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Abspaltung sexueller Erlebnisse

Lwewixan


ella_4

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoanalyse]]

Nicht so ganz einfacher Artikel. Als ich das hier von Schwarzes Blut las, dachte ich, ich sollte widersprechen:

Eine Psychoanalyse würde ich dir nicht raten. Meines Wissens baut die Psychoanalyse nicht auf vergangenen Erfahrungen auf, sondern auf die Gegenwart. Sie zielt eher darauf ab, die gegenwärtigen Gefühle und Handlungen zu analysieren und zu reflektieren, nicht aber Traumata zu bearbeiten oder verdrängtes an die Oberfläche zu holen.

Ich weiss aber, nach Lesen des Artikel, was sie meint: Psychoanalyse setzt an der Gegenwart an. Allerdings an den Gedanken, die in der Gegenwart da sind, d.h. wenn du in der Gegenwart an die Vergangenheit denkst, wenn es dich beschaeftigt, wird die Psychoanalyse dich ermutigen, in diese Richtung zu gehen. Historisch ist die Psychoanalyse sogar ganz speziell von Traumapatienten ausgegangen. Von daher denke ich, im Ansatz waere Psychoanalyse schon geeignet fuer so etwas.

Ich muss aber dazu sagen, ich habe keine Erfahrungen in dieser Richtung, es ist bloss theoretisches Wissen.

SDch|warzfes Bxlut


Ich weiss aber, nach Lesen des Artikel, was sie meint: Psychoanalyse setzt an der Gegenwart an. Allerdings an den Gedanken, die in der Gegenwart da sind, d.h. wenn du in der Gegenwart an die Vergangenheit denkst, wenn es dich beschaeftigt, wird die Psychoanalyse dich ermutigen, in diese Richtung zu gehen.

Das wird einem nicht verschüttete Erinnerungen wiederbringen. Um an verschütteten Erinnerungen zu arbeiten, braucht es erst einmal Stabilisierungsmassnahmen. Und selbst dann, muss es nicht zu Erinnerungen kommen. Diese werden nur freigegeben, wenn dein Bewusstsein soweit stabilisiert, dass du diese Erinnerungen auch aushälst, und nochmal, es ist mit nichten so, dass die Erinnerung ohne die Gefühlslage vonstatten geht. Und es sind nicht die Gefühle eines Erwachsenen, sondern die eines Kindes. Gefühle, die das Kind nicht grundlos abgespalten hat. Ist man in einer solchen Flashbackphase, ist es nicht möglich mit Erwachsenen Verhaltensweisen zu agieren. So baut eine Traumatherapie auf 3 Säulen auf.

1. Stabilisieringsphase

2. Traumabearbeitungsphase

3. Intergrationsphase

Das hat meines Erachtens mit einer klassischen Psychoanalyse nicht wirklich etwas zu tun. Aber das ist meine Meinung. Und da ich selber in der Situation bin, ziehe ich in erster Linie meine Erfahrungen aus der Therapie als Vergleich.

Entscheiden muss jeder selbst.

L\ewixan


Der verlinkte Artikel sagt dazu etwas unter "5.5 Das freie Assoziieren". Soweit ich weiss, ist es durchaus ein klassisches Ziel der Psychoanalyse, Verdraengtes anzugehen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Psychoanalytiker ella_4 dazu raten wuerde.

Ich selber freilich kann eine solche Empfehlung mangels Detailwissen nicht geben und kann letztlich nur zustimmen:

Entscheiden muss jeder selbst.

wbenj-do


also ich kann schwarzes blut nur zustimmen.

ich fange auch grade mit einer trauma-therapie an. ich habe es schon einige therapien hinter mir, aber an mein trauma ist noch keiner heran gekommen, da ich es nicht zugelassen habe. nun soll es sich aber endlich ändern. denn so kann ich nicht mehr weiter leben (flashbacks usw).

was mich grade ein wenig erschrocken hat, war savaras (?) aussage:

daraufhin kamen noch mehr bruchstücke an erinnerungen hoch,ich habs fast nicht geschafft,weiterzuleben.ohne hilfe wäre ich nicht mehr hier.das hab ich ebenso erlebt,man traut seinen eigenen gefühlen nicht mehr

das wusste ich nicht wirklich. das ist grade genau mein thema, ich traue meinen gefühlen und meiner wahrnehmung kaum bzw garnicht mehr. lange habe ich die schuld bei meiner freundin gesucht usw...

ich wünsche dir, ella, ganz viel kraft. :)*

S_chwarzpes Blu*t


Zusammenfassung:

Insgesamt gesehen zielt die Psychoanalyse auf ein detailliertes Selbstverstehen des Patienten ab. Indem die Psychoanalyse dem Patienten dabei hilft, sich selbst besser zu verstehen, kann ihr die Fähigkeit, sich auf seelische Erkrankungen heilend auszuwirken, zugesprochen werden. Dabei wird davon ausgegangen, daß eine Verbesserung im Bereich des Sich-Selbst-Verstehens sowohl die innere Konfliktspannung des Patienten i.S. von innerem Stress reduziert als auch die Beziehungsmöglichkeiten des Patienten in sozialer und beruflicher Hinsicht erweitert.

Der Patient soll durch freies assozieren im Prinzip selber merken, dass es auch andere Möglichkeiten des Agierens oder des Umgangs mit den eigenen Problemen gibt, mit Hilfe eines reflektierenden Psychoanalytikers.

Man soll selber verstehen, warum aus Situation A, Reaktion B folgte.

Historisch ist die Psychoanalyse sogar ganz speziell von Traumapatienten ausgegangen.

Freud hat ganz schnell einen Rückzieher gemacht.

Aber es ist nur meine eigene Meinung.

S-chw]ajrze,s Blxut


das wusste ich nicht wirklich. das ist grade genau mein thema, ich traue meinen gefühlen und meiner wahrnehmung kaum bzw garnicht mehr.

Wenn ich einzig diesen Aspekt rauspicke, dann passt eine klassische Psychoanalyse wie die Faust aufs Auge. Traumaarbeit ist etwas anderes da dieses Verhalten aus dem Traume heraus entsteht.

e7llaA_4


So baut eine Traumatherapie auf 3 Säulen auf.

1. Stabilisieringsphase

2. Traumabearbeitungsphase

3. Intergrationsphase

Nur dass ich nicht weiß, was man unter Stabilisierungsphase etc. versteht.

Gibt es ein Buch, wo man als Laie sich diesbezüglich informieren kann?

Und wie lange braucht eine Traumatherapie im Schnitt?

Welche Methoden werden angewandt?

S?chwarlzes }Blyut


Ich hatte den Link schon gesetzt. Hier gerne nochmal:

[[http://www.traumatherapie.org/]]

Und wie lange braucht eine Traumatherapie im Schnitt?

Ich bin seit 3,5 Jahren in Therapie und wir sind erst jetzt wirklich ins Thema eingestiegen. Das mag aber auch in mir selbst begründet sein, bei anderen geht es vielleicht schneller? Im Ergebnis: Ich weiss es nicht.

S&c7hwar;zes Bluxt


Gibt es ein Buch, wo man als Laie sich diesbezüglich informieren kann?

Google mal Luise Reddemann.

e+llBa_4


Schwarzes Blut,

Danke für Link und Buchempfehlung.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du wegen deines Traumas in psych. Behandlung und ihr arbeitet erst nach 3,5 Jahren am Trauma....?

Eigentlich wollte ich viele Dinge ziemlich schnell ändern und verstehen. Z.B. wollte ich dem ständigen Vergessen entrinnen, das sich teilweise auch im Alltag breitmacht, ich wollte ein Verhältnis zu meinem Körper bekommen - ich meine, ich spüre meinen Körper nur, wenn ich Muskelkater habe oder abnehme - einen Vergleich habe ich nicht, natürlich weiß ich nicht, wie andere in ihrem Körper leben.

Ich möchte wissen, wie sich ein O. mit einem Mann anfühlt und möchte auch mein Empfinden in meiner Partnerschaft verstehen , aber nicht erst in 3,5 Jahren...

S"chwarlzes Bxlut


aber nicht erst in 3,5

Das ist sicher individuell und der Grund ist in selbst mir begründet. Nur weil es bei mir so ist, heisst das im Gegenzug nicht, dass es bei allen anderen genauso ist.

Eigentlich wollte ich viele Dinge ziemlich schnell ändern und verstehen. Z.B. wollte ich dem ständigen Vergessen entrinnen, das sich teilweise auch im Alltag breitmacht, ich wollte ein Verhältnis zu meinem Körper bekommen - ich meine, ich spüre meinen Körper nur, wenn ich Muskelkater habe oder abnehme -

Hier sollte dir allerdings klar sein, es ist nicht in 3 Monaten erledigt.

Ich gebe dir wirklich den Tipp, nimm mit einer Beratungsstelle Kontakt auf. Die werden dir auch nicht sagen können, wie lange es dauert, weil wirklich individuell verschieden. Aber sie haben Kontakte zu Traumatherapeuten, können vielleicht etwas schneller vermitteln. Und dir sicher die Ein oder Andere Antwort/Erfahrung geben, die bei der Opferseite ganz anders gewertet ist. Ich kann dir nur meine eigene Erfahrung mitteilen, aber diese läßt sich nun mal nicht 1 zu 1 umrechnen.

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