» »

Wenn man nicht studiert (hat) ist das Leben scheiße

A)nck


@ gato

Hmmm. Die Argumente mit der Wahrnehmung leuchten ein. Also muss vorher schon unbewusst was in die Richtung geschlummert haben, dass ich so darauf angesprungen bin...

Vieles davon kann man aber lernen. Gerade zu refletieren, muss man einfach nur machen. Ich kann mir vorstellen, dass die Qualität der Reflektion vom Wissen abhängt, aber nicht von der Intelligenz.

Ich versuche zu reflektieren. Aber wahrscheinlich auf keinem hohen Niveau. Zumindest komme ich nicht wirklich vorwärts, was aber natürlich noch viele andere Ursachen hat.

Das hat nichts mit mangelnder Erfahrung zu tun. Die Frage ist, bist du offen für neue Dinge? Möchtest du neue Menschen kennen lernen? Möchtest du Dinge kennen lernen, die du nicht kennst?

Ich habe vor allem Angst vor neuen Dingen, neuen Menschen. Angst, wie diese mich sehen könnten.

Aber ich würde schon gerne.. wäre da nicht meine Angst, die ich immer schon hatte.

@ Gourmeta

Gute Frage, wie man das interpretieren soll. ;-)

Aber vielleicht bist du da eine Ausnahme. Als Ausschlusskriterium für Partnerschaften habe ich schon häufig gehört, dass der Partner bitte nicht weit unter dem eigenen Bildungsniveau sein soll. Das hat jetzt nichts mit euch zu tun, mir viel das nur im Zusammenhang ein.

Aber mit sozialer Kompetenz sprichst du einen großen Punkt an!

o3rbit@uxs


Ich schließe mich den bisherigen antworten an, intelligenz definiert sich nicht über universitätstitel. Allerdings gibt es, aus meiner sicht, doch einen bedeutenden unterschied zwischen absolventen und menschen ohne uniausbildung und zwar der wille/drang zum ständigen lernen und weiterbilden. Das gilt natürlich nicht für jeden studenten, da gibts auch genug blindgänger ;-) aber man wird während einem wissenschaftlichen studium einfach auf diesen "lebensweg" gebracht, da steht weiterbildung an 1. stelle. Es geht nicht darum telefonbücher auswendig zu lernen, das meiste vergisst man eh bald wieder. Wichtig ist, dass man die richtige einstellung bekommt. Das kann man natürlich auch in seiner freizeit erlernen, aber die wenigsten sind autodidaktisch wirklich so gut drauf, dass sie sich das wirklich angewöhnen können. Ich merke das immer wieder, wenn ich auch nur ein paar tage keine geistige leistung vollbringe, dann wird mein gehirn ganz träge und die motivation sinkt kontinuierlich.

Und auf diesem weg lernt man neue dinge kennen und lieben, dinge die man vorher vlt für uninteressant empfunden hat. Ich zb hatte früher im gymnasium immer nur schlechte noten in latein, habe ein naturwissenschaftliches studium absolviert und dabei einfach so die liebe zu toten sprachen entdeckt, auch wenn latein früher eines meiner hassfächer war. ;-)

Aber man muss sich echt nicht dumm vorkommen, nur weil man nicht studiert hat. Am besten stöberst du mal in einer bibliothek in den diversen fachbereichen, vlt findest du ja was, was dich interessiert und dann hast du gleich ein tolles interessensgebiet, mit dem du bei gesprächen angeben kannst. Intelligenz ist meiner meinung nach sehr wohl veränderbar, sowohl nach oben als auch nach unten, egal in welchem alter.

geato


Angst, wie diese mich sehen könnten.

Das kenne ich. Früher war ich total schüchtern und hatte dieselben Ängste. Ich hatte auch immer Angst, was ich erzählen könnte, wäre entweder schwachsinnig oder es interessiert keinen. Da habe ich mir was tolles von meinem Bruder abgeguckt: Der hat ständig erzählt. Einmal habe ich ihm gesagt, dass ich ihm nicht zuhöre, weil es mich nicht interessiert. Er zuckte nur mit den Schultern und erzählte weiter. Das hat mich sehr beeindruckt. Schrittweise habe ich meine Gedanken geändert: anstatt zu überlegen, dass die anderen es nicht interessieren könnte, habe ich gedacht, wenn es sie nicht interessiert, werden sie es mir schon sagen. Insgesamt habe ich mir oft angeguckt, wie andere es machen und dann es selbst versucht. Nicht nachdenken, sondern machen. Es war ein langer Weg, aber ich habe es geschafft.

Glou>rmetxa


Am besten stöberst du mal in einer bibliothek in den diversen fachbereichen, vlt findest du ja was, was dich interessiert und dann hast du gleich ein tolles interessensgebiet, mit dem du bei gesprächen angeben kannst.

:)^

Ich habe 2 große Lieben: Ägyptologie und englische Geschichte.

Da wollte mir doch letztens unser Gartenbauarchitekt ( ist ja nun auch ein "Studierter") erzählen, Prinz Charles sei der Urenkel von Heinrich VIII. *lach*

K)amikazji0815


@ anck

Interessant was du da schreibst.

Nun, meine einseitige Sicht der Dinge gebe ich gerne zu.

Aber ich glaube, davon:

Stammtischparolen hab ich in Diskussionen über Freud schon durchaus von Studenten gehört

würde ich mich schon beeindrucken lassen.

Das ist eben das Problem! Viele lassen sich blenden, nur weil jemand das Etikett des Akademikers auf eine Aussage geklebt hat. Dass ein Akademiker genauso viel Blödsinn erzählen kann, wie einer der "nur" seine Hauptschule gemacht hat, sollte aber eigentlich klar sein. Nur weil jemand studiert hat eröffnet ihm sich nicht auf einmal das Wissen über alle Dinge der Welt.

Mich persönlich haben Titel und sozialer Rang am Anfang des Studiums auch erstmal abgeschreckt - Professoren, Doktoren etc. waren für mich die heiligen Kühe. Erst mit der Zeit hab ich dann gelernt, dass auch ein Herr Professor durchaus weniger Ahnung als man selbst haben kann. Grade wenn es sich um Gebiete handelt, die eben nicht sein Spezialgebiet sind, mit denen er sich vielleicht sogar weniger beschäftigt hat, als man selbst.

Im Studium wird man vor allem eins: ein Fachidiot.

Man häuft enorm viel Wissen über doch recht kleine und bisweilen spezielle Ausschnitte an. Von Weltpolitik hab ich z.B. leider auch nicht die größte Ahnung, mein mathematisches Können reicht ungefähr an das eines durchschnittlichen 7.Klässlers heran, dafür kann ich dich in wenigen speziellen Gebieten in Grund und Boden labern ;-D

KCamikaMziB081x5


Am besten stöberst du mal in einer bibliothek in den diversen fachbereichen, vlt findest du ja was, was dich interessiert und dann hast du gleich ein tolles interessensgebiet, mit dem du bei gesprächen angeben kannst.

Ich finde Lernen um des Angebens Willen fürchterlich. Wozu soll das gut sein? Entweder man interessiert sich für etwas oder man interessiere sich nicht.

Ich hab so ein Exemplar im Bekanntenkreis. Die plustert sich auch immer unglaublich auf, weil sie ja so enorm viel Wissen hat. Mit Intelligenz hat das m.E. aber auch nicht viel zu tun und erbärmlich find ich es, weil man bei ihr nämlich genau merkt, dass sie nicht das leiseste Interesse an dem hat, was sie lernt. Da würde ich mich nicht schämen, wenn ich meine Freizeit lieber mit dem Schauen von DSDS 'verschwende', das hielte ich dann irgendwie für ehrlicher ;-)

p3ercxeptixon


@ Anck:

Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass man sich praktisch immer beschweren kann. Geht man den einen Weg, kommt er einem nicht richtig vor, geht man den anderen, kommt er einem auch nicht richtig vor. Von daher verstehe ich dich, wollte damit aber zeigen, dass es auf der "anderen" Seite ähnlich aussehen kann.. War schon blöd fest zu stellen, dass ich in meinen Traumberuf über eine normale Angestellten- bzw. Beamtenlaufbahn gekommen wäre und als Akademikerin nun überqualifiziert bin... :=o

Aber, ich hatte die Entscheidung zu studieren nun einmal mit 19 getroffen und hatte soweit niemanden, der mich da hätte beraten können (alle Stellen, die ich aufsuchen konnte, hatte ich aufgesucht). Aufgeben kam für mich dann auch nicht infrage. Letztlich bin ich aber dennoch guter Dinge und optimistisch und passe mich immer der Lage an, die ich gerade habe. Nun gebe ich halt Seminare und find's super, auch wenn das nicht mein Plan war.. :-)

Man könnte vielleicht sagen, dass ich ein gutes Beispiel der Generation Praktikum bin.. Allerdings auch irgendwie nicht, denn unbezahlte Praktika habe ich nur solange gemacht, wie ich tatsächlich im Studium war. Ich habe auch, wie selbstverständlich, von Institutionen gesagt bekommen, sie könnten mir keine Vergütung zahlen obwohl ich die gleiche Arbeit hätte machen sollen wie Festangestellte. Und natürlich für min. ein halbes Jahr mit min. einer 40Std-Woche.. Das mache ich nicht, dafür habe ich nicht studiert. Ich mache u. a. ehrenamtlich Arbeit, natürlich umsonst, aber diese Ausbeuterei mit der vagen Aussicht auf eine Festanstellung, die so typisch für die Generation Praktikum sein soll, habe ich nicht mitgemacht.

Die VHS in Kleinstädten bieten meist seltsame Kurse an, das stimmt, aber in der nächsten Großstadt gibt's sicherlich interessante Sachen, oft auch so abendliche Vorträge, die nichts kosten. Und wie gesagt, wenn du einfach mal den Uni-Flair haben möchtest, werde Gaststudentin. Ich will's nicht bezeugen, aber ich meine, das geht. ???

LG

Ggourwmetxa


dass sie nicht das leiseste Interesse an dem hat, was sie lernt.

Und das funktioniert? :-o

K(ami8kYazi0Z815


Und das funktioniert? :-o

Offenbar, sie hat ziemlich viele gute Noten für ihre Lernerei bekommen. Sich selbstständig Gedanken zu einem Thema zu machen, das packt sie dann allerdings nicht. Alles wird auswendig gelernt und runtergebetet.

Ich muss mir dabei immer überlegen, wie klein ihr Ego sein muss, wenn sie es so nötig hat ihre Leistungen und ihr Wissen permanent so raushängen zu lassen

oorbiVtus


Ich finde Lernen um des Angebens Willen fürchterlich. Wozu soll das gut sein? Entweder man interessiert sich für etwas oder man interessiere sich nicht.

Es geht nicht ums angeben. Das mädl soll ein bissl mehr selbstwertgefühl bekommen und da ist der beste weg, wenn man sich mal auf ein interessantes gebiet stürzt und darauf lässt sich dann aufbauen. Dann fühlt man sich gleich weniger "dumm", wenn man auch was weiß, was sonst keiner weiß.

KCamikyazi*0k815


Es geht nicht ums angeben. Das mädl soll ein bissl mehr selbstwertgefühl bekommen und da ist der beste weg, wenn man sich mal auf ein interessantes gebiet stürzt und darauf lässt sich dann aufbauen. Dann fühlt man sich gleich weniger "dumm", wenn man auch was weiß, was sonst keiner weiß.

Die Idee ist ja an sich nicht schlecht. Nur find ich es wichtig sich auch einfach so zu akzeptieren, wie man ist. Soll heißen: Man sollte sich in seiner Freizeit v.a. mit den Dingen beschäftigen, die einem selbst Freude bereiten, die einen interessieren und die einem Spaß machen.

Man sollte sich nicht ein furchtbar dickes Buch über englische Geschichte reinzwängen, damit man sich nicht mehr so dumm fühlen muss. Dann ist da einfach etwas falsch an der Einstellung ;-)

Ich persönlich komm mir (trotz Studium) oft genug dumm vor. Da bringt es mir aber nichts mir ein Buch nach dem nächsten durchzulesen, das macht das Gefühl nicht weg. Es bringt vor allem etwas sich vor Augen zu halten, dass man solche blöden Vergleiche nicht nötig hat und dass man schon jetzt nicht dumm ist.

oxrbigtus


Hab ja gesagt, sie soll sich was interessantes suchen...da geh ich davon aus, dass sie etwas finden wird was sie interessiert und nicht was andere interessiert. ;-D Natürlich soll man sich so akzeptieren wie man ist, aber das kann sie offensichtlich im moment nicht, sonst würde sie sich nicht so negativ darstellen.

HJanse1066


@ bücherwürmchen

Nö, ich nicht ]:D Da bleib ich lieber in der Schweiz....

Meine Rede ;-)

_d J oA AN Ky Ax _


Anck. Ich finde, du schreibst sehr intelligent.

Du durchdenkst, du hinterfrägst, du ziehst Verknüpfungen. Dein Schreibstil ist gut, deine Rechtschreibung ebenfalls. Ich habe beruflich tagtäglich mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen zu tun. Mein Job ist es, deren Fähigkeiten einzuschätzen (mal ganz grob gesagt). Und ich geb dir Brief und Siegel, dass die große Masse sicherlich nicht intelligenter ist, als du es zu sein scheinst. Habe übrigens auch studiert, wollte das aber eigentlich nicht hervorheben.

:)z

Mädel, sei selbstbewusster! ;-D

BdabaB<oom


Ich habe mir ehrlich gesagt, nicht den ganzen Faden durchgelesen...Also entschuldigt, wenn mein Beitrag etwas aus der Lust gegriffen scheint.

Ich kann jetzt nur von Leuten in meinem Studiengang sprechen. Viele davon scheinen hyperintelligent zu sein (jedenfalls sagen das die Prüfungsnoten), aber sie sind sozial gesehen total daneben. Kein bisschen hilfsbereit (nach dem Motto bloß keine Konkurrenz). Dadurch sind sie natürlich häufig sozial isolierter. Viele lernen sich auch zu Tode und haben kein sonstiges Leben mehr. Ich bin eher so im Durchschnitt, aber ich verfolge auch andere Interessen, Freunde, Hobbys usw. Ich will mich durch diesen ganzen "Ich finde keine Arbeit, Hilfe alle sind besser"-Druck nicht seelisch kaputt machen lassen und nicht irgendwann auf mein Leben blicken und denken ich habe was verpasst. Ich lerne in der Uni vor allem für mich, einfach weil es mich interessiert und nicht, weil ich denke, dass ich später damit recih werden kann. Was nicht heißen soll Geld ist unwichtig, aber das wär nicht mein ersten Kriterium bei der Berufswahl.

Viele die ich kenne haben eine Ausbildung gemacht, arbeiten, verdienen vielleicht nicht viel, aber sind glücklich damit. Wieviele studieren, weil sie es vorgelebt bekommen haben, es gibt zahlreiche, die irgendein Fach studieren, weil man damit angeblich später viel Geld machen kann. (Den Druck, den manche durch Bafög-Rückzahlungen haben, lass ich jetzt mal raus).Ob das die Menschen auf Dauer glücklich macht, wage ich zu bezweifeln...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH