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Übelkeit/ Würgen bei Stress/ Angst

pwali%mpWalimx<3 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich habe folgendes Problem und hoffe Gleichgesinnte bzw. jemanden zu finden, der eventuell für das Problem schon eine Lösung gefunden hat, oder jemanden der einfach nur eine Idee hat.

Ich bin 19 Jahre alt, mache jetzt mein Abitur und plane für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen, allerdings stehen mir da einige Sachen im Wege.

Ich habe seid vielen Jahren ein Problem, welches mich daran hindert gelassen bzw. wie ganz normal mit meinen Freunden was zu unternehmen, in der Schule Referate zu halten, zu Hause jemanden zu bekochen usw.

Dies ist jedoch immer nur dann, sobal jemand anderes als meine Schwester und meine Mutter in der Nähe sind...

Es reicht schon, dass ich etwas vor habe, also dass meine Freunde noch nicht da sind, aber geplant ist, etwas zu unternehmen.

Mir wird dann schlecht und iwann fange ich dann an zu würgen, wobei ich mich noch nie übergeben habe... es fühlt sich an als ob so ein Riesenkloß Luft sich erstmal im Bauch breit macht und nach oben kriecht... es steigen mir dann Tränen in die Augen und es hört sich auch komisch an, wenn es "oben angekommen" ist, aber übergeben muss ich mich nicht. Hab ich das einmal hinter mir gehts mir dann besser und ich kann sogar einen normalen, schönen Tag/Abend verbringen.

Essensgerüche spielen auch eine Große Rolle, denn die verschlimmern das Ganze noch.

Die Angst, dass mir das passiert schrenkt mich sehr ein, weil ich schon damit rechne, dass dies kommen könnte.

Bisher hab ich das immer geheim halten können, das heißt, dass die, die etwas davon mitbekommen, entweder denken, ich hätte mich verschluckt oder mir wäre kurzzeitig schlecht geworden.

Sogar vor meinem Freund habe ich das lange geheim halten können, aber ich denke die Beziehung ist auch aus dem Grund auseinander gegangen, weil ich einfach nicht bei der Familie essen konnte bzw. weil ich mich halt nie richtig öffnen konnte... Ich habe am Tisch der Großeltern gesessen, die extra mein Lieblingsessen gekocht haben und ich konnte fast nichts davon essen, weil ich jede Sekunde damit gerechnet hab, dass das jetzt kommt... ich muss dann raus gehen... aber dieses würgen, was mich ja befreien könnte, wonach es mir dann besser geht, kommt nicht immer... Ich kann das auch nicht einfach offen sage, weil mir das einfach unendlich peinlich ist.

So möchte ich einfach mit meinen Freunden raus gehen, eventuell ausnahmsweise mal einen Cocktail trinken, oder vllt ein Bier (trinke sehr selten Etwas, weil ich schon vor der Wirkung von Alkohol Angst habe bzw, vor den eventuellen Nachwirkungen) und mir wird schon bei der Vorstellung schlecht.

Ich kann leider nicht mehr genau sagen, wann das angefangen hat, weil ich schon sehr lange damit lebe.

Es könnte eventuell auch mit Sachen aus meiner Vergangenheit zu tun haben, denn ich habe schon einiges für mein Alter hinter mir und vielleicht kann ich mich an die auslösende Situation einfach nicht mehr erinnern.

Aber für mich kann das irgendwie nicht mehr so weiter gehen.

Mein Hausarzt hat keine Ahnung, was er mir noch sagen soll... Magenspiegelungen und so weiter habe ich schon hinter mir... Vor allem leide ich nebenher noch unter einem schlechten Immunsystem und vereinzelten Migräneanfällen.

Das Auslandsjahr, wo garantiert viel Neues kommt, wäre ja nur so durchsetzt mit solchen Situationen.

Ich bitte deshalb dringend um Hilfe.

Ich würde mich über jede Art von Antwort freuen @:)

Eure

palimpalim<3

Antworten
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Hey palimpalim

Ich kann dein Problem vollends nachvollziehen.

Habe mit dem selben Problem(en) zu kämpfen. Mittlerweile habe ich diese Symptome 4 Jahre. Und ich habe auch schon viele Diskussionsforen und Berichte sorgfälltig studiert, in welchen Menschen von den gleichen Problemen berichten.

Im Allgemeinen kann ich dir einige Tipps geben, damit du aus eigener Kraft aktiv werden und gegen deine "Krankheit", denn als solche bezeichne ich diese mittlerweile, vorgehen kannst. Dennoch bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass professionelle Hilfe wohl der bessere Weg ist. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher noch nicht den Mut gefasst habe, eine Derartige in Anspruch zu nehmen, aber das werde ich bald machen.

Nun zu den Tipps:

- für mich ist körperliche Fitness ein wichtiger Punkt. Damit meine ich nicht, dass du wie wild Sport betreiben sollst, sondern dich einfach, so oft es deine Zeit zulässt, in der Natur und in der frischen Luft aufhalten sollst. Beispielsweise öfters spazieren, radfahren, schwimmen...etc. Denn dass stärkt dein Immunsystem. Außerdem kann man dabei alles andere kurzzeitig vergessn, was ich für meinen Teil gut finde. Natürlich soll man nicht alles verdrängen, denn das löst keine Probleme.

- der nächste tipp ist: versuch dich einfach mal so richtig zu entspannen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Sich zu entspannen, wenn man so ein Gefühl der Hilflosigkeit hat, ist vielleicht unvorstellbar, weil man immer wieder davon überfallen wird, jedoch kann ich dir die "Progressive Muskelrelaxation - nach Jacobson" empfehlen. Mir hat das bisher immer geholfen. Ich hab mir da eine CD besorgt nach deren Anleitung man systematisch Muskel für Muskel zuerst in Spannung versetzt und nach einigen Sekunden wieder entspannt. Das dauert in etwa 20-25 Minuten und nach regelmäßigem Praktizieren hat man wirklich das Gefühl, sich endlich wieder gut entspannen zu können ohne dieses flaue Gefühl im Magen.

- der nächste tipp: denke wenn möglich immer positiv! Positive Gedanken wirken sich enorm auf den jeweiligen Gemütszustand aus, welcher sich dann auf dass körperliche Empfinden auswirkt. Zumindest stell ich mir das so vor. D.h. wenn du, wie du schreibst, beim Essen bist und schon auf dieses Gefühl wartest, ist das der falsche Weg. Hier solltest du versuchen etwas positiver zu denken, "Selbst wenn dieses Würgen kommt, brauch ich mich nicht zu schämen, denn dadurch bin ich kein schlechterer Mensch!"..oder so. Es geht vor allem darum, dass man sich selbst nichts einredet, denn ich bin bei mir draufgekommen, dass wenn ich mir einrede, dass dieses Würgegefühl jetzt kommt, es tatsächlich eintritt. Und auf diese Weise habe ich bemerkt, dass es einfach wichtig ist, zu versuchen, den Spieß umzudrehen.

- was ich dir noch ans Herz legen möchte ist: versuch, dass du dich nicht von deinen Freunden abschottest und ständig zu Hause rumhockst, aus Angst, dass dieses Übelkeitsgefühl wieder kommt. Freunde sind in solch einer Situation immer wichtig, da sie dir Kraft geben können. Bei mir wars halt so, dass ich mich am Anfang aus Angst zurückgezogen habe. In einem Forum hat mir dann jemand den Rat gegeben, zu versuchen, die Angst zu überwinden (das war vor ein paar monaten). und nun hab ich absolut kein Problem mehr, am Wochenende mit meinen Freunden in Bars zu geht, zu tanzen, usw. . Und das ist echt ein wahrer Fortschritt für mich gewesen. Aber natürlich ein steiniger Weg, denn am Anfang ist es wirklich nicht ganz leicht über seinen Schatten zu springen. Aber es lohnt sich!

Ich hoffe ich hab dir ein paar hilfreiche Tipps geben können. Falls du noch Fragen hast, werd ich natürlich versuchen Sie zu beantworten.

Also in diesem Sinne Alles Gute und Kopf hoch! Es kann doch nur besser werden ;-)

Und an alle anderen User und Leser, falls ihr noch andere Tipps habt oder glaubt dass ich was falsch dargestellt habe, schreibt bitte! Ich kann auch noch Tipps gebrauchen. Danke ;-)

Liebe Grüße,

Michi

A2zuc+enxa1


Einen Rat habe ich leider nicht.

Bisher hab ich das immer geheim halten können,

Ich finde, dass die ein Therapeut da bestimmt helfen könnte.

Warst du denn schon einmal in therapeutischer Behandlung?

Vor längerer Zeit habe ich einmal eine ähnliche Frage gestellt, habe aber keine

Antwort darauf bekommen. Mir kommt das bei mir auch komisch vor und es ist mir irgendwie peinlich. |-o

Das war die Frage:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/456702/]]

Vielleicht ist es bei dir ähnlich?

Aber bei dir ist es extrem und es behindert dein Sozialleben, du fühlst dich

nicht wohl dabei. Deshalb denke ich, dass du eine Fachkraft aufsuchen solltest.

@:) :)*

ptal&impqali2mx<3


Hallo ihr zwei, danke für Eure Antwort=)

ich hab sowieso in der nächsten Zeit noch ein paar Termine, die ich deswegen gemacht habe, also ein anderer Hausarzt, der mich eventuell überweist und so weiter.

Das mit den positiven Gedanken habe ich versucht... leider hat das nicht so ganz funktioniert und in der Natur, alleine, komm ich nicht von den Gedanken weg, ich hab dabei noch nie das Gefühl gehabt, dass ich mich iwie damit ablenken konnte... klar ist mit dem Sport und der frischen Luft meinem Immunsystem geholfen=)

wenn ich meine Termine hinter mir habe, dan melde ich mich noch einmal=) würde mich freuen, wenn Ihr vllt auch weiterhin noch ab und zu mal hier drauf schaut.

lg

Eure @:)

t1hanxwen


hallo palimpalim

du weißt gar nicht wie ich mich freue diesen beitrag zu lesen....

ich dachte schon ich bin alleine

ich kenne das gefühl seit dem ich 15 war, bin jetzt 23 und es ist immernoch da...anfangs war es bei mir (warscheinlich) psychisch...wurde sehr gemoppt

aber mittlerweile ist dies nicht mehr der fall, ich hab ne neue ausbildung angefangen und verstehe mich sehr gut mit meinen kollegen,

ich verkrieche mich auch nur zuhause weil ich angst habe dass mir schlecht ist. und manchmal ist mir auch zuhause schlecht...und wenn ich doch mal irgendwo bin dann bin ich immer angespannt, auch auf der arbeit...

ich weiß nicht wie es bei dir ist aber bei mir ist diese übelkeit an keine tagesabläufe gebunden, es kommt einfach so, ohne ersichtlichen grund, und dann ziemlich extrem, ich denke dann immer dass ich *** muss aber es kommt nichts

ich esse dann immer namhafte pastillen mit lemonengeschmack, dann geht es meißt etwas besser, aber nicht immer, ganz schlimm finde ich es, wenn es jemandem anderen schlecht geht, dann geht es mir automatisch auch schlecht.

ich geh in therapie, die psychologin sagt, dass es mir schlecht ist, (einfach gesagt) weil ich nicht will, dass es mir gut geht. ich weiß nicht ob es wirklich so ist, aber es macht mich total fertig, ich fühl mich so ausgeliefert- es ist einfach ein teufelskreislauf ich hasse es

p*ali|mpaKlim<x3


Hey thanwen,

ja, es geht mir genauso. Keine bestimmten Zeiten, keine bestimmten Gründe.

Ich kann auch zu Hause sein und ich weiß ich hab nen schönen ruhigen abend und mir wird schlecht. Manchmal hält das an, manchmal ist gleich wieder schluss... Ich hab mir auch angewöhnt, irgendetwas zu lutschen oder Kaugummis zu kauen, aber bringt nicht immer was.

Vor allem ist es schlimmer wenn ich die Nase putze^^ und anschließend wieder Essensgerüche in die Nase bekomme...

Wie lange bist du jetzt in Therapie?

Bist du aus eigenen Stücken dort hingegangen?

Meinst du, dass Dir das was bringt? Oder scheint Dir das so, als ob die Psychologin von Anfang an einfach gesagt hat das ist das... und hält daran fest?

Wie läufts sowas ab?

Ich würde auch so gerne aus diesem Teufelskreis raus, vor allem weil das einen so einschränkt, aber ich habe bisher so viel ausprobiert und nichts hat funktioniert.

Letztens war ich mit einer Freundin aus, hab es geschafft Essen in mich hineinzustopfen, weil mir die ganze Zeit schon übel war, aber als wir dann aus dem Restaurant raus sind, um ins Kino zu gehen, hab ich mal kurz an den Popcorngeruch gedacht und schon wars aus... aber es kommt dann auch nichts, auch wenn ich das weiß, es ist mir einfach unendlich peinlich.

Aber es tat gut, dass es endlich mal jemand wirklich mitbekommen hat. Ich bin sonst immer komisch angeschaut worden, wenn ich das versucht hab jemandem zu erklären, aber diesmal hat sie mich einfach in den Arm genommen...

Heißt aber nicht, dass das jetzt weg ist... es geht genauso weiter... vor allem auch bei dieser Freundin... also ich hätte gedacht, dass dann bei ihr vllt der Druck weg ist, aber Pustekuchen. Die Möglichkeit ist dann auch schon mal weg.

lg

t]ha)nwexn


an palimpalim

es hat damit angefangen, dass ich auf der arbeit trocken ****musste (so nenne ich es) du weißt schon, wenn du würgen musst aber nichts kommt, hab ich normalerweise sehr selten, naja bin zum arzt gegangen und beschrieb meine symptome,

hatte zu deer zwit viel stress und sodbrennen, und dann meinte er, dass ich zum internissten und zum psychologen sollte, da es eine gastritis sein kann und die meistens psychischen ursprungs ist.

es war auch eine leichte gastritis...

ich bin dann zu einer psychologin und hab meine symptomatik beschrieben naja seitdem bin ich in therapie...ich glaub dass es keine richtige therapie ist, ich geh halt hin und erzähl von mir unhd meinen problemen und sie räat mir halt,was ich machen soll oder versucht mich dazu zu bringen dass ich selbst merke, was mir gut geht,

in den letzten tagen ist mir ein gedanke gekommen, unhdzwar, dass ich auch probleme mit der verdauung habe, lange zeit keinen stuhl, oft blähungen, vielleicht hängt dass ja zusammen, kennst du des auch?

ich werde jetzt mal zum heilpraktiker gehen und mal schauen vielleicht hat der ja eine idee

C$ooEkie_2009


hab das problem auch gehabt. aber ich musste nicht wirklich würgen ich hatte nur immer das GEfühl als ob ich mich übergeben müsste. Wie ihr auch hatte ich das auch zuhause. Daruch hatte ich immer totale Angst vor Klassenfahrten, etc. einfach weil ich immer angst hatte das die Bauchschmerzen und die Übelkeit da auch auftreten könnten. Einmal war es auch so und ich musste nach hause. Ich hab dann angefangen iberogast zu nehmen, allerdings weiß ich nicht mehr ob mir das wirklich geholfen hat. Aber da es bei mir rein psychisch war, hat wahrscheinlich allein schon der gedanke es könnte etwas helfen geholfen. Ich war nicht in einer Thrapie, aber mit de rZeit ging es weg. ich wieß aber noch das die Zei textrem belastend war, ich habe mich nie getraut bei Freunden zu übernachten, geschweige denn mit ihnen zu essen...Genauso wenig wie mit ihnen darüber zu reden!

Ich wünsche dir viel Kraft, auch du wirst irgendwann darüber lachen können. du schaffst es. am besten gehst du auch mal zu einem Therapeuten, dass hätte ich auch tun sollen. Oft hilft schon das reden mit jemandem. :)*

VPronGi_23


hi palimpalim

ich kann dich gut verstehen dachte nicht das es noch so jemanden gibt wie dich! Habe so ziemlich die gleichen probelme wie du! Traue mich auch nichts mehr Trinken weil mich das Gefühl wenn der Alk seine Wirkung zeit echt aus der Bahn wirft! Schlecht ist mir auch andauernt!

Kann dir leider keine Rat gehen! Würde mich selbst über eine Rat freuen!

mfg Vroni

soetye8x9


Hallo palimpalim,

ich habe in etwa das gleiche Problem.

Wir können uns gerne austauschen.

Hast du mittlerweile eine Besserung beobachtet ? Es ist gut zu wissen, dass man wenigstens nicht die Einzige ist. Ich gehe mittlerweile in Verhaltenstherapie bei einer Psychotherapeutin.

Grüße

H ansPedterx87


Hallo,

ich bin gerade eben durch die Google Suche auf diesen Beitrag gekommen. Warum komme ich zu diesem Beitrag – logo – mir sind in letzter Zeit (ca. 2-3 Wochen) ebenfalls solche Sitationen geläufig.

Warum gerade jetzt dieses Phenomen auftritt kann ich nicht sagen, weder ist etwas schlimmes geschehen noch gibt es großartige Änderungen in meinem Leben...

Was ich jedoch sagen kann und ich hoffe es bestätigt sich weiter für mich und hilft der oder dem Jenigen der dies ließt ist – man sollte sich auf gar keinen Fall aus solchen Situationen entfernen oder gar keine mehr zulassen – das ist in jedem Fall falsch!

Wenn das Gefühl einmal auftaucht versuche ich (sogut es geht) normal weiter zu machen... bislang hat es nach einer gewissen Zeit immer geklappt!

Man vergisst einfach das man dieses Gefühl hat / kennt... der Ablauf wird dann wieder normal und unproblematisch...

Einmal in den letzten beiden Wochen hatte ich einen – sagen wir – wirklich miesen Abend ... da es nicht "lief" hatte ich das Gefühl nahezu die ganze Zeit...

Meine Gedanke ist nun natürlich "einfach" zu vergessen dass man ein solches Gefühl ab und an hat... oder wenn man es hat sollte man sich möglichst "ins kalte Wasser stürzen" und dafür sorgen, dass man schnell andere Dinge im Kopf hat.

Nur so wird es möglich sein irgendwann einmal darüber lachen zu können, wenn man weiß dass es überstanden ist...

Hoffentlich hilft euch dies... und hoffentlich geht mein Plan auf... in jedem Fall – Kopf hoch! Weiter geht´s immer :-)

p:aliom\palFim<3


Hallo ihr lieben.

Ich war hier schon lange nicht mehr online und habe mir eure Beiträge nochmal durchgelesen.

Tut mir leid, dass ich jetzt erst wieder schreibe. Aber ich dachte ich erzähle euch mal, wie es mir in letzter Zeit so ergangen ist.

Mein Leben hat sich seid ich das erste Mal hier geschrieben habe recht verändert.

Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und mich entschieden nach Australien zu gehen.

Über die komplette Planzeit und kurz vorm Abflug hatte ich immer Angst, dass ich das Schlechtwerden dort weiter habe und ich der Familie, bei der ich dort gewohnt habe, das irgendwie erklären muss und dann auch noch auf Englisch. ABER

Schon auf dem Flug, wo das Essen ja bekanntlich schon eklig riecht, ist mir nicht schlecht geworden. Ich habe nach meiner Ankunft nichts gegessen um das zu umgehen und ich habe natürlich auch die erste Zeit immer Essenssituationen umgangen soweit es ging, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich es nicht musste. Die Familie war sehr nett, ich habe mich wohl gefühlt, oft auch selber gekocht. Viel mehr gegessen (Gott sei dank nicht zugenommen). Meine Kaugummis/Bonbons waren natürlich trotzdem noch meine Grundauststattung.

Mir ist in den kompletten acht Monaten nur EIN Mal schlecht geworden. Allerdings weiß ich nicht mehr die genauen Umstände. Nur, dass ich aufgeregt war und wieder irgendwo hinwollte.

Die erste Zeit nach meiner Rückkehr hatte ich das Schlechtwerden auch nicht mehr. Mit und mit kam es allerdings wieder. Doch nun habe ich angefangen genauer drauf zu achten, wann das kommt. Der Körper reagiert auf alles, was stressig ist und einen unter Druck setzt. Zeitdruck, Aufregung vor etwas Unbekanntem, Dates oder auch etwas, was ich eigentlich nicht will, aber doch tue, weil andere das wollen und mich so unwohl fühle.

Und jetzt kommt was meist noch dazu kam. Ich war hungrig. Ich Esse nie viel auf einmal, sondern einfach oft. Ich frühstücke, esse Obst, mal ne Möhre, n Stück Käse, taue mir jeden Tag ein Stück Kuchen auf und trinke dazu ne Tasse Tee, koche abends dann warm. Das nicht zu spät, weil man ja nicht spät essen soll. Wenn ich dann noch Hunger bekomme abends esse ich einen Erdbeerquark. Das Problem dabei ist, dass, sobald ich aus der Wohnung gehe, muss ich immer genug Essen für die Zeit dabei haben. Alles was nicht riecht. Also Obst, Möhren usw. Mein Magen sagt mir nur, wann ich was essen muss und ich kann besser unterscheiden, ob das jetzt Magenschmerzen sind, ich hunger habe oder mir schlecht wird. Sobald ich aber aus meinem Rythmus raus komme mache ich einen Rückschritt und mir wird wieder schlecht. Ich bin jetzt umgezogen, weil ich mein Studium beginne und wohne jetzt alleine. Eine WG hätte nicht geklappt, weil ich mich ja erstmal selber regeln muss. So kaufe ich nur, was mir schmeckt, kann vermeiden, dass jemand Kaffee kocht und und und. Ich bin mal gespannt, wie das mit meinem Studium läuft. Meine erste Woche in der neuen Uni, neue Leute, lernen.

Als Fazit kann ich sagen, dass es nicht einfach war herauszubekommen, was mir gut tut. Wie ich wieder in meinen Rythmus zurück komme, wenn ich rausgeworfen wurde.

Achtet auf euer Essen! Keine schweren Sachen, viel Gemüse, Reis, keine Sachen die Blähen um das schon mal zu vermeiden ;-) und trinkt genug!! Viiiiel trinken hilft auch um den Magen zu füllen. Am besten ohne Kohlensäure, weil davon bekomme ich z.B. Sodbrennen und Schluckauf.

Wenn ihr untwerwegs seid und andere fragen, warum du so komisch isst oder warum du so ernst oder ruhig bist, weil dir schlecht ist, du es aber nicht sagen willst... Ich habe angefangen zu sagen, dass ich Lebensmittelallergien habe und ich deswegen nicht alles essen kann und manche Sachen auch vom Geruch her Übelkeit auslösen, da fragt keiner mehr nach=) Geht ihr gar nicht essen sondern seid einfach unterwegs... Was falsches gegessen haben ;-) Geht alles. Ach und die Sache mit dem Naseputzen... Ich putze mir regelmäßig vor und nach dem Schlafengehen meine Nase. Über den Tag muss ich nur, wenn ich krank bin und das vermeide ich einfach :D

Allerdings wie HansPeter gesagt hat. Sobald man mit seinen Gedanken woanders ist, ist es weg! Die richtigen Leute, Spaß, einfach fröhlich beschäftigt sein sind die Besten Gegenmittel, die ihr finden könnt! Die Aufregung am Anfang und plötzliche von der Umgebung kommende Essensgerüche könnt ihr durch über den Mund atmen kurzfristig überwinden.

Wie ist es euch ergangen? Gibt es was neues? Würde mich freuen von euch zu hören.

Liebe Grüße und alles Gute @:)

Eure

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