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Selbstmord-Gedanken anvertraut: Wie reagieren?

GKreeZniuxs hat die Diskussion gestartet


Euch vertraut jemand Selbstmord-Gedanken an. Es geht hauptsächlich darum:

- Meinen Leben ist sch***e.

- Mein Leben hat keinen Sinn.

- Keiner hat mich lieb.

- Keiner würde mich vermissen, wenn ich nicht mehr da wäre.

Die betroffene Person hat euch extra gesagt, ihr sollt es für euch behalten. Sie würde alleine klar kommen und will keine Hilfe von euch. Auch wenn es lieb gemeint ist.

Was würdet ihr machen? Würdet ihr sagen "Versuch es doch mal bei einem Psychologen"? Dann würdet ihr riskieren, dass die Person euch nicht mehr vertraut.

Antworten
a~ni^gra,nxini


Hallo,

also ich würde der Person das schleunigst ausreden...kann ja nicht sein dass sie keiner lieb hat und sie keiner vermissen wird...würdest du es denn? wahrscheinlich schon..oder?

ich denke wenn man jemanden erzählt wie dreckig man sich fühlt, dann ist das ein Hilfeschrei! sag halt der Person dass du ihr gern helfen willst. Wenn sie will dass ihr Leben besser wird dann sollte sie es beim Psychologen versuchen.

ich vermute dass sie schon hilfe in anspruch nehmen würde, sonst hätte sie dir ja davon erzählt.

man sagt manchmal hunde die bellen beißen nicht, aber ich würde es an deiner Stelle nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es ist schon ne ernste Sache.

CbhQancex007


Hallo Greenius,

Die betroffene Person hat euch extra gesagt, ihr sollt es für euch behalten. Sie würde alleine klar kommen und will keine Hilfe von euch. Auch wenn es lieb gemeint ist.

Zuerst einmal würde ich diesen Wunsch respektieren, wenn ich keine akute Gefahr im Verzug sehe. Allein bei o.g. Aussagen wäre dies (für mich!) noch nicht der Fall. Das kann jedoch nur jeder für sich selbst entscheiden, denn hier im geschriebenen Wort ist es schwer, das zu beurteilen (es fehlen Gestik, Mimik, Tonfall usw.).

Andererseits würde ich die Person fragen, WARUM sie mir dies anvertraut, wenn sie doch keinerlei Hilfe zulassen möchte. Was genau erwartet er/sie nun? Und ich würde dieser Person sagen, was diese Information in MIR auslöst. Nämlich Sorge, Angst und Verantwortungsgefühl. Diese Verantwortung kann man jedoch niemandem abnehmen. Wenn jemand letzten Endes entscheidet, einen solchen Weg zu wählen, kann man es sowieso nicht verhindern.

Je nachdem, wie die Antwort dieser Person ausfällt, würde ich mir überlegen, ob der Tipp mit einem Psycholgen (wohl eher ersteinmal Psychiater, der im Zweifel Antidepressiva verschreiben kann) ratsam ist.

LG

sIatyrin{town


hallo greenius,

so wie du es schreibst, liegt eine extreme art einer depression vor.

heutzutage ist depression als krankheit anerkannt und ist auch heilbar!!!

bitte kümmere dich um diese person und sorge dafür, dass sie in eine behandlung kommt, sprich

sorge dich drum, dass sie zu einem therapeuten geht.

andernfalls wird diese depressionsspirale immer schlimmer und sie nimmt sich tatsächlich das leben.

schämt euch auch bitte nicht, zu einem "seelenklempner" zu gehen, es ist meistens der einzigste weg. alleine findet ein deprimierter mensch selten wieder da raus.

un din so einem notfall (depression mit suizidgedanken) bekommt man auch schnell einen termin.

nach einer erfolgreichen behandlunhg ist danach alles wieder schön, es bleiben keine nebenwirkungen zurück.

missacjhten darf man solche anzeichen keinesfalls.

ich wünsche dir/euch viel glück und erfolg. :)^

liebe grüsse

d@ie_nas/ewLeisxe


Hallo Greenius,

ich habe schon zwei mal im weiteren bekanntenkreis erlebt, dass so jemand sich umgebracht.

Beide male fühlten sie diejenigen, denen so etwas anvertraut worden war, verpflichtet, das geheimnis zu wahren und haben versucht, demjenigen aus eigener Kraft zu helfen. Und beide Male sind sie gescheitert, und du kannst dir vorstellen, wie sie sich hinterher gefühlt haben.

Wenn dir so etwas passiert ist, besteh darauf, dass die Person zu einem Psychiater(Psychologe ist die falsche Adresse) geht. Wenn derjenige das nicht tut, setz dich selbst mit einem Psychiater in Verbindung und schildere ihm das ganze Gespräch und den Zusammenhang. Falls der Psychiater die gefahr tatsächlich als groß einstuft wird er eine Zwangseinweisung zum Schutz der Person vor sich selber in Betracht ziehen. Wenn jemand das für Enke getan hätte, dann würde dieser heute wahrscheinlich noch leben und sein Pflegekind hätte noch einen Vater.

Allerdings ist nicht jede Äußerung gleich ernst zu nehmen, dazu braucht man einen Zusammenhang.

Ich kenne eine Frau, die jedesmal, wenn ihre Lieben nicht nach ihrer Pfeife tanzen behauptet, dann wollte sie gar nicht mehr leben. Seit Jahrzehnten, und sie erfreut sich bester Gesundheit und hat noch nie in irgendeiner weise versucht, sich umzubringen.

Viel Glück

Liebe Grüße

Susanne

GMree}n'ius


Vielen vielen Dank für eure tollen Antworten :)

Also die Person hat mir das zwar erzählt, aber ich weiß nicht, ob das ein Hilferuf war. Denn sie wollte sich angeblich nur verabschieden. Ich hab es ihr ausgeredet. Aber sie meinte, wenn noch mal irgendwas Schlimmes in ihrem Leben passiert oder wenn sich nichts ändert, dann will sie lieber sterben.

Hört sich doch schon ernst an, oder?

Aber ich will jetzt auch nicht sagen "Du solltest zum Psychiater gehen" oder sogar eine Zwangs-Einweisung veranlassen. Ich kenne die Person noch nicht lange. Deshalb ist das auch sehr kompliziert. Und ich weiß nicht, ob es richtig ist, sich da einzumischen. ??? :-/ :-(

S:weet Fa nny Adamxs


Denn sie wollte sich angeblich nur verabschieden.

ja genau, und hat erwartet, dass du dann sagst "ok, dann tschüß und viel spaß dabei" - wohl kaum :-/

du kannst so jemandem sagen wie du das siehst und gründe nennen warum das eine blöde idee ist, sofern du welche weißt, aber das ist es dann auch - wer sich wirklich umbringen will der macht das auch und es ist jedermanns eigene sache das zu entscheiden.

ich finde es unfair andere damit zu belasten, umso mehr wenn es nur eine drohung ist

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