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Richtig mies aufgrund von Betablockern?

LKil8lyx789 hat die Diskussion gestartet


Also ich fasse das mal zusammen und würde gern um euren Rat bitten.

Im September litt ich stark unter Herzrasen, weshalb man im Krankenhaus aber nichts fand.

Weder beim EKG, noch beim MRT, noch beim Ultraschall und Belastungs EKG.

Man verschrieb mir Bisoprolol 2,5 mg wegen Neigung zur Sinustachykardie. Ursache ist hierbei Stress.

Kurz darauf packte mich Schwindel, Benommenheit, das Gefühl wie durch einen Schleier zu sehen. Am Anfang der Medi Einnahme litt ich an Halluzinatonen, Alpträumen, Schlafstörungen und schreckte zunehmend hoch.

Ich nehme das Medikament jetzt seit 5 Monaten und habe noch keine Besserung erfahren.

Im Gegenteil. Manchmal habe ich Phasen, in denen ich total mies drauf bin nur noch heulen könnte und richtig depressionsartige Schübe habe, in denen mir die ganze Welt richtig schlecht vorkommt. Das Gefühl jeden Moment umzukippen und Sehstörungen zu bekommen ebenfalls. Außerdem bin ich müde und abgeschlagen

Ich muss auch sagen, dass sich meine leichte Angst mittlerweile zu einer echten Angsstörung entwickelt hat

Eigentlich meinten die im Krankenhaus, dass ich es bis Mitte Juni nehmen sollte, wenn ich dann mein Abi habe.

Weil es mir reicht, war ich heute beim Internisten, der mir Atenolol 25 mg verschrieb, die ich nur bei Bedarf nehmen soll, falls eine Panikattacke kommt.

Die Betablocker soll ich langsam absetzen und mich hinaus schleichen.

Jetzt zu meiner Frage: Hat jemand Erfahrung und ratet ihr mir das auszuprobieren oder lieber auf den Kardio im KH zu hören, weil es zu heikel ist, dass Medi abzusetzen ??? ?

Antworten
M+rs.PuHschel


mich hinaus schleichen.

Süß :-D

Betablocker haben viele Nebenwirkungen..Auch solche, welche Du beschrieben hast.

Mir ist es immer wieder ein Rätsel warum Ärzte Medikamente wie Smarties verschreiben. anstatt die Ursache zu suchen und zu eleminieren.

Ausschleichen ist schonmal ein guter Ansatz..Aber halte Dich da bitte an die Anweisungen von deinem Behandelnden Arzt.

Atenolol ist auch ein Betablocker.

Verstehe da jetzt nicht ganz die Therapie.

M"rs?.PusWcxhel


[[http://www.herzstiftung.de/aktuelles_betablocker.php]]

Lqil6ly7x89


@ Mrs. Puschel:

Hab ich auch schon gelesen und beim ersten Mal ist mir fast das Essen hoch gekommen. Das stimmt schon. Die haben gar keine Ahnung, wie nebenwirkungsreich das Zeug ist. Alle sagen zwar, dass 2,5 mg nicht viel sind, aber ich muss sagen, dass es mir seitdem richtig schlecht geht. Auch psychisch. Spaziergänge und Sport hätten es wohl mehr gebracht, als diese Hammer. Aber jetzt hänge ich drinnen. Und komme da nur schwer wieder raus.

Er meinte, wenn ich Atelenol nehme, dann nur bei Bedarf.

Das heißt, wenn ich jetzt Panikattacken bekomme, soll ich eine halbe nehmen.

Der Doc war wirklich gut. Ist ein großer Fan von Laufen und Spaziergängen.

Alles eher auf natürliche Weise, als dauerhafte Hammer.

Bei meinem sonstigen Arzt hab ich jetzt im nachhinein eher das Gefühl, dass ein Deal mit der Farma Firma besteht. :-/

Laut ihm, um Gottes Willen nicht absetzen.

Der Doc hier dagegen fragte mich, warum ich das nehme, wenn ich weder eine Herzbeutelentzündung noch etwas anderes habe?

MCrs.^Pus\chexl


Letztendlich entscheidest Du, was Du nimmst.

Sicherlich gibt es Indikationen Betablocker zu verschreiben und wenn sie helfen, dann ist es doch super.

2.5mg liest sich nicht viel, aber es ist und bleibt ein Medikament.

Ich kann Dir da keine Empfehlung geben, ich bin nicht dein behandelnde Arzt.

Lhill}y789


@ MsPuschel:

Ja. Letztendlich bin ichdiejenige, die entscheidet.

Wollte nur Fragen, was ihr machen würdet, wenn euch der Internist das rät. Euer Hausarzt aber überzeugt ist, dass Medi zu nehmen. Ihr aber haufenweise Nebenwirkungen habt.

Was mich nervt, ist dieses Gefühl komplett durchzudrehen oder den Verstand zu verlieren, als auch diese Traurigkeit und das Gefühl alles geht an einem vorbei. Ich meine, ich war früher auch ab und an richtig traurig, aber nie so heftig.

Depressionen kann ich jetzt am wenigsten gebrauchen. Und auch Halluzinationen oder Psychosen nicht. Denn schon in der ersten Nacht der Einnahme hatte ich echte Halluzinationen. So etwas ist mir davor noch nie passiert. Höchstens wenn ich krank war und Fieber hatte.

Und seitdem ich dieses Zeug nehme habe ich irgendwie eine ganz intensive Traumaktivität. Ich schließe manchmal abends die Augen und habe irgendwelche Gesichter oder Bilder im Kopf, die absolut zusammenhanglos auftreten.

Manchmal habe ich schon fast das Gefühl, als würde ich tagsüber träumen und alles um mich herum läuft irgendwie an mir vorbei und geschieht nicht in echt.

cweterfum cQenxseo


Er meinte, wenn ich Atelenol nehme, dann nur bei Bedarf.

Das heißt, wenn ich jetzt Panikattacken bekomme, soll ich eine halbe nehmen.

Seltsame Medikation. Betablocker sind ganz sicher nicht geeignet, Panik zu lindern. Man bekämpft damit das letzte Glied der Kette der Symptome, aber nicht die Ursache.

Mir scheint, als wenn Deine geschilderten Beschwerden keine Nebenwirkungen der Betablocker sind, sondern Symptome von Depressionen oder Panikstörungen.

Ich würde mal den Hausarzt bitten, Dich zum Facharzt zu überweisen.

LBilely78x9


@ centrum_censeo:

Da war ich schon überall. Hausarzt, Internist, HNO, Augenarzt. Beim Neuro hab ich erst in 3 Wochen einen Termin.

Ich sehe es genauso wie du, dass das Mittel nicht das richtige für mich ist, deshalb meinte der Internist bei dem ich war, ich soll es absetzen und er hat mir Aeronol oder wie das heißt verschrieben. Aber nur bei Bedarf. Isz zwar auch ein Betablocker, was ich nicht wirklich verstanden habe ??? ?

c2eter'u]m cuenseo


Isz zwar auch ein Betablocker, was ich nicht wirklich verstanden habe ??? ?

Ich auch nicht ;-D

Mich hat meine Hausärztin vor Jahren auch mit Betablockern (Blocothenol, Atenolol) behandelt, aber eine echte Verbesserung stellte sich erst mit Mitteln gegen Panikstörungen ein.

Irgendwann wollte ich die auch absetzen, aber meine Hausärzin meinte, das solle ich nicht tun. Na gut, also nehm ich sie weiter. Nebenwirkungen habe ich nicht und ein Blutdruck von 120/80 klingt immer gut :-) Allerdings bremsen die Betablocker meine körperlichen Höchstleistungen, wie mir mal beim Belastungs-EKG gesagt wurde. Aber so oft muß ich keine Höchstleistungen vollbringen... ;-)

Syasc7ha_qS


Oh, mein Thema... :-D

Also bei mir fing alles mit Ramipril an, einem Blutdruckmedikament. 5 Monate ab dem Tag der 1. Einnahme nur Kopfschmerzen und Schwindel, Herzrasen. Dann 1. Panikattacke. In den nächsten 4 Monaten wurden verschiedene Blutdruckmedikamente ausprobiert UND 3 verschiedene Betablocker (Metoprolol, Beloc, Nebivolol). Die Metoprolol nahm ich am längsten. Es war Horror! Angstzustände, Panikattacken, starker Schwindel und Kopfschmerzen, übelstes Herzrasen ständig, permanente Schweißausbrüche, depressiv.

Mehrfach Notarzt, 1 Woche Krankenhaus, 4 Wochen Psychiatrie. Mein Blutdruck war damals so um die 180/110, heute um die 135/90, aber ohne Medikamente, hab ich schon lange abgesetzt. 10 kg abnehmen, kein Alk mehr und weniger Rauchen hat scheinbar viel gebracht.

Ich kann nur für mich sprechen, aber bei mir haben die Betablocker übelst gewirkt und auch die Ramipril haben mir das gebracht, was in der Packungsbeilage steht und viele Patienten im Netz beklagen (Herzrasen, Panikattacken, Schindel, Kopfschmerzen).

Meine Ärztin (Psychiater) sagte mir neulich, Betablocker sollte man nur noch nehmen, wenn es nicht anders geht. Es tauchen immer mehr Patienten in der Psychiatrie mit Depressionen und Angsterkrankungen auf, die Betablocker nehmen. Und das Problem ist, wie bei mir, selbst nach dem Absetzen bleiben die psychischen Leiden. Ich hoffe aber, nicht mehr lange.

ceeterum dce^n>s|exo


Es tauchen immer mehr Patienten in der Psychiatrie mit Depressionen und Angsterkrankungen auf, die Betablocker nehmen.

Das soll doch aber jetzt nicht heißen, daß die Depressionen eine Folge der Betablocker sind?

Ich würde eher sagen, es handelt sich um mit Betablockern falsch behandelte echte Depressive. Ganz ähnlich funktioniert die verbereitete Fehlbehandlung mit L-Thyroxin von Patienten, die eigentlich Psychopharmaka bekommen müßten. Es scheint Modeerkrankungen und auch Modemedikamente zu geben... :(v

Ssasc*ha_xS


Das soll doch aber jetzt nicht heißen, daß die Depressionen eine Folge der Betablocker sind?

Mit Sicherheit! Und das wird selbst den Medizinstudenten in den letzten Jahren im Studium so vermittelt. Betablocker können die Ursache für Depression sein. Und es steht ja sogar in den Packungsbeilagen aller Betablocker. So, wie bei einigen Blutdruckmedikamenten drin steht, sie können Angstzustände auslösen. Und als eine Ursache für Angststörungen oder Depression werden in der Psychiatrie blutdrucksenkende Medikamente genannt.

L4illyv7x89


Und genau um dem zu entgehen, setze ich dieses Horrormittel jetzt ab (natürlich ausschleichend).

Ich bin überhaupt nicht mehr Mensch, seitdem ich das nehme. Auch, wenn es nur 2,5 mg sind.

Bei mir besteht lediglich eine Neigung zur Sinustachykardie, keine Herzbeutelentzündung.

Mein Internist sah mich ganz verdutzt an. Warum nehmen sie das denn überhaupt? Haben sie echte Herzprobleme? Nein. Nur ab und an Herzrasen.

Viel Sport, ganz viel Bewegung und bloß nicht von einem Arzt zum nächstemn rennen, war seine Divise.

Mach ich jetzt auch nicht mehr. Mir reicht es nämlich gewaltig!!!!!!

Da ging es mir ja vorher echt besser. Da hatte ich nur Herzrasen. Jetzt ist mir dauerhaft schwindlig, Beommenheit, das Gefühl alles läuft an mir vorbei. Ich habe seit letzter Zeit sogar echte Probleme beim gehen.

Und 7 Kilo zugenommen! seit September.

Ich will im Juni Abi machen. Das schaffe ich mit dem Blocker garantiert nicht. Ohne vielleicht schon...

cCeteru2m cenGseo


Lilly, bist Du sicher, daß es 2,5 mg sind? Ich nehme täglich 25 mg, das ist eine halbe Tablette. Noch mal teilen läßt die sich gar nicht. Wie dosierst Du 2,5 mg?

cbeteru]m ce<ns_eo


Betablocker können die Ursache für Depression sein.

Laut Beipackzettel nicht! Eben durchgelesen. Selten, daß heißt bei 0,01 bis 0,1% der Probanden treten depressive Verstimmungen auf - das ist etwas anderes.

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