» »

Seroquel

jTunge vKatze


Hallo, hat jemand Erfahrungen mit Seroquel gemacht? Ich werde unglaublich müde davon und wüsste gern, ob diese Müdigkeit irgendwann nachlässt.

Und nach der Einnahme von Seroquel dauert es noch ca. 40/45 Minuten, dann schlafe ich fast im Stehen ein. Da kann ich die Uhr nach stellen. Und es wirkt leider am Tag noch nach.

Das liegt rein am Seroquel und hat mit der SD überhaupt nichts zu tun!

Genau. Deswegen ist ja auch die Frage berechtigt, ob die SD gut eingestellt ist. Wenn nicht, fehlt einem nämlich der kausale Zusammenhang; dann ist unklar, was von den Beschwerden der SD und was den Psychopharmaka zuzuordnen ist.

Die Beschwerden werden ganz klar dem Seroquel zugeordnet!

Z;wac<ky44


@ junge Katze

Warum hat in Deinem Weltbild der Gedanke keinen Platz, dass verschiedene user auch verschiedene Denkweisen haben? Das macht ja gerade den Reiz eines Forums aus. Jedenfalls bestätigt die Praxis doch, dass die von Patienten vorab vorgenommene Zuordnung nicht immer richtig sein muß. Die Möglichkeiten von Medikamentenwechsel, Dosiserhöhung, Wechselwirkung mit Betablocker wurden oben schon erwähnt und sie werden durch einen weiteren Hinweis auch nicht zunichte gemacht. Wenn zusätzlich eine HT besteht, muß die Frage erlaubt sein, ob die UF denn präzise kompensiert ist. Dieser Zustand der SD kann sich ja auch einmal ändern, ohne dass man das sofort wahrnimmt (wie es mir vor kurzem passiert ist). Dann hätte kamie vielleicht Läuse und Flöhe. Es kann kein Fehler sein, auch die Stoffwechsellage zu prüfen, wenn man mit Psychopharmaka hantiert. Das entspricht einfach dem bewährten Grundsatz, dass der Ausschluß körperlicher Ursachen bei psychiatrischen Behandlungen unabdingbar ist. Sollte sich die HT unbemerkt weiter entwickelt haben, könnte passieren, dass sich das optimale Wohlbefinden trotz optimaler Psychopharmaka-Medikation nicht einstellt. Das war mein Punkt.

kwami1e


Hallo, Leidensgenossen und -innen, *:)

vor fünf Wochen habe ich angefangen, Venlafaxin ausschleichend abzusetzen. Seroquel schon vorher nicht mehr genommen (problemlos). ":/ Ich hatte das Gefühl, mich als Person zu verändern. Schwer zu beschreiben.

Vorletzten Sonntag die letzte Dosis Venlafaxin (ca. 10 bis 20 mg) genommen. Seitdem fürchterliche Absetzerscheinungen. War seither ein einziges Mal für 20 Minuten spazieren. Nur Übelkeit, Brechreiz :-X :-X und Nebel im Kopf.

Aber ich halte durch. Nie wieder will ich ein (für mich) :-( so hammerhartes Medikament nehmen. Bin auch vom Arzt nicht darauf hingewiesen worden, wie entsetzlich sich das Absetzen gestalten kann.

Inzwischen habe ich den Verdacht, dass Venlafaxin durch die andere Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gegenüber Trevilor schuld war :)z , dass meine Depressionen wieder kamen.

Vomex gegen Übelkeit hilft kaum :|N , andere Mittel kann ich wegen Medikamentenunverträglich-keiten nicht ausprobieren :|N . Ingwer gleicht strukturell z. B. Aspirin, und das darf ich nun überhaupt nicht nehmen. :(v

Im übrigen bedauere ich es absolut nicht, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich würde es immer wieder tun, weil ich mich inzwischen auch wieder anfange, mich als die Person zu erkennen, die ich vor Venlafaxin war.

Ich hoffe, Euch geht es einigermassen erträglich. Und vielleicht hilft mein Beitrag anderen, die Ähnliches erlebt haben oder ein Absetzen planen.

Lieben Gruss und gute Besserung!

CyimpXettxo


Seroquell ist bekannter Masen ein Neuroleptika, die Müdigkeit muß man fast als Normal Ansehen.

Das eigentlich Bekannteste Neuroleptika ist Eunerpan.

Meine Mutter muß auch Seroquell für die Nacht nehmen, 2 x 25 mg.

sie kann darauf sehr gut Schlafen

ZuwaDck4x4


Hallo kamie, tut mir sehr leid, dass Du so sehr unter Absetzungserscheinungen leidest. Laut sanego.de trifft es bei Venlafaxin jeden 7. Patienten. Möchtest Du durchhalten, in der Dosis wieder einen Teilschritt zurückgehen oder den Umweg über ein anderes AD machen?

Inzwischen habe ich den Verdacht, dass Venlafaxin durch die andere Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gegenüber Trevilor schuld war :)z , dass meine Depressionen wieder kamen.

??? Venlafaxin ist der Wirkstoff von Trevilor. Deshalb bleibt unklar, was Du hier meinst. Wenn ich Deinen Faden richtig lese, hat die ursprünglich vorhandene Wirkung von Venlafaxin nachgelassen, darauf hast Du zusätzlich Seroquel bekommen, das Du anscheinend schlecht vertragen hast; Seroquel war also nicht der große Bringer und wurde konsequenterweise abgesetzt, und weil Venlafaxin nicht mehr wirkt, schleichst Du es jetzt aus. Frage: Wie soll es weitergehen? Führst Du eigentlich Buch über Dein Befinden in Abhängigkeit der verordneten Medikamente?

Z%wackx44


kamie, ich grüble noch über Deinen Satz:

Ingwer gleicht strukturell z. B. Aspirin, und das darf ich nun überhaupt nicht nehmen.

Meinst Du etwa den Ingwer-Inhaltsstoff Gingerol? Falls ja, sehe ich keine Strukturverwandtschaft zu Acetylsalicylsäure: Selbst wenn ich die C10-Kette und die nicht-acetylierte Hydroxylgruppe außer Acht lasse, steht im Gingerol kernständig eine Methoxygruppe anstelle einer Carboxylgruppe. Zwischen beiden Verbindungen klaffen also Welten (3 strukturelle Unterschiede!).

k]aNmie


Ich habe inzwischen die Einnahme von Seroquel und Venlafaxin ganz eingestellt. :)z

Trotz ausschleichender Reduzierung über vier Wochen hatte ich nach dem endgültigen Absetzen von Venlafaxin fürchterliche Absetzerscheinungen ;-D . Zwei Wochen lang verbrachte ich mehr im Bett als ausserhalb. Die Wohnung habe ich in diesen zwei Wochen mal für 20 Minuten für einen Mini-Spaziergang verlassen und war heilfroh, dass ich trotz Schwindel, Übelkeit usw. wieder "heil" zuhause ankam. :-) :-D

Inzwischen sind seit der letzten Einnahme 3 Wochen vergangen, und ich kehre allmählich wieder in die Realität zurück. Es ist wunderschön, sich und sein Umfeld "neu" oder "wieder" zu erkennen.

Mit der Übelkeit werde ich mich wohl noch eine Weile abfinden müssen >:( . In anderen Foren sprachen "Mitleidende" von Wochen bis Monaten, die solche Absetzbeschweren andauern könnten. Es sind sogar schon Absetzversuche gescheitert, weil die Beschwerden unerträglich waren.

Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie trotz ihres Leidens auch viele harmonische Tage geniessen können. :)D

Ganz liebe Grüsse

kamie *:) *:)

Z7waMck4x4


Dann laß mal gelegentlich hören, wie es Dir weiterhin geht (ohne Psychopharmaka). Alles Gute!

k-amxie


Hallo, Zwack44,

ich danke Dir sehr für Deine umfangreichen Infos.

Ich hatte irgendwo bei Google gelesen, dass Ingwer strukturell dem Aspirin gleiche. Wie sich das im einzelnen verhält, kann ich leider als Laie nicht erkennen. Bei mir werden halt alle Warnsignale aktiviert durch die Wörter "Aspirin" oder "Acethylsalicylsäure" , weil selbige Wirkstoffe für mich nichts Gutes bedeuten.

Um kein Risiko einzugehen, mache ich dann einen großen Bogen, wenn diese Begriffe nur irgendwo auftauchen.

Andererseits, warum wird auf die strukturelle Ähnlichkeit von Ingwer und Acethyls. ausdrücklich hingewiesen, wenn sie nicht irgendeine Bedeutung hat.

Was genau von dieser Acethylsalic. auf mich diese negative Wirkung ausübt, weiss ich nicht, kann mir wohl auch niemand sagen.

Ich wurde eben ganz allgemein und grundsätzlich vor der Einnahme von acet.salic. haltigen Mitteln gewarnt.

Momentan nehme ich nur meinen Betablocker und das SD-Medikament.

Ich hatte seit Beginn meiner Depressionen immer wieder mal kürzere oder längere Phasen (bis zu zwei Jahren), in denen ich ohne Medikament auskam.

Der Versuch erscheint es mir immer wieder wert zu sein, und wenn ich nur zwei Monate ohne klar komme, hat es sich für mich gelohnt.

Aber so was "höllisches" wie Venlaf. - nie mehrl

Übrigens bestätigte mein Hausarzt, dass es durchaus möglich ist, dass ein Generika nicht dieselbe Wirkung hat wie das Originalmedikament! Es kann also tatsächlich sein, dass Trevilor mir geholfen hat, Venlafaxin aber eben nicht.

Ich werde immer wieder mal hier vorbeischauen.

Dir wünsche ich eine schöne Zeit, Du warst mir eine grosse Hilfe!

Alles Gute

kamie

Z/waLck4x4


Denk aber bitte daran, kamie: Man sollte diese Psychopharmaka 6-12 Monate nach dem Verschwinden der letzten Krankheitssymptome weiternehmen, um Rückfälle zu vermeiden. Offenbar bist Du mit Deinen Mitteln nicht glücklich gewesen, sonst wären Dir 2 Monate psychopharmakafrei nicht so wichtig. Deshalb mein Vorschlag: Sollte Deine Krankheit noch einmal zurückkommen, versuch es mit anderen Medikamenten. Es gibt so viele, dass für Dich sicher das "richtige" dabei ist.

kMam{ie


Ja, das stimmt, ich hatte zunächst den Eindruck, dass die Wirkung nachliess. Dann kam eine Art Nervenzusammenbruch, oder wie immer ich das nennen soll.

Ich hatte plötzlich das Gefühl, ausserhalb von mir selbst zu stehen. Ich war "mental" orientierungslos, wusste nicht, was da mit mir passierte. Das war ein solcher Schock, dass ich noch am selben Abend beschloss, alles abzusetzen. Ich hatte Angst, es könnte noch schlimmer werden und ich wüsste irgendwann nicht mehr, wer oder wo ich bin.

Ach, das klingt geschrieben alles so seltsam. Aber ich tu mich schwer, meinen damaligen Zustand für andere verständlich zu beschreiben

Ich warte jetzt mal ab und geniesse meine neue "Realität".

Und wie Du sehr richtig schreibst, im Fall des Falles gibt es auch für mich ein Medikament, das mir hilft ohne mich so heftig aus der Bahn zu werden.

Kamie

k2aVmie


Hallo, Zwack44, und all die anderen, die hier lesen (und leiden). :°_

Ich wollte nur kurz berichten, dass ich einmal nahe dran war, wieder wenigstens ein paar Kügelchen Venlafaxin zu nehmen, um das elende Gefühl zu beenden. Aber dann wäre der ganze Horror wieder von vorn losgegangen. Also hab' ich einfach drauflos geheult, bis es mir irgendwann etwas leichter zumute war. :)^

Zur Zeit ist eine scheussliche Übelkeit meine tägliche Begleiterin. Ich versuche sie auszuhalten, muss aber häufig doch Vomex nehmen, sonst kann ich den Alltag nicht bewältigen.

Auch muss ich meine Beine noch mit Bedacht und Vorsicht bewegen, damit ich nicht über meine eigenen Füße stolpere. :-/

Da ich mich ansonsten gut fühle (keine Anzeichen von Depression), werde ich den Mut nicht aufgeben.

In meinem Medizinschrank habe ich noch Citalopram und Tafil entdeckt. Zu wissen, da liegt ein SOS-Rettungsring, wenn wirklich alle Stricke mal reissen sollten, ist mir auch eine gute Hilfe.

Ich hoffe und wünsche ganz stark, dass es allen Betroffenen hier recht bald besser geht und Ihr einen Silberstreif am Horizont seht. :)_ :)_

Ganz liebe Grüsse, auch wenn mein Magen von den Oberschenkeln bis zum Kinn reicht.

kamie :-D

ZAwacxk44


kamie: Herzlichen Dank für Grüße und Nachricht. Es interessiert ja immer, wie es weitergeht. Tut mir sehr leid, dass Du es zeitweise so schwer hast. Sollen denn das jetzt immer noch Absetzerscheinungen sein? Was sagt denn Dein Arzt dazu? Deine Magenschmerzen könnten doch auch eine Venlafaxin-unabhängige Ursache haben. Wie pflegst Du denn Deinen Magen? Wie reagiert er denn auf Haferschleimsuppe?

k.a mixe


Hallo, Zwack44,

ich habe in Sachen Venlafaxin-Absetzen sehr viel herumgestöbert und häufig gelesen, dass tatsächlich von "Entzugs"erscheinungen gesprochen wird und davon, dass V. sehr wohl abhängig machen kann. Und die meisten sind nicht gut zu sprechen auf dieses Medikament.

Die Probleme nach dem Absetzen können 3 Monate dauern, manchmal scheitert das Absetzen auch ganz.

Diese Übelkeit ist mit Sicherheit noch ein Anhängsel. Sie geht ja gaaaaaanz langsam zurück.

Meine Sehstörungen führt die Augenärztin auch darauf zurück, dass nach 2 1/2 Jahren 150 mg täglich noch einiges im Körper drin sein dürfte. Alle ihre Untersuchungen waren ohne Befund.

Haferflöckchen mag mein Magen sehr gern. In den Übelkeitspausen nimmt er übrigens alles, was ich ihm anbiete. Ansonsten Zwieback, Knäckebrot oder einfach Brötchen.

Vor allen Dingen esse ich überhaupt nichts, was mir nicht super schmeckt. Ich höre jetzt sehr genau hin, was mein Magen möchte oder was nicht.

Entschuldige, dass ich immer so lange Romane schreibe. Versuche, mich zu bessern.

Dir und allen anderen, die "mich lesen", ganz liebe Grüsse

kamie

LUärcxhe2


Hallo kamie

hab mal wieder da hereingeschaut.

Ich hab das Venlafaxin u.a. auch über längere Zeit genommen. Nach dem Absetzen hatte ich überhaupt keine Entzugserscheinungen. Aber ich nehme ja immer noch 2 andere Medikamente. Eines davon hab ich auf Anraten meines Therapeuten vor kurzem auf die Hälfte reduziert und dachte, das stecke ich auch locker weg. Aber es ging ca.9 Tage gut und dann ging es mir auf einmal wieder sehr viel schlechter als zuvor. Ich nehme jetzt wieder die vorhergehende Menge, weil ich diese Verschlechterung auf die Halbierung des Medikamentes zurückführe. Ich denke, gleich um die Hälfte zu reduzieren war einfach zu viel. Habe am Donnerstag wieder eine Therapiestunde und werde darüber natürlich mit meinem Doc sprechen.

Liebe Grüße an Dich und gute Besserung :)* :)* :)* :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH