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Underachiever, unser Fluch

JmuliMaFee


Waldfee,

Danke für den Link.

Das ist wirklich mal ein günstiges Internat. Dennoch, mein Kind ist noch lange nicht stabil. Er kann jetzt nicht in den normalen Schulalltag hineingeworfen werden.

Er fängt in der Wohngruppe an, Vertrauen zu sich selbst zu haben und dann seiner Begabung zu vertrauen. Er muß erst lernen diese zu akzeptieren. Wenn er sich vertraut und Erfolge hat, kann er in eine Schule integriert werden. Das wird unser Ziel sein. Aber jetzt ist erst mal wichtig das er lernt wie großartig er ist. Ein Schritt nach dem anderen.

Parallelweltleber und Schnecke,

Danke euch beiden. @:)

Schülerin,

ich freue mich immer von dir zu hören. Aber bitte, lass dir Zeit, mach dir keinen Stress. :)* :)* :)*

s@c-h+neck3e1985


Hallo JuliaFee!

Ich wollte dich mit meinem Beitrag (zum Theam HB nicht in den Mittelpunkt rücken) nicht verletzen... wie schon gesagt, ich hab nicht alles hier gelesen. :)* Alles Gute für dich und deinen Sohn und gut, dass er therapeutische Hilfe hat

Jtulia!Fxee


Schnecke :)_ das hast du nicht. Du hast es mit deinem Beitrag ja nur gut gemeint und du hast ja auch recht.

Es ist ganz ganz sicher nicht gut, wenn ein Kind ständig zu hören bekommt :" du kannst es besser, das weiß ich, denn du bist hochbegabt".

Das hast du gemeint und das ist richtig.

Bei uns lief es nicht so. Ich hätte das mehr zum Thema machen sollen. Nicht bei meinem Sohn, aber den Kampf, den ich jetzt führe, hätte ich vor 3 Jahren zuende kämpfen müssen. Ich habe mit dem Umzug und dem Schulwechsel aufgehört und habe gehofft das es sich zurechtläuft.

Wo ist die Wand, gegen die ich rennen kann!!!!

Sec4hüllerixn4


Liebe JuliaFee,

wie geht es dir, wie geht es deinem Sohn? Wie geht es deiner Familie, wo dein Sohn heimgekehrt ist?

Auch ich habe mir oft eine Zeitmaschine gewünscht. Nun, fast 2 Jahre nachdem ich zuletzt auf einer Staatschule war, fühle ich mich, als sei ich aus einem Wachkoma erwacht, in das ich durch meinen Schuleintritt gelegt worden war. Das erste Mal seit dem Kleinkindalter nehme ich wieder die Jahreszeiten in ihrer Entfaltung war. Mein Wissensdurst deckt sich langsam auf, den ich für immer verschüttet gesehen habe. Und die grässlichen Erinnerungen verlieren auf meiner Lebenswaage an Gewicht, auch wenn sie oft mit aller Wucht nach unten drücken. Oft habe ich mir gewünscht, krank zu werden, um aus dem System zu kommen; nun bin ich krank und draußen.

Von diesen Worten kannst du dir wahrlich nichts kaufen, doch ich wünsche deiner Familie, dass sie diese Zeit einmal als Phase bezeichnen kann und darauf zurückblicken kann @:)

Wenn weitere Informationen über die FAS eine Hilfe für dich sind, gib mir Bescheid.

Bald schreibe ich dir wieder :)_

JiuliaFzexe


Schülerin,

es geht unserer Familie ganz gut. Wir halten fest zusammen und unterstützen meinen Sohn.

Leider läuft alles sehr schleppend.

Es ist Urlaubszeit. Unser Fall wird erst in 2 Wochen weiter bearbeitet. Es dauert sehr sehr lange.

Mein Sohn hat jetzt Aufgaben bekommen, die er zu Hause lösen darf. An einen Schulbesuch ist nicht zu denken.

Er arbeitet an den Aufgaben und kommt ganz gut klar.

Momentan ist seine Klasse auf einer Klassenfahrt. Er wollte nicht mitfahren.

Dann sind Ferien, ich hoffe das sich bis zum Ende der Ferien was ergeben hat. Wir halten nach wie vor an dieser bestimmten Wohngruppe fest. Das ist das einzige was passieren darf. Dort muß er unterkommen. Ich habe nur bei dieser Wohngruppe ein sehr gutes Gefühl. Auch mein Sohn möchte dorthin.

Ich denke, mein Sohn fühlt sich wie du. Ich hoffe für ihn das er aus seinem "Koma" auch erwachen kann und mit Hilfe erfahrener Psychologen den Schritt in eine Schule schaffen wird.

Sei ganz herzlich gegrüßt,

Julia

SVchül>eri5nx4


Ja, dieses Mühsame und Schleppende kenne ich... Fluch wie Segen ist, dass erst Entspannung und intensivere Regeneration beginnen können, wenn sich auch die Lage entspannt.

Und so wünsche ich dir und deiner Familie auch weiterhin viel Energie :)*

Ich freue mich immer, von dir zu lesen,

schöne Grüße,

Schülerin

S1chüleHrin4


Hallo JuliaFee,

wie geht es euch? (Du musst nicht antworten, wenn es dir zu viel ist).

Ich denke an euch und wünsche alles Gute,

Schülerin

J@ulviaFHee


@:) Hallo Schülerin,

uns geht es tatsächlich nicht so gut.

Wir haben eine wunderbare Wohngruppe für meinen Sohn gefunden. Er fühlt sich dort sehr wohl und bei jedem Gespräch mit der Leiterin weiß ich mehr, dass das genau die richtige Wohngruppe ist. Sie weiß so genau wie mein Kind sich fühlt, wie es ihm geht und was er braucht!

Auch mein Sohn will einfach nur dort hin.

Das Jugendamt hat aber diese WG abgelehnt, genauer gesagt, die kennen die WG nicht und geben denen auch keine Chance. Die wollen sie nicht kennen lernen. Die haben bereits ihre WG's, mit denen die zusammenarbeiten, mit denen sie Erfahrungen haben. Mal über den Tellerrand schauen und vielleicht eine neue WG kennenlernen ist denen nicht möglich.

Ich habe inzwischen eine Anwältin an meiner Seite. Alles läuft weiter schleppend. Dabei ist dort ein Platz frei. Wir möchten das mein Kind dorthin kommt und die warten auf meinen Sohn.

Das ganze zieht sich jetzt schon über 10 Wochen hin.

10 Wochen, in denen nichts passiert ist. 10 Wochen, in denen mein Sohn schon richtig hätte gefördert werden können. 10 Wochen, in denen er stattdessen nur in seinem abgedunkelten Zimmer liegt und wartet, das die Tage vergehen.

Es ist kaum auszuhalten.

Das nennt sich Kinder und Jugendhilfe! Ich kann nicht sagen, wie verzweifelt wir beide sind.

VherrücKkte


Sag mal, kannst du dich nicht ans Fernsehen wenden? Was hast du denn noch zu verlieren? Das ist wirklich schlimm hier in Deutschland, dass es so was gibt. Oder vielleicht an eine Zeitung?

Warum muss das Jugendamt hier das letzte Wort haben? Geht es um die finanzielle Unterstützung?

Liebe Grüsse von Verrückter

K%o>ngo-Otxto


Das Jugendamt hat aber diese WG abgelehnt, genauer gesagt, die kennen die WG nicht und geben denen auch keine Chance. Die wollen sie nicht kennen lernen. Die haben bereits ihre WG's, mit denen die zusammenarbeiten, mit denen sie Erfahrungen haben. Mal über den Tellerrand schauen und vielleicht eine neue WG kennenlernen ist denen nicht möglich.

Wie sind denn die anderen Bewohner in die Wohngruppe gekommen? Irgendjemand muss ja das Wohnen dort "genehmigt" haben, ggf. ein anderes Jugendamt? Vielleicht kann ja hier ein Gutachten o. Ä., das von einem anderen Jugendamt erstellt wurde, helfen. Vielleicht gab es auch schon ähnliche Fälle in der WG, an denen man sich orientieren kann. Auf jeden Fall ist die anwaltliche Unterstützung schon mal einige gute Sache.

JWuli!aFxee


verrückte

ja genau, es geht um die Kostenübernahme.

Meine Güte, JEDE WG kostet Geld. Es ist ja auch bestätigt das er in eine WG kommt. Nur bei der Auswahl lassen die uns nicht mitreden.

Das ist aber DIE Wg, die mein Sohn braucht. Die haben mit Hochbegabten Erfahrung und haben auch hochbegabte Jugendliche da. Was soll mein Kind in einer Einrichtung, wo Kinder und Jugendliche leben, die ganz andere Probleme haben. Das passt doch dann wieder nicht zusammen.

Ganz ehrlich, an die Öffentlichkeit habe ich auch schon gedacht. Mehr aber nicht.

Ich möchte meine Kinder auch schützen und würde nichts machen, was ich nicht mit den beiden abspreche. Mein Sohn würde das nicht wollen.

Zumindest haben wir die Anwältin.

Kongo-Otto

Die anderen Bewohner der Wg kommen aus anderen Landkreisen. Mein Sohn ist wohl das erste Kind aus unserem Landkreis, was dorthin möchte.

Leider will sich das Jamt an rein gar nichts orientieren. Die wollen nur das, was sie kennen.

S,chülderinx4


Hallo Julia,

ach jeh.

Sich an die Öffentlichkeit (TV, Zeitung etc.) zu wenden, haben wir uns auch überlegt. Die Angst vor den unabsehbaren Folgen hat uns zögern lassen und stand dem "Wunsch nach Vergeltung" und der Hoffnung, dies könne der Weg zu der Wunschlösung sein, entgegen. Schließlich haben wir uns dagegen entschlossen, jedoch immer noch als eine potenzielle Option behalten.

Einen Anwalt neben sich zu haben kann eine große Hilfe sein; die Erfahrung haben wir gemacht, auch wenn er mir den Weg nicht freikämpfen konnte.

Dies wird wohl nichts nützen, weil du wahrscheinlich an "dein" Jugendamt verwiesen wirst, aber vielleicht ist es noch eine Option sich an das Jugendamt des WG-Stadtkreises zu wenden.

...und alles auf dem Rücken deines Sohnes und der ganzen Familie.

Meine Eltern standen vor der Scheidung, wir standen vor dem Auswandern... Das ist so eine belastende Situation in der man sich so ohnmächtig fühlt. Dieses Gedicht von Rainer Maria Rilke kann die Gefühle (vielleicht die deines Sohnes), denke ich, ganz gut wiederspiegeln:

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

und hört im Herzen auf zu sein.

:)* :)* :)* :)* dafür, dass der Lebensmut und die Lebenslust deines Sohnes sich wieder entfalten können!

Viel Kraft für dich, Schülerin

SVchülaerin4


Hat dein Sohn eigentlich noch Kontakt zu dem Mädchen, das er in der Psychiatrie kennengelernt hat? Vielleicht wäre es ein Trost für ihn, wenn er sich mit ihr austauschen kann.

JRulia&Fee


@:) Ja Schülerin,

mein Sohn hat Kontakt zu den Jugendlichen aus der Psychiatrie. Inzwischen sind ja alle entlassen.

Er war sogar auch schon zu Besuch bei jemandem und uns besuchte auch ein Jugendlicher.

Einmal war er bei einem Geburtstag bei einem Mädel. Dort kamen auch die anderen hin.

Die haben alle untereinander Kontakt.

Ohne diese Menschen würde mein Sohn komplett allein sein.

Hier ist niemand mit dem er sich noch einen Umgang vorstellen könnte. Zu weit geht alles auseinander.

Die Jugendlichen, zu denen er nun Kontakt hat, sind zwar nicht hier vor Ort, dafür sind diese Menschen für meinen Sohn um so wichtiger.

Zur Zeit sind diese Menschen Therapie für mein Kind. Die telefonieren täglich. Mal mit einem, mal mit dem anderen...nichts festes. Trotzdem geben sie sich gegenseitig Halt. Und Trost. Ja.

Selbst die Interessen stimmen überein, sodass sich mein Sohn auch in anderen Bereichen verstanden wird. Da geht es also nicht mehr nur um die Krankheit, da geht es um ganz normale Dinge.

Also auch ein Stück Normalität. Sofern das möglich ist.

Alles Gute für dich, :)*

JuliaFee

PGaraGlle]lweltl!eber


@ JuliaFee:

Hab es gerade erst gelesen.

Das es ja endlich geschafft in eine WG zu kommen ist ja toll, aber das er in irgendeine soll ist wirklich nicht verantwortlich von der Behörte. Also es tut mir Leid, aber wenn man schon sieht das das Problem genau dort liegt, es eine passende WG gibt und dort sogar etwas frei ist. Warum nicht da hin? Man soll manchmal wirklich die Welt verstehen...

Das er Kontakt aus den Leuten aus der Psychiatrie hat ist wirklich wunderschön für ihn. Ich finde das gibt doch in gewisserweise das Gefühl nicht allein zu sein. Es gibt Leute die Intresse an mich zeigen, ist das was ich denken würde und das wäre nur förderlich für die weitere Entwicklung von deinem Sohn.

Vielleicht ist der Kampf bald gefochten. Vielleicht endgültig vorbei und ihr könnt wieder in ein schönes Leben starten. Ich drücke dafür auf jeden Fall schon kräfitg die Daumen, dass das Ziel WG noch was wird.

Und noch viel weitere Kraft und Willen will ich auch mitgeben, so weit gekommen kann es kaum wieder schlechter werden.

Parallelweltleber

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