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Welches Gefühl steckt hinter dem Gefühl?

MAemph<i4s_u$ltraligxht hat die Diskussion gestartet


Hallo, kann sein dass ich mich gerade ablenken versuche. Dass ich wieder aus der Realität entfliehe indem ich meinen Kopf in den PC stecke. Nun genügt das wohl gerade nicht. Es verfolgt mich gerad auch da, und desswegen muss ich wohl was schreiben und meine Aufmerksamkeit dahin (weck) lenken.

Also, was steckt hinter einem Gefühl. Jedes Gefühl hat ja ein Ursache. Sonst gäbe es das nicht. Ist die Ursache auch ein Gefühl? Wenn die Ursache ein Gefühl ist, ist das aktuelle Gefühl nur die Oberfläche... Worum geht es eigentlich wirklich, ist die Frage. Warum fühlen wir zb. Eifersucht, wenn wir Angst vor verlassen werden haben. Oder Angst eine große Liebe zu verlieren. Wieso sind wir wütend? Was steckt hinter der Wut, was lässt sie, in uns aktivieren?! Warum steckt hinter der Unruhe, Einsamkeit? Oder wie geht man mit all dem um. Warum gibt es das=? Und worauf will ich eigentlich hinaus?!

Ja, ich habe Angst. Ich habe Angst dass ich die Ursache von dem Gefühl nicht finde und dass es mich überwältigt und fertig macht. Ich mag das nicht. Wieso? fühlt man das - oder kann es nicht fühlen oder muss man es fühlen. Wie kann man mit dem Kopf das ergründen. Und der Kopf, der denkt eh meist was das Gefühl sagt, sobald dieser zu stark ist. Dass es dein klaren verstand betrübt. Und wie kann man logisch urteilen, wenn man sich dann auf das Gefühl einlässt. Davor fliehen will. Nicht weiß was zu tun ist. Qual, Verwirrung, Angst, Verzweifelung, Auswegslosigkeit, Resignation. Ich schreibe gerade die Kette, was man (ich), vermeiden soll. Um nicht fertig gemacht zu werden von dem Gefühl... und den Folgegefühlen. Weit ab dem Ursprungsgefühl, dem Grund. Sonst wo man nicht weiterkommt....

Antworten
JLulicöli<a


Wovon versuchst du dich denn abzulenken?

af.fisxh


Ich habe Angst dass ich die Ursache von dem Gefühl nicht finde und dass es mich überwältigt und fertig macht. Ich mag das nicht.

Ich mag das auch nicht. Leider Gottes bin ich wohl ein ziemlich emotionaler Mensch. Du fragst, wie man zur Ursache des Gefühls kommt und wie man es schafft, sich nicht überwältigen zu lassen. Hätt ich darauf eine endgültige Antwort, wär ich ein glücklicherer Mensch.

Aber ich kann Dir aufschreiben, wie ich es versuche und wie es häufig klappt. Ich versuche, mich und meine Reaktionen (die ich mehr meinem Körper zurechne, als meinen "Ich") sehr genau zu beobachten. Im Grunde ist Verzweiflung oder Angst auch nichts furchteinflößenderes als Hunger oder Durst. Es ist nur eine Reaktion, eine Äußerung des Körpers. Also gehe ich sehr aufmerksam mit mir und meiner Umwelt um und sammele möglichst viele Infos, welche Situationen was mit mir machen. Wenn die akute Situation um ist, führe ich sie mir genau vor Augen und "spüre" mal in diese, mal in jene Richtung - war das Schuld, Angst, Wut... an was hat es mich erinnert, wann habe ich schonmal so gefühlt.. irgendwo ziept es; wenn man eine bestimmte Stelle abklopft, tut es weh und das ist meist die richtige Spur.

Irgendwann hat man einen ungefähren Schaltplan im Kopf, drücke Knopf A, bekomme Reaktion B. Ungefähre Kartographie des eigenen Seelenlebens, im Grunde hängen da doch immer dieselben üblichen Verdächtigen rum.

Und dann kommt man in die schöne Situation, nicht vor Gefühlen fliehen zu müssen, sondern sie einfach vorbeiziehen lassen zu können. Jaja, Knopf C und hier kommt die passende Reaktion - man hält es aus, man lässt es vorbeiziehen, ohne, dass es noch groß Kontrolle gewinnt.

Ich denke, mein Schaltplan hat noch einige Lücken und oft fehlt mir die Gelassenheit, nicht auf die Reaktionen einzusteigen, aber im Großen und Ganzen halte ich das für einen guten Weg, den ich weiter ausbauen will.

Ich lass mir doch nicht diktieren, was ich zu fühlen hab - schon gar nicht von meinen eigenen Gedanken.

NQokp Su Kaao


eigenerfahrung: das kartographieren des eigenen unbewußten ist gleichzeitig der beste anfang und die beste sackgasse. denn irgendwann löst sich die kausalitätskette auf, weil man sich einfach nicht mehr erinnern kann, oder die erinnerung verfälscht, verfärbt ist.

spätestens dann, wenn die suche nach der ursache keine verbesserung mehr bringt, sollte man sie sein lassen. denn mal ehrlich: ist doch wurscht, warum es einem mies geht, hauptsache es geht einem besser.

mir geht es meistens instant-on besser, wenn ich es schaffe, dieses gefühl, das mich quält und dessen ursprung ich nicht kenne, einfach anzunehmen. es quasi zu umarmen, ihm zu sagen "keine ahnung wo du herkommst, aber ich drück dich mal und hab dich lieb, du bist ein teil von mir". nicht mehr dagegen anzukämpfen, sondern zulassen.

klingt furchtbar banal, aber wirkt bei mir unglaublich gut.

M'emtphis_lultra7ligxht


@Juliölia Ich will es gar nicht wissen! Es ist das Gefühl der Machtlosigkeit, ahnungs- und hilfslositgkeit, dem ich zu entfliehen versuche. Diese würden auftreten, wenn ich mich der Ursache stelle, dem wovor ich zu entfliehen versuche. Ich kann es schwer schaffen mit dem Verstand aufzuklären, es ist überwältigend und sehr qualvoll, mich damit zu beschäftigen. So oder so ist totale Resignation die Folge, selbst wenn ich davor fliehe und mich ablenke, nimmt es mich mit. Aber ich erspare mir wenigstens die Qualen, bei der bewussten Auseinandersetzung damit.

@ a.fisch,

das ist ne gute Möglichkeit, wenn man es kann. Ich leite es nur aus den Gedanken ab. Dem Gefühl sind, neben körperlichen Reaktionen auch Gedanken zugeordnet. Manchmal spricht es auch zu einem "ich fühle mich so Wertlos", "mann, ich bin so blöd"... das gelingt mir zweitweise wesentlich besser.

a[.fi`sh


das kartographieren des eigenen unbewußten ist gleichzeitig der beste anfang und die beste sackgasse. denn irgendwann löst sich die kausalitätskette auf, weil man sich einfach nicht mehr erinnern kann, oder die erinnerung verfälscht, verfärbt ist.

Vor dem Problem stehe ich ehrlich gesagt tatsächlich. :-/ Zu große Erinnerungslücken, um alles zurückzuverfolgen. Aber auch die müssen einen Grund haben, Jahre seines Lebens vergisst man nicht einfach so. Aber wo ich da die Brechstange ansetzen soll, weiß ich noch nicht.

Aber ich erspare mir wenigstens die Qualen, bei der bewussten Auseinandersetzung damit.

Mir persönlich ist eine bewusste Auseinandersetung, so schmerzhaft sie auch sein mag, doch lieber als ewige Vermeidungstaktiken. Wie gesagt, ich mags nicht, Gefühlen ausgeliefert zu sein. Und deshalb werden die enttarnt, wo es nur geht. Und selbst, wenn ich sie dann nicht automatisch beherrschen kann, kann ich zumindest den Finger darauf legen und mir ihre Herkunft erklären.

Wenn Du Dich nicht damit auseinandersetzen möchtest, musst Du Dir bessere Ablenkungsmanöver suchen. Die richtig guten sind aber leider auf Dauer meist selbstzerstörerisch. Das halte ich für die gefährlichere Sackgasse.

N ovellx66


Die gestellte Frage wurde leider immer noch nicht beantwortet. Nebenan im Forum steht ein weiterer von dir verfasster Text, der sich auf deine beste Freundin bezieht, in die du nicht glaubst verliebt zu sein, aber wozu du dennoch eine Art Eifersucht verspürst. Leider kann man oftmals keine genaue Ursache oder Definition einer Sache zuordnen, aber ich denke das liegt oft daran, dass Mann sich ungern etwas eingestehen möchte. Immer wieder habe ich erlebt, wie man vor Gefühlen davonn rennt, bzw. es versucht... doch man wird eingeholt und meist dann, wenn es unpassender nicht sein könnte! Es gibt Gefühle die dürfen nicht sein, aber sie verschwinden nicht mehr... Es gibt Wunden & Schmerzen die so furchtbar sind, dass man schreien möchte vor Schmerz und sie hinterlassen tiefe Narben... Aber es gibt auch wundervolle Gefühle, die einen so überwältigen, dass man durcheinander ist! Wenn einem etwas passiert wie eine solche Empfindung, dann sollte man sie erleben, sie zulassen! Nicht immer sollte kalkuliert werden, manchmal muss man leben, einfach leben & mitnehmen was kommt, bevor es weg ist und man es auf ewig bereut... Auch Chancen können vergehen!

Und ein Gefühlschaos entsteht nur, wenn man nicht darüber redet & wenn man Gefühle nicht zulässt und sie nicht auskostet... Auch der Kopf braucht mal eine Pause und manchmal muss man einfach nur fühlen um zu leben!

Mbemphisq_ult.raligxht


Du hast recht...

Was soll ich tun, ich kann nicht mehr. Ich kann keine Gefühle differenziert wahrnehmen. Es ist immer eine Palette von negativität geht über alle Lebensthemen. Ich kann nicht fühlen, das ist zu viel. Oft geht der versuch in totale Resignation und Verzweiflung über... das Ende jedes Gefühls-, Konflikt-Kreislaufes... habe zu viel unterdrückt. Würde alles hochkommen, wäre ich bestimmt sofort tot. Verdrängen kann ich auch nichts mehr, äußert sich schon sehr stark in psychosomatisch... - Ich weiß nicht mehr was ich tun kann.. Die Resignation tötet jedes Vertrauen, jede Hoffnung. Der Normalzustand ist dabei schon sowieso Unsicherheit und Ungewissheit über die Zukunft. Und dann noch das...

am.frish


Wenn es zu viel für Dich ist, such Dir jemanden, der Dich da anleitet und Dich im Notfall auffangen kann.

M3emaphi~s_ultrajlight


DIe Notfälle treten meist Nachts auf. Ich kann da nicht immer zu jemandem rennen. Ich habe irgendwie selber damit fertig zu werden... das ist das blöde

a#.f>ish


Ich weiß nicht, von welcher Liga wir hier sprechen, aber wenn Du so sehr unter Deinem Zustand leidest, dass es Dich Lebensqualität und vielleicht sogar -willen kostet, dann wäre eine professionelle Aufarbeitung vielleucht nicht fehl am Platze. Da hast du jemanden an der Hand, der Dir beim Erlernen der für Dich richtigen Technik wie auch bei der Ausführung beistehen kann.

Wenn Du der Meinung bist, Du kannst es trotz allem allein schultern, dann müsstest Du herausfinden, was Dein "Thema" ist - und wenn das geschehen ist, kann man sich für gewöhnlich mit Literatur (sowohl fachlicher als auch populärwissenschaftlicher und dazwischen liegenden Arbeitsbüchern) zukippen. [[http://www.palverlag.de/Gefuehle_Selbsthilfe.html Sowas]] hier zum Beispiel. Keine Ahnung, ob das gut ist, hab jetzt nur mal 5 Sekunden lang gegoogelt, aber auch aus nicht soo tollen Büchern kann man manchmal ganz gute Denkanstöße ziehen.

Machen musst Du es dann natürlich immer noch allein.

Wenn Du es gar nicht bearbeiten, sondern nur irgendwie weiter ertragen möchtest, kann ich Dir keine Tipps geben, bzw. möchte das nicht, denn was ich da an Strategien hab, ist zur Nachahmung nicht empfohlen.

Ndovellx66


Ich finde dir geht ein riesen Stück Lebensqualität verloren. Was ich nicht ganz verstehe:

Mein bester Freund und meine besten Freundinnen dürften mich Tag & Nacht anrufen oder vorbeikommen wenn es ihnen schlecht geht. Ich fände es schlimm, wenn sie still leiden würden, denn ich wäre da. Das ist doch Freundschaft, jedenfalls für mich! Ich kenne das, das man allein mit Dingen fertig werden will, das man niemanden nerven möchte, oder auch zu glauben niemand verstände einen wirklich... Aber richtige Freunde müssen auch nicht immer verstehen, sie müssen einfach nur da sein! Das ist doch entscheidend!!!o:)

Wenn das alles so eine Qual ist, wie wäre es dann mit professioneller Hilfe? Heutzutage ist das doch schon fast unnormal, noch nicht bei einem Therapeuten gewesen zu sein...;)

Schon mal darüber nachgedacht?

wAusTchelx66


Hi Memphis-ultralight

Was steckt hinter dem Gefühl?Ich denke(allgemein) hinter einem Gefühl steckt ein Gedanke. ZB. du denkst deine Freundin betrügt dich,darauf folgt das Gefühl des verletzt seins,das Gefühl der Wut und Trauer.Oder du denkst du bist nix wert,dann fühlst du dich wertlos,unnütz. {:(.Du hörst dich sehr verzweifelt an ,ich hoffe du hast jemand der dir helfen kann. *:) Wenn ich mich schlecht fühle ,frage ich mich woher die Gefühle kommen ,meistens aus meinen querchen Gedanken.Dann hinterfrage ich die Gedanken ob sie auch was mit dem reelen Leben zu tun haben.Wenn JA überlege ich mir was am besten zu tun ist um eine Lösung zu finden, wenn NEIN bin ich darum bemüht positiv zu denken.Ich hoffe das du einen weg findest aus deinem Chaos wieder raus zu finden,bis denn *:)

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