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Problem beim Vorlesen: Herzklopfen

MLonaPhxoebePKqatharipna


Ich würde gerne einen Job haben, wo man so etwas macht, ich bin extrem an Texten (besonders Gedichten) interessiert, deswegen sind meine Leistungskurse auch Deutsch und Englisch. Ich denke dass ich das Problem bekommen habe, gerade weil es für mich so wichtig ist. Als Perfektionistin würde ich mich zwar nicht bezeichnen (kann Schwächen an mir akzeptieren), aber ich bin schon extrem ehrgeizig.

Ich hoffe im Moment, mit kleinen Schritten anzufangen und z.B. nur Dialoge zu lesen. Außerdem bin ich in einer Theatergruppe und da werde ich zwar auch manchmal aufgeregt, aber ich kann mich selbst zügeln indem ich mir selbst sage, dass ich aufhören soll. Ich kann mich ganz gut selbst beherrschen, weil die Ernsthaftigkeit und der Zwang der im Klassenzimmer herrscht, nicht dahinter steht. Man kann immer aufhören zu reden, was man beim Vorlesen nicht kann.

Ich würde also jedem empfehlen, Theater zu spielen.

Ich will es schaffen, wenigstens kleine Hausaufgaben vorlesen zu können. Ich glaube das könnte ich erreichen, indem ich mir selbst etwas Mut zurede. Das klappt bisher, aber nur bei sehr sehr kurzen Passagen. Ich schreibe meine Hausaufgaben auch in Stichwörtern damit ich möglichst frei rede, denn reden kann ich ja komischerweise. Es ist diese Sache, dass man dabei aufhören kann, beim Lesen aber sieht man, dass man noch ein langes STück vor sich hat.

Ich glaube auch, dass man um das Problem zu lösen eine gewisse Gleichgültigkeit entwickeln muss. Glaubt mir irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man zu müde ist, aufgeregt zu sein.

So das alles erstmal, lese mir jetzt noch die anderen Beiträge durch und schreib dann noch was. Hoffe dies ist euch allen nicht zu lang geworden. Grüße und Küsse, Mona

M1onaPhoeb<eKathaArixna


DAS PROBLEM BESTEHT DARIN; DASS MAN NICHT WILL; DASS DIE ANDEREN EINE SCHWÄCHE ERKENNEN. Man will sich nicht blamieren. Das ist das Hauptproblem. Man will keine Angriffsfläche bieten. Bei mir war es früher so, dass ich manchmal von Klassenkameraden mit doofen Bemerkungen verhöhnt wurde. Ich war äußerlich immer stark aber innerlich nicht. Jetzt sagt keiner mehr was blödes über mich und ich bin beliebt. Vielleicht habe ich Angst, dass es wieder wird wie vor ein paar Jahren?? Man muss die Angst überwinden, davor dass die andern die Schwäche erkennen. Die Anderen, ihre Blicke und Gedanken sind das Problem, denn vor manchen Leuten ist es ja kein Problem vorzulesen (Eltern etc.). Man muss sich fragen wer die Leute für einen sind. Wirklich soviel ??? Wenn man aber mit sich selbst spricht und nur sich selbst ernst und als Richter nimmt, kann man diese Schwäche aber doch akzeptieren. Man kann sich doch vergeben. Die anderen müssen vergessen werden.

Hoffe ihr schafft es.

Mona

s{iaxn


zum Glück habe ich die Schule schon lang hinter mir aber das Problem ist auch durch die Uni zeit hinweg geblieben. Ich werde beschreiben wie ich es gelöst habe- vielleicht hilft es weiter: Ich habe herausgefunden, daß die Angst an manchen Tagen besonders stark ist, an anderen fast gar nicht da. (wenn ich viel sport mache oder gar nicht an mir zweifle macht es mir manchmal sogar Spass im Mittelpunkt zu stehen, wenn ich gerade unzufrieden bin habe ich Angst dass mich jemand anspricht). Jedenfalls habe ich angefangen, an den guten Tagen Fragen zu stellen, was vorzulesen und so und an den schlechten, solche Situationen zu meiden. Wenn ich mit Leuten zusammen bin die mich als cool/normal erlebt haben, dann ist es umso einfacher auch ruhig zu bleiben. Wenn ich aber beim letzten Mal gestottert habe oder rot geworden bin endet die Sache wieder in einer Katastrophe. So konnte ih mir Bereiche "erobern".

Natürlich läßt sich das auf die Schule nur schwer anwenden, an der Uni kann man ja leicht Kurse ausfallen lassen, man wird nicht aufgerufen etc. Ein guter Punkt ist, darauf zu achten ob auch die anderen nervös sind beim Vorlesen. Ich bin mir nicht sicher ob es gut ist, alle einzuweihen. Meine Lehrer und Mitschüler hätten damals sicher keinerlei Verständnis gehabt und mich erst recht aufgerufen oder gehänselt. Kinder und Jugendliche sind doch recht grausam wenn jemand Schwäche zeigt. Daß jeder seine eigenen SChwächen oder Eigenheiten hat, das gesteht man sich erst später ein.

Also mein Tip ist: In Situationen die ok sind, sofort ran da. Das mit der Theatergruppe find ich total klasse, ich wollte auch immer hab mich aber nie getraut, schade, so hinterher..

WVibarxa


Hab eben Eure Beiträge gelesen und bin ganz erstaunt, daß es noch mehr Leuten so geht!

Ich hatte früher sogar Spaß am Vorlesen (bin sogar in der 6. Klasse Klassensieger im Vorlesewettbewerb geworden!!!) etc. und hatte nie Probleme damit, erst ab der 9. Klasse, so mit 14-15 Jahren hat das angefangen. Seit es das erste Mal nicht mehr geklappt hat (hatte etwas Halsschmerzen), war ich dann auch das nächste Mal aufgeregt und infolgedessen nur schwer nen Ton rausgebracht (mußte ständig schlucken und hab keine Luft mehr gekriegt) und so war ich dann das nächste Mal noch aufgeregter...

Und ich hab das Problem seither nie mehr in Griff gekriegt, im Gegenteil, es ist immer schlimmer geworden, im Grunde war es die Angst v o r der Aufregung.

Das ging so weit, daß ich nur deswegen nach der Realschule auf keine weiterführende Schule gehen wollte...(was ich natürlich niemandem gesagt hab) und in meiner Ausbildung die Berufsschultage total haßte. Ich war später dann doch noch mal auf einer anderen Schule bis vor einem Jahr und da mußten wir nur bei einem einzigen Lehrer vorlesen. Da gings immer reihum, und je näher der Vorlesende kam, desto schneller war mein Herzschlag!!! Und durch die Aufregung konnte ich natürlich wieder nicht richtig lesen, nur stockend und mit ewig langen Pausen. Ich habe aber nie jemandem etwas davon gesagt, einmal hab ich zu einer Klassenkameradin gemeint, ich haß das Vorlesen total und sie hat dann gesagt, sie mag es auch nicht...

Referate waren auch furchtbar. In der Berufsschule hab ich mir sogar eine 6 geben lassen, weil ich's nicht halten wollte... Das hat meine sonst immer gute Deutsch-Note sehr verschlechtert!! Später hab ich mich dann überwunden und wieder Referate gehalten, aber wenn ich mich auch gut vorbereitet hatte, sobald ich da vorn stand, war ich wieder so dermaßen aufgeregt, daß ich total meinen Faden verlor...

Jetzt bin ich aus der Schule raus und muß nicht mehr vorlesen und keine Referate halten. Aber mir stinkt es trotzdem irgendwie, daß ich das nie überwunden habe!!!

FOltoEW


klar, weil du dich damit in gewisser Weise für unfähiger hälst als andere. Du kannst es nicht akzeptieren, einen Mangel zu haben.

Was du dir vielleicht noch nicht klar gemacht hast: die Schule ist schuld an deinem Problem!

Es gibt auch Schulen, wo man nicht vorlesen etc. muss - und das sind Schulen für ganz normale Leute, nicht für irgendwelche Gestörten, die woanders nicht klarkommen.

WMibaxra


@FloW

Was meinst Du für Schulen?

Ich hab bis jetzt die Erfahrung gemacht, daß man in jeder Schule vorlesen oder Referate halten muß, weil es eben für viele Berufe wichtig ist, vor anderen sprechen zu können..!

FFloW


ja,

für einige Berufe, für andere nicht.

Also, es gibt demokratische Schulen, wo man an keinen Lehrplan gebunden ist und lernen kann, was und wann man es will. An diesen Schulen kannst du einen Haupt-oder Realschulabschluss machen. Fürs Abi oder Fachabi muss man dann auf normale weiterführende Schulen gehen. Der Vorteil, wenn man nicht gezwungen wird, zu lernen und an Veranstaltungen teilzunehmen, ist, dass dann die Stunden oder Kurse, wo man dann teilnimmt, mit motivierten Schülern besetzt sind und nicht mit solchen, die sich gegenseitig stören oder mobben.

Entschließen sich die Schüler demokratischer Schulen für ein Abitur, so wissen sie, dass sie es aus eigenem Entschluss machen und sind deshalb eher bereit dafür zu arbeiten und Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, z.B. auch Referate zu halten.

[[http://www.demokratische-schule.de]]

Google: Suchbegriff Summerhill,

[[http://www.bildung-ohne-schule.ch]]

keine Schule heißt eigentlich nicht, dass kein Lernen stattfindet.

F9loxW


scheiße, die letztgenannte Seite scheint nicht zu funktionieren.

Z/ofra|83


Hallo!

Ich bin überrascht, dass es hier so viele gibt, die dieses Problem mit mir teilen, von dem ich bislang dachte, dass es nur mich beträfe.

Allerdings stört es mich, dass hier oft die Rede vom Vermeiden ist. Die Angst vorm Vorlesen kann sicherlich nicht damit verglichen werden, als würde jemand eine blinde Person zwingen wollen, einen Text vorzulesen. Das sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe.

Gegen die Angst vorm Vorlesen kann man angehen und ich kann jedem nur raten, das so schnell wie möglich zu machen.

Ich habe es lange Zeit vermieden, aber mittlerweile stinkt es mir einfach nur noch. Ich lese nie freiwillig vor, zwei Lehrer wissen auch von meinem Problem, aber dann hatte ich einfach keine Lust mehr, noch mehr Leute einzuweihen.

Es lässt sich nicht vermeiden, dass ich hin und wieder etwas vorlesen muss. Vor allem in Politik ist es bei mir so, wir bekommen fast immer ellenlange Texte oder Zeitungsartikel, die dann von einer Person vorgelesen werden.

Ich habe einfach keine Lust mehr auf diesen ganzen Mist, mir abends im Bett zu überlegen, in welchem Fach ich am nächsten Tag in die Verlegenheit kommen könnte, jedesmal Herzklopfen und Panik ohne Ende zu haben, wenn es ums Vorlesen geht und dann, wenn ich mal muss, mit zittriger Stimme, zittrigen Händen, Atemnot und ewig langen Pausen zu lesen...

Ich möchte es einfach nicht mehr vermeiden, ich möchte das angehen.

Vielleicht ist hier ja der/die eine oder andere, die Interesse haben, sich auszutauschen - vielleicht hilft es ja, dass man sich gegenseitig etwas motivieren kann?

Zora

FvloW


ok,

Du kannst meinen Beitrag jetzt ignorieren, weil ich euer Problem nicht teile und nicht weiß, wie das ist.

Nochmal:

Vom Vermeiden rede ich deshalb, weil vorlesen ja eigentlich auch nicht notwendig ist - obwohl es in fast allen staatlichen Schulen verlangt wird. Hört sich jetzt vielleicht krass an, aber informiere dich mal und denk mal darüber nach, bevor du dich kaputtmachst, indem du dir sagst, dass du dadurch weniger wert bist, dass du dir dieses Vorleseproblem erworben hast. Dann weihe entweder alle deine Lehrer und Mitschüler ein oder wechsle auf eine Schule, wo man liberaler unterrichtet wird. Muss ja keine Privatschule oder keine Sonderschule für Gestörte sein...

FHloW


wenn ich das schon lese:

in Politik bekommen wir oft ellenlange Texte, die dann vorgelesen werden müssen

Wem nützt es, wenn du vor dem Kurs oder vor der Klasse was vorliest? Dir? Den anderen? Verstehst du den Text dann besser? Ich glaube eher nicht.

Später im Beruf wirst du auch einer größeren Gruppe nichts vorlesen müssen, wenn du nicht kannst/willst. Oder?

I#smxenex22


FloW

Sehe ich genauso.

Es sei denn, sie schwenkt ins Gegenteil um:Merkt, dass es geht und hat dann nicht mehr so viel Angst, weil es mal geklappt hat.

So ein Experiment kann aber auch richtig in die Hose gehen.

Also: Vorsicht ist geboten

hPelft+ mir b#itxte


na das sind ja super vorstellungen mit den laaangen texten..hab nämlich nächstest jahr auch politik....an super!!!

da kann ich mich ja auf was gefasst machen!!!!

an zora: ich hab dir ne private nachricht geschrieben , guck mal in deine mailbox, ob sie angekommen ist, wenn nicht, kannst du mir dann mal deine e-mail addy als private nachricht schicken, dann kömma uns ruhig öfters über dieses thema mailen und uns hoffentlich gegenseitig helfen....weil ich will hier jetzt nicht meine e-mail adresse rumposaunen...also würd mich freuen!!!

FqloPW


ich will mich ja hier nicht wichtig machen, aber...

Leute, denkt daran, was ich euch geschrieben habe und guckt euch ruhig mal die Links an. Ihr könnt jetzt ja nicht mal so eben die Schule wechseln, ich meine das jetzt für euch nur, dass ihr das mal aus der von mir genannten Perspektive betrachten solltet. Ich wiederhole das jetzt, damit niemand denkt, er habe sich verlesen. Denn diese Sache wird insgesamt ziemlich totgeschwiegen, habe ich den Eindruck.

Sorry, falls ich euch auf die Nerven fallen sollte.

IVsmeXne22


@helftmirbitte

NEIN!

DU musst Dich auf gar nichts gefasst machen.

Die Lehrer haben sich nach DIR zu richten, das ist ihr gottverdammter Job.

Also...

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