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Wenn man nicht studiert (hat) ist das Leben scheiße

F]lip_F|lop


Weil die vorangegangen Jahre und die Entwicklung in der Politik wichtig ist und das aktuelle Geschehen verstehen zu können. Das nachzulesen, nachzuholen finde ich schwierig und das schafft keine Tageszeitung. Außerdem muss wirklich das Interesse dafür vorhanden sein.

Ich habe schon gelesen, dass Leute meinen, Menschen die kaum Ahnung von Politik oder Interesse an sonstigem Weltgeschehen haben und sich nicht kritisch damit auseinandersetzen können, einen beschränkteren Horizont haben. Und das hab ich nur von Studenten gelesen.

Erstmal: Ich habe studiert. Ein Fach, von dem die meisten denken, es ist furchtbar kompliziert. Ich würde mich durchaus als intelligent bezeichnen (ganz unabhängig vom Studium)..

So.. Ich habe nicht die geringste Ahnung von Politik. Es interessiert mich schlichtweg nicht. Die paar mal, als ich mich gezwungen habe, da etwas auf dem Laufenden zu bleiben, hab ich nach kurzem entnvervt aufgegeben weil es für mich alles ein riesiger Kindergarten ist.

Ich lass mir alle paar Tage von meinem Freund erzählen, was so abgeht. Er hat Ahnung. Ihn interessiert das. Er liest Zeitung, schaut Nachrichten und unterhält sich mit seinen Freunden über das Zeugs. :-)

Hab ich deswegen einen beschränkten Horizont? In politischen Dingen bestimmt.. Aber das sagt doch nichts über meine allgemein Intelligenz, Lebensfähigkeit etc. aus.

FKliBp_FTloxp


Nachtrag: Da ich weder Politikwissenschaften noch Geschichte noch sonst irgend ein ähnliches Fach studiert habe, hat mein Studium mir nicht im geringsten geholfen irgendwei Ahnung von Politik und dem aktuellen Geschehen zu haben ;-)

lsupitxita


Studiert haben ist in erster Linie ein Ausdruck dafür, auf Kosten der Allgemeinheit noch immer keinen Beitrag geleistet zu haben.

Da spricht jetzt aber auch in erster Linie die Dummheit. Menschen mit höherem Einkommen leisten auch höhere Beiträge mein Freund..von daher ist dies Argumentation erstens völlig hinfällig und diskriminierend. Lass doch einfach jeden den Ausbildungsweg einschlagen der ihm am besten scheint. Solche Stammtischparolen sind echt :(v

w5ho_m!ade_xwho


Da spricht jetzt aber auch in erster Linie die Dummheit. Menschen mit höherem Einkommen leisten auch höhere Beiträge mein Freund..von daher ist dies Argumentation erstens völlig hinfällig und diskriminierend. Lass doch einfach jeden den Ausbildungsweg einschlagen der ihm am besten scheint. Solche Stammtischparolen sind echt :(v

Sehe ich auch so. Außerdem hat jemand, der studiert, mindestens genauso viel gelesen und gelernt wie jemand in einem Ausbildungsberuf. Finde auch nicht, dass es von viel Umsicht zeugt, Akademiker gemeinhin als dumm oder sogar noch als unintelligenter als andere oder Studenten als schmarotzend darzustellen. Ist bei einigen ja schwer in Mode gekommen.

A$nck


@ Kamikazi0815

Interessant was du da schreibst.

Nun, meine einseitige Sicht der Dinge gebe ich gerne zu.

Aber ich glaube, davon:

Stammtischparolen hab ich in Diskussionen über Freud schon durchaus von Studenten gehört

würde ich mich schon beeindrucken lassen.

@ perception

Das klingt schlimm bei dir. Tut mir leid dann für meine Parolen, aber scheinbar nimmts mir keiner übel.

Ist dass das was man immer in Verbindung mit "Generation Praktikum" hört?

Doch, Volkshochschule gibts auch in meiner Nähe, aber ehrlich, so einen guten Ruf hat sie nicht, kommt mir vor.

Hausfrauenschulungen hab ich mal gehört, dass man dazu sagt. ;-)

Und man braucht dazu auch Geld und Zeit. Die Zeit hätte ich ja momentan....

Ich bestätige, dass das Studium einen lehrt, kritisch zu denken. Viel mehr als Fakten oder Inhalte, habe ich gelernt, skeptisch zu sein und meine eigene Meinung zu haben. Ich denke aber, dass man das auch anders lernen kann.

Naja sicher gehts auch anders. Aber ich glaube, durch das ganze universitäte Umfeld hat man es da schon einfacher, als wenn man sich als Einzelkämpfer durch diverse Kurse und Schulungen kämpft. Immer nur dabei, statt mittendrin, so ist mein Empfinden. ;-)

a8nere!V87


@ DasGegenTeil

Naja, von Weitsicht zeugt der Kommentar mal gar nicht :(v Studenten als Schmarotzer hinzustellen ist etwas sehr reißerisch- soll dann nur noch den oberen 10000 ein Studium möglich gemacht werden?!

Besser 3 Jahre BaföG bekommen, als 40 Jahre faul auf der Couch hocken (diese Menschen gibt es nämlich auch und die mit Studenten gleichzustellen, was du ja mit deiner Aussage tust, find ich :(v).

A/nxck


@ melinka

Das habe ich auch nie behauptet. Aber kann man sie erlernen? Deiner Ansicht nach anscheinend schon, wenn du sagst, dass nur Studenten und/oder Akademiker zu den angeführten Sachen fähig sind.

Nein, da hab ich mich ein bisschen verrannt. Intelligenz ist entweder da, oder nicht. Ich habe vor kurzem eine Reportage gesehen, dass sich Intelligenz im großen Teil in der Frühförderung eines Kindes verändern lässt. Nachher nicht mehr.

Allgemeinbildung ist ein anderes Thema und hat mit Intelligenz wenig zu tun. Aber die Art und Weise wie man Verknüpfungen und Verbindungen herstellt schon. Stures Allgemeinwissen, ohne es wirklich zu verstehen bringt auch keinem was. Und jemand ohne diese Fähigkeiten wird sich als angehender Akademiker schwer tun, oder gar nicht das Bedürfnis haben, zu studieren. Vielleicht rede ich auch Mist.

Woran habe ich Interesse..? Gute Frage. Da gibts nichts halbes und nichts ganzes.

Und leider kann ich dir momentan kein Beispiel liefern. Ich überlege, aber mir fällt keins ein.

BNücheriwürmchen


Ach, regt euch nicht über solche Parolen auf ;-)

Studenten zahlen später noch genug in alle Kassen ein, da bekommt der Staat und die Gesellschaft genug zurück.

gCa[to


Klar ist das meine Wahrnehmung, aber die hat sich im Laufe der Jahre durchs Internet gebildet.

Ich meine damit, dass du nur das wahrnimmst, was du wahrnehmen willst. Das ist wie, wenn man schwanger werden möchte, überall nur noch Schwangere sieht. Vieles andere nimmt man dann gar nicht mehr wahr, obwohl die Anzahl der Schwangeren womöglich nicht besonders hoch ist.

Als ich es noch nicht hatte, wäre ich im Traum nicht auf die Idee gekommen mich wegen eines fehlenden Abiturs zu schämen.

Wahrscheinlich hast du es mal gelesen und darüber nachgedacht. Somit warst du sensibilisiert und hast solche Themen öfters gelsen und unbewusst wurde dein Eindruck "bestätigt": Selbsterfüllende Prophezeihung.

Aber man darf sich nichts vormachen. Viele sind wirklich viel reflektierter, haben größere kognitive Fähigkeiten, sind einfach gescheiter!

Vieles davon kann man aber lernen. Gerade zu refletieren, muss man einfach nur machen. Ich kann mir vorstellen, dass die Qualität der Reflektion vom Wissen abhängt, aber nicht von der Intelligenz. Ich reflektiere mein Verhalten und meine Gedanken oft mit meinem Freund, da er viele Dinge anders sieht bzw. Dinge sieht, die ich nicht sehe. Davon profitiere ich und erweitere meinen Horizont.

In einem Studium ist sehr viel Selbstständigkeit gefragt.

Das sind auch keine anderen Sachen, als wenn man auszieht und sich ein eigenständiges Leben aufbaut.

Ob ich persönlich jetzt offen und tolerant neuen Dingen gegenüber bin, kann ich mangels Erfahrung und Leben in meiner kleinen eigenen Welt gar nicht sagen.

Das hat nichts mit mangelnder Erfahrung zu tun. Die Frage ist, bist du offen für neue Dinge? Möchtest du neue Menschen kennen lernen? Möchtest du Dinge kennen lernen, die du nicht kennst? Die Erfahrung sammelst du ja, in dem du sehr offen bist und die Welt entdeckst. Ich finde es immer wahnsinnig spannend Menschen kennen zu lernen. Jeder macht Erfahrungen, kann etwas, weiß etwas, was ich nicht kenne. In dem sie mir berichten, was ich nicht kenne, erweitert sich mein Horizont, und ich komme auf Ideen, was ich mal lesen, wohin ich mal fahren, was ich mal ausprobieren oder was ich mal entdecken könnte.

Ahnkck


@ zwetschge 1

Ich möchte auf jeden fall erwähnen das Allgemeinbildung absolut nichts mit Intilligenz oder Schulische Leistungen zu tun!

Ja, das habe ich auch gerade an melinka geschrieben. Man muss aufpassen um das nicht zu verwechslen.

Aber ehrlich: Wenn ich die Intelligenz hätte um Ärztin zu werden, wäre mir das lieber gewesen, als meine "Laufbahn". ;-)

aEn;erexV87


@ bücherwürmchen

Nö, ich nicht ]:D Da bleib ich lieber in der Schweiz....

Guour&meptxa


@ anck

Weißt du, ich glaube gar nicht, dass Akademiker unbedingt die bessere Allgemeinbildng haben, oder clevere, bzw. schlauer sind. Ich habe durch meinen Beruf 20 Jahre eng mit Ärzten zusammen arbeiten müssen. Da gibt es mehr Blender als sonst wo.

Allgemeinwissen kann man sich selber antrainieren. Was ich persönlich besonders wichtig finde ist soziale Kompetenz. Die fehlt heute vielen, leider.

Achso, ja, ich habe zwar Fachabi gemacht, weil ich Logopädin werden wollte. Vor 25 Jahren kein Ausbildungsplatz zu bekommen. Ich habe dann Krankenschwester gelernt. Heute arbeite ich in der Nachmittagsbetreuung an einer Schule.

Mein Mann hat "nur" einen Hauptschulabschluss. Er ist heute Feuerwehrbeamter in leitender Stellung.

Mein Neffe hat Bio studiert, seinen Doktor gemacht und hat jetzt mit 34 seine erste richtige Stelle.

In dem Alter hatte mein Mann schon ein Eigenheim gebaut. :=o

Und, beim Trivial Pursuit gewinne noch immer ich gegen die ganzen Doktoren. :-p

Wie soll man das interpretieren? Ich denke,man sollte auf keinen Fall sein Licht unter den Scheffel stellen. Sei einfach selbstbewusster!

sxtin[kiwin[ki


Es kommt nicht drauf an ob du studiert hast oder nicht, sondern ob du was aus deinem Leben machst oder nicht.

Ich habe Informatik studiert, war mit 23 fertig und musste 120 Bewerbungen losschicken bis ich mal eine Stelle bekommen habe.

Soviel dazu!

Ainck


@ flipflop

Ich verstehe, was du mir damit sagen willst.

Aber Politik wurde mir jetzt sowieso zu stark aus meinem Eingangspost hervorgeholt.

Hast du nicht aufgrund deiner Intelligenz mehr Interesse an verschiedenen Dingen, als - Achtung Klischee - die Fleischfachverkäuferin, die in ihrer Freizeit am liebsten Klamotten shoppen geht und nebenbei Sachen wie "Die Supernanny" oder sonstiges schaut? ;-)

z$wettsch+gex 1


@ stinkiwinki

:)^ Genau so sieht das aus!

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