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Die Ausbildung macht mich krank

ciity_li'ghxt


Das ist die Angst vor freien Plätzen oder großen Menschenansammlungen, oder!?

Ich hab mir in der Buchhandlung meines Vertrauens ein Angstbuch gekauft. Ich erinner mich das da was über diese Phobie drin steht. Das könnte sogar sein. Bei großen Menschenmengen kommt bei mir die Angst vorm k**** dazu.^^

Wie lang hats gedauert bis das geendet hat? Oder hast du diese Phobie noch?

M.ondhä.schen9x1


naja ich hatte schlussendlich so ne angst das ich nicht mehr ausm haus bin weil diese panikstörung bei mir zu spät erkannt und nicht behandelt wurde..

es hat bei mir ca 2 jahre gedauert.. 1 jahr lang hat sich diese krankheit aufgebaut (immer wieder angst und jeden morgen gebrochen weil ich schiss vor der schule hatte...)

dann bin ich nen halbes jahr gar nicht mehr vor die tür, nur noch in den garten zu meinen meerschweinchen zum füttern und dann wurde ich in ne kinder und jugendpsychatrie eingewiesen.. für 10 wochen

danach gings kurz besser kam aber gleich wieder so, worauf ich zu einem psychologen gegangen bin..

ich hab daher die komplette 9. klasse verpasst , aber ich bin hochbegabt (ich weis sagen viele aber ich hab ne iq von 142 von daher denk ich mal das es stimmt) konnte ich auch ohne die 9. klasse die 10. an der volkshochschule machen.

das erste halbe jahr dort hatte ich immer noch ab und an starke panik und hab oft gefehlt. zu der zeit hab ich dann aber auch meinen jetzigen freund kennen gelernt (wir sind jetzt schon 1 1/2 jahre zusammen x:)) und der hat mir sehr geholfen!

mittlerweile mach ich eine ausbildung (2. lehrjahr und kurz vor den prüfungen) als kinderpflegerin und dann weiter als erzieherin (die haben mich schon genommen :)z)

und hab kaum noch angst!

das letzte mal das ich panik hatte war vor einem jahr da bin ich allein mit meinem freund an die ostsee gefahren und hatte an dem einen abend ne richtige panikatacke..

aber nachdem ich geschlafen hatte gings dann wieder und der urlaub war richtig schön!

e$pikuqreer


Hi,

das klingt aber gar nicht gut... und irgendwie hab ich ich das Gefühl, dass da noch was ist, wovon Du noch nicht geschrieben hast..

Was ist es denn an Deinem Ausbildungsplatz, das Dich dermassen fertig macht? Sind es die Leute – die Tätigkeit? – ein bestimmter Mensch? – oder bist Du überfordert? (in Deiner jetzigen Verfassung ja kein Wunder!) – Machst Du Fehler und wirst deswegen bloss gestellt? Ist da mal irgendwas vor gefallen? Oder hast Du Dir etwas grundsätzlich anderes unter Deinen Job vorgestellt? Oder hat irgendwann alles auf einer falschen Schiene zu laufen begonnen, so dass Du jetzt gar nicht mehr so genau sagen kannst, wo der Schuh drückt?

Denke, Du musst vor allem für Dich genau herausfinden woran es liegt, dann kannst Du sicher auch weitere Schritte unternehmen.

Gibt es einen Verantwortlich am Job, dem Du Dich anvertrauen kannst? ... und zwar in der Chefetage (dafür wären die nähmlich auch zuständig) Personalchef etc. (Betriebspsychologen gibts ja leider, wenn überhaupt, nur noch in ganz grossen Firmen). Drei Jahre sind eine verdammt lange Zeit um zu leiden! Da musst Du aufpassen, dass Du im letzten halben Jahr nicht noch unter die Räder kommst. Such Dir unbedingt Hilfe!

Manchmal braucht es Überwindung und Mut um Veränderungen herbeizuführen.

BuchTip: Trost der Philosophie von Alain de Botton, www.fischerverlag.de, ISBN 3-596-15639-4

MXondhäscxhen91


wenn dir das hilft zähl ich mal meine damiligen symptome auf.. vielleicht erkennst du dich darin ja wieder:

-angst umzukippen / zu sterben

- schwindel

- erbrechen (vor angst)

- nen gefühl als wär alles unreal / als würde ich neben mir stehen

- schnelles herzklopfen

- schweißausbrüche

- dauernde gedanken wie "gleich sterb ich" oder " gleich kipp ich um" wennich unter leuten war

- und ab und an hände und armkribbel aufgrund von hyperventilieren

c-ity_liFght


Mondhäschen91

Warum hattest du immer Angst in der Schule? Wegen dem ganzen selber oder weil du schlauer bist als die anderen? :-)

Ich freu mich für dich das dein Freund so ne große Stütze für dich ist!

Bin jetzt auch schon fast 3 Jahre mit meinem Schatz zusammen und er ist auch ne sehr große Stütze für mich. Aber ich glaub das ich ihn manchmal sehr überforder und das er wegen mir auf sehr viel verzichtet. Und da ist dann auch die Angst das er das irgendwann nicht mehr tun will!

Deine Symptome sind meinen sehr ähnlich:

- Übelkeit (Wellenartig, mal stärker - mal schwächer)

- Verstopfung/Durchfall

- Kopfweh manchmal so arg das mir davon wieder schlecht wird

- Manchmal fühl ich mich wie in ne Tüte gepackt (schwer zu beschreiben)

- ab und an Kreislaufprobleme

- Flimmerskotome auf den Augen

- usw.

Manchmal denk ich, mein Unterbewusstsein macht meinen Körper krank weil es dann weiß, ich renn zum Arzt und lass mich krank schreiben und muss dann nicht mehr in die Firma.

Das kribbeln in Armen, Beinen und sogar im Gesicht kenn ich auch! Hab auch schon einige male bei ner Panikattacke hyperventiliert!

cIitTyP_liNght


epikureer

Wenn ich ehrlich bin kann ich garnicht sagen, wann genau das angefangen hat. Oder was genau der Auslößer war.

Im ersten Lehrjahr kam ich mit den Leuten auf der Arbeit noch klar. Hab das dumme Rumgetue von denen noch verarbeiten können. Aber irgendwann hab ich mir die Frage gestellt warum die so sind. Und das ich da bestimmt selbst dran schuld bin! Und ich denk ich hab das dann irgendwann auch geglaubt. Es gab Zeiten, da hab ich die Schuld halt auf mich genommen und immer nur JA gesagt, nur das ich meine Ruhe hatte vorm gemotze wenn ich was verneint habe. Egal ob ich dann was falsch gemacht hab oder nicht.

Einmal hab ich mit meiner Ausbilderin gesprochen und ihr gesagt das ich mal was anderes machen will, weil ich ja zum lernen da bin. Da war ich dann für 2 Monate in anderen Abteilungen und im Lager. Da wars auch besser mit mir. Aber kaum war ich zurück gings wieder los mit meinen Krankheiten...

Mein Ansprechpartner wär der Chef. Aber vor dem hab ich Schiss ohne ende, der is in letzter Zeit ziemlich sauer, weil ich so oft krank war.

Danke für den Buchtipp! :-)

Wenn ich mal wieder in der Stadt bin werd ich mal schaun ob ich das Buch finden kann!

MYayfWlowxer


Aber mein Therapeut meinte jetzt das er mir wahrscheinlich allein mit Gesprächen nicht helfen kann. Aber ich will keine Pillen schlucken. Ich hab zuviel schlechtes darüber gehört.

Ich bin kein Freund von vorschneller Medikamenten-Einnahme. Aber wenn man bereits derart vielschichtige psychosomatische Symptome hat und diese einem in der Bewältigung des Alltags behindern, dann würde ich mir das doch überlegen. Das kurzfristige Ziel ist nicht Heilung, sondern Stabilisierung.

Bei der Arbeit schaff ichs nur mit Antibrechmitteln.

Medis gegen Uebelkeit sind nicht für den Dauergebrauch bestimmt. Ein Medikament, welches bei Deinen Panikattacken ansetzen würde, würde Dir wahrscheinlich mehr nützen.

M$adaMmweAxnti


@ city_light

Wie ich das durchhalte?

Ich stehe jeden Morgen auf und zähle die Stunden bis zum Feierabend.

Ich zähle die Tage bis zum Wochenende.

Ich zähle die Wochen bis zum nächsten Urlaub.

Ich zähle die Monate bis zum Ausbildungsende.

Ich hab zu meiner Mutter gesagt, bis zum Sommer versuche ich es noch irgendwie unter Kontrolle zu bekommen. Und wenn es dann nicht klappt, dann geh ich zum Arzt und in eine Therapie. Wenn ich hundertprozentig wüsste, dass alles vorbei ist, wenn meine Ausbildung zu Ende ist, würde ich das nicht tun. Aber ich glaube bis die Ausbildung zu Ende ist, habe ich mich so in irgendeine Angststörung, Phobie, Depression, wasauchimmer reingesteigert, dass es selbst dann mit einem Arbeitsplatzwechsel nicht vorbei ist.

Es ist ja auch nicht nur die Arbeit bei mir. Es sind auch sehr viele familiäre Probleme (mit dem Vater) und persönliche Probleme (seit 3 Jahren keinen Freund. Und zu alledem habe ich immernoch meinen Ex im Nacken hängen, der mir echt das Genick gebrochen hat). Also... eine Therapie wäre echt angemessen.

e.pi]kuyrxeer


Tja ungefähr so hab ich mir das vorgestellt... hab eben gelesen, was Du über die Vorkommnisse in dem Arbeitsklima dort geschrieben hast. Es nun mal eine traurige Tatsache, dass gerade "Arbeitsgemeinschaften" gern über das schwächste Glied herfallen. Das alles ist nicht gerade philosophisch... immer dieser Scheiss-Druck, macht alle kaputt! Aber genau deshalb, hab ich Dir das Buch empfohlen. Was Du brauchst ist Kraft. Die kann auch über Erkenntnis kommen. Lass Dich nicht klein kriegen!

Ich hab das als Azubi auch erlebt. Aus heutiger Sicht muss ich allerdings sagen, dass ich damals aber auch überhaupt keine rechte Vorstellung davon hatte, wie man sich im Arbeitsleben durchschlägt. — Nun, wenn diese Spirale erst mal läuft, ist es unglaublich schwer, da wieder heraus zu kommen. So wie's aussieht suchst Du Dir wahrscheinlich besser von ausserhalb der Firma Hilfe.

Ich wüsch Dir viel Kraft und Erkenntnis damit Du Dich durchsetzen kannst! :)*

M}ondshäschten9x1


bei mir war damals der grund das ich vom gym auf die realschule gewechselt habe weil ich einfach keine zeit mehr für meinen sport hatte (ich hatte zu der zeit volleyball, tennis und badminton gespielt und daher täglich training gehabt) und an der realschule wurde ich verprügelt weil ich ganz easy nur 1en geschrieben hatte, ohne lernen usw..

da war ich dann halt der streber und wurde geschlagen, bedroht und gemobbt...

und nachdem die mir meine hand gebrochen hatten (in der tür eingeklemmt und immer wieder zugeschlagen) wars ganz aus und ich konnte nicht mal mehr vor die tür :°(

MNayflbow]er


Mein Ansprechpartner wär der Chef. Aber vor dem hab ich Schiss ohne ende, der is in letzter Zeit ziemlich sauer, weil ich so oft krank war.

Verständlich: ein ständig kranker Lehrling wirft viele Fragen auf... und es kann gut sein, dass er froh ist, wenn das Lehrverhältnis mit Dir zu Ende geht. Ich würde das mal so stehen lassen und nicht mehr weiter hinterfragen (ausser Du tust das im Rahmen der Therapie).

Wichtig ist jetzt, dass Du die Lehre diesen Sommer abschliessen kannst. Und zwar erfolgreich, so dass Du das Thema Erstausbildung zu den Akten legen kannst.

Danach hast Du mehrere Themen zu bearbeiten: wie geht es beruflich weiter? Ist ein Bürojob das Richtige für Dich? Warst Du in der falschen Branche? Was für Interessen hast Du? Aber auch, wie sieht es gesundheitlich aus? Wärst Du bei einer anderen Arbeit belastbarer? Es ist so ein bisschen die Frage, was zuerst war: das Huhn oder das Ei? Arbeitsplatz-Stress oder psychische Probleme?

c"it:y_Vligxht


Mayflower

Ich hab im Bekanntenkreis jemanden der solche Medikamente genommen hat. Ich hab mitbekommen wie er von dem Zeug abhängig wurde und wie lange es gedauert hat bis er wieder ohne die Tabletten leben konnte.

Klar muss das nicht bei mir so sein, aber die direkte Erfahrung schreckt mich ab.

Das mit den Mitteln gegen Übelkeit weiß ich. :|N Leider bring ich den Tag meistens nur so rum, wenn ich mir MCP-Tropfen einträufel oder nen Reisekaugummi kau!

Wie bereits geschrieben hab ich mir das mit dem Johanniskraut überlegt, aber da hat mir noch keiner so recht Auskunft drüber gegeben!

MadameAnti

Ja man zählt und zählt und zählt und ist unglücklich dabei! Ich kenn das! So hats bei mir etwa auch angefangen.

Am Anfang dachte ich mir noch, jetzt machste deine 8 Std. und dann gehste heim. Aber jetzt geht das nicht mehr!

Wie wärs wenn du dir jetzt schon mal ein Gespräch bei einem Therapeuten suchst? Nur mal sprechen!

Nicht dass das in solchen Attacken wie bei mir endet!

epikureer

Das Buch werd ich mir genauer anschaun!

Ich dank dir! :)z

Mondhäschen91

Oje, das klingt ja auch echt sch**** bei dir!

Dann bekommst du jetzt von mir einen :)*!

Tut mir leid für dich dass das so war! Solche Menschen die andere mobben, weil jemand gut in der Schule ist, sind einfach nur scheiße! :|N

e'piku1rxeer


Sorry, kann dem Threat kaum folgen (bin zu langsam, hihi) — Aber noch was — :=o

such Dir 'ne gute ambulante Therapie (wo Respekt und Diskretion zählt) und das schleunigst, bevor Du eine stationäre Behandlung brauchst. Mit Einzel- und Gruppentherapie — das hat auch Ventilfunktion, damit Dir nicht der Kragen und noch anderes platzt... hilft Dir die restliche Zeit zu ertragen! :)^

Es ist jammerschade, dass wir in Sachen Philosophie nicht schon in der Schule mehr erfahren. Ich meine nicht die Hochschulaffäre! Sondern Philosophie als Lehre der Werte die im Leben wirklich zählen. Unsere Welt sähe heute besser aus. Statt dessen sehen wir uns immer mit Notwendigkeit konfrontiert und laufen der ein Leben lang hinterher. Und traurig: Es ist die Notwendigkeit einer ausser Rand und Band geratenen Marktwirtschaft — ich vermute DESHALB werden sie sich hüten, uns in der Schule mehr davon zu erzählen, was uns ein Sokrates, Epikur oder Michel de Montaigne uva. zu erzählen haben.

Sorry bin abgeschweift, aber da platzt mir immer der Kragen! >:(

c8ity_lJigxht


Es war definitiv der Stress bei der Arbeit zuerst da. Da bin ich mir sicher.

Ich weiß das im Moment das wichtigste ist die Lehre abzuschließen. Und mir ist auch echt egal ob mein Chef froh ist wenn ich "entlassen" bin. Bleiben will ich da eh nicht!^^

Wenn das mit meinen Attacken und der Angst bis zum Sommer nicht anders ist hat mein Hausarzt mir geraten auf Kur zu gehn. Oder in eine psychosomatische Klinik für eine Weile. Danach würd ich wieder intensiv arbeiten wollen.

Ich bin nicht so eine die sich hinlegt und sagt das sie auf Staatskosten leben will, weil ich meschugge geworden bin durchs arbeiten!

Ich bin nur überfordert mit dem ganzen. Durchhalten ist leicht gesagt, wenn einem keiner sagt wie genau und sogar der Psychotherapeut nicht weiter weiß. Wie gesagt, ich kann nicht einfach aufs Knöpfle drücken und die Angst und die Magenprobleme ausschalten! :°(

c_ity_lxight


damit Dir nicht der Kragen und noch anderes platzt... hilft Dir die restliche Zeit zu ertragen! :)^

Naja, auf der einen Seite denk ich mir das es mir auch nicht schaden würde wenn mir mal der Kragen platzt.

Ich sollt mal aufn Tisch schlagen und denen sagen was sie mich können wenn se mich grundlos anpfeiffen.

Aber das trau ich mich nicht. Weil dann findet man ziemlich schnell nen Grund für ne Kündigung...

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