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Mit sich selbst ins Reine kommen

m#ax_powxerX hat die Diskussion gestartet


Guten Abend zusammen,

kennt jemand das Problem, mit seinem Leben nicht im Reinen zu sein? Einfach nicht glücklich mit sich selbst zu sein, dabei aber auch zu wissen, was man (vielleicht) ändern müsste und trotzdem tut man sich unglaublich schwer damit, es in Angriff zu nehmen?

Ich befinde mich seit 1 1/2 Jahren in einer Ausbildung, weiß nicht, ob das so das Richtige für mich ist und bin deshalb etwas gehemmt. Bei vielen Aufgaben auf der Arbeit denke ich mir: Das schaffst du nicht, sowas kannst du nicht. Abends lieg ich dann häufig im Bett und denke mir: Mensch, du hast es von vornherein verurteilt, ohne es versucht zu haben. Du musst dich auch mal hinsetzen und was lernen (wollen). Logisch, von nichts kommt nichts. Aber man selbst kommt einfach nicht in Gang.

Bei mir persönlich liegt momentan einiges im Argen, ich bin mir aber fast sicher, dass die Tatsache, sein Leben nicht richtig im Griff zu haben, viele der anderen Probleme noch stärker hervorhebt. Partnersuche wäre da eine Sache, wo mangelndes Selbstvertrauen Gift ist.

Wie kann man das in den Griff bekommen....

lg maxpower

Antworten
Adbatenyangxo


Die Arbeit: Geliebt, gehaßt, gebraucht.

Ich befinde mich seit 1 1/2 Jahren in einer Ausbildung, weiß nicht, ob das so das Richtige für mich ist und bin deshalb etwas gehemmt. Bei vielen Aufgaben auf der Arbeit denke ich mir: Das schaffst du nicht, sowas kannst du nicht. Abends lieg ich dann häufig im Bett und denke mir: Mensch, du hast es von vornherein verurteilt, ohne es versucht zu haben. Du musst dich auch mal hinsetzen und was lernen (wollen). Logisch, von nichts kommt nichts. Aber man selbst kommt einfach nicht in Gang.

War das von Anfang an so oder hat sich das in den letzten eineinhalb Jahren so entwickelt? Wie kommst Du morgends aus der Kiste raus? Wie ist die Laune, wenn Du denkst, dass es gleich auf die Arbeit geht? Wie findest Du Deine Kollegen auf der Arbeit. Wie sind Deine schulischen Leistungen?

Partnersuche wäre da eine Sache, wo mangelndes Selbstvertrauen Gift ist.

Ich kann Dir versichern, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung das Selbstvertrauen anhebt.

Abends lieg ich dann häufig im Bett und denke mir: Mensch, du hast es von vornherein verurteilt, ohne es versucht zu haben. Du musst dich auch mal hinsetzen und was lernen (wollen). Logisch, von nichts kommt nichts. Aber man selbst kommt einfach nicht in Gang.

Dafür gibt es viele Ursachen, wie zum Beispiel der Anfang einer Depression, Frustation, Verweigerung, Überforderung.

Wie kann man das in den Griff bekommen....

In kleinen Schritten. Es ist Wochenende: Du hast die Möglichkeit, die 48 Stunden zu struktieren. Die Mischungsverhältnisse machen den Erfolg aus. Ich habe erst gelernt und mir als Belohnung etwas Spaß gegönnt. Man kann es auch umgekehrt machen. Hast Du Spaß an Bewegung?

m ax_poowerxX


War das von Anfang an so oder hat sich das in den letzten eineinhalb Jahren so entwickelt? Wie kommst Du morgends aus der Kiste raus? Wie ist die Laune, wenn Du denkst, dass es gleich auf die Arbeit geht? Wie findest Du Deine Kollegen auf der Arbeit. Wie sind Deine schulischen Leistungen?

Das hat sich so entwickelt mit der Zeit, war damals ein ziemlicher Kurzschluss, die Entscheidung zu der Ausbildung. Im wesentlichen ruhe meine Zweifel auf mangelndem Selbstvertrauen. Ich weiß nicht, ob ich wirklich zu "schlecht" bin für den Job. Ich bin häufig auch einfach zu zurückhaltend, um Sachen auszuprobieren, die auch mal daneben gehen können. Morgens komm ich unheimlich schlecht raus, seit ca. nem halben Jahr. Keine positiven Gedanken, wenn ich an die Arbeit denke. Das Klima im Bezug auf meine Ausbilderin ist Super, das mit den anderen Kollegen so lala. Bin (leider) nicht der Mensch, der von sich aus viel Kontakt sucht. Das gefällt mir an mir auch nicht, und das würde ich gerne ändern bzw. arbeite auch daran. Meine Schulnoten sind durchweg gut, bin eigentlich total unterfordert.

Ich kann Dir versichern, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung das Selbstvertrauen anhebt.

Das glaube ich gern, ja, ich hoffe sogar drauf.

Dafür gibt es viele Ursachen, wie zum Beispiel der Anfang einer Depression, Frustation, Verweigerung, Überforderung.

Ich gehe bereits zum Psychologen, eben wegen Verdacht meinerseits auf Depressionen. Das hat sich bisher nicht bewahrheitet. Woher meine Frustration und Motivation sonst kommt, weiß ich nicht. Ich habe mit Sicherheit ein Ehrgeiz-Problem. Alles, was ich mache, will ich perfekt machen. In meinen Hobbys, in meinem Beruf. Das führt dazu, dass man sich selbst nur Tiefschläge verpasst, weil man an seinen Werken und Tätigkeiten IMMER nur das Schlechte herausstelt, oder anders gesagt, immer was zu nörgeln hat.

In kleinen Schritten. Es ist Wochenende: Du hast die Möglichkeit, die 48 Stunden zu struktieren. Die Mischungsverhältnisse machen den Erfolg aus. Ich habe erst gelernt und mir als Belohnung etwas Spaß gegönnt. Man kann es auch umgekehrt machen. Hast Du Spaß an Bewegung?

So versuche ich es gerade, ich lerne in kurzen Zeitabschnitten und beschäftige mich dann kurz mit was anderem. Spaß an Bewegung, ja. Hab bis vor kurzem Leistungssport gemacht, aber auch da kam das Problem mit dem Ehrgeiz zu tragen. Ständige Verletzung, sich selbst zuviel Druck auferlegt, deshalb gerade eine Pause davon. Ich will aber unbedingt wieder Sport machen, der Gesundheit und aber auch dem Selbstvertrauen wegen. Leider macht mir gerade eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung...

A-ba1tenaBn(go


Das Klima im Bezug auf meine Ausbilderin ist Super...

:)^

...das mit den anderen Kollegen so lala

Worüber unterhaltet Ihr Euch?

Bin (leider) nicht der Mensch, der von sich aus viel Kontakt sucht. Das gefällt mir an mir auch nicht, und das würde ich gerne ändern bzw. arbeite auch daran.

Wieso (leider)? Es gibt Menschen, die brauchen viele Menschen, und es gibt Menschen bei denen es nicht so ist. Das ist doch normal. Ich sehe hier keine Notwendigkeit sich zu verbiegen.

Meine Schulnoten sind durchweg gut, bin eigentlich total unterfordert.

:)^

Ich gehe bereits zum Psychologen, eben wegen Verdacht meinerseits auf Depressionen.

Vertraust Du ihm?

Ich habe mit Sicherheit ein Ehrgeiz-Problem. Alles, was ich mache, will ich perfekt machen. In meinen Hobbys, in meinem Beruf. Das führt dazu, dass man sich selbst nur Tiefschläge verpasst, weil man an seinen Werken und Tätigkeiten IMMER nur das Schlechte herausstelt, oder anders gesagt, immer was zu nörgeln hat.

Oh - Perfektionismus, das kenne ich. Damit habe ich mir den ganzen Spaß an meinem Studium versaut. :°(

So versuche ich es gerade, ich lerne in kurzen Zeitabschnitten und beschäftige mich dann kurz mit was anderem. Spaß an Bewegung, ja.

Cool.

Leider macht mir gerade eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung...

:)*

Das hat sich so entwickelt mit der Zeit, war damals ein ziemlicher Kurzschluss, die Entscheidung zu der Ausbildung.

Die Hälfte hast Du geschafft. Du hast Dir einen professionellen Verbündeten ins Boot geholt. Mit seiner Unterstützung kannst Du ein Konzept entwickeln, dass Dich entlastet und dabei hilft das Ding durchzuziehen.

m%ax_pow$erX


Worüber unterhaltet Ihr Euch?

Ja, das ist ja das Problem. Ich weiß nicht, worüber ich mich mit denen unterhalten soll. Plage mich auch häufig mit dem Gedanken rum, dass es sie nicht interessiert, was ich zu sagen habe, oder dass es eh unwichtig ist.

Wieso (leider)? Es gibt Menschen, die brauchen viele Menschen, und es gibt Menschen bei denen es nicht so ist. Das ist doch normal. Ich sehe hier keine Notwendigkeit sich zu verbiegen.

Mich selbst stört es aber. Das hat auch was mit der Partnersuche zu tun. Oder auch allgemeiner: Mir fällt es schwer, jemanden kennen zu lernen. Klar könnte man jetzt sagen: Dazu gehören immer zwei und auch der/die andere könnte ja zu mir kommen und mich kennen lernen wollen, aber wer überlässt schon gern sein eigenes Schicksal jemand anderem.

Vertraust Du ihm?

Die erste Sitzung war katastrophal und irritierend, die zweite war schon viel, viel besser. Den nächsten Termin hab ich aber erst wieder Ende März, was mich ein wenig irritiert.

Oh - Perfektionismus, das kenne ich. Damit habe ich mir den ganzen Spaß an meinem Studium versaut. :°(

Wie hat sich das bei dir geäußert und vorallem: Was hast du dagegen unternommen?

Die Hälfte hast Du geschafft. Du hast Dir einen professionellen Verbündeten ins Boot geholt. Mit seiner Unterstützung kannst Du ein Konzept entwickeln, dass Dich entlastet und dabei hilft das Ding durchzuziehen.

Durchziehen werde ich es auf jeden Fall, aufgeben kommt nicht in Frage. Die Frage, was danach kommt, ist nur die, die mich ständig runterzieht, weil ich keine Ahnung habe. Nicht zu wissen, wo seine Stärken und Schwächen liegen und daraus kein Selbstvertrauen aufbauen zu können, ist schrecklich.

Ajbatenpangxo


Oh - Perfektionismus, das kenne ich. Damit habe ich mir den ganzen Spaß an meinem Studium versaut.

Wie hat sich das bei dir geäußert und vorallem: Was hast du dagegen unternommen?

Ich war nicht gut genug. Das betraf alle Lebensbereiche. Bei mir war der Perfektionismus die Oberfläche. Unterhalb schlummerte die Angst des Versagens gepaart mit einem Minderwertigkeitskomplex überlagert vom Anspruch der Unfehlbarkeit. Diese Modell habe ich mit professioneller Hilfe überarbeitet.

Heute nehme ich mich nicht mehr sooooooo ernst, gönne mit die Fehlbarkeit und lasse die Tränen nicht mehr rückwärts fliessen.

Durchziehen werde ich es auf jeden Fall, aufgeben kommt nicht in Frage. Die Frage, was danach kommt, ist nur die, die mich ständig runterzieht, weil ich keine Ahnung habe.

Wie sieht Deine Phantasie aus?

Nicht zu wissen, wo seine Stärken und Schwächen liegen und daraus kein Selbstvertrauen aufbauen zu können, ist schrecklich.

Das wird sich während der Therapie entwickeln.

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