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Underachiever, unser Fluch

78schlMäfxer


Meer, Fähren und Hochbegabung? Jetzt komme ich endlich darauf, was ich hier die ganze Zeit empfehlen wollte:

ein [[http://emrism.agni-age.net/german/mowe/mowe.htm/ kleines Märchen]], vielleicht gibt euch das Hoffnung...

Achja: ich habe auch mal von Ferienkursen für Begabte, im Sommer, für ein paar Wochen...

Ganz allgemein: lasst den Kopf nicht hängen, die finsterste Stunde kommt vor dem Sonnenaufgang :)*

(übrigens hat Gautama Buddha bis zu seinem 29 Lebensjahr ge-underachieved ;-))

JTulia)Fxee


Wow wirklich? 29 Jahre...

Da sind wir mit unseren 15 ja nicht so schlecht. Galgenhumor |-o

Ich habe mich auch inzwischen über Ferienkurse belesen. Die Schulen müssen Empfehlungen schreiben. Das ist sicher möglich, auch wenn seine Leistungen nicht gut sind. Sie kennen ja sein Problem.

Ich kann "kleines Märchen" nicht öffnen. Kannst du das noch mal verlinken? Ich möchte das so gern lesen.

Danke @:)

7/schl'äfmexr


[[http://emrism.agni-age.net/german/mowe/mowe.htm]]

Mohammed war auch nicht besser (aber wahrscheinlich kein gutes Vorbild, wenn ich da so an die Pyrotechnik-Begeisterung denke...).

JSuli8aFee


7schläfer

Die Geschichte gebe ich meinem Sohn zum lesen.

Mir macht sie Hoffnung. Ich erkenne meinen Sohn wieder und er wird sich auch in dieser Geschichte sehen.

So, jetzt mal schnell die Tränen weggewischt....ich muß mich noch nach Fördervereinen umschauen.

@:) Danke, 7schläfer

S#chü>lerixn4


Hallo JuliaFee,

ich würde deinem Sohn und dir gerne ein Buch schreiben, in dem meine 17-jährigen Hochbegabungsunderachievererfahrungen verzeichnet sind - da ich heute jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit daran scheitern würde, möchte ich dieses Buch empfehlen:

Amazon

Hiermit habe ich keine Erfahrung, aber vielleicht ist es eine Hilfe:

[[http://www.logios.de/nav/einrichtungen.htm]]

[[http://www.logios.de/diskussionsforen.htm]]

Mir wurde das Folgende angeraten, um "normal" zu werden (dient in erster Linie dem Bitter-Amamusement): Geschlechtsumwandlung, Trommeltherapie, Zwangseinweisung in eine Psychatrie, Eurythmie, Trennung von den Eltern, Internat, Heilbäder, Emser Salze...

Nach zwei Gymnasien, gehe ich nun nach einem langem Kampf gegen Behörden, Ärzte, Lehrer und die Mühlen der Justitz auf eine Freie Aktive Schule, wo ich in Freiheit lernen kann, keine feste Anwesenheitspflicht besteht und ich beispielsweise die Möglichkeit habe, stundenlang auf einem Baum Bücher zu lesen.

Bitte entschuldige, dass ich die Nachricht nun so abrupt beende.

SMchülerein4


Ein hochbegabter Junge, den ich kenne, hat nach langen Jahren des Gemobbtwerdens, die Schule gewechselt - von einem staatlichen Gymnasium auf ein staatliches Internat für Hochbegabte. Durch die Staatlichkeit muss er kein oder nur wenig Schulgeld zahlen. Das teuerste ist die Zugfahrt - die Schule liegt in einem anderen Bundesland.

Das Internat hat seine positiven, wie auch negativen Seiten: Er flicht nicht mehr absichtlich Fehler in Klassenarbeiten, den Lehrern ist Hochbegabung kein unbekanntes Themenfeld, und seine Intelligenz macht ihn nicht mehr zu einem bunten Hund.

Hat er früher Bücher um Bücher gelesen, hat er dies nun eingestellt. Das Internat bietet ihm keinen Freiraum, Privatsphäre gibt es kaum mehr als auf der Toliette. Seine Noten haben sich drastisch verschlechtert. Konnte er auf dem ehemaligen Gymnasium ohne Lernen überdurchschnittliche Leistungen erziehlen, wird auf dem Internat nun gefordert - das Lernen hat er nie gelernt. Nun ist es für ihn die Zeit des Abiturs - und er schreibt Vierer und Fünfer.

STchü,lerinx4


Diese Frau hat mir sehr geholfen:

Elke Unkauf der Stiftung Netzwerk Hochbegabung.

E-Mail: e_unkauf@netzwerkhochbegabung.de (die Adresse habe ich gerade aus dem Internt geholt und kann nicht für ihre Richtigkeit garantieren).

Zu dem Zeitpunkt unseres Kontakts vertrat sie den Standpunkt, ein möglichst guter Schulabschluss sei für einen Hochbegabten etwas erstrebenswerteres, als ein glücklich absolvierter Hauptschulabschluss - eine Ansicht, die ich nicht teile.

Ohne sie wäre und ihre weiteren Kontaktvermittlungen wäre ich heute jedoch in einer wohl instabieleren Lage und so bin ich ihr sehr dankbar.

Jxuli-aFxee


Danke Schülerin4

und erstmal :°_. Du hast schlimmes durchgemacht. Mir tut das unendlich leid. Und das macht mich wütend.

Zuerst einmal, wir haben heute eine Absage von einer Schule bekommen, die Underachiever aufnimmt.

Die Begründung war "aus schulrechtlicher Sicht, dürfen keine Hauptschüler aufgenommen werden".

Ja mein Kind ist Underachiever und deshalb IST er ja Hauptschüler. Aber er hat doch potential. Es ist ja vorhanden.

Er kann auf kein Gymnasium gehen. Das ist mir klar. Bei den Noten. Ich möchte doch einfach nur das er verstanden und endlich richtig gefördert wird.

Ein staatliches Gymnasium wird ihn nicht nehmen. Er seht in einigen Fächern auf 5. Er hat sich doch aufgegeben.

Danke für die E-Mail Adresse. Ich werde die Frau kontakten. Ich brauche endlich eine richtige Beratung. Ich recherchiere und komme doch nicht zu einem Ergebnis.

Große Hoffnung habe ich noch, das mir die DGhK helfen kann. Kontakt habe ich schon aufgenommen.

Mein Sohn verlässt sich auf mich. Er sieht sich nicht mehr an seiner alten Schule. Wie soll ich das realisieren, wenn es schon die eine Absage gab.

Dir wünsche ich viel Glück und ich wünsche dir, das du deinen Weg weiter beschreiten kannst und die dunklen Jahre hinter dir liegen. :)*

SbchüQlerinx4


Vielen Dank für deine Worte (ich habe bisher von meiner Umgebung soviel Ablehnung erfahren; wenn man von nahezu allen Seiten hört, man sei psychisch krank... ich weiß nicht, wie ich heute dastünde, hätte ich nicht mit 16 von meiner Hochbegabung erfahren).

In einem dreiviertel Jahr werde ich 18 - und der Staat verliert endlich ein Stück Macht über mich.

Ja, DEIN SOHN HAT POTENTIAL.

Ich habe beispielsweise diese Erfahrung gemacht:

In den ersten Gymnasialjahren schrieb ich in Deutsch in jeder Arbeit Noten zwischen 3 und 5. Die Aufsätze und Diktate, die wir zu schreiben hatten, hatten Themata wie "Hansi hat heute Geburtstag". Einmal gab es in der 5. Klasse ein Diktat über Schnabeltiere - über sie hatte bereits viel gelesen und ein großes Interesse. 0 Fehler, eine eins.

Erst nun, rückblickend, erkenne ich, welch eine große Langeweile ich in der Schule hatte und unter Langeweile - das ist selbstverständlich - lassen sich kaum Bestleistungen erzielen. Das wird bei deinem Sohn wohl ähnlich, oder genauso sein. Und so würde ich nicht sagen, er sei kein Hochleister. Im Gegenteil, wenn er in einem Umfeld ist, dass er schätzt und sich mit einem Thema auseinadersetzt, das ihm Freude bereitet, vielleicht auch noch mit einem Lehrer, der seine inneren Werte erkennt - ich bin sicher, dann ist er auch ein "Hochleister".

Dass selbst eine solche Schule ihn ablehnt, ist mehr als bitter. Bei mir war es andersherum: Ich war auf einem Gymnasium und wollte auf eine Hauptschule wechseln, was mir lange von Behörden verwehrt wurde.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wie goldwert Netzwerke sein können und kann dir sehr dazu raten, solcherlei Kontakte zu knüpfen.

Gute Nacht!

J.ualiaFexe


Mit 16 Jahren erst? :°_

Na klar verstehe ich dich. Bei mir triffst du nicht auf Ablehnung. Dann würde ich auch die Situation meines Sohnes ablehnen. Ihr habt dasselbe erlebt. Nur mein Kind war nie ein guter Schüler. Das Versagen fing schon in der 2. Klasse an. Es konnte auch nicht anders kommen. Wenn mein Sohn was neues gelernt hat und das in der Schule erzählte, wurde er nur ausgelacht. Die Kinder konnten einfach nicht nachvollziehen was er erzählte oder glaubten ihm nicht was er wußte.

Wenn er sich meldete, nahm ihn die Lehrerin nicht mehr dran. Er schützte sich, indem er abschaltete, einfach verschwand. So bekam er gar nichts mehr mit. Er vergaß seine Hausaufgaben, weil er nicht mehr hörte das sie diese ansagte. Es dauerte nicht lange. Bald war er der Versager, das dumme Kind. Er langweilte sich nur noch. Sagen konnte er nichts mehr, das Selbstvertrauen wurde ihm schnell genommen. "Frau ...ihr Kind arbeitet im Unterricht nicht mit!" ach nee... :|N

Deshalb macht mich die Absage so wütend. Ich kann den Grund nicht nachvollziehen. Ich verstehe jeden anderen Grund, aber nicht DIESEN!

Ja, in ihm steckt ein Hochleister. Das zeigte sein IQ. Noch kann er sein Potenzial nicht anwenden.

Danke für den Tipp. Ich habe mich eben schon nach "Freien Aktiven Schulen" umgesehen. Das Buch habe ich auch direkt gekauft.

Schlaf schön, du bist auf einem besseren Weg. :)*

SfchülVeroin4


Danke. Auch für dich :°_

Du hast geschrieben, dein Sohn fühle sich dumm.

"Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean", Newton

Wer den gesammten Wissenshorizont vor Augen hat, erkennt das eigene Wissen als verschwindent gering. Ich habe mir bereits als Kleinkind gewünscht, hochbegabt zu sein und habe mich als minderbegabt diagnostiziert. Andrea Brackmann hat den Eindruck gewonnen, je höher der IQ ist, desto höher ist der Maßstab, an dem man sich misst; je höher der IQ, desto stärker können Selbstreflektion und/oder Selbstzweifel sein. Ein Fluch, wie ein Seegen.

Ich schreibe dir noch eine längere Antwort. Wenn du möchtest, schreibe ich dir sämtliche Vor- und Nachteile der Freien Aktiven Schule, sodass du dir ein dreidimensionales Bild von ihr machen kannst.

Gute Nacht und alles Gute.

JHuliaFNee


Schülerin4

Das wäre sehr lieb von dir. Lass dir Zeit.

Ich kann mich nicht in meinen Sohn hineinversetzen. Ich weiß nicht wie er denkt. Ich kann knapp unter die Oberfläche sehen und die Oberfläche verstehen, aber ich weiß nicht WIE er denkt.

Auf jeden Fall anders als seine Mitschüler. Soweit habe ich meinen Sohn verstanden.

Wir werden viele Gespräche führen. Ich freue mich drauf.

Ich bin nur selbst so unsicher und rastlos, weil ich mit dem Schulproblem nicht weiter bin.

Er sieht sich hier nicht mehr, ich kann aber auch nichts übers Knie brechen. Noch ist gar nichts geklärt.

Ja, ich versuche auch mal zur Ruhe zu kommen. Und mal zu schlafen.

Gute Nacht,

CKhrysa?nthexme


Hallo JuliaFee @:)

Ich kann dir leider sicher nicht direkt weiterhelfen, möchte dir aber sagen, dass ich deinen Faden mit großem Interesse und Mitgefühl verfolgt habe....fühle mich selbst etwas betroffen von der Thematik, wenn ich auch ganz sicher kein Underachiever bin bzw. nie war - eher im Gegenteil...mir ist in der Schule alles "zugeflogen", ohne dass ich mich groß anstrengen mußte; hatte in allen Fächern stets Bestnoten.

Trotzdem ging ich oft nur ungern zur Schule...war immer sehr zurückhaltend, konnte auch oft mit Gleichaltrigen nichts anfangen...habe lieber gelesen, während die anderen um die Häuser gezogen sind.

Man steht auch schnell als "Streber" da, obwohl man gar nicht viel "gemacht" hat für die Schule...bis heute bin ich eher ein Einzelgänger.

Und bei meinen Kindern läuft es ähnlich, sind beide sehr gut in der Schule. Meine große Tochter ist fast gleichaltrig mit deinem Sohn, sie sollte schon in der Grundschule eine oder zwei Klassen überspringen, weil sie trotz sehr guter Leistungen den Lehrern sichtlich unterfordert schien...jetzt geht sie auf ein in Naturwissenschaften spezialisiertes Gymnasium, wo sie gut gefordert wird. Sie mußte dort einen Eignungstest ablegen, es wurde nicht nur auf die Noten geschaut...

Ich finde es wirklich unfassbar, dass dein Sohn diesen Leidensweg hinter sich hat und dazu gebracht wurde, mit seinen 15 Jahren schon den Sinn seines Lebens in Frage zu stellen ... ein Junge in der Klasse meiner großen Tochter hat wohl ähnliche Probleme; er verweigert das Gespräch mit den Lehrern, arbeitet mündlich niemals mit, weigert sich zu reden - aber seine ausgezeichneten schriftlichen Arbeiten halten ihn quasi über Wasser, sonst hätte er die Schule längst verlassen müssen.

Ich wünsche euch viel Kraft für das Kommende...Alles Liebe und Gute :)*

J$ulia4Fexe


Hallo Chrysantheme,

es freut mich das es bei deinen Kinder und dir besser lief. @:)

Und die haben beim Eignungstest nicht nur auf die Noten geschaut? Die waren aber sicher doch auch wichtig. Es wird sicher auf das Sozial- u. Lernverhalten der Kinder geachtet. Wieviel Einfluss haben die Noten bei so einem Test? Bei meinem Sohn wäre es nötig die Noten völlig zu ignorieren. Er ist in keinem Bereich so gut, das er auf einem Gymnasium aufgenommen werden könnte. :-|

Ich muß ein Gymnasium mit Internat (mit psychologischer Betreuung) finden. Das Gymnasium müßte meinen Sohn auch noch trotz schlechter Noten aufnehmen. Die Kostenfrage steht auch noch aus.

:°( Das ist so verdammt schwer.

Tut mir leid mit dem Mitschüler deiner Tochter.

Meinem Sohn fällt es leichter Aufgaben an der Tafel zu lösen. Wenn er eine Matheaufgabe löst und dabei auch noch erklärt und laut denkt, kommt er ohne Probleme durch.

Macht er die Aufgabe still in einer Arbeit, schreibt er, wenn er sehr gut war eine 3. Er KANN die Aufgaben. Das weiß er ja und ist völlig frustriert, wenn es wieder eine schlechte Note wurde. Er glaubt ja auch bis zur Rückgabe der Arbeit das er gut war. Das alles richtig lief.

Was er gar nicht kann, was ihm total sinnfrei erscheint ist stures auswendig lernen.

Er möchte durch eigenes Handeln lernen. Er hat Probleme 45 Minuten auf seinem Hintern zu sitzen und sich berieseln zu lassen. Er möchte den Unterricht erleben.

JQuQliaFexe


Wir hatten gestern einen ganz schönen Nachmittag zusammen.

Wir haben viel geredet. Über alles und waren spazieren. Er vermisst uns sehr, weiß aber auch das er die Zeit für sich dort in der Klinik nutzen muß. Ich erlebte ihn wieder sehr nachdenklich, aber nichts blieb unbesprochen.

Mein Sohn möchte es an seiner alten Schule noch einmal versuchen. Er fühlt sich jetzt wieder stärker. Trotzdem gingen wir alle Eventualitäten durch.

Er möchte das nicht auf biegen und brechen schaffen. Er möchte für sich dann umentscheiden können, wenn er es doch nicht schafft. Und für den Fall hat er sich etwas anderes überlegt.

Seine Alternative sind Wohngruppen, die auch psychologisch betreut werden. Er möchte außerhalb der Schule seinen Interessen nachgehen. Da steht er jetzt voll hinter und ist höchstmotiviert. Wie er mit den Kindern an der Schule klarkommt vermag er nicht zu sagen. Das wird sich zeigen und kommt auf die einzelnen Situationen an.

Mit seinem Arzt habe ich auch geredet. Fakt ist, er ist an einer Hauptschule unterfordert. Inwiefern es möglich ist, ihn mit den jetzigen Leistungen auf eine Realschule zu lassen weiß ich noch nicht. Da werden Gespräche laufen müssen.

Vorher hatte ich ein Gespräch beim Amt für Ausbildungsförderung. Die Kosten des Internats werden auf keinen Fall ausreichend gefördert.

Stattdessen verwies sie mich zu einer Dame....auf dieses Gespräch hätte ich mich besser nicht einlassen sollen.

Ihre erste Frage:"Sie haben also Erziehungsprobleme!".

Nein, habe ich nicht. Ich habe ihr versucht unseren "Fall" zu schildern. Beim Wort Underachiever war die Dame gleich völlig überfordert. Ich mußte ihr das Wort buchstabieren, mit dem Hinweis, es vielleicht mal zu googeln, um zu verstehen um was es hier ging. Sie sagte mir das Hochbegabte nicht gleich "schlau" sein müssen. Damit meinte sie sicher "gut in der Schule".Ich war ihr sehr Dankbar, denn zu dieser Erkenntnis bin ich noch nicht gekommen! Achtung Ironie!

Ich verwies noch mal auf das Wort Underachiever. Ich sagte ihr das es damit erklärt ist.

Ich erklärte ihr warum mein Kind die Schule wechseln müßte. Das begriff sie gar nicht. Konnte das nicht nachvollziehen. Das mein Kind Bestätigung braucht kommentierte sie mit WARUM. Äh, weil JEDER Mensch Bestätigung braucht ??? Und er nur Ablehnung erfuhr? Sie sagte das er ja durch mich als Mutter Bestätigung hat. Als ob das ausreichen würde!!! Natürlich kann ich ihn stärken, das hilft aber nicht, wenn in der Schule alle gegen ihn sind! (Grundschule einschließlich der Lehrerin) Wenn man im Beruf gemobbt wird, kann das der Partner zu Hause auch nur eine kurze Zeit auffangen. Das geht aber nicht auf Dauer!

Thema war auch -andere Kinder. Warum kommt er mit diesen nicht klar. Ich erklärte ihr warum. Darauf taten ihr die anderen Kinder leid, weil diese es im Umgang mit meinem Sohn so schwer hätten. Bitte? Diese Kinder sind eine Gruppe. Die scheren sich einen Dreck um einen einzelnen. Deswegen hat sich mein Sohn ja jahrelang angepasst und war kreuzunglücklich, bis ihn die Depression "rettete".

Ich erklärte ihr das er sich schon als kleines Kind oft langweilte und Kontakt zu älteren Kindern oder Erwachsenen suchte. Ich schilderte ihr ein Erlebnis, welches wir im Urlaub hatten. Mein Sohn war etwa 4,5 Jahre alt. Es waren am Pool unzählige Kinder, aber mit keinem wollte er Kontakt haben. Er hatte einfach keine Lust auf die. Nicht das sie ihn mieden. Er hatte keine Lust und spielte lieber allein und verlor sich in seinen Gedanken.

Dann entdeckte er einen Schachspieler, zu dem er sich nun Tag für Tag gesellte und ihm beim Spielen beobachtete.

Bei diesem Beispiel meinte die Dame das mein Sohn Angst vor den anderen Kindern hatte und Schutz bei einem Erwachsenen suchte. Ich sagte ihr das der Mann wildfremd war und Schutz bei mir als seiner Mutter durchaus zu finden war. Es war lächlerlich. Sie weiß überhaupt nicht was in meinem Kind vor sich geht. Wieder eine Erwachsene mehr, die keine Ahnung vom Problem hat.

Wann treffen wir im realen Leben nur endlich auf Menschen die uns verstehen und helfen.

Ich finde die Idee meines Sohnes mit den Wohngruppen aber sehr gut. Internate kann ich einfach nicht bezahlen. Diese Alternative bleibt uns ja nur noch.

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