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Ich finde einfach keinen Sinn im Leben

_:Tsun3amix_


Holla die Waldfee... ich habe die ersten 6 Seiten gelesen und mir war schon einiges davon zuviel und zu hoch.

Ja, gar nicht so einfach mit dem Glücklichsein. Du bist in guter Gesellschaft. ;-)

Die einzige Erkenntnis, die ich aus den ersten paar Seiten gezogen habe, war, dass Glück jeder anders definiert und es auch noch Unterschiede gibt, die sich Zufriedenheit und "Nicht unglücklichsein" nennen.

Das trifft den Tenor der ersten Seiten sehr gut. Ein Anfang.

Ich wünsche mir, ich hätte damals gewusst, was ich beruflich machen möchte und hätte dementsprechend einen anderen Weg eingeschlagen.

Ich wünschte, ich wäre eine normale Jugendliche gewesen, die sich ausgetobt hat, Spass gehabt hat, richtige Freunde gehabt hat.

Ich wünschte, ich hätte nicht in der Pupertät meine Depressionen bekommen.

Ich finde interessant, dass deine Wünsche alle auf die Vergangenheit gerichtet sind. Doch dort, in der Vergangenheit, können sie nicht wirken. Besser, du richtest deine Wünsche auf das Jetzt und die Zukunft, denn nur dort haben sie eine Chance.

Dazu ein Zitat:

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.

-- Johann Strauß (Sohn)

Richte die Kraft deiner Wünsche nicht auf eine unabänderliche Vergangenheit, sondern auf das Jetzt und deine Zukunft - auf das Heute, dein Morgen und Übermorgen. :)^ :)*

Ich will einen Job, den ich wenigstens mit mir vereinbaren kann, wenn er schon keinen Spaß macht.

Ich will wissen, wie sich schöner Sex anfühlt in einer funktionierenden Beziehung.

Ich will keine Depressionen mehr haben.

Mangels von Wünschen (welche nicht in die Vergangenheit gerichtet sind) machen wir aus dem, was du willst, einfach mal Wünsche. Ich erlaube mir ein wenig künstlerische Freiheit. Das sieht dann so aus:

Ich wünsche mir einen Job, den ich mit mir vereinbaren kann und der mir Spaß macht.

Ich wünsche mir schönen Sex in einer harmonischen Beziehung.

Ich wünsche mir, dass ich zufrieden bin.

Klingt nicht schlecht, oder?

Und jetzt das Kuriose: Das sind auch meine Wünsche.

Ich habe noch viel mehr Wünsche - kleine und große. Einige lassen sich an einem Tag erfüllen, andere wahrscheinlich nie. Doch ich habe festgestellt, dass unerfüllte Wünsche eine tonnenschwere Last sind. Daher zerschmettere ich jeden Tag einen Teil dieser Last. Vielleicht ist das der einzige Sinn in meinem Leben, auf jeden Fall reicht es, um mich anzutreiben. Es erscheint mir richtig, denn je mehr meine Last bröckelt, desto beweglicher und freier werde ich.

Da wo ein unbeweglicher Berg stand, da ziehe ich jetzt nur noch Granitblöcke hinter mir her. Es geht vorwärts.

Ich tue.. nichts, momentan.

Wie wäre es mit Granitblöcke zerschmettern? :-D :)*

Nicht, mit diesem Lebenslauf.

Auch mein Lebenslauf würde keinem Personaler die Freudentränen in die Augen treiben: Ich habe nichts, ich kann nichts. Mein unterbezahlter "Sklavenjob" hält mich über Wasser - mehr nicht. Dennoch, ich habe gute Kollegen, das macht es erträglich.

Wenn ich einen meiner größten Granitblöcke hoffentlich nach mehreren Jahren (eine Form von Krankheit) endlich zerschmettert habe, dann möchte ich das hier machen: [[http://www.fernakademie-klett.de/gepruefter_managementassistentin_bsb.php Management Assistant]]. Dieser Lehrgang ist AZWV-zertifiziert und kann durch einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Wenn ich die Bundesagentur nicht über meinen Anspruch/Eignung überzeugen kann, dann kann und werde ich es mir nicht leisten können. Interessiert mich ohnehin nur von den Lehrgangsinhalten her, da meine wenig glorreiche Vergangenheit indirekt etwas damit zu tun hat. Als Management Assistant zu arbeiten, kann ich mir nicht vorstellen, zumindest noch nicht. Mein wirklicher Wunsch, wie ich langfristig mein Geld verdienen möchte, ist realistisch gesehen, gar nicht realisierbar. Keine guten Aussichten für mich.

Wenn ich keine Präferenzen - keine Träume, keine Wünsche, keine Phantasien - hätte, dann würde ich einfach so vor mich hinleben, bis ich sterbe.

Aber ehrlich: Wer will das schon??

Nun ja, alle Menschen, die ihre Träume, Wünsche und Phantasien schon aufgegeben haben - wo das Wollen bereits durch das Müssen ersetzt wurde.

Sie tun aber nicht nur irgendwas. Sie tun was ihnen Spaß macht. Sie haben eine Beziehung. Sie haben eine von Grund auf andere Einstellung zum Leben. Sie haben Ziele. Meine Einstellung zum Leben hat sich schon in der Kindheit/Jugendzeit geprägt...

Wenn man doch nur halb so glücklich wäre, wie die anderen... mit einigen Wünschen sollte man vorsichtig sein. ;-)

I-mognDimxma


Stimmt, während dem Schreiben ist mir auch aufgefallen, dass das gewünschte in der Vergangenheit liegt. Nun, dort sehe ich halt den Hund begraben. Aber du hast Recht, was soll sich daran noch ändern lassen...

Naja, wenn ich meine Wünsche auf das Jetzt und die Zukunft richte, dann sind das diesselben Dinge, die unter "Ich will.." stehen, genauso wie du es für mich umformuliert hast. Aber nicht aus Mangels an Wünschen, sondern weil das wünschen und wollen für mich dasselbe ist.

Und jetzt das Kuriose: Das sind auch meine Wünsche.

Ich habe noch viel mehr Wünsche - kleine und große. Einige lassen sich an einem Tag erfüllen, andere wahrscheinlich nie. Doch ich habe festgestellt, dass unerfüllte Wünsche eine tonnenschwere Last sind. Daher zerschmettere ich jeden Tag einen Teil dieser Last. Vielleicht ist das der einzige Sinn in meinem Leben, auf jeden Fall reicht es, um mich anzutreiben. Es erscheint mir richtig, denn je mehr meine Last bröckelt, desto beweglicher und freier werde ich.

Da wo ein unbeweglicher Berg stand, da ziehe ich jetzt nur noch Granitblöcke hinter mir her. Es geht vorwärts.

Das sind auch deine...?

Und wie zerschmetterst du sie?

Auch mein Lebenslauf würde keinem Personaler die Freudentränen in die Augen treiben: Ich habe nichts, ich kann nichts. Mein unterbezahlter "Sklavenjob" hält mich über Wasser - mehr nicht. Dennoch, ich habe gute Kollegen, das macht es erträglich.

Im Ernst jetzt ??? Vor allem das mit, "ich habe nichts, ich kann nichts"? So denke ich nämlich auch....

Wobei ich jetzt nicht wirklich gar nichts kann. Aber halt zuwenig, in allem.

Nun ja, alle Menschen, die ihre Träume, Wünsche und Phantasien schon aufgegeben haben - wo das Wollen bereits durch das Müssen ersetzt wurde.

Verstehe. Naja, soweit scheint es bei mir noch nicht zu sein.

Wenn man doch nur halb so glücklich wäre, wie die anderen... mit einigen Wünschen sollte man vorsichtig sein.

Nur das versteh ich jetzt nicht.

_aT>sunWamix_


Stimmt, während dem Schreiben ist mir auch aufgefallen, dass das gewünschte in der Vergangenheit liegt. Nun, dort sehe ich halt den Hund begraben. Aber du hast Recht, was soll sich daran noch ändern lassen...

Es ist richtig, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann. Was man jedoch verändern kann, ist, wie man die Vergangenheit sieht. Ich selbst sehe meine Vergangenheit als eine Geschichte, die genau zu dem geführt hat, was ich jetzt bin - mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Ich stehe meiner eigenen Geschichte, obwohl sie allerlei Höhen und Tiefen hatte, relativ neutral gegenüber. Ich sehe da nichts, was man als sehr positiv oder sehr negativ bewerten sollte oder müsste. Zum jeweiligen Zeitpunkt waren Momente sehr präsent, aber nun ist es Vergangenheit und ich konzentriere mich lieber voll auf das Hier und Jetzt. Das macht Sinn, weil das Hier und Jetzt meine zukünftige Vergangenheit wird und diese wiederum meine Zukunft mitbestimmt, aber Einfluß und Freiheit habe ich nur im Hier und jetzt. Der Rest wird sich zeigen.

Problematisch und damit belastend wird es, wenn man seiner Vergangenheit einen zu hohen Stellenwert beimißt. Die Vergangenheit war weder schlechter, noch besser - dieser Gedanke ist müßig und mühselig. Viel mehr und viel wichtiger ist, anzuerkennen, dass die Vergangenheit ein unabänderliches Stück Geschichte ist, welches bei eingehender Betrachtung der beste Kompass für die Zukunft ist, den man sich wünschen kann; wenn man es genau nimmt, ist es der einzige, den man hat.

Dieser Kompass erlaubt es einem, zu erkennen, was einem gut tut und was nicht, was man will und was nicht. Er ist nicht dazu gedacht, die Vergangenheit zu wiederholen, noch sie abzulehnen, sondern dazu, einem den Weg für die Zukunft zu weisen.

Ob man diesen Weg erkennt und ob man ihn geht, ist eine andere Frage.

Den Weg zu gehen, erfordert zumindest einen Funken an Kampfgeist, Wille und Wunsch, welcher unbeirrbar und stetig bleibt, und letzlich ein gigantisches Feuer entzünden kann.

Was die Erkenntnis sowie den Weg selbst betrifft, hier ein schlaues Zitat vom guten alten Konfuzius:

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.

Wie bereits zuvor gesagt, wenn man nicht durch andere Wege zu einer persönlichen Erkenntnis und dem Funken kommt, sich sein Leben so zu gestalten, wie man es für richtig hält und sich wünscht, so kommen einem die größten Erkenntnisse des Lebens erst durch bittere Erfahrung oder auf dem Sterbebett. Lauf der Dinge.

Das sind auch deine...?

Und wie zerschmetterst du sie?

Zu deiner ersten Frage. Ja, deine Wünsche sind auch Teil meiner Wünsche, denn ich habe sehr viele Wünsche. Einer meiner Wünsche ist auch, dass du erreichen kannst und erreichst, was du dir wünschst.

Zu deiner zweiten Frage. Es klingt etwas kurios, aber ich bin nicht nur Geschichtenschreiber, sondern auch Wunscherfüller. Das Erfüllen von Wünschen macht (zumindest mich) glücklich und frei. Daher sehe ich es als eine meiner vornehmlichen Aufgaben.

Die Grundlage für die Erfüllung meiner eigenen Wünsche ist, dass ich nicht alle, aber sehr viele Dinge in meinem Leben zerpflügt und zerpflückt habe. Da blieb nicht mehr viel übrig, was ich für richtig und wertvoll halte. Doch dieses Wenige reicht, um den Rest meines Lebens auszufüllen.

Wenn man doch nur halb so glücklich wäre, wie die anderen... mit einigen Wünschen sollte man vorsichtig sein.

Nur das versteh ich jetzt nicht.

Es soll nur heißen, dass viele Menschen nicht annähernd so glücklich sind, wie es einem erscheint. Und zudem finden wirklich glückliche Menschen anhand ihrer ganz eigenen Erfahrungen und ihren ganz eigenen Wünschen, ihren ganz eigenen Weg, um glücklich zu sein. Es ist wie ein maßgeschneidertes Kleid, welches man nur sich selbst schneidern kann, wobei die zur Verfügung stehenden Stoffe für alle dieselben sind.

I.mo_gniVmma


Oha, den Threads gibts noch.

Dann werde ich ihn mal hochholen, nur um zu erzählen, dass sich bei mir seit damals kaum etwas geändert hat.

Ich habe jetzt einen Job, den man auch als unterbezahlten Sklavenjob bezeichnen kann.

Lieber Tsunami, falls du noch da bist, du hast dir wirklich viel Mühe gegeben, aber ich habe mich irgendwie aufgegeben.

Könnte einen DIN A 4 Zettel abtippen, an Gedanken die ich heute wieder mal zu Papier gebracht habe, aber es würde ähnlich klingen wie mein Einganspost. Erschreckend. :(

_jTsuwnamxi_


Was steht denn auf deinem DIN A4 Zettel drauf?

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