» »

Wenn man nicht studiert (hat) ist das Leben scheiße

HBunyBxun


Anck

@ anck

Das Schlechte an den Minderwertigkeitskomplexen ist, dass die falschen Leute sie haben. (Jacques Tati)

lacrima79

!!!! Du brauchst echt mehr Selbstwertgefühl!! Ich habe auch vieles nachholen müssen, besonders im politschem Bereich! Denn ich habe mich schlicht und einfach null dafür interessiert und tue es auch heute nicht so sehr, ich besitze ein Grundwissen, kann mitreden, wenns es um aktuelle Themen geht, aber ich werd ganz bestimmt kein Profi auf dem Gebiet zzz ...klar sollte man wissen, was im Lande abgeht, aber man muss sich nicht verstellen dafür...dann lieber dazu stehen!

Ich studiere auch und bin mit Leuten zusammen, die unfassbar dumm sind, sich völlig daneben benehmen und nur durch Auswendiglernen, Auswendiglernen, Auswendiglernen ihre Prüfungen gut machen, aber null davon verstehen, geschweige denn Allgemeinbildung haben!

Die kannst du dir super anlesen (geht sogar relativ schnell teilweise ;-D), wenn du wie schon gesagt wurde, online-Zeitungen liest oder mal bei Wikipedia reinguckst..Klicke einfach alles an, was dich interessiert oder was du nicht verstehst, nach ner Zeit merkst du, das du doch nicht so wenig weißt.

Wie komme ich als studierter Mensch dazu, die Arroganz zu besitzen, jemanden zu verurteilen, der "nur" eine (handwerkliche-) Ausbildung gemacht hat? Dieser Mensch geht seinen Verpflichtungen genauso täglich nach wie ich - und gibt mir nicht das Recht, mich für besser zu halten....Arroganz kann sich keiner erlauben :(v

Und meistens sind die Menschen arrogant und sozialverhaltensgestört, die irgendwas zu kompensieren haben.... ;-D

SBofSiesvWexlt


Arroganz kann sich keiner erlauben :(v

Und meistens sind die Menschen arrogant und sozialverhaltensgestört, die irgendwas zu kompensieren haben.... ;-D

Oh ja. Vor allem finde ich auch, dass viele Akademiker sich der Chance und auch Verantwortung für die Gesellschaft, die durch ihre (Aus)bildung auf sie zukommt, gar nicht stellen. Wenn ich sehe, wie jemand nur in seine eigene Tasche arbeitet und auf den Bäcker, der seine Brötchen backt, womöglich auch noch hinunterschaut, könnte ich mich wirklich ärgern...

R.abenmuBtte|r2x000


Finde es ziemlich schade, dass mein Beitrag Akademiker-verachtend gedeutet wird. Oder mir sogar Neid unterstellt wird :(v

Wenn man halt nur das lesen möchte, was man will: ich hatte geschrieben: einige Akademiker...!!!

Ich habe mich auf den Titel dieses Fadens bezogen. Und da wird ja gefragt, ob ein Leben ohne akademischen Titel Sch.. ist. Und nicht, ob dies bei einem Gesellenbrief oder anderem nichtstudiertem Abschluss der Fall ist.

Ich habe einen tollen Beruf erlernt, den ich 16 Jahre liebend gern ausgeübt habe. Nun werde ich umschulen (da ich nach einer KH gehbehindert bin) und habe mich genauso liebend gern für einen Handwerksberuf entschieden!

BiabaAl2lerB{abxas


Mein Onkel hat ein Staatsexam und hat nichts gefunden.

Er arbeitet jetzt bei einer Palettenfirma...

J[asi~on<e


Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Werner Wenning, hat nicht studiert, sondern seine Karriere mit einer Lehre zum Industriekaufmann gestartet. Ich glaube nicht, lieber Anck, dass er dem Titel dieses Fadens zustimmen würde.

Wenning ist am 21. Oktober 1946 geboren. Ich glaube nicht, dass mit dieser Ausbildung heute unter der neuen Generation noch so eine Karriere möglich wäre, wobei ihm natürlich auch der Auslangsaufenthalt - den nicht jeder akzeptiert - geholfen hat.

Heute wird noch viel mehr nach Studium und Herkunft selektiert, wobei auch früher solche Karrieren schon nicht die Regel waren.

dgak2obaxr


Habe genauso gedacht wie Anck, aber letztendlich habe ich in meinem Leben viele Leute kennengelernt, die mit Studium genauso doof da standen, wie jemand mit Ausbildung in der Tasche. Das ist die heutige Zeit - früher hat sich studieren in fast jedem Bereich gelohnt.

Heute ist es die Frage, ob man noch eingestellt wird - Berufserfahrung, Kontakte, Lebenslauf...etc.

Die meisten machen dann doch eine normale Ausbildung bei ALDI & Co., weil sie einfach keine Stelle nach Studium bekommen haben oder aus verschiedenen Gründen das Studium abbrechen mussten.

Riab{enamuttxer2000


@ Baba

Wir hatten in der Uniklinik München einen Putzmann. Er kam aus Togo und wartete auf einen Platz als Biologe im Praktikum, da sein afrikanischer Abschluss nicht in D anerkannt wird und er ein Anerkennungsjahr machen musste.

Wärend dieser Zeit arbeitete er als Putzmann in der Uniklinik um das eine oder ander aufzuschnappen und die Gepflogenheiten kennenzulernen.

Ich fand ihn richtig nett und hatte großen Respekt vor ihm!

*tMis$sy*0


Mein Freund hat auch kein Abitur und nicht studiert, arbeitet aber in einem Beruf, der die Möglichkeiten des schnellen und absolut hohen Verdienstes mit sich bringt. Man merkt schon, dass ihm gewissen Fremdworte fehlen, dass er Dinge oft nicht so gut ausdrücken kann, aber er ist lernfähig und vor allem -willig und außerdem ist er dennoch sehr intelligent. Für logisches Denkvermögen braucht man nämlich kein Abi.

Ich studiere hingegen eine wahrscheinlich völlig brotlose Geisteswissenschaft ;-)

Ich denke definitiv, dass man vielen Leuten ihren Bildungsgrad anmerkt, aber meist nur aufgrund mangelndem Fachvokbular (wobei ich dein Vokubalur super find!) und oft weniger Allgemeinwissen.

So what? Das kann man ja schließlich alles lernen! Ich hab das ja auch mal gelernt. Außerdem finde ich es super und sehr mutig, wenn man in Diskussionen nach nichtverstandenen Wörtern fragt und sich dafür nicht schämt. Das mache ich auch immer noch, wenn ich etwas nicht verstehe.

Im Alter verwischen sich mMn die Grenzen sehr stark und oft merkt man überhaupt keine Unterschiede mehr....

T7im"ba}tuCkxu


gato

... der für die Tendenz inkompetenter Menschen steht, das eigene Können zu überschätzen und die Leistungen kompetenterer Personen zu unterschätzen.

Ist der Dunning-Kruger-Effekt eigentlich identisch mit dem Guido-Westerwelle-Effekt? ]:D

ZhwOack4x4


Ich denke, die achso wichtige Frage, ob Akademiker die besseren Menschen sind, ist jetzt weitgehend abgeschlossen. Aber noch ein paar andere Gesichtspunkte: Ich habe mittlerweile viele Fäden zum Thema "mangelndes Selbstwertgefühl" gelesen, muß aber feststellen, dass die Art der Ausbildung fast nie ein Rolle gespielt hat. Das kann ich nur so interpretieren, dass ein Studium kein sicheres Mittel gegen mangelndes Selbstwertgefühl ist. Es gibt ja auch in den Kategorien Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure oder Lehrer jeweils eine ganze Bandbreite von Fähigkeiten. Und da man sich wahrscheinlich mit den Kollegen in der eigenen Firma oder Behörde am ehesten vergleicht, sollte es, wenn man dafür anfällig ist, so sein, dass jeweils dann die Gefahr von geringem Selbstbewußtsein wächst, wenn man zum schlechteren Teil der Gruppe gehört. Man kann also der Gefahr des geringen Selbstbewußtseins auch durch Studium nicht sicher entgehen. Wenn für en Akademiker die erhoffte Beförderung ausbleibt, kann das auch sehr bitter sein.

Zum anderen gibt es immer auch Gegenbeispiele. Die sind - liebe Jasone - natürlich immer erst im nachhinein erkennbar. Wenn die Leute reussiert haben, sind sie nicht mehr ganz jung (so wie auch heute Bill Gates, der ein Jurastudium abgebrochen hat), aber erst dann kann im Einzelfall gesagt werden, ob sich das Studium oder ein anderer Ausbildungsweg "gelohnt" hat.

Jede Ausbildung ist eine Investition mit unsicherer Rendite. Zu Begin des Studiums weiß man oft nicht, ob man nach dem Abschluß die Chance auf eine Stelle hat. Das mag auch für kürzere Ausbildungen gelten, aber je länger die Ausbildung, desto weniger vorhersehbar ist naturgemäß die Stellensituation am Ende. So, wie auf dem Kapitalmarkt, ist man auch bei der Ausbildung vor Überraschungen nicht sicher. Und so, wie es bei Kapitalanlagen den Sparer gibt, dem der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf em Dach ist, gibt es auch Familien, die ihre Kinder zu einer kurzen Ausbildung animieren, und ob über die ganze Lebensarbeitszeit die Einkünfte (nach Steuern) dann geringer sind, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Ich glaube aber nicht, dass - wie in diesem Faden öfter angemerkt - die "Herkunft" entscheidend ist in dem Sinne, dass die Gymnasien und Universitäten ungerechte Auswahlen träfen, sondern ich meine, dass in Familien jeglichen Genres die Kinder die besseren Entwicklungschancen haben, die von der Familie individuell gefördert werden. Wenn sich die Einsicht durchsetzt, dass es besser wäre, die Oma würde dem Enkel zum Abitur ein Jahr Auslandsstudium spendieren als ein Auto, wären wir schon ein Stück weiter. Lange Schulausbildung und Studium hat seit jeher geheißen, dass man längere Zeit ärmer ist als Jugendliche gleichen Alters, die nach relativ kurzer Ausbildung früh Geld verdienen.

Und dann fällt mir bei Dir, lieber Anck, doch noch ein Punkt sehr auf: Du hast in Deiner Fadenseinleitung auch Leute ausgeschlossen, die ausgehend von einer Lehre sich zum Meister hocharbeiten und damit - wie ich Dich verstehe - auch privilegiert sind. Diese Weiterbildung ist aber nun mit Sicherheit jedem zugänglich, der eine abgeschlossene Lehre aufzuweisen hat, wenn er denn bereit ist, die damit verbundenen Entbehrungen auf sich zu nehmen. Und damit wären wir beim Punkt: Vorteile fliegen einem selten zu; man muß sich schon darum bemühen - und das gilt für jeglichen Ausbildungsstand. Auch Du kannst das von Deiner Ausgangsbasis schaffen. Viel Glück!

AFncxk


Vielen Dank für die noch zahlreichen Beiträge und da sie sich so ziemlich mit den Meinungen der Vorschreiber decken, gehe ich nicht auf jeden einzelnen ein.

@ who_made_who

da ist was dran. Die dümmsten Leute haben meist überhaupt keine Minderwertigkeitskomplexe, weil sie gar nicht wissen, wie dumm sie sind.

Ich habe auch schon mal gehört, wirklich dumm sind nur die, die nicht wissen dass sie dumm sind. ;-D

@ gato

Danke für den Link, kannte ich bis dato auch nicht!

@ Sofies Welt

einer Meinung nach ist es aber schon so, dass das Studium (besonders bestimmter Fächer) das Denken in übergreifenden Kategorien und somit auch das Verständnis komplexer Zusammenhänge auch im alltäglichen Leben fördern kann.

Das hab ich eigentlich u.a. auch gemeint. Aber das hier klingt weniger radikal als ich es ausgedrückt habe. Zwingend nötig ist ein Studium dazu wohl nicht, aber es kann förderlich wirken, wenn auch nicht bei allen, wie ich hier schon mehrfach gelesen habe. Und wenn das mehrere bestätigen, bin ich auch gewillt das zu glauben.

@ HunyBun

Wie komme ich als studierter Mensch dazu, die Arroganz zu besitzen, jemanden zu verurteilen, der "nur" eine (handwerkliche-) Ausbildung gemacht hat? Dieser Mensch geht seinen Verpflichtungen genauso täglich nach wie ich - und gibt mir nicht das Recht, mich für besser zu halten....Arroganz kann sich keiner erlauben :(v

Und meistens sind die Menschen arrogant und sozialverhaltensgestört, die irgendwas zu kompensieren haben....

Da stimme ich uneingeschränkt zu!

@ Zwack44

Ich denke, die achso wichtige Frage, ob Akademiker die besseren Menschen sind, ist jetzt weitgehend abgeschlossen.

Das glaube ich auch.

Und dann fällt mir bei Dir, lieber Anck, doch noch ein Punkt sehr auf: Du hast in Deiner Fadenseinleitung auch Leute ausgeschlossen, die ausgehend von einer Lehre sich zum Meister hocharbeiten und damit - wie ich Dich verstehe - auch privilegiert sind. Diese Weiterbildung ist aber nun mit Sicherheit jedem zugänglich, der eine abgeschlossene Lehre aufzuweisen hat, wenn er denn bereit ist, die damit verbundenen Entbehrungen auf sich zu nehmen.

Ich habe diese Leute ausgeschlossen, weil diese oft auch so sehr wissbegierig sind, über den Tellerrand schauen. usw. Ich kenne einige Leute, die haben ihre Lehre gemacht, leben mit ihrem beschränkten Horizont (das meine ich nicht böse, es sind teilweise trotzdem nette Menschen), sie haben aber nicht den Willen sich weiterzubilden, sie sind mit dem Ist-Zustand zufrieden. Für sie ist das ja ok. Aber man kann oft keine tiefergehenden Gespräche mit ihnen führen - wo ich selbst ja auch nicht der perfekte Kandidat dafür bin.. ;-) Aber man versteht was ich meine, oder?

Was das Selbstwergefühl, Selbstbewusstsein angeht, ist das sicher ein größerer "Knackpunkt", als ich mir eingestehen wollte. Nicht, dass ich das nicht vorher schon wusste, aber da das hier im Faden so oft angesprochen wurde, unterschätze ich wohl die Wichtigkeit davon.

cCr6eNdeQnz?a


hallo anck!

ich selbst bin fast mit dem studium fertig und ich kann nur die meinung der meisten bestätigen. ich habe in manchen bereichen ein schlechtes allgemeinwissen wie zB in politik. das lernt man auch nicht im studium (außer natürlich man studiert genau das), sondern durch zeitung lesen, nachrichten schauen, internet recherche, sachbücher, etc. das wichtigste know-how (wie zB welche parteien es gibt, wer welche meinung vertritt, wer an der macht ist, welche wahlen demnächst anstehen usw.) kann man sich so wirklich schnell aneignen, um in diskussionen nicht komplett blank zu sein! aber man kann sich auch nicht für alles interessieren und man muss ja auch nicht zu jedem thema mitreden können :=o

ich denke auch nicht, dass ein studium eine garantie auf einen fixen job ist. mittlerweile ist der konkurrenzdruck auf der uni so hoch, es gibt so viele studenten, die so schnell studieren, hunderte praktika machen, einen perfekten notendurchschnitt haben... da bleiben "normale" studenten, wie zB ich, bei bewerbungsgesprächen eher auf der strecke... das macht mir jetzt schon totale panik!!

anck, darf ich fragen, wie alt du bist? mein freund ist jetzt 26 und hat nun wieder mit einem studium begonnen. er hat die letzten 4 jahre gearbeitet und hatte die gleichen bedenken wie du.

und nun blüht er total auf, saugt das wissen regelrecht auf und hat im ersten semester gleich alle prüfungen geschafft. er ist sich sicher, die richtige entscheidung getroffen zu haben.

das einzige problem ist allerdings die finanzielle situation. er muß nun natürlich total zurück schrauben und nebenbei kellnern und andere typische studentenjobs machen, aber er meint es zahlt sich langfristig aus und er ist glücklich mit seinem studium. und das ist die hauptsache!

was ich damit sagen will, es ist nie zu spät mit seiner ausbildung zu beginnen, wenn man das will!

dca&kobaxr


Ich wurde immer für sehr gebildet gehalten, dabei habe ich kein Abi. Jeden Tag die Nachrichten verfolgen reicht ja eigentlich.

Am besten eine Tageszeitung oder gleich eine überregionale Zeitung.

Abitur hat noch niemanden reicher gemacht, es mangelt vielen an Berufserfahrung und Kompetenz.

eCarthVw}iAndfire


Wissen ist Macht :)

HCunyB2uxn


Abitur hat noch niemanden reicher gemacht, es mangelt vielen an Berufserfahrung und Kompetenz.

:)^ klar hat man mit Abi auf bestimmte Berufe nur dann eine Chance, aber Abi ist kein Garant für absolute "Schlauheit" in allem Lagen....ich kenne jemanden, der sehr sehr intelligent ist, studiert hat, alles weiß - aber sein Leben alleine nicht auf die Reihe bekommt.

Und außerdem ist man nach dem Studium auch erstmal ein "Anfänger" und sollte sich dessen auch bewusst sein, also weiterhin lernen und bloß nicht abheben, man hat sich zwar ein paar Jahre Wissen eingeprügelt, aber man ist noch lange nicht "fertig", man muss nämlich noch die Praxis, also die Umsetzung lernen, was manche wohl nicht einsehen...

Anck, du gehörst meiner Meinung nach definitiv nicht zu den Menschen, die sich solche Gedanken machen müssen, du bist keinesfalls ein ungebildeter Mensch, so wie du dich hier gibst :)^

lg

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH