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Depression nach Nikotinentzug?

dEcoxde


Es hat schon seine Gründe, warum Rauchentwöhnwillige neuerdings unterstützend mit Antidepressiva behandelt werden. Die Wissenschaft hat erkannt, dass das größte Problem in der Gemütsverfassung liegt. Trotzdem: Besser Finger weg!

Hört man mit dem Rauchen auf, findet wissenschaftlich betrachtet eine Neurotransmitter- und Hormonumstellung im Körper (vor allem im Gehirn) statt (soetwas wie in den Wechseljahren, nur kürzer) da das Stimulanz Nikotin und weitere nicht mehr zugeführt werden, was in der Vergangenheit zu einer ungesunden Veränderung im Hormonhaushalt geführt hat. Eine solche Umstellung zurück zum Normalzustand wird als unangenehm empfunden ("der Mensch ist ein Gewohnheitstier") und sorgt für die verschiedenen Entzugserscheinungen. Ein psychisches Auf- und Ab in den ersten Wochen nach der letzten Zigarette ist daher nichts ungewöhnliches, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Es kommt aber auch ganz darauf an, wie ein Mensch die Veränderung wahrnimmt - als leichte Verstimmung, als Depression, manchmal sogar als "geiles Gefühl".

Wichtig ist dabei, sich klar zu machen, dass es sich einfach nur um Entzugserscheinungen einer Drogensucht handelt, die im Falle von Nikotin und Co. in der Regel nach spätestens einem Monat Abstinenz abgeklungen sind, wenn man sich katagorisch daran hält (eine Zigarette zwischendurch macht den körperlichen Fortschritt übrigens zunichte). Man selbst macht währenddessen gar nichts falsches, man ist nicht plötzlich krank und man hat vor allem auch keinen Grund, irgendetwas nachzutrauern - im Gegenteil, man befreit sich von einer Last.

Einige unterstützende Bücher (z.B. "Endlich Nichtraucher") sowie Therapieformen (unterstützende Aufklärung durch den Arzt, Akupunktur) zur Rauchentwöhnung zielen daher sinnvollerweise auch genau auf diese Einsicht und/oder die Gemütsvorbereitung ab und es ist jedem zu empfehlen, zuerst die Mechanismen und Trugschlüsse hinter der Tabakabhängigkeit zu durchschauen, wenn ein Versuch der Entwöhnung begonnen wird. Ist man erst einmal davon überzeugt, dass der Tabak einem absolut rein gar nichts außer Entzugserscheinungen bringt (sowohl beim Aufhören als auch zwischen den Zigaretten) und nimmt man die Herausforderung mit Genugtuung und einer gesunden inneren Einstellung an, so hat man sich schon einen riesigen Vorsprung geschaffen, da die durch die körperliche Umstellung verursachete veränderte Stimmungslage nicht nur erklärbar geworden ist sondern als bestes Anzeichen des Weges zum Erfolg gesehen werden kann.

Die kurzzeitige psychische Andersartigkeit ist also wie gesagt durchaus normal und geht vorrüber.

Tschakka! :)^

CAaPptaain Eistxee


Hi Leute, ich bin seit nun mehr letzten Montag, also seit 7 Tagen rauchfrei, habe schon öffters mal aufgehört und dann wieder angefangen. Seit Anfang 2008 rauch ich wieder gelegentlich und seit Juni/Juli ist es doch mehr geworden. Außerdem habe ich Bluthochdruck, was keine gute Kombi ist. Nebenwirkungen die ich Blutdrucktabletten oder Nikotinentzug nicht genau zuordnen kann sind: Unruhiger Schlaf, schlechte Laune (bedingt seit ich nicht mehr rauche), Gleichgewichtsstörungen und innere Leere + Depressionen. Es können alles Nebenwirkungen meiner Tabletten sein nur diese sind in der Packungsbeilage als wenig und gering angegeben. Außerdem habe ich die letzte Zeit eher wenig geschlafen und hatte viel Stress in vielerlei Hinsicht. ABER KOMMEN WIR ZU MEINEM ANLIEGEN!!! Heute Nacht hatte ich ein heftiges Erlebnis, ich war bei meiner Freundin und hab dort geschlafen und wir haben uns normal unterhalten und plötzlich gegen 1 Uhr Nachts bekam ich in mir eine Leere, keine Gefühle und das geht mir ein Bisschen noch jetzt. Ich hab einen depressiven heulkrampf, bzw schon nen halben Nervenzusammenbruch bekommen, war nur am zittern und wackelig auf den Beinen. Langsam kommen wieder Gefühle in mich rein, nur ich hatte totale Angst weil ich kann ja wohl 1. nicht von einer auf die andere Sekunde meine Freundin nicht mehr lieben^^; naja das ist auch nebensache. Ich weiß nicht ob es an den Blutdrucktabletten und/oder Nikotinmangel liegt, auf jeden fall würde ich mich freuen, wenn jemand der ähnliche Erfahrungen hatte oder mir helfen kann auf meine Nachricht antwortet!!! PS: Tabletten MetoHEXAL Succ - GRÜßE von Marcel 19 aus Hamburg!!!

erlaamaxr


mich hats auch erwischt. mit depressionen (oder dem, was ich dafür halte) schlage ich mich schon ziemlich lange rum, und da kommen dann auch noch ein paar andere dinge dazu, aber der nikotinentzug nach 8 monaten rauchen hat mich in einen zustand versetzt, den ich so noch nicht erlebt habe. jetzt pendle ich seit fast 3 monaten immer wieder hin und her; seit ca. zwei, drei wochen rauche ich quasi wieder, wenn auch nicht ganz so viel wie vorher. (mal davon abgesehen, daß es mir keinen spaß mehr macht.)

die depression krieg ich jetzt nur nicht wieder in den griff. das stürzt runter, hebt sich leicht, fällt ins bodenlose, hebt sich minimal und so weiter. fing allerdings, wenn ich mich recht erinnere, schon kurz bevor ich aufgehört hatte an. sicher bin ich da aber nicht. klar ist nur, daß die ganze sache momentan total aus dem ruder läuft...

antidepressiva oder ähnliche psychopharmaka möchte und werde ich keine schlucken. nutzt ja auch auf dauer nichts, muß man ja dann auch irgendwann absetzen, mal abgesehen davon, daß das auch gesundheitstechnisch nicht so ohne ist. ist ja auch egal.

sport klappt nicht. (laufen macht heftige ohrenschmerzen, außerdem krieg ich ziemlich schnell nen roten kopf und nicht genug sauerstoff. bei den meisten anderen bewegungsarten gehts mir da ähnlich.)

um ausweichmanöver denke ich mir meist meinen weg drumrum, so daß am ende eben sowieso alles keinen sinn mehr macht.

weiß jemand, wie lange es ungefähr dauert, bis das abklingt, wenn man mit dem rauchen aufgehört hat?

m;arfinxi


Ich habe vor 7 Monaten mit dem Rauchen aufgehört. Zusätzlich Antidepressivum abgesetzt und neu nacheinander zwei Blutdrucksenker verschrieben bekommen (Losartan + Betablocker). Nur wenige Tage nach Einnahme des zweiten Blutdrucksenkers (ein Betablocker) habe ich Depressionen übelster Sorte bekommen. Ich habe mehrere Monate im Bett verbracht. Das wünsche ich nicht mal meinem Feind.

Rvichaxrd61


Nikotin hebt die Laune und macht abhängig.

Je nach Dosis die man zu sich nimmt und dann schlagartig absetzt, sollte man ein langsames Ausschleichen erwägen. Ich war 3 Monate in einer psychiatrischen Klinik.

Nikotinentzug wurde dort immer medizinisch begleitet, mittels Nikotinpflaster die phasenweise reduziert wurden.

mQarf[ini


@ Richard61

Erstmal vielen Dank für Deine Antwort.

Ich habe jetzt einen Selbsttest gemacht und probeweise wieder geraucht (1 Tag). Ergebnis: Der alte Antrieb und die alte Energie sind wieder zurück. Und das trotz der Einnahme der Medikamente oder sonstiger Krankheitsgründe, auf die es die Ärzte schieben.

Jetzt ist die Frage. Mir fällt es derzeit nicht sonderlich schwer das Nichtrauchen einzuhalten, da ich jetzt 7 Monate nicht geraucht habe und ich meine Gewohnheiten sehr verändert habe. Gespannt bin ich, ob die Depressionen nun wieder kommen, wenn ich nach dem eintägigen Rauchen jetzt wieder das Rauchen einstelle.

Ansonsten weiß ich nicht, wie ich vorgehen soll. Nur wenig zu rauchen ist ja auch keine wirkliche Alternative zumal es für mich gesundheitlich doppelt schlimm ist.

R2ich)ardx61


Kauf dir doch Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster.

Die Menge an Nikotin kannst du an der Angabe auf der Zigarettenschachtel sehen die du brauchst. Wenn du 10 Zigaretten mit 15 mg rauchst brauchst du ein Pflaster oder Kaugummi was dem entspricht.

Das reduzierst du dann einfach nach und nach, bis der Körper und Psyche sich an den Nikotinentzug gewöhnt hast. Viele nehmen derzeit auch die E Zigarette, da kann man die Nikotinmenge auch gut dosieren.

mqarfxini


Bei mir ist aber leider das Nikotin das Problem. Ich habe wohl nur die Wahl zwischen gesundheitlich völlig unverantwortlich zu handeln (rauchen) und einer Depression.

RSicha9rd61


Du nimmst mit einer E-Zigarette , einem Nikotinkaugummi , einem Nikotinpflaster die gleiche Menge Nikotin zu dir wie mit einer normalen Zigarette , nur eben nicht mit den zusätzlichen Schadstoffen einer Zigarette.

Ich rauche im Übrigen 3 Zigarren am Tag und nehme über die Mundschleimhaut mehr Nikotin auf als ein Kettenraucher über die Lunge.

Zigarren sind deshalb nicht ganz so schädlich, meist bekommt man aber dafür Zungenkrebs.

d]aksat}hi


Hallo. Ich rauche nun seid drei Tagen nicht mehr. Mein Mann hat vor gut einer Woche aufgehört. Wir sind nur am streiten. Keiner mag sich geschlagen geben oder iss gar davon überzeugen das es lediglich vom Nikotin Entzug stammt. Ich kann bald nicht mehr aufhören zu weinen was meinen Mann noch wütender macht da er es als übertrieben empfindet. Meine Mutter ist seid beinahe 40 Jahren wegen Depressionen in Behandlung. Ich will weder enden wie sie noch kann ich die Situation weiter ertragen. Ich weiß das drei Tage noch nicht viel sind aber wenn man ständig weinen muss und schon darüber nach denkt dem ganzen ein endgültiges Ende zu setzten weil man es einfach nicht mehr ertragen kann , dann sind drei Tage schon viel. Ich brauche dringend Hilfe weiß aber nicht wie. Sind Tabletten wirklich ratsam? ?

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