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Kann sich eine Psychose aus einer Angststörung entwickeln?

kOleine 7Palme2x10 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin neu hier und dachte mir, da ihr sicher einiges an Erfahrung habt, könnt ihr eventuelle Tipps geben.

Ich leide seit letztem Jahr unter Panikattacken und einer Angststörung samt leichter Depressionen.

Los ging das Ganze letzten Sommer, als vermehrt Stress auftrat.

Ich bekam Herzrasen, Darmprobleme, Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit usw.

Da es nicht besser wurde, schickte man mich ins Krankenhaus. Dort wurde aber nichts festgestellt.

Seither hatte ich ständig die Angst, dass so etwas wieder passiert und ich begann permanent in meinen Körper hinein zu hören. Ob mein Herz gleichmäßig schlug usw.

Dann begann sich das Problem weiter ausuweiten und ich hatte regelrechte Angst vor der Angst, oder weiteren Krankheiten.

Zuerst Hirntumor, dann MS, die Schilddrüse, Krebs oder Epilepsie usw...

Während des Alltages hatte ich sogar Probleme beim Laufen, weil mich die Angst erfasste umzukippen oder das mit mir irgendetwas geschah. Das ich auf der Stelle sterben würde und ich malte mir meinen eigenen Tod aus. Wie das dann wohl wäre.

Ich begann permanent auf alle Signale meines Körpers zu hören und ständig in mich hinein zu horchen. Mein Hausarzt riet mir, am besten eine Verhaltenstherapeutin aufzusuchen, weil sich meine Probleme wohl weitestgehend auf den somatischen Bereich ausweiteten.

Die Therapeutin begann mit den ersten Sitzungen, aber ich stand und stehe auch heute noch in einer Art Wartezeit der Genehmigung.

Weil es nicht besser wurde, suchte ich einen Neurologen auf, der mir etwas zur beruhigung verschrieb, was die Symptome ein wenig lindert.

Dennoch plagt mich noch heute ein weiteres Problem. Ich weiß nicht mehr, wovon ich davon erfuhr, aber ich las in einem Artikel oder hörte im Fernsehen über Schizophrenie und Psychosen. Das schockte mich sofort und ich bekam sofort mörderische Panik, dass ich das auch hatte. Ich meine, meine Gedanken sind relativ durcheinander. Mir kommen ganz plötzlich irgendwelche zusammenhanglosen Wörter in den Sinn.

Seither schaue ich mich regelrecht panisch in meiner Umgebung um, ob auch alles in Ordnung ist. Ich traue mich manchmal schon niemandem mehr in die Augen zu sehen, aus Angst, dass ich etwas sehe, dass nicht normal ist. Ich muss dazu sagen, dass ich damals im Krankenhaus auch ein Mittel bekam, dass bei mir regelrechte Halluzinationen hervor rief. Deshalb vielleicht auch die Angst, es könnte nicht von den Tabletten gekommen sein. Auch Personen oder Dinge kommen mir manchmal richtig fremd vor, sowie meine Umgebung. Was ich auch hatte, war ab und an eine Entfermdung von Worten, als ich morgens aufwachte. Beim gehen ist das auch manchmal, als ob ih ins Leere trete.

Durchschlafen tue ich ab und an auch nicht mehr. Was mir auch auffällt, dass ich in letzter Zeit ziemlich oft über das Leben nachgrübele. Zum Beispiel wie sich der Mensch entwickelt hat und was es heutzutage alles gibt und früher nicht gab usw. Da ertappe ich mich und denke: Hoffentlich ist das nicht schon psychotisch. Das ist doch jetzt nicht normal ???

Vielleicht liegt das aber auch an meiner Depression.

Jetzt zu meiner Frage. Sind das Merkmale, die sich auf eine Psychose beziehen könnte ??? ? Und könnte sich so eine Psychose aus einer Angststörung entwickelt haben ??? ?

Danke im voraus für eure Antworten.

Antworten
K5et=zeMrixn


Das ist schwierig zu sagen, das könnte am besten nur ein Psychiater feststellen.

Schau mal im Netz:

Es gibt sog. "Früherkennungs- und Frühinterventionszentren der Universitätskliniken Köln und Bonn", die müßten auf ihren Internetseiten Infos und eine Checkliste haben.

K5etzerxin


Und dann höre ich bei dem, was du oben schreibst etwas in Richtung Hypochondrie heraus.

Lies mal zu dem Thema

"In der aktuellen Apotheken-Umschau (1.12.2009) ist ein interessanter Artikel drin: " Krank vor Angst - Hypochonder" (Forschung & Wissen, Psychologie).",

ob du dich da wieder findest. Das müßte auch noch online abrufbar sein.

Kdetz,exrin


Hier noch ein Link zu meinem ersten Post oben:

[[http://www.fetz.org/]]

k-leiyne Pa*lme21x0


Danke. Problem ist nur, dass die Merkmale so allgemein sind, dass man das so genau nicht sagen kann.

Ich meine, noch leide ich nicht an Wahnvorstellungen oder Verwolgungswahn. Das ich nicht Hellsehen kann ist mir auch klar und daran, dass ich etwas besonderes bin, glaube ich auch nicht.

Aber es könnte ja so eine Art Früherkennung sein ???

Andererseits mein Psychater (bei dem ich schon war) verschrieb mir so ein Mittel Opipram oder so ähnlich. Das hätte, so wie ich gelesen habe, nicht nur gegen Angststörung sondern auch leicht psychotische Wirkungen. Oder ???

Vielleicht würde das ja schon reichen ???

K0etze8ri9n


Was sagte denn der Psychiater an Diagnosen?

k^leine2 Pa$leme21x0


Generalisierte Angststörung.

Und meine Therapeutin diagnostizierte eine leichte Depression.

Aber da muss ich erst warten, bis ich Bescheid bekomme.

Wenn das Mittel gegen Ängste ist und laut Internet auch ganz leicht gegen Psychosen hilft, würde das im Falle eines Falles doch quasi vorbeugend helfen. Oder ??? ?

Danke für eure Antworten

Kbet,zerin


Ich finde hier nur Opipramol bzw. Insidon unter Tranquilizer.

Aber ich kenne das nicht, kann dazu also nichts sagen.

K*etzxerin


Also ich würde am besten deine Gedanken hier nochmal mit dem Psychiater (als Fachmann) besprechen. Und mir wie gesagt das mal zu Hypochondrie ansehen.

k4leTin~e Palmex210


Mh.

Ich habe am 29. März wieder einen Termin bei ihm.

Werde das defintiv ansprechen.

Meinst du, man kann sich da auch reinsteigern ???

Ich war heute beispielsweise essen und da war so ein Porträt von Mona Lisa an der Wand. Da musste ich immer zu hinschauen und dachte mir, ein Mensch mit einer Psychose würde sich davon vermutlich verfolgt fühlen. Und dann habe ich echt kurz überlegen müssen, ob es mir nicht gerade auch so geht.

Bzw. ob auch alles klar ist, und ich nicht so fühle.

Indirekt habe ich Schizophrenie ja schon beim Doc angesprochen. Der meinte: Warum denken sie, dass es das ist?? Und ich: Ich weiß nicht. Er: Na, dann kann es so etwas auch nicht sein.

Da habe ich ihm das mit dem Gefühl neben sich zu stehen und diesem daurhaften Nachdenken auch noch nicht erzählt.

Das Problem ist eben auch, dass ich den ganzen Tag über permanent in mich hinein höre. Was gerade mit meinem Körper abgeht. Und das verunsichert irgendwie. Ich hab echt Angst, dass ich so ne Psychose hab.

Hab da mal einen Bericht gesehen. Vielleicht peile ich dann gar nichts mehr und drehe total durch. Oder sehe irgendwelche Dinge und höre Stimmen. Das macht mir echt Angst.

KQetbzerxin


Ja, bestimmt kann man sich da reinsteigern.

Was ist mit (gedanklicher und anderer) Ablenkung? Wenn du den ganzen Tag permanent in dich hineinhörst, hört sich das für mich auch nach zu viel Aufmerksamkeit auf den Körper an.

K^etz3erin


Als Beispiel:

Also ich würde bei dem Porträt von Mona Lisa an der Wand einfach nur denken, hey, da hängt die Mona Lisa und fertig.

koleine /Palme2x10


Ja, es ist schon sehr anstrengend.

Gedanklich bin ich immer bei diesem Thema. Wie eine Gedankenspule.

Ich denke permanent darüber nach. Das es Schizophrenie oder ähnliches sein könnte, macht mir am meisten Angst.

Und wenn es das nicht ist, kommt die Panik umzukippen oder zu ersticken.

Ich geh schon ab und an spazieren, nur alleine in großen Menschenaufläufen, dass traue ich mir manchmal schon gar nicht mehr aus Angst, dass irgendwas mit mir passiert.

K-eytzerxin


Wenn du von Angststörung sprichst, kennst du schon diese beiden Bücher?:

- Wolf, Doris, Ängste verstehen und überwinden- Wie Sie sich von Angst, Panik und Phobien befreien- Gezielte Strategien für ein Leben ohne Angst.

- Schmidt-Traub, Sigrun, Generalisierte Angststörung- Ein Ratgeber für übermäßig besorgte und ängstiliche Menschen.

Plieorci7x6


hallo kleine palme,

was du oben geschrieben hast, könnte fast meine story sein. nur das ich seit einigen jahren mal mehr, mal weniger damit zu kämpfen habe/hatte.

panikattacken traten bei mir erstmals 2002 mehrmals die woche auf, es lag aber auch an meinem lebenswandel (scheiß ehe etc etc), mein leben änderte sich ein wenig und es ging mir besser. seit der geburt meines sohnes wo ich arge wochenbettdepressionen hatte hab ich aber jetzt die angststörungen, angst vor dem tod, angst vorm sterben. höre auch immer wieder in mein inneres und hab angst vor sämtlichen krankheiten bzw wenn ich krank bin denk ich oje, wie schlimm wird es.

ich bin seit einem jahr in therapie und ich muss wirklich sagen, es hilft mir.

ich muss aber auch sagen: wir haben viel aufgegraben von meiner vergangenheit und letztendlich habe ich viel von dem tod meines bruders damals übernommen. ich hab dies nie aufgearbeitet bzw getrauert. dann kamen danach noch andere dinge die nicht toll waren für mein leben.

den entschluss eine therapie zu machen war; als ich mich kaum mehr aus dem haus traute, alleine zum einkaufen war ein unding, könnte ja was passieren wenn ich unterwegs bin. die therapie hat mir gut geholfen und ich bin auch noch dran, denke dies dauert auch noch eine weile, da ich jetzt wieder schwanger bin und hier auch wieder die angst vor der zb. geburt kommt.

ich möchte kurz beschreiben. mein bruder ist damals an einem asthmaanfall gestorben wo er spazieren war. es war kein haus weit und breit und somit kam keine schnelle hilfe.

das bild hab ich aufgenommen. ich traute mich kaum aus dem haus, da ich ja immer angst hatte, wenn ich unterwegs bin, passiert mir was und es ist niemand in der nähe. das bild ähnelt sehr.

ich bekomme es mit meiner therapeutin gut in den griff aber ich muss noch viel lernen.

ich hab hier nur ein wenig von mir aufgeschrieben und möchte dich fragen, gibt es nicht irgendwas tieferes in deiner vergangenheit was du vielleicht nicht verarbeitet hast oder jetzt in deinem leben wo du nicht mit klar kommst (ehe, finanielle sorgen etc).

nur ein kleiner denkanstoß.

ne therapie ist wohl dass sinnvollste, du gehst den richtigen weg. medikament hab ich nie genommen, werd ich auch nicht, halte nicht viel von ad's. egal wie dreckig es mir ging.

wünsche dir viel kraft! :)*

lg pierci

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