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"Ich will niemanden sehen, du Gesellschaftstier!"

tzamiraX1000


ich bin auch nicht gerade der Gesellschaftsmensch. Ich fühle mich einfach nicht wohl, wobei das auch nicht ganz stimmt aber ich brauche keinen Rummel um mich. Geh ich in eine Kneipe, wo ich alle kenne, zieht es mich aber schon bald wieder heimwärts. Ich bin einfach so. Habe auch Freundinnen und Bekannte aber dort großartig ganze Abende verbringen ist nicht mein Ding, vor allem nicht wenn ich MUß, dass kann ich gar nicht ab. Es kann schon sein, daß ich spontan mal lust habe in die Kneipe zu gehen, da treffe ich dann auch Bekannte aber nach 2 oder 3 Getränken ist Schluß, es langweilt mich dann einfach dort. Mir ist aber auch alleine nie wirklich langweilig, d.h. ich kann mich gut beschäftigen.Eine Bekannte von mir geht jeden Tag weg, wenns auch nur mal für ne Stunde abends in die Stammkneipe, das brauch ich einfach nicht.Vor allem das MUß manchmal regt mich auf. Wenn ich z.b. eingeladen werde auf einen bestimmten Tag womöglich noch jemanden mitnehmen muß und derjenige nicht dran denkt zu gehen, wann ich möchte. Sollte eigentlich schon lange mal zu ner Freundin die etwas entfernt wohnt und mit ihr abends mal weggehen. Aber irgendwie behagt mir das nicht, denn wenn ich bei ihr übernachte muss ich mich nach ihr richten und sie feiert gern bis in den Morgen, da kann ich dann nicht einfach nach Hause fahren wenn ich es möchte.Manchmal regt mich mein Verhalten schon etwas auf, aber mir fehlt nichts und wenn ich mal weggehe unterhalte ich mich auch gern mit jemandem aber eben nicht lange und mich ziehts wieder heimwärts.

D6ipFl. PYhysik_erin


du könntest dich ihnen zuliebe auch zusaufen und mal ein wenig am rad drehen

Leider nein, genau das kann ich nicht. Egal wieviel ich trinke, ich behalte immer die Kontrolle. Immer. Und das ist mir auch wichtig.

Als Luxusproblem empfinde ich es deshalb nicht, weil die Frage eben immer wieder aufkommt, weil ständig irgendwer Geburtstag hat und ich jedesmal mit soll!

Ihr benutzt euch gegenseitig als "Krücke", um glücklich zu sein.

das stimmt nicht ganz, da ich es geschafft habe, mich durch meinen Freund zu emanzipieren von meiner ehemaligen Familie. Ich habe gelernt, mich selbst zu lieben, weil mir der Alltag mit ihm Kraft gegeben hat. Ich trage anderer Kleidung mittlerweile und stehe mehr zu dem, was ich will. Das hat er mir dadurch gezeigt, dass er immer so sonderbar war und ich damals dachte: "Jetzt fälltst du sowieso auf mit ihm, dann hau ruhig auf die Pauke und sei du selbst." Auf irgendeine art und weise haben wir einander geholfen, so zu werden, wie wir sind. Und das schätze ich sehr.

Und das Problem ist eben, dass ich nicht will,dass sich jemand in dieses neue Leben drängt. Und vor allem will ich mich nicht so verdammt wertlos fühlen, wie ich es dort nun einmal tue. Sie wirken so wohlwollend, so ungefähr "Wir geben dir eine Familie, die du nie hattest.." Nein danke, es ist traurig, dass ich keine hatte, aber das heißt nicht, dass ich DIESE will.

Mann, es ist so schwierig. Hier, zuhause, ist alles so gut. Hier kann ich ihn auch loslassen, das habe ich mit der Zeit gelernt. Ich muss nicht jede Minute mit ihm verbingen, jeder macht sein Ding und zwischen durch treffen wir uns auf ein Küsschen x:)

Tja, was ist nun konkret? Wie sage ich ihm, dass ich nicht mehr mitfahren will? Meine Kompromisse ("Sie können uns besuchen und schlafen im Hotel" oder "ich komme mit, schlafe aber im Hotel" usw.) fruchten nicht. Er will ganz oder gar nicht.

Ich will leider gar nicht. Nicht aus Unlust ("als Luxusproblem"), nicht, weil ich faul bin, sondern weil es mein inneres Gefüge einfach zu sehr gefährdet. Verdammt, ich kann nicht ändern, dass es mich nun einmal so angreift. Ich muss mich doch nicht rechtfertigen dafür, dass ich verletzlich in dieser Hinsicht bin.

als erwachsener mensch muss man so abgebrüht und in der lage sein auch mal was auszuhalten das einem keinen spaß macht, zumal wenn es wichtig für den partner ist.

Hier gehts ja leider nicht um "keinen Spaß" haben, das wäre kein Problem. schließlich gucke ich auch irgendwelche Roboterfilme mit ihm, obwohl sie mir "keinen Spaß" machen, aber ich mache es, weil er es schön findet. Natürlich fahre ich mit ihm in den Sommerurlaub, obwohl ich Hitze hasse, einfach, damit er sich freut und wir zusammen sind. Na klar macht man so was für den Partner. Nur bei diesem Thema geht es nicht um "keinen Spaß" haben, sondern um "ich gehe gerade durch die Hölle", und das ist nicht zumutbar, finde ich.

VJeqrrü$ckxte


@ Dipl.Physikerin

da unser Alltag wirklich wunderbar ist

Wir sind liebevoll miteinander

Jeden Tag bin ich einfach nur glücklich, zu leben

Liebe Dipl.Physikerin, du scheinst eine ziemlich zerrissene Persönlichkeit zu sein, habe ich den Eindruck.

Wenn ich dies hier lese [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/501166/]]

dann widerspricht dies in meinen Augen schon sehr den o. g. Aussagen. Du scheinst nicht sehr ausgeglichen zu sein. Und ich muss an Zuckerbrot und Peitsche denken, wenn ich deine Beiträge lese.

Ich kenne das Problem mit der Familie. Ich für meine Familie habe dies eigentlich recht gut geklärt bzw. mich auch eindeutig abgegrenzt und ich fahre ca. 1 mal im Jahr zu meinen Eltern für ein WE.

Allerdings leider nicht so mit der Familie meines Partners. Und ich denke auch, hier sollte ich mich anpassen. Ich weiss, dass mein Partner großen Wert darauf legt, dass ich ab und an und zu gewissen Anlässen mit zu seiner Familie komme. Und das tue ich auch. Für IHN ist es wichtig und da trete ich halt einen Schritt zurück. Mein Ausdruck dafür ist: "ich drehe einfach die Sanduhr um" für diese Zeit. Man tut mir ja da auch nichts und ich bin wilkommen.

Für mich ist es ein Kompromiss, den ich für meinen Partner mache. Es bringt mich ja nicht um, es gibt so viele unangenehme Dinge im Leben, denen man sich mehr oder weniger unterwerfen muss.

D@iplE. Physrixkerin


Hallo verrückte, ich wusste, das jemand den Faden herauskramt! Kein Problem @:)

Ja, ich habe ein Aggressionsproblem, glücklicherweise haben wir das mittlerweile gut behoben, weil ich mich dahingehend sehr in den Griff bekommen habe. Ich fand mich selber schrecklich, wie ich ihn damals verletzt habe, habe Abstand genommen, mein Verhalten überdacht und es hat dann wirklich gut geklappt mit uns. Das ist es eben: Es hat die letzten Wochen verdammt gut geklappt, mit Ausnahme meines damaligen Aggressionsproblems und seinen anfänglichen Schwierigkeiten. Und das macht es ja so wertvoll für mich: Dass wir ineinander jemanden gefunden haben, der mit den Sonderbarkeiten des anderen leben kann.

Er hat mich immer dafür bewundert, dass ich es mit ihm aushalte (keine andere Frau tat das zuvor). Und ich habe ihn dafür bewundert, dass er mich gezähmt hat, und mir auch meine Wut verzeihen konnte. Verdammt, das ist ja das blöde! Dass wir einander so ausgleichen konnten! Dass wir voneinander gelernt haben. Umso schmerzhafter ist jetzt, dass uns genau das etwas auseinandertreibt: Ich habe ihm Gesellschaft beigebracht, um sein Leben zu erweitern (so sagt er es, "du hast aus Forrest Gump Stefan Raab gemacht!"), aber leider komme ich jetzt nicht mehr damit zurecht, weil ich eben nicht so bin, er das aber erwartet. Das ist das Problem: Ich wollte sein Leben um Gesellschaft bereichern, nicht meins!

So, hole ihn nun von der Arbeit ab. Habe heute sein Auto repariert und kann jetzt stolz das ergebnis präsentieren ;-D

Skweet FaJnnyN Adaxms


ok, ich hab mal in den anderen faden reingeguckt... da sieht das alles schon wesentrlich komplizierter aus.

sorry, ich hab dich auf grund deines eingangsbeitrages anders eingeschätzt, deswegen die "luxusprobleme" @:)

tRamira{1x000


mein jetziger Freund hat keinen großen Kontakt zu seiner Familie. Bei meinem Exfreund gab es auch oft Streit. Ich mochte seine Familie, keine Frage. Hatte nur eben keine Lust an Weihnachten den ganzen Tag bei ihnen zu verbringen. D.h. Mittagessen, Kaffee, Abendessen und dann noch zusammensitzen bis spät in die Nacht. Ich wäre immer am liebsten nach dem Kaffee heimgefahren aber da spielte er nicht mit. Es ist nicht so, das ich Menschen nicht mag, ich muss nur nicht stundenlang mit jemandem zusammenhocken.Bei meinen Eltern ist es so, das ich zu meiner Mutter ein gutes Verhältnis habe, wir wohnen im selben Haus und ich geh oft mal runter und halte ein Schwätzchen. Aber auch dort ist es so, das ich Tage habe wo ich eben nicht runter gehe, da ich einfach allein sein möchte, fühle mich aber auch nicht einsam.Ich war schon immer so. Eine gute Freundin hat sich sogar von mir zurückgezogen. Wir waren oft mal zusammen weg aber so wie sie jeden Tag,hab ich einfach keine Lust drauf, da hab ich dann oft mal abgesagt und sie war sauer. Ich finde man sollte respektieren wenn jemand so ist, ich respektiere ja auch die Leute, die jeden Tag in Partylaune sind, nur ich bin eben kein so Typ.

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