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Underachiever, unser Fluch

JvuliaFxee


Ach Schülerin, ich weiß auch nicht.

Ich bin eben erst zurück.

Ich versuche das mal zusammenzufassen.

Der Schulleiter ist sehr offen. Er hat sein Potenzial auch bereits erkannt. Anwesend waren noch 3 weitere Lehrer. Der Klassenlehrer/Physik, der ehemalige Klassenlehrer/ Englisch, der Schulleiter Mathe, die Deutsch-bio und chemielehrerin. Der Schulleiter kam sehr schnell zur Sache. Er erklärte den anderen Lehrern das mein Sohn hochbegabt ist, er aber ein Underachiever ist und wie es dazu kam. Mal so grob umfasst.

Dann erklärte er den Lehrern, wie der Unterricht in Zukunft für meinen Sohn gestaltet werden muß. In Mathe ganz klar, er bekommt Aufgaben aus der 9. Realschule. Jetzt ist er ja 8. Hauptschule. In Deutsch auch klar, er wird andere Aufgaben bekommen. Für Bio und Chemie hat sie sich erst mal angehört wo seine Interessen liegen. Für bestimmte Sachen interessierte er sich ja schon sehr früh. Im Kindergartenalter. Er wird in den beiden Fächern auch GEFORDERT. Physik macht er in der 9. Klasse Realschule mit. Der Englischlehrer sieht das nicht so rosig. Er sagt, er traut ihm das nicht zu. Er beherrscht die Vokabeln nicht. Mir fällt gerade ein, dann soll sich der Schulleiter noch mal mit der Beratungslehrerin für Underachiever in Verbindung setzen. Im Englischunterricht gibt es doch bestimmt auch eine Möglichkeit ihn zu fordern. Man warum kam ich nicht im Gespräch drauf! >:(

Wenn es erst mal die anderen Fächer sind...ist doch schon mal ein Anfang.

So, das zu den Veränderungen im Unterricht.

Der Klassenlehrer sieht die ganze Sache leider auch schwarz. Nicht das er das meinem Sohn nicht zutraut. Er sieht das Problem bei den Mitschülern. Das ist insgesamt eine sehr schwierige Klasse. Vom Sonderschüler bis zum Gymnasiast ist alles bei 21 Schülern vertreten. Er äußerte Bedenken, wenn mein Sohn so speziell gefördert wird. Die Mitschüler könnten sehr grob mit meinem Sohn umgehen. Desweiteren sagte er auch das, was ja auch meinen Sohn so stört. Die gehen über Tische und Bänke. Er denkt, mein Sohn passt da nicht rein. Das denke ich übrigens auch.

Ich weiß nicht, ob er sich den ehemaligen Mitschülern (9. Klasse) wieder annähern kann. Es wird schwer werden. Aber die Lehrer probieren es. Wie es ausgeht weiß ich nicht.

Dann sprach der Klassenlehrer die Klassenfahrt an. Die haben Bedenken meinen Sohn mitzunehmen. Die haben Angst ihn da nicht auffangen zu können, wenn es Probleme gibt.

Meine Meinung, WENN mein Kind fährt, dann hat er sich das genau überlegt, dann geht das auch gut. Ich denke, er fährt erst gar nicht. Das habe ich dem Klassenlehrer auch so gesagt.

Das ist eine verdammt schwere Zeit.

Grundsätzlich ist die Beratungslehrerin auch bereit in die Schule zu kommen um mit den Lehrern noch mal zu reden und meinen Sohn im Unterricht zu erleben.

Der Anfang ist gemacht. In welche Richtung es sich entwickelt....keine Ahnung!

Ok, ich muß jetzt meinen Kleinen vom Spielen abholen.

Bis später,

JuliaFee

svofia-34-3"9 jahrex alt


:)D

JtuliaxFee


Ich glaube, wir haben unseren Weg gefunden. :-D

Am Samstag schauen wir uns eine Wohngruppe an, in der andere Hochbegabte wohnen und unterrichtet werden. Das heißt, dort ist eine integrierte Schule.

Die Leiterin ist selbst hochbegabt und hat während der Schulzeit ähnliche Erfahrungen wie mein Sohn gemacht. Die kennen sich also aus. Da sind Menschen, die das Problem verstehen und dementsprechend handeln.

Sie möchte meinen Sohn kennenlernen und denkt das er da gut reinpasst. Ich habe ihn ja schon beschrieben. Er ist lieb, wird nie frech, hat sich ja auch in die Wohngruppe der Klinik gut eingelebt. Das ist gar nicht das Problem.

Und vor allem, da sind andere hochbegabte Kinder. Er hat dann endlich mal jemanden zum reden. Kinder, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich habe ein sehr gutes Gefühl.

Im Moment kann ich das alles noch gar nicht fassen. Ich freue mich auf den Samstag. Jetzt rufe ich meinen Sohn erst mal an.

Heute früh haben wir schon telefoniert. Ich habe gefragt wie er nun das nach Hause kommen sieht. Schwarz/weiß war die Antwort.

Vom Gespräch in der Schule habe ich ihm erzählt. Er hat keine Hoffnung. Und jetzt rufe ich ihn an und sage ihm was wir stattdessen machen können. :-D

VJexrrYück:te


Hey, das ist ja wirklich toll!!! Freut mich wirklich sehr für dich...

Wie bist du auf diese Schule gekommen?? Durch die Beratungslehrerin? Ist es weit weg von eurem Wohnort?

:)^

J?ul3iaFxee


Ja das ist wirklich toll. :-D wir können endlich gemeinsam eine Zukunft sehen.

Ich habe im Internet nach Wohngruppen gesucht und kam auf diese. Mir hat das Konzept gefallen, weil die sich mit hochbegabten, psychisch erkrankten Kindern beschäftigen.

Das dort auch eine Schule zugehört, habe ich eben erst im Gespräch erfahren. Ich wollte meinen Sohn sonst an einer FAS in dieser Stadt unterbringen.

Eine integrierte Schule ist noch besser. Da wird er dann sicher mit den anderen hochbegabten Kindern unterrichtet. :)z

Die Beratungslehrerin meinte nur, wenn eine Wohngruppe, dann nur mit anderen Hochbegabten. Und das ist sie! :)z

Wo gibt es den ich-könnte-vor-Freude-heulen Smilie.

Achso, ist schon etwas weiter weg vom Wohnort. Aber egal. Aussuchen können wir nichts mehr. Jetzt zählt nur noch das ihm geholfen wird.

Sowas wie Hoffnung habe ich schon lange nicht mehr gefühlt. Und mein Kind erst!

V2err(üYcktxe


Jou, dann drück ich dir mal die Daumen wie verrückt :-)

Freu mich schon auf deinen Bericht vom Samstag..

LG

IXngeFfaerxa


Das ist ja eine wunderbare Entwicklung! Es freut mich sehr, das zu hören! :)_

Jiuli{aFexe


Danke,

ich habe ihn jetzt wieder zu Hause. Mit seinem Doc habe ich über diese Wohngruppe gesprochen. Sie erfüllt tatsächlich alle Kriterien. Ich bin nun wirklich auf Samstag gespannt.

Vorhin sagte mein Sohn zu mir: "Danke Mama, das du das alles für mich machst." :-o Na was denn sonst! :°(

Warum denkt er nur so. Ist doch klar das ich alles für ihn mache.

Beim Gedanken an diese Schule hier bekommt er leider immer wieder Angst. Er ist mit gemischten Gefühlen gekommen, er weiß das er ab Mittwoch wieder die Schule besuchen muß. Er fällt sofort in die traurige Stimmung, wenn wir drüber reden.

Vielleicht können wir am Samstag, nach dem Gespräch in der Wohngruppe, was konkreteres sagen.

Meiner Meinung nach bedeutet ein erneuter Versuch hier, eine weitere Niederlage. Wenn schon die Lehrer nicht an ein Happy End glauben und der Klassenlehrer an der eigenen Klasse zweifelt.

Ok, wir versuchen es, aber er hat die Möglichkeit sofort abzubrechen.

_*Waldifee_


Hallo Julia Fee,

ist ja toll, das es für Dich und Deinen Sohn doch noch auch irgendeine Art und Weise geklappt hat, ihn unterzubringen.

Möchte aber gerne noch als Vorschlag diese Schule, bzw. dieses Internat hier in diesen Faden einbringen:

[[http://www.lgh-gmuend.de/]]

Mich wundert es immer wieder, das so wenig darüber bekannt ist hier und auch generell im Netz.

Gut, diese Schule ist relativ frisch gegründet...

Da wir in einer ähnlichen Situation stecken wie Du, also in Bezug auf Hochbegabung bei unserem Sohn, habe ich mich schon einmal mit dieser Institution auseinander gesetzt.

Ich weiss ja nicht, was andere Internate so kosten, diese liegt im Bereich um die 400 Euro im Monat rum und kann auch entsprechend gefördert werden, wenn die Eltern den Betrag nicht aufbringen können.

Schaus Dir doch einfach mal an, vllt wäre das auch noch was für Dich.

Viel Glück euch Zwei weiterhin! @:)

s\chnecVke1958x5


Hallo!

Ich hab jetzt nicht den ganzen Faden gelesen, nur die erste Seite (also nicht böse sein, wenn der Ratschlag schon gefallen ist).

Mir ist aber aufgefallen, wie sehr hier das Augenmerk auf die Hochbegabung von deinem Sohn, JuliaFee, gerichtet wurde. Und das ist gerade der Punkt, in dem sich dein Sohn anders fühlt. Alles dreht sich drum, wie man seine Hochbegabung fördern müsste / kann.

Vielleicht ist mein Gedanke dumm... aber vielleicht würde es deinem Sohn auch helfen, sich gerade ein Hobby zu suchen / etwas zu lernen, wo er mit anderen Leuten zusammen ist und wo er auch Anfänger (also nicht der überlegene Denker) ist... z.B. einen gewissen Sport, ein kunsthandwerkliches Hobby... irgendwas, wo man nicht sofort sagen würde, dass das zu den Gebieten gehört, wo dein Sohn hochbegabt ist.

Vielleicht fände er dann leichter Anschluss zu anderen, die sich ja genauso schwer tun. Und vielleicht könnte dein Sohn dann auch wieder Ehrgeiz entwickeln. Im schulischen Bereich (und in anderen Bereichen) hab ich herausgelesen, dass nämlich das Damoklesschwert des "Ich weiß, dass du das eigentlich aufgrund deiner Hochbegabung sehr gut kannst!" über ihm schwebt und ihn vielleicht sogar lähmt.

PDaralle*lwelxtleber


@ Mayana:

Hochbegabung schließt aber nicht Gefühle beim Denken ein.

[Bezieht sich auf einen zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

Ja, er kann philosophieren, und es ist für dieses Alter ungewöhnlich. Das "Wenn die Anderen doch einfach anders wären..." hat ja nicht nur den Schwerpunkt bei dem Problem das er anders ist, sondern das er dadurch erst gemobbt wird. Verachtung bewirkt ganz andere Reaktionen. Natürlich Außenseitertum macht es nicht einfach und man muss sich nicht gleich umbringen. Aber wie wäre es für dich, wenn du Tag ein, Tag aus gesagt bekommst, wie anders du bist, dass es sich einfach nicht gehört? Ganz sicher nicht sehr gut. Außerem redest du es dir mit der Zeit ja selber ein. Wertlos zu sein, das Andere, als abartig zu sehen, als Abnormalität. Die Anderen müssten sich nicht ändern, sondern einfach nur akzeptieren, aber da liegt ja das Problem. Sie können keine Akzeptanz der Situation entgegenbringen. Es fordert hier keiner sich seiner Persönlichkeit zu entledigen und auch auf einmal zum Philosophieren oder anderen Praktien nachzugehen, die der Junge hier mag. Aber zumindestens eine Art Verständnis könnte etwas bewirken.

Und ich sehe bei jemanden, der brutal sagt: "Ich will mich umbringen!" und jemanden "Ich will nicht mehr leben..." murmelt einen enormen Unterschied. Es ist in meinen Augen besser, wenn er so einen Hilferuf aussendet, statt mit der Situation alleine fertig werden zu wollen. Alleine ist so etwas nunmal schwer zu verkraften und zu vearbeiten. Es herrscht keine Drohung und es nicht unter aller Sau. Besser er spricht so etwas aus, als der es nicht sagt und still aus dem Leben scheidet. So kann man ihn wenigstens helfen, dass er sich nichts tut.

Und mir wäre neu das Ritzen eine Art von Drohung wäre. Ritzen ist Hass gegen sich und nicht ein Produkt von "SEHT WAS IHR MIR ANTUT!!!", es ist eine Reaktion auf sich selbst und schließt keine Außenstehenden ein. Man hasst sich und seinen Körper. Sie zeigen auch nicht offen das sie so etwas getan haben, sondern verstecken ihre Narben. Sie sind für die Betroffenen kein Aushängeschild.

Und das "Sensibelchen" (was ich als Schimpfwort eigentlich sehe) denkt hier ganz sicher nicht es sei Mittelpunkt der Erdscheibe und will es auch nicht werden. Wer hat das denn in den Raum gestellt? Niemand. Er will nicht der Held der Schule werden, sondern einfach akzeptiert werden gegenüber seinen Neigungen. Man kann es mit einen Homosexuellen vergleichen, wenn er sich outet, will er nicht Mittelpunkt werden, sondern akzeptiert für seine Sexualtität werden, mehr nicht.

Und die Grenzensetzung, da möchte ich ehrlich erklärt werden, wo man denn die Grenze setzen sollen. Beim Fühlen? Beim eigentlich Leben? Beim glücklich sein? Wo setzt man da eine Grenze. Du darfst nicht mehr fühlen! Du lebst, wie man es dir einfach sagt! Du darfst dich nicht ausleben, wie du willst, kapiert? So in etwa? Da ist eigentlich der falsche Erziehungsansatz. Grenzen zu setzen ist ok. Aber der Mensch braucht auch Freiraum.

Und hier wird nicht alles böse Außenstehenden zugeschoben. Natürlich ist er teilweise mitverantwortlich. Er redet sich das, was andere ihm sagen, selbst ein und reflektiert das was er für sie ist. Natürlich ist da eine Art Mitschuld, für die er aber am wenigsten kann. Das Eingerede kommt nun mal von Personen, die es ihm ins Gesicht sagen. Sonst würde man ja nicht selbst an sich zweifeln und das akzeptieren für was man gehalten wird von den Anderen.

Schließlich gibt es auch Phasen, die nicht super laufen. Wird es immer geben. Idioten gibt es immer auf der Welt, aber wen man nunmal nicht gelernt hat, diese zu ignorieren, bestimmte Sachen einfach nicht an sich ranzulassen. Vor allem für jemanden der sensibel ist, der eh mehr fühlt und denkt, für ihn ist es besonders schwer. Umgang muss erst gelernt werden. Für den Einen fällt es leichter als für die Anderen wie für alles was man lernt.

Deine Argumentation hier find ich teilweise wirklich unangebracht. Es ist kein Angriff, was ich hier schreibe. Sondern einfach meine Meinung zu der Thematik, die du hier ansprichst. Meiner Ansicht nach ist das was du sagst einfach ein grundlegend falscher Ansatz und ist konzepiert rund um den Jungen herum, dabei kann man nicht von einer Seite allein nunmal ausgehen, es müssen immer beide mit einbezogen werden.

Also bitte nicht beleidigt sein, von dem was ich sage. (klingt manchmal auch ein bisschen aggressiv was ich geschrieben habe)

s-chneTcke1D9x85


Mayana, was wär also die Alternative, wenn man als Minderjähriger unbezwingbare suizidale Neigungen zeigt? Sich zusammenreißen? Nichts sagen und vor den Zug springen? WAS?

Pvaral4lel6welRtlebexr


@ schnecke1985:

Gut das ich mit meiner Meinung zu den Beitrag nicht alleine stehe. ;-D

S,ch]üle}rixn4


Ich stimme dir zu, Schnecke.

JuliaFee, ich habe meine Absicht, dir eine längere Nachricht zu schreiben, nicht vergessen und möchte es baldmöglichst wahrmachen.

Konntet ihr den Besichtigungs-Termin wahrnehmen und wenn ja, wie gefällt die Schule deinem Sohn?

Ich wünsche alles Gute :)*

JXuliaxFee


Ich habe den Beitrag von Mayana nicht gelesen und das ist sicher auch gut so.

Ich habe einen tieftraurigen Sohn zu Hause, der einfach so wie er ist nicht akzeptiert wurde.

Wenn er nicht mit den anderen Kinder raufen wollte, war er das Weichei, wenn er Reden wollte, war er das Weichei, weil die anderen lieber Fußball spielten.....die Liste ist unendlich lang.

Ich habe selber noch einen Sohn. Er rauft sich, er spielt Fußball.....

Er passt gut ins Schema.

Mein anderer Sohn leider nicht. Und das wurde nicht akzeptiert. Es hieß, ein Junge der kein Fußball spielt, wehre dich doch, hau doch mal zurück, der ist mir zu brav, der weiß ja alles besser (neunmalklug), der ist so ruhig......

Nie war er richtig. Für mich ja, aber von außen kamen immer solche Sprüche. Natürlich machte ihn das krank und er glaubte am Ende selber daran doof zu sein.

Mein Sohn kann durchaus sehr offen sein und er ist durch und durch lieb. Er liebt die Natur, kann sich an solchen Dingen erfreuen. Er sagt selbst das er sich "anders" fühlt. Doch aber nur anders, als seine derzeitigen Mitschüler.

Er stellt mir Fragen, ihn beschäftigen Dinge, die niemandem sonst hier so beschäftigen. Es gibt aber Menschen, die würden sich gern mit meinem Sohn austauschen, mit denen kann er sich über all seine Fragen austauschen.

Ein Aushängeschild war die Hochbegabung nie. 1. wir haben erst in der 5. Klasse davon erfahren,

2. nach unserem Umzug vor 3 Jahren, wurde die HB nie wieder angesprochen. Weder von mir, noch von meinem Sohn, der übrigens das Gutachten in diesen Tagen das erste mal gelesen hat. Ich habe es ihm gegeben, weil er so wenig an sich glaubt. So viel zum Aushängeschild. Ich habe das in der Schule 1 mal erwähnt, nämlich, als wir den Schulwechsel vollzogen haben.

So, mein Sohn hat sich in dieser Zeit angepasst, hat sich runtergeschraubt, bis hin zur Depression. Erst im November 09 habe ich das Thema HB zu einem THEMA gemacht. Vorher nie. Weshalb ich mir allerschwerste Vorwürfe mache.

Mein Kind ist in keiner Sache(schulisch, außerschulisch) "gut". Er macht nichts, was ihm Bestätigung bringt. Bisher jedenfalls nicht. Er ist hier zur Schule gegangen, hat alles über sich ergehen lassen, hing dann mit den anderen ab. Das wars. Nichts davon erfüllte ihn.

Ich will auch nicht alles 1000 mal erklären. Es gibt Menschen, die können über den Tellerrand hinaussehen, die können verstehen was mit meinem Sohn ist. Ich werde meine Energie nicht für die anderen verschwenden, weil ich all meine Energie brauche, um meinem Sohn zu helfen.

Eins ist klar, ich bin wahnsinnig froh das sich mein Sohn mir geöffnet hat. Andere bringen sich um. Er hat mich damit nie unter Druck setzen wollen und will damit auch nichts erreichen. Genau wie mit dem Ritzen. Mein Sohn ritzte sich 3 Monate, bevor er mir den Arm zeigte und seitdem hat er es dann auch nur noch einmal gemacht und dann nie wieder. Er ritzt sich seit 4 Wochen nicht mehr.

Wir sind in den letzten Monaten viel enger zusammengewachsen. Wir vertrauen einander. Er vertraut mir das ich ihm helfe und alles für ihn gebe und ich vertraue ihm. Ich habe seinen Hilferuf im November 09 endlich gehört.

Mein Sohn hat sich gestern in der Wohngruppe vorgestellt. Der Leiterin (Psychologin) dieser Wohngruppe, erging es wie meinem Sohn in ihrer Kindheit und Jugend. Mein Sohn passt sehr gut in die Gruppe, weil die anderen Jugendlichen auch eher ruhig sind. Er hat sich ganz toll mit dem Team unterhalten. Er wird von dort aus nach und nach in eine Schule integiert, in der im Vorfeld dann aber Gespräche laufen und Lehrpläne erstellt werden. Mein Sohn soll endlich zeigen können, was in ihm steckt. Seine HB wird von jetzt an kein Tabuthema mehr sein!!! Ich bin endlich auf Menschen gestoßen, die keine negativen Gefühle beim Thema HB bekommen, sondern Menschen, die HB als Segen verstehen und nicht wie auch ich vorher, als Fluch.

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