg geht man nicht, einen Weg wählt man nicht, einen Weg gestaltet man.

Auch von mir: :)^

Auf den ersten Blick könnte man vermeinen, dass zwischen den Dreien gar kein Unterschied ist. Wenn ich es jedoch so verstehe, wie du es wahrscheinlich gemeint hast, dann ist das ein sehr vernünftiger Ansatz – gewissermaßen die Dialektik zwischen Gegebenem und Gewähltem, ohne das eine, noch das andere überzubewerten. Find' ich gut. :)^

Auch die Geschichte im Gesamten finde ich durchaus gelungen, obwohl sie, zumindest aus meiner Sicht, durch das Verweben sehr verschiedener Ebenen des Lebens teils pointiert und teils verwirrend ist. Anders gesagt, finde ich das Verstricken von Philosophie, Gesellschaftskritik, Liebesgefühlen und Gute-Nacht-Geschichte etwas holprig.

_kTsunaxmi_


Anders gesagt, finde ich das Verstricken von Philosophie, Gesellschaftskritik, Liebesgefühlen und Gute-Nacht-Geschichte etwas holprig.

Wobei ich vielleicht noch ergänzen möchte, dass das Leben durchaus so ist, aber es liest sich halt schwierig. ;-)

SIoKcxialo


Danke euch beiden :)

Und Tsunami danke für deine ausführliche Meinung :)

Und wenn ....

Die einzig wahre Kraft unsere Seele ist

Umwelt geschaffen von Antimatherie

Nichts weltliches bestehen kann

lg

Socialo :)

_HTsudnamix_


Erschafft die Materie den Geist oder erschafft der Geist die Materie? ;-)

S@ociaxlo


Erschafft die Materie den Geist oder erschafft der Geist die Materie?

Weder noch ...

Der Geist erschafft dass was wir für Materie halten, meine Theorie.

YKan%gYixn


letzten endes ist alles eine illusion...........und eigentlich gibt es keine illusion nur leere die aber nicht leer ist. %:| ;-)

_@Tsunaxmi_


Wow, mal wieder ein längeres Gespräch mit meiner Mutter gehabt. Hat sich ganz schön hochgeschaukelt, bis wir dann an einem bestimmten Punkt angelangt sind. Ob wir uns geeinigt haben, oder so ähnlich. Keine Ahnung.

Habe immer, aber zunehmend weniger, das Gefühl, dass sie mir ihren Standpunkt nicht nur sagt, sondern überbügeln will, und sowas vertrage ich ganz schlecht, auch wenn ich ihren "überbordenden" Standpunkt durchaus nachvollziehen kann. Wenn ich jedoch nicht gerade schweige, dann sieht das mit der '"Zustimmung" sehr schlecht aus. Da prallen halt zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinander, und ich höre mir gerne andere Standpunkte an, aber wenn ich eine "Manipulation" bemerke, dann finde ich das nicht mehr lustig.

_=Tsunjami_


Erschafft die Materie den Geist oder erschafft der Geist die Materie?

Weder noch ...

Der Geist erschafft dass was wir für Materie halten, meine Theorie.

Ich selbst weiß es nicht so genau, weshalb ich ja frage.

Würde sagen, dass es dieselbe Matsche ist. ;-D

_nTsu"namxi_


letzten endes ist alles eine illusion...........und eigentlich gibt es keine illusion nur leere die aber nicht leer ist. %:| ;-)

Doch so viel, ja? :-o

_WTsunxami_


Was das Alleinesein betrifft, also das alleine sein, ohne sich einsam zu fühlen, denke ich, dass es auch eine Lernleistung ist, welche allerdings, wie bereits erwähnt, auch immer im Kontext zu Konditionierung durch Familie, sonstiger Bezugsgruppen/-personen und kulturabhängiger Sozialisierung zu sehen ist.

Natürlich stellt sich erstmal die Frage, inwiefern es überhaupt lernenswert ist, alleine zu sein, ohne sich dabei auch traurig oder einsam zu fühlen. Salopp würde ich sagen, es schadet nicht. Dass man gut für sich alleine sein kann, heißt ja nicht, dass man es sein muss. Der Vorteil besteht meines Erachtens einfach darin, dass "nicht alleine sein können" Menschen oftmals in einen Zwang bzw. Abhängigkeit treibt, dessen/deren Sinn und Nutzen eher zweifelhaft ist.

Wenn es nicht gerade um ein Kind oder Säugling geht, halte ich das unbedingte Brauchen von spezifischen Personen oder Gesellschaft für sehr bedenklich, wobei ich deutlich zwischen Brauchen und Wollen unterscheide. Natürlich mag beides – zumindest punktuell – zum selben Ergebnis führen. Der Unterschied liegt einfach in der Freiheit und Unabhängigkeit des jeweiligen Menschen.

_bTsun<amix_


Abhängigkeit ist immer problematisch, Freiheit allerdings auch. Im Kern ist es jedoch dasselbe Problem.

Man könnte also fragen:

Abhängig für was?

Frei für was?

Und natürlich kann man sich darüber nur sinnvolle Gedanken machen, wenn man zwischen Abhängigkeit und Freiheit unterscheiden kann, bzw. sich darüber bewusst ist, dass man abhängig ist und von was.

_]Tsu&namix_


sind

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