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Psychose oder Angststörung?

rlain_erx543


Ach, fast vergessen: Bei mir war es eine Angststörung. Klingt bei dir auch sehr danach...

tYim6e_for=_mex_82


Leide/litt auch unter einer Angststörung und kenne deine geschilderten Beschwerden auch noch sehr gut!

Ich würde auch eher sagen das es sich um eine Angststörung handelt.

Versuche Dir nicht zu viele Gedanken zu machen das es eine Psychose sein könnte, das verursacht noch mehr Angst.

:)* :)* :)*

LRill@y7 89


@ zina5:

Ja, sie behandelt hinsichtlich Angst und Panikstörung. Nur leider muss ich jetzt die 4 Wochen abwarten, bis die Kasse mit der Therapie bestätigt. Das ist eigentlich in einer Phase in der ich ganz dringend eine Therapeutin bräuchte. Weil es mir: 1. mies geht und ich 2. direkt aufs Abi zusteure.

Ich kann nachts irgendwie immer schlechter schlafen. Unterschwllig habe ich immer das Gefühl, mich würde irgendetwas stark belasten. Ich bin manchmal regelrecht schweißgebadet und habe Alpträume und in der Phase bevor ich aufwache, kommen mir Worte oder Gedanken die mir einfallen, ziemlich fremd vor. Diese Entfremdung ist ziemlich nervig. Wie eine Amnesie, bei der man das Gedächtnis verliert, aber doch noch alles wieder erkennt. Nichts ist mehr vertraut und alles nur noch fremd. Hört das auch noch einmal auf ???

@ rainer543:

Genauso, fing es bei mir auch an. Zuerst Panikattacken und dann so schlimm, dass ich den Notarzt gerufen habe. Im Krankenhaus aber kein Ergebnis: alles okay. Wieder raus und weiter mit Schule. Seitdem wurde es nie ganz besser. Immer diese Anspannung, hpffentlich kommt das nicht wieder. Und dann noch andere Angstgedanken: Wenn ich jetzt umkippe, die den Notarzt rufen, Hirnschlag, Schlaganfall oder das Herzrasen wieder so schlimm wird, dass ich den Notarzt rufe. Ständig dieses Unwirklichkeitsgefühl. Als ob ich mir und auch die Umgebung fremd bin. Irgendwann hab ich dann bei Google mal Depresilation eingegeben und bin fast aus allen Wolken gefallen, als ich von Schizophrenie und Psychosen las. Eigentlich mehr um das auszuschließen, hab ich mich dann bezüglich dieser Krankheit weiter informiert und achte seitdem pedantisch auf meine Umgebung. Liege abends im Bett und achte auf jedes Geräusch, dass ja keine Bilder oder Geräusche oder Stimmen auftauchen. Kontrolliere meine Gedanken. Das mit der Depresilation ist eigentlich seither nur noch schlechter geworden. Selbst meine Mitmenschen und die Umgebung kommt mir unwirklich vor, als hätte ich sie nie gekannt. Konzentrieren kann ich mich auch total schlecht. Und meine Gedanken laufen komplett durcheinander. Ich glaube ohne Johanniskraut hätte ich schon etliche Nervenzusammenbrüche bekommen. Die 900er Dosis tut relativ gut aber diese Unwirklichkeit ist noch immer nicht weg...

LPilly7x89


@ time-for_me 82:

Das mit nicht Gedanken machen ist schwer. Ich achte auf wirklich alles.Jedes Detail in meiner Umgebung :(v

t8oy


Hi Lilly,

Deine Symptomatik ist mir aus der Vergangenheit vertraut.

Zwischen den beiden Polen Neurose (zB Angst) und Psychose gibt es allerdings auch Zwischenstufen.

Ängste können so massiv sein, und begleitet von Derealisations- und Depersonlisierungszuständen, auch präpsychotischen Charakter annehmen und werden mitunter auch mit Antipsychotika behandelt, um erst die Voraussetzungen für eine Psychotherapie zu schaffen, die ein Minimun an psychischer Stabilität voraussetzt.

Auch können Ängste in dem mehrjährigen, einer Schizophrenie oft vorgelagerten, schizophrenen Prodrom aufreten, der Vorphase einer später tatsächlich ausbrechenden Psychose.

Ich weiss, dass man es als Betroffene/r als große Entlastung empfindet, nicht dem psychotischen Lager zugeordnet zu werden; meine Beschäftigung mit dem Thema, die Tatsache, dass psychiatrisch-medikamentöse Behandlungen sehr symptomorientiert sind und die Anerkennung, das mehrjähriges Leiden auch unterhalb der Psychosegrenze unerträglich und sehr einschränkend sein kann, haben mein angstbesetztes Interesse daran, in welche Schublade ich denn gehöre, obsolet werden lassen.

Ich konzentriere mich nur noch darauf, welche Strategien mir helfen, konkrete Symptome im Griff zu behalten.

In diesem Sinne,

alles Gute!

L1illyx789


@ toy:

Ich kann mir vorstellen, was du meinst. Zwischenstufen ??? ? Ich dachte Psychosen wären in die psychotische Kategorie und Ängste in die neurotische Kategorie einzuordnen ??? ?

Du meinst damit also, dass es sich trotzdem auch um eine Angststörung handelt, die dann durch die Deprelisation stark an psychotische Dinge erinnert, oder ??? ?

Wie gesagt, ich mache Therapie. Nehme aber keine Medikamente ein (außer Johanniskraut)

Hast du spezielle Tipps zum Beispiel was gegen Depresilation hilft ??? ?

Ich meine ungefährliche, nicht kalt duschen oder ins kalte Wasser springen ??? ?

Meinst du meine Symptome gehen in Richtung Psychose oder erst einmal nur in Richtung Angststörung ??? ?

rhainehr5x43


@ toy:

Und dennoch erscheint es mir nicht so, als würden es bei Lilly vorgelagerte Symptome einer Psychose sein, da sie außer der Derealisation keine weiteren typischen Merkmale schildert. Dass jemand, der an Angstzuständen leidet, Symptome wahrnimmt über die er liest weil er einfach total fixiert darauf ist, ist auch hinreichend bekannt. Oder wie ein Prof in Medizin im 1. Semester sagte: "Jeder von Ihnen, der hier sitzt, wird im Laufe des Studiums meinen, an einer der besprochenen Krankheiten zu leiden."

Die endgültige Bewertung sollte hier selbstverständlich ein Fachmann übernehmen, ich halte mich für einen Laien und kann daher nichts weiter dazu sagen.

@ Lilly:

Genau das ist es, was ich eben meine. Du legst dir Hilfen zu, die dich kurzfristig beruhigen. Du nimmst Johanniskraut, du rufst den Notarzt um dir kurzfristig Rückversicherung zu holen, ob alles ok ist. Auf Dauer musst du aber eben lernen, die Symptome, die von Stress und Angst kommen (Schwindel, Grübeln, Herzrasen, Unwirklichkeit) auch in diese Ecke zu stecken und nicht mit Umkippen oder schweren Krankheiten in Verbindung zu bringen. All diese Symptome sind absolut typisch und du steckst in einem Teufelskreis, ein Beispiel:

1. Auslöser ist beispielsweise ein Symptom: Du horchst ständig in dich hinein. Dadurch achtest du auf deinen Herzschlag. Du fragst dich: "Na? Ist der gerade okay?" Allein durch die Anspannung, die dadurch entsteht, wird dein Herzschlag schneller. Das Symptom ist also ein schnellerer Herzschlag.

2. Wahrnehmung: Du nimmst wahr, dass dein Herzschlag beschleunigt ist, weil du ja gerade darauf fixiert bist.

3. Bewertung: Du bewertest diesen schnelleren Herzschlag als etwas bedrohliches. Würdest du ihn in die Katrgorie "Och, ganz normal" stecken (das geht leider nicht so einfach, wie es jetzt klingt) würde nichts weiter passieren, es wäre halt ein "Aha, mein Herzschlag ist schneller. Naja, auch mal was neues.". So ist es aber nicht:

4. Angst: Du bewertest das Symptom als kritisch, daraus resultiert Angst.

5. (oder 1.?): Durch diese Angst wird dein Herzschlag erneut schneller. Du horchst immernoch in dich hinein.

6. (oder 2.?): Du nimmst wahr, dass dein herz noch schneller schlägt.

Und so weiter und so fort, das ganze steigert sich im Extremfall bis hin zu einer Panikattacke. Das ganze kann auch in Sekundenbruchteilen passieren, du fühlst dich dann diesem Kreislauf hilflos ausgeliefert.

Dein Therapeut kann dir aber mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit helfen, dass du eben nicht nur im Kopf weißt dass das Symptom normal ist, sondern dass das ganze auch in deine gefühlsmäßige Bewertung einfließt.

Alles Liebe und Gute,

rainer

riain7er54e3


Ergänzung: Tipps gegen die Derealisation habe ich leider nicht. Bei mir baut sie sich allmählich ab, obwohl ich schon seit langem keine Panikattacke mehr hatte. Das kann noch eine Weile dauern, du solltest dich davon aber nich allzusehr beunruhigen lassen. Je mehr du darauf achtest, umso stärker ist das Gefühl da.

tQoxy


Lilly,

die beiden theoretischen Kategorien Psychose und Neurose gibt es natürlich, und Ängst fallen formal unter die Neurosen (es sei denn, sie sind Begleitsymptom einer Psychose oder einer wahnhaften Depression etc...)

Ich bin kein Mediziner und rate Dir ab, Dich auf Ferndiagnosen zu verlassen.

Als ich selbst akut krank war, konnte mir Johanniskraut leider nicht helfen.

Mir haben gegen die Derealisation/Depersonalisation chemische Pschychopharmaka geholfen, womit ich aber keine Empfehlung an Dich aussprechen möchte.

Das Thema Psychopharmaka ist eins für sich, hat viele Vor- und Nachteile, man sollte gut aufgeklärt werden, auf was man sich da einlässt. Manchmal geht es nicht anders. Zumindest für eine Zeit.

Lilly,

meine damalige Psychiaterin meinte mal, als ich sie fragte, ob ich psychotisch sei, dass diejenigen, die Angst davor haben, psychotisch zu sein, und sich darüber Gedanken machen, meist nicht pychotisch sind.

In diesem Sinne, sei unbesorgt.

Was ich aber an der Art, wie Du schreibst, tatsächlich spüren kann, ist, dass Du trotzdem einen ziemlich akuten Leidensdruck hast.

Sich um eine Therapie zu kümmern, ist das eine, und das kann dauern, aber man kann jederzeit und auch kurzfristig (ggf. Akutsprechstunde) einen Psychiater aufsuchen, mit dem zusammen Du entscheiden kannst, ob Du so weiterleben willst, auf Besserung hoffend, oder ob man jetzt direkt ins Geschehen eingreifen sollte.

Vielen hat bei Derealisation zB Atosil geholfen (ich hab was stärkeres gebraucht), das ist formal zwar bereits ein Antipsychotikum, aber ist eines der schwächsten und reicht ganz oft.

Lass Dich einfach beraten. Du entscheidest. Aber leide nicht unnötig lange.

LG,

toy

LpillWy789


@ rainer543:

Also nicht all zu lang daran denken, ja ??? ??

Was unternehmt ihr noch so, um euch vom Gedanken der Psychose abzulenken, bzw. die Sicherheit zu haben, dass es das wirklich nicht ist ??? ?

@ toy:

Echt meinst du? Das wäre ja toll. Ich hab nur Angst, dass sich das in einer Art Anfangsstadium befindet, wo man noch spürt, dass es so etwas vielleicht sein kann. Mein Problem ist nur, dass ich kurz vorm Abi stehe. Mit Psychopharmaka schreibe ich mit Sicherheit nur Müll. Zumindest glaube ich nicht, dass es die Situation weitestgehend verbessert. Wenn ich jetzt nur in die Schule gehe vielleicht. Aber nicht, wenn ich damit eine Prüfung scrheiben soll.

Was würdest du mir raten ??? Wie gesagt, meine Therapeutin hat pausiert, wegen dem Bescheid der Krankenkasse, der noch aussteht. Und einen Neuro Termin bekommt man nicht so schnell...

t@oy


Was würdest du mir raten

Falls in Deiner Gegend keine Neurologen mit freier Akutsprechstunde ansässig sind, würde ich nicht telefonisch irgendeinen Irgendwann-Termin machen, sondern unangekündigt dort erscheinen, sagen es sei dringend und mich nicht abwimmeln lassen. Das klappt meistens.

Alles weitere wäre dann mit dem Arzt zu besprechen.

Ich würde natürlich nicht am Vorabend einer Abiprüfung ein neues Medikament ausprobieren, aber mit einigem Vorlauf dürfte das auch Deinen Prüfungen nicht im Wege stehe - sondern vielleicht eher förderlich sein.

Außerdem köönte ein Arzt es Dir quasi amtlich mitteilen, dass Du nicht psychotisch bist. Und dann brauchste auch keine Tipps mehr, wie man von der Psychoseangst loskommt. :)*

LG,

LCilly078x9


@ toy:

Meinst du ??? Das mit dem einfach hingehen ist ne gute Idee. Nur gibt es hier nur 2 Neuros. Rausschmeißen kann der mich ja nicht aus der Praxis, oder ??? ? Allein die Sprechstundenhilfe war ein echter Drachen. Die hat mich ewig vertröstet.

Hast du damit schon Erfahrung gemacht?? Ich meine mit dem penetrant sein, was Neuros angeht

t9oxy


Freundlich-leidend penetrant meine ich natürlich, auf keinen Fall fordernd.

Probier´s und berichte!

Lcillxy789


@ toy:

Hat dich die Angst vor einer Psychose eigentlich auch belastet ??? Und wenn ja, inwiefern ???

tJoxy


Ich hatte fürchterliche Angst. Ganz konkret, und genauso wie Du.

Das Problem war aber nicht der Inhalt der Angst (die angeblich drohende Psychose), sondern die Angst an sich, das war meine Krankheit.

Und das Problem gab es auch dann noch, als ich endlich zur Kenntis genommen hatte, dass ich kein Psychotiker bin.

Wobei ich in meinem Leben ca. 2 Situationen hatte, auf die ich konkret nicht eingehen will, in denen sich die Angst verselbständigt hat und ich präpsychotisch war.

Das war bei mir der Wendepunkt. Vorher hatte ich mich gegen Psychopharmaka gewehrt, aber dann wollte ich sie selber.

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