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Ist mein Bruder ein Psychopath?

j$unmg@e Katxze


Nun ja - was MEINTEST Du denn?

Ich meinte, er verhält sich nur gegenüber seiner Schwester so. Er geht ja auf Axe und scheint daher auch andere soziale Kontakte zu haben. Gegenüber denen scheint er doch anders zu sein und keine Gewalt an zu wenden.

aBd0rxe


Junge Katze ist ein wunderbares Beispiel für die nahezu perfekte Ignoranz, die das Entstehen antisozialer Persönlichkeitsstörungen begünstigt, sogar vermutlich überhaupt erst ermöglicht.

;-D Naja, vielleicht ein bisschen zu hart ausgedrückt...

Entschuldigt bitte, ich hab mich da echt ungut ausgedrückt.

Oh ja, und wie. Das ist eine ähnliche Kategorie wie "Der Mann schlägt ja nur seine Ehefrau, er geht ja nicht raus und verprügelt andere Frauen."

Klar Gewalt geht überhaupt net! Ich kann nur seine Situation nachvollziehn. Schon als Kind wurde er von seiner Schwester mit anderen zusammen gequält. Ich denk auch, Milkaschokolade hat ihn auch schon geschupst, angeschrien und geschlagen. Der Junge bekommt, Ablehnung, Abwertungen und Eifersucht zu spüren. Er lässt das raus. Beide haben net gelernt, ihre Konflikte anders zu klären und ihre Verhaltensweisen aus der Jugend beibehalten. Der Junge war im Nachteil, weil er immer Ablehnung, Abwertung und Eifersucht zu spüren bekam.

Der Junge bekommt offenbar viel Unterstützung von seiner Mutter. Selbst wenn wir da ein gewisses Risiko mit einberechnen müssen, dass Milkaschokolade vielleicht in ihrer momentanen Wut ein wenig übertreiben könnte was diese Punkte betrifft, wird mit Sicherheit nicht gerade das genaue Gegenteil der Fall sein. Ja, offenbar hat auch Milkaschokolade schon geschrien und geschlagen, aber offenbar war in den letzten Jahren eher das Gegenteil der Fall... und mit 21 ist er ein erwachsener Mann und einer Frau eben körperlich überlegen; er geht also auf Jemanden los, der ihm körperlich nicht gewachsen ist. Und ja, offenbar können die beiden nicht miteinander, und es muss nicht nur der Bruder schuld daran sein. Aber NICHTS davon rechtfertigt Gewalt.

Ich sehe ja ein, dass man auch schauen sollte woran es liegen kann, dass er so aggressiv und allgemein antisozial ist, aber jetzt der Schwester, die geschlagen wird, die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben ist ja wirklich falsch...

j0ungeF Kaxtze


Ich sehe ja ein, dass man auch schauen sollte woran es liegen kann, dass er so aggressiv und allgemein antisozial ist, aber jetzt der Schwester, die geschlagen wird, die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben ist ja wirklich falsch...

Mich interessiert die Ursache, den Hintergrund seines Verhaltens. Ich denk, da wird auch ein Psychologe benötigt. Nur mit den Ursachen und dem Hintergründen kann man an diesen Problemen arbeiten. Milchschokolade sollte/muss da mit einbezogen werden.

Ich denk, beide tragen ihren Teil dazu bei. Ich denk net, Milchschokolade hat die alleinige Schuld. Ich halte ihn auch net umbedingt für eine antisoziale Persönlichkeit.

Oh ja, und wie. Das ist eine ähnliche Kategorie wie "Der Mann schlägt ja nur seine Ehefrau, er geht ja nicht raus und verprügelt andere Frauen."

|-o So war das überhaupt net gemeint. |-o

E5leLonorxa


Zwischenfrage: Hast du schonmal versucht mit deinem Bruder zu reden?

jGunge2 Katxze


Milchschokolade

Es tut mir wirklich sehr sehr leid, dass Dich Dein Bruder schlägt und ihr diese Probleme miteinander habt. :)* :)* :°_ @:) *:)

SDhoxjo


Ich find soetwas ganz und gar net in Ordnung, kann es aber nachvollziehn.

Ja - und nu? Ich kann nahezu alles nachvollziehen außer Katholizismus und dem Verspeisen von Austern, aber was genau fängt man mit diesem (scheinbaren?) Verständnis an? Eins der Probleme scheint ja zu sein, dass die Mutter immer alles entschuldigt und geradegebogen hat. Du machst hier dasselbe. Es klingt, als läge das in Deiner eigenen Vorgeschichte begründet, aber mit diesem Entschuldigen und Verständnisheischen ist niemandem geholfen. Klar, Ursachenforschung ist wichtig, aber auch ganz klare Grenzsetzung. So wie er sich augenblicklich offenbar verhält, geht es ganz schlicht nicht, egal, welche Beweggründe es dafür geben mag.

;-D Naja, vielleicht ein bisschen zu hart ausgedrückt...

Ich bin heute hart! ;-) Aber ich meine es tatsächlich im Ernst - der Bengel scheint keine Grenzen kennengelernt zu haben beziehungsweise immer irgendwie mit seinem blöden Verhalten durchgekommen zu sein, und das ist jetzt die Quittung.

sYchrxeckAlicZhkranxk


Wird höchste Zeit, dass er ins Studentenwohnheim kommt... :-o

Mit 21 noch zu Hause? Wo gibts das denn? Höchstens in Kathmandu.. :-o

CWalmSaxr


Mit 21 noch zu Hause? Wo gibts das denn? Höchstens in Kathmandu.. :-o

Das gibt's da, wo man kein Geld für eine Wohnung aus dem Fenster werfen will, wenn man bequem von Zuhause zur Uni kommt.

fdis)cherxin


Liebe Milka,

das klingt ja alles gar nicht gut. Zwischen Euch liegt so einiges im Argen, früher als Kind scheinst Du Deine Überlegenheit (dadurch dass Ihr mehrere gegen einen ward) gegen ihn ausgenutzt zu haben - heute nutzt er seine körperliche Überlegenheit gegen Dich aus.

Ich will die Vorkommnisse in Eurer Kindheit (worüber Du nichts Konkretes gesagt hast, so dass auch alles Spekulieren der Leute hier gar nichts bringt) nicht verharmlosen. Aber wir wissen alle, wie schrecklich Kinder sein können und das solche Erfahrungen auch Spuren hinterlassen können. Allerdings bin ich der Meinung, dass man als erwachsener Mensch irgendwann Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen muss, man kann nicht ewig schlimme Erfahrungen in der Kindheit etc. vorschieben. Er ist alt genug, um sich mit Dir anders als mit Schlägen und Aggression auseinanderzusetzen. Und bevor hier jemand meint, ich wüsste nicht wovon ich spreche und es sei ja so schwer, Kindheitserfahrungen hinter sich zu lassen: Ich weiß das sehr genau, ich bin da leider auch ein gebranntes Kind. Allerdings habe ich mich dazu entschieden, diese Erfahrungen zu verarbeiten. Das war ein sehr hartes Brot, aber ich habe es geschafft.

Dein Bruder, Milka, scheint augenblicklich ziemlich plan- und orientierungslos. Ich glaube, er weiß selber gar nicht, warum er Dir gegenüber so aggressiv und dem Rest der Familie gegenüber so herrisch reagiert. Er sollte anfangen, sich an all das heranzustasten. Ob mit einer Therapie oder Gesprächen mit einer Vertrauensperson, das kann ich nicht beurteilen. Die Frage ist ja auch, ob er überhaupt zu so einem Schritt (schon) bereit ist.

Ich würde Dir raten, Deinen Vater stärker zu involvieren. Sprich mit ihm darüber, lass kein Detail aus. Unter Umständen kann er genug Einfluss auf Deinen Bruder ausüben.

Ansonsten würde ich Dir weiterhin dazu raten auszuziehen. Ein (temporärer) Schnitt hilft oft sehr, um familiäre Probleme zu entschärfen. Du sagst, dass Du in der Ausbildung bist. Dann such Dir ein günstiges WG-Zimmer und/oder jobbe zusätzlich am Wochenende, falls das Geld nicht reicht. Du kannst auch einen Bildungskredit bekommen, meine ich. Hartz 4 kriegst Du meines Wissens nicht, aber Wohngeld definitiv - allerdings weiß ich nicht, ob man Wohngeld auch kriegt, wenn man in einer WG (= Bedarfsgemeinschaft?) lebt. Das geht alles, wenn man wirklich will. Und wenn Du studierst, dann solltest Du ohnehin nebenbei arbeiten gehen und Dich von der Abhängigkeit vom Elternhaus lösen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das zwar anstrengend sein kann, allerdings ist es wunderbar, das selbstverdiente Geld für ein eigenverantwortliches Leben auszugeben. Das ist ein Schritt in Richtung Erwachsensein. Mir scheint, dass Du Dich so langsam abnabeln solltest, auf eigenen Beinen stehen. Du schaffst das schon! Und ich sage Dir, es wird Dir gefallen! Wenn Du Dein eigenes Leben hast, wird Dein Bruder auch nicht mehr so mit Dir umgehen können. Nicht nur, weil Du Dich räumlich ihm entziehst, sondern auch weil er merken wird, dass Du nicht mehr seine kleine, schwache Schwester bist. Du bist dann eine Frau, die Verantwortung für ihr Leben übernommen hat.

SWhojxo


Wohngeld definitiv

Soweit ich weiß, ist während des Studiums der Bezug von Wohngeld ausgeschlossen.

S:hoxjo


Bei einer Freundin war die Situation nicht gänzlich unähnlich, allerdings mit einer Mutter, die durchaus gesehen hat, dass der Bruder sich nicht okay verhält. Inzwischen hat es sich so weit reguliert, dass man halbwegs miteinander auskommt ... allerdings räumlich getrennt. Vorher bei zeitweise "geteiltem Lebensraum" ging gar nichts.

faisch5erxin


Hallo Shojo,

ich meine schon, dass Studenten Wohngeld beziehen können. Der Anspruch auf Wohngeld ist dann gegeben, wenn das eigene Einkommen eine gewisse Grenze (die ich nicht kenne) nicht überschreitet und dem Grunde nach kein Anspruch auf Bafög besteht. Ein Anruf bei der zuständigen Stelle hilft da sicher weiter.

MGilkaKschockroladxe


Hallo!

Danke für Eure zahlreichen Beiträge. Vieles ist nützlich und genauso sehe ich das auch.

Aber ich glaube kaum, dass man mir, als damals vielleicht 5-6 jähriges Kind, die alleinige Schuld geben kann, dass bei ihm was nicht stimmt.

Er meint schon seit Jahren, dass er soweit wie möglich wegziehen will. Deswegen wohnt er im Osten.

Wir haben einfach keinen Draht zueinander, noch nie gehabt. Als 21 jähriger Mensch müsste man doch mal erkennen, dass man sich zügeln muss, mit Konflikten umgehen lernen, artikulieren lernen. Wir sind nicht asozial. Immer wenn ich das Bild von Schlägern habe, denke ich an Menschen, die nicht eingegliedert sind. Wir wohnen in einem kleinen Dorf, ich bin sehr in der Dorfgemeinschaft engagiert, unsere Familie akzeptiert. Meine Eltern arbeiten beide. Ich denke, genau daran liegt das Problem. Wir waren oft alleine, oder bei meiner Tante, die sich auch nie durchsetzen konnte und ihn immer in Schutz nahm. Alle Probleme wurden ihm immer von den Schultern genommen. Die Eltern ließen sich scheiden, da war ich vielleicht 3, er 2. Unser Vater war nie zuhause, wohnte dann auch im Osten, oder mind. 80km weg.

Ich möchte hier nicht ausziehen. 1. haben wir ein riesiges Haus, in dem es sich nicht lohnt nur zu zweit zu wohnen. 2. lohnt es sich nicht für 1,5 Jhare hier auszuziehen, nur um dann nochmals umzuziehen. Das Finanzielle fehlt mir auch. Außerdem bin ich kein Schmarozzer, der vom Staat lebt, Sozialleistungen beansprucht, die nicht nötig sind. Ich hab hier ja eigentlich alles, was ich brauche, wenn er nicht da ist, zumindest. Ich denke, wenn er weg ist, werde ich das mit den anderen beiden Zimmern ansprechen. Er nutzt sie ja nur zum schlafen, anders, wie er die ganze Zeit behauptete.

fki+sch%erixn


Das Finanzielle fehlt mir auch. Außerdem bin ich kein Schmarozzer, der vom Staat lebt, Sozialleistungen beansprucht, die nicht nötig sind. Ich hab hier ja eigentlich alles, was ich brauche,

Nun ja, Schmarotzer würde ich jetzt nicht sagen, wir leben immerhin in einem Sozialstaat und wenn jemand auf Hilfeleistungen angewiesen ist, dann sollte er diese auch kriegen. Wohngeld zu beantragen, ist in meinen Augen völlig legitim. Dein Einkommen muss ja unter einer bestimmten Grenze sein, damit Du es überhaupt bekommst. Und nein, ich selbst beziehe kein Wohngeld, sondern arbeite und finanziere mich selbst. Ich bin aber der Ansicht, dass Wohngeld eine vernünftige Sache ist, die einem vorübergehend helfen kann, wenn man sich aus eigenen Kräften kaum über Wasser halten kann.

Wenn Du also sagst, dass Du keine Sozialleistungen beanspruchen willst und zum Schmarotzer werden möchtest, dann überlege mal, ob der Umstand, dass Du bei Deinen Eltern lebst, nicht auch eine Art der Inanspruchnahme von Leistungen anderer ist. Ich will Dir hier gar nichts vorwerfen, wirklich nicht. Ich denke nur, dass Ihr beide Eure Eltern beansprucht. Insofern kannst Du Deinem Bruder in dieser Hinsicht nicht sehr viel vorwerfen. Allerdings sollten Eure Eltern Euch gleich behandeln und niemanden bevorzugen.

Und noch eines: Ich habe nicht nur von der Inanspruchnahme sozialer Leistungen gesprochen, sondern in erster Linie gesagt, dass es durchaus möglich ist, sich von der Abhängigkeit von den Eltern zu lösen und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Viele Studenten jobben nebenher, um sich eben diese Unabhängigkeit zu bewahren, sehr viele sind auf Nebenjobs angewiesen, weil sie sonst einfach keine Möglichkeit haben, sich über Wasser zu halten. Ich kann nicht beurteilen ob zB ein 400 Euro Job möglich ist, wenn man Azubi ist, ich fürchte, dass da nicht genug Zeit und Energie bleibt. Aber im Studium geht es allemal.

Hast Du vor, als Studentin auch Zuhause wohnen zu bleiben? Willst Du an eine Uni, FH oder ein duales System?

M1i$lkascnhockol_adxe


Mein Bruder arbeitet nicht neben dem Studium. Das Geld, das er nicht als Bafög erhällt, gibt meine Mutter dazu. Und ich könnte wetten, dass noch mehr fließt ;-)

Das mit dem Schmarotzer war nicht so gemeint. Ich denke halt, dass ich ja gut zuhause wohnen kann, ohne das man mir Hilfe vom Staat zukommen lassen muss, außer Kindergeld, was mir ja nioch zusteht, bis Dezember, wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe.

Ich bezahle meine ganzen Hygieneartikel, vieles von Essen, was ich auch einfach in den Kühlschrank räume, jeder bedient sich, was mir nichts ausmacht. Besteht halt aus geben und nehmen, das Zusammenleben.

Meine Gesamte Kleidung, Sprit (zur Schule!) bezahle ich selbst. Nebenbei hab ich noch einen Bausparvertrag laufen. Den Rest spare ich.

Da ich neben der Ausbildung recht eingespannt bin, bleibt mir leider nicht viel Zeit um noch groß nebenher jobben zu gehen. ( Ich spiele Theater, leite unsere Straußjugend, organisiere unsere Kerwe, schreibe Kerwereden, helfe bei Veranstaltungen im Ort oder drumherum usw usw.) Auf dem Land gibt es auch nicht viele Möglichkeiten zum jobben.

Wenn ich studiere, muss ich leider ausziehen. Die FH liegt gute 80-85 km von hier weg. und über den Rhein zu kommen, muss ich noch auf eine Fähre warten, oder 30km Umweg fahren. Würde sonst ca. 2 Stunden für 1 Weg unterwegs sein.

Ich glaube kaum, dass ich das 5 Jahre durchhalten werde.

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