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Richtig mies aufgrund von Betablockern?

L;illyn789


@ centrumcenseo:

Ganz sicher. Bisoprolol ct 2,5 mg. Nicht 25 mg. Ich weiß, die Aeronol haben 25 mg. Ich halbiere die 2,5 mg noch einmal und nehme morgens und abends eine halbe.

Psychisch gesehen, habe ich seitdem eher noch mehr Probleme. Ich habe das Mittel ja eigentlich bekommen, weil meine Herzfrequenz zu hoch war.

Schon bei der ersten Nacht der Einnahme hatte ich echte Halluzinationen, was sich dann wieder etwas beruhigte.

Allerdings scheint ein Rest geblieben zu sein. Wenn ich abends auf der Couch oder im Bett liege und die Augen schließe, sehe ich plötzlich irgendwelche zusammenhanglosen Bilder vor mir. Von Personen oder Dingen oder anderem Ganz kurz und auch total echt.

Beim Augen öffnen, ist alles wieder okay. Weiß nicht, ob man das überhaupt Halluzinationen nennen kann ???

Habt ihr ähnliche Erfahrungen seit der Einnahme ??? ??? ??

SOascHha_xS


Laut Beipackzettel nicht!

Doch!

4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen bei Patienten mit Bluthochdruck auftreten?

4.1.a Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Albträume, Depressionen

4.1.b Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen wie Taubheits- und Kältegefühl oder Kribbeln an Armen und Beinen (Parästhesien)

[[http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel-information-Nebivolol-AL--5mg-Tabletten-A99250.html]]

Und Du wirst mir da auch nichts erzählen können. Ich hatte in der Klinik Psychoedukation und da ging es in einer Stunde auch mal um Betablocker, außerdem stellte ich Fragen dazu an die Ärzte. Und da wurde ganz klar gesagt, Betablocker führen zu Veränderungen im Körper, wirken an vielen Organen (z. B. Herz, Lunge) und im Gehirn. Sie können Depressionen und Angsterkrankungen verursachen.

Selbst wenn in einigen Packungsbeilagen "nur" was von einer depressiven Symptomatik steht, dann kann sich daraus auch eine behandlungsbedürftige Depression entwickeln.

c/eterum 9cen[sexo


Wie es scheint, unterschieden sich die einzelnen Betablocker doch erheblich. Das war ja schon an den unterschiedlichen Dosen erkennbar. Bei den Nebenwirkungen von Atenolol wird jedenfalls von "selten" und von "Verstimmungen" geschrieben. Das scheint also bei Nebivolol anders zu sein, wie ja auch die Dosis viel niedriger ist. Allgemein spricht auch Wikipedia nur von depressiven Verstimmungen, nicht von Depressionen. Natürlich kann sich daraus eine Depression entwickeln, aber ob das dann noch im Verantwortungsbereich des Betablockers liegt?

Lfil3ly78x9


Also kann das mit diesen halluzinationsartigen Dingen hinkommen? Davor hatte ich das nämlich nicht.

Und kennt ihr das auch: Dieses Gefühl wie auf Watte oder Wolken zu gehen ??? Als ob die Beine ins Leere treten oder auf Wolken gehen ??? ?

S#ascxha_S


ceterum censeo

Ganz klar muss ja auch gesagt werden, Medikamente wirken bei jedem Menschen anders. Mein Ex Chef nimmt seit 30 Jahren BB, mein Vater seit 12 Jahren, allen geht es super. Allerdings hab ich letztes Jahr im Krankenhaus (Kardiologie) mehrere Männer kennengelernt, die Depressionen haben und das auch in Verbindung mit den BB brachten, weil sie vorher nichts hatten. Die Ursachen der Depression werden aber trotz BB bei jedem anders sein. Wie gesagt, BB kann die Ursache sein, muss aber nicht. Aber zu sagen, BB kann nie die Ursache sein, ist auch nicht korrekt.

In der Psychiatrie geht man jedenfalls auch von Medikamenten als Auslöser für Depressionen aus.

Medikamente

Durch die Einnahme oder das Absetzen von Medikamenten kann eine Depression ausgelöst werden - beispielsweise durch Sexualhormone, Beta-Blocker, Antibiotika, Neuroleptika und Benzodiazepine.

[[http://www.palverlag.de/Depressionen-Ursachen.html]]

Allein die Wirkung von Nebivolol war doch bei mir mehr als kurios. Und dabei ist es ein BB der 3. Generation und wird hoch gelobt. Selbst mit der normalen Dosis von 5 mg ging mein Puls nur von um die 90-100 gerade mal auf um die 80-85 runter, dauerhaft. Die Nebenwirkungen waren dagegen enorm. Stärkste Kopfschmerzen, abnormer Schwindel, ständig starke Müdigkeit und ich muss es so sagen, völlig gedämpft und irgendwie oft traurig. Ich hing nur noch rum wie ein Schluck Wasser. Furchtbar! Bis auf die Kopfschmerzen ging nach dem Absetzen alles weg, also lag es doch an den BB. Und wer das alles, selbst in leichterer Form, einige Monate erträgt, der kann schon wegen dieser Nebenwirkungen depressiv werden. Das ist doch der Punkt.

Mir sagten übrigens mehrere Kardiologen: "Selbst wenn Ihr Herz ständig 90-95 mal in der Minute schlägt, aber das Herz ansonsten 100% gesund ist, was bei Ihnen ja der Fall ist, dann ist das noch lange kein Grund, BB zu verordnen und unvernünftig. Ein gesundes Herz kann das ab, ändern Sie ein paar Gewohnheiten in Ihrem Leben und die Sache regelt sich von selbst. Aber kein BB nehmen." Und es hat sich reguliert, mit 10 kg Gewichtsreduzierung und viel Bewegung.

Es gibt Ärzte, die verschreiben Patienten mit gesundem Herz BB, nur weil der Patient Blutdruck von 140/95 hat und Herzfrequenz immer so um die 85-90. Das ist absoluter Unsinn, da BB zu verschreiben!

Und das Gleiche gilt für mich, was das Medikament Ramipril Hexal angeht. Damit fing das Chaos bei mir ja auch erst an. Eine Latte von Nebenwirkungen.

[[http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Ramipril+Hexal+1,25mg%7C-2,5mg%7C-5mg%7C-7,5mg%7C-10mg/med_nebenwirkungen-medikament-10.html]]

Aus dieser "Sammlung" hatte ich in den Monaten der Einnahme: Schwindel, Schwächegefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Atemnot, Herzrasen, Nasennebenhöhlenentzündung. Und auch bei diesem Medikament, dem angeblichen Goldstandard unter den Blutdruckmedikamenten, steht was, wenn auch selten, von Depressionen.

Das Problem ist, die psychischen Schäden, die solche Medikamente anrichten können, verschwinden nicht sofort nach dem Absetzen.

aPgnfes


Mal etwas rückwärts treten: Betablocker werden bei Euch viel bei Leuten mit Panik und Depressionen verschrieben, da sie zeitweilig die Symptome lindern können. Am grundsätzlichen Problem ändern sie natürlich nichts. Ohne eine Therapie desselben ist es also wahrscheinlich, daß die Symptome wieder hervortreten, Betablocker können dann zu einer Antriebsarmut beitragen.

Sasch, hast Du auch gelesen, zu welchen Veränderungen es am Herzen kom %-| mt?

S.ascEha_xS


Also ich hatte nie irgendwelche psychischen Probleme, erst nach der Einnahme von Betablockern und Blutdrucktabletten. Veränderungen am Herz? Nein, hab ich nicht gelesen.

a5gnexs


Und da wurde ganz klar gesagt, Betablocker führen zu Veränderungen im Körper, wirken an vielen Organen (z. B. Herz, Lunge) und im Gehirn.

Zitat von Dir.

Sfasucham_xS


Ja und? Verstehe ich jetzt nicht. Wegen den Veränderungen? Beta Rezeptoren gibt es auch am Herz.

caetesru&m ce%nVsxeo


beispielsweise durch Sexualhormone, Beta-Blocker, Antibiotika, Neuroleptika und Benzodiazepine.

Betablocker zusammen mit Benzodiazepinen zu nennen finde ich schon zemlich stark. Möglich ist alles, aber man sollte bei einzelnen Medikamenten die Häufigkeit solcher Nebenwirkungen deutlich unterscheiden. Es ist auch so, daß Personen, die psychisch stabil sind, natürlich deutlich seltener unter psychischen Nebenwirkungen leiden, als psychisch instabile. Das Absetzen eines Medikaments ist immer kritisch, aber zum Beispiel bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen (denke da speziell an die bipolare Störung) sind unerwünschte Wirkungen fast schon vorhersehbar.

Daß Betablocker in vielen Fällen einfach überflüssig sind, ist unbestritten, aber eben nicht in allen.

Das Problem ist, die psychischen Schäden, die solche Medikamente anrichten können, verschwinden nicht sofort nach dem Absetzen.

Natürlich nicht. Das liegt aber nicht an den Medikamenten, sondern an den psychischen Störungen. Sind sie da, sind sie erstmal für eine ganze Weile da.

ShasHchIa_xS


Betablocker zusammen mit Benzodiazepinen zu nennen finde ich schon zemlich stark.

Es geht ja nur um Medikamente, die psychische Störungen auslösen können. Und in dieser Liste tauchen eben auch BB auf.

Man muss hier auch mal was betonen. Nämlich, wenn ein bestimmtes Medikament z.B. Depressionen auslösen kann, dann muss das ja nicht im Kern was mit dem Wirkstoff zu tun haben. Soll bedeuten, bestimmte Medikamente verursachen Schwindel, Atembeschwerden, ständiges auf und ab vom Blutdruck, Herzrasen, Müdigkeit. Nun gibt es Menschen, die leider das Pech haben, genau alle diese NW bei nur einem Medikament zu haben. Diese NW belasten und schränken mitunter die Lebensqualität stark ein und das kann dann in der Summe der NW psychische Störungen verursachen. Denn letztlich reagiert dann nur die Seele in Form von z.B. Panikattacken und signalisiert, hier stimmt was nicht.

Es ist auch so, daß Personen, die psychisch stabil sind, natürlich deutlich seltener unter psychischen Nebenwirkungen leiden, als psychisch instabile.

Ich kann Dir versichern, ich war psychisch immer stabil, hatte Nerven wie Drahtseile. Das änderte sich schlagartig, als damit begonnen wurde, meinen Blutdruck medikamentös senken zu wollen. Das kann kein Zufall sein. Auch hatte ich z. B. in meinem ganzen Leben nie Kopfschmerzen oder Schwindel. Mit den Medikamenten fing das alles an und ist auch ohne die Medikamente heute noch täglich da.

sUtrawvberr}y1


Hey ihr,

sorry, ich habe jetzt zwar nicht alles gelesen, will mich aber auch mal dazu äußern:

Mein Arzt verschrieb mir vor ca. nem halben Jahr auch Betablocker 2,5 mg. Aber nicht aufgrund von Bluthochdruck (hab sonst eigtl . immer niedrigeren gehabt), sondern wegen meiner Migräne.

Ich war erst total skeptisch und unsicher, ob ich mir das antun soll. Er redete auf mich ein, dass das sehr toll sei zur Migräneprophylaxe und ich so vllt. nur 1-2 Migräne-Attacken im Jahr haben würde und ich es doch wenigstens mal probieren sollte.

Also ließ ich mich überreden, weil es klang halt so verlockend.

Wie gesagt, nun nehme ich die schon 1/2 Jahr und habe wirklich fast jede Nacht so heftige Albträume und Angstzustände haben sich teilw. verschlimmert. Nur ich hab das erst gar nicht auf die Betablocker geschoben (erst, nachdem ich den 1. Beitrag hier gelesen habe).

Jetzt weiß ich nicht, wie ich handeln soll. Würde die am liebsten absetzen. Aber von heut auf morgen darf man das ja nicht und ohne mit dem Arzt gesprochen zu haben erst recht nicht, oder?

LG

S6asch:ax_S


strawberry1

Wenn, dann besprich das mit Deinem Arzt. Er könnte aber auch sagen, das kommt bei Dir nicht vom Betablocker. Hat mein damaliger Hausarzt auch gesagt. Sein Nachfolger redet aber nun ganz anders. 10 Ärzte, 10 verschiedene Sichtweisen. :-D

sYtrawbterryB1


hey sacha,

du schreibst, du hast durch die BB kopfschmerzen bekommen?

ja so is das leider mit den ärzten -.- da weiß man irgendwann nicht mehr,was und wem man noch glauben soll :/

SGascAhar_S


du schreibst, du hast durch die BB kopfschmerzen bekommen?

Fing zumindest mit der Einnahme von Nebivolol an und blieb auch nach dem Absetzen. Ob es nur davon ist, kann natürlich nie 100%ig gesagt werden.

Eine gute Wahl bei Migräne sind übrigens trizyklische Antidepressiva in geringer Dosis, die dann auch wirklich ok ist. Antidepressiva hört sich zwar schrecklich an, aber wenn ich die Wahl zwischen 25-50 mg Metoprolol (Betablocker) und 25-50 mg Stangyl (trizyklisches Antidepressiva) wegen der starken Kopfschmerzen hätte, dann würde ich die Stangyl abends nehmen.

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