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Problem beim Vorlesen: Herzklopfen

n5ero1x7


1. Richtige Atmung aneignen!

2. Üben üben üben üben, durch üben erhält man Sicherheit!

3.Vor kleinen Kreis vorlesen, danach hat man Selbstvertrauen.

Das Problem hatte ich auch, ist aber ganz gut durch Üben in den Griff zu kriegen ;-)

Viel glück

W1ickl Jedi CKnighxt


Ich hatte das Problem auch in der Schule. Mittlerweile ist es weg, wahrscheinlich hauptsächlich deswegen, weil nach der Schule niemand mehr von einem verlangt längere Texte laut vorzulesen. Mir fällt auch nur ein Beruf ein, in welchem man das brauchen könnte -> Nachrichtensprecher.

Wenn ich rückblickend meine Schulkarriere, mit all den Vermeidungsstrategien, die hier im Faden schon genannt wurden, wie absichtlich keine Hausaufgaben mehr zu machen, weil man ja drankommen und vorlesen müßte, oder Erkältungen vorzutäuschen etc., betrachte, wäre ich wohl am besten beraten gewesen, mit den Lehreren abzusprechen, daß man nichts vorlesen muß. Jeder vernünftige Lehrer wird darauf eingehen, wenn nicht, habt den Mut das eine Stufe höher anzusprechen, sei es nun der Direktor, oder der Schulpsychologe. Eine Phobie ist eine Krankheit und niemand sollte dem Druck ausgesetzt werden, ohne Therapie in eine phobieauslösende Situation zu kommen! Vorallem wenn die Situation so wie in diesem Fall hausgemacht, oder besser gesagt "schulgemacht" ist.

Bei mir war übrigens die Legasthenie der Auslöser. Weil ich mit der optischen Silbenwahrnehmung Schwierigkeiten habe, klappt das Lesen einfach nicht so schnell, wie bei "Gesunden", mit der Folge, daß ich einfach nicht gut laut vorlesen kann. Auch wenn ich nicht die Phobiesymptome habe, lese ich holprige und verhasple mich oft, aber was solls, wann braucht ich das mal im Leben?

In der Ausbildung? Nie!

Im Studium? Wäre ja noch schöner, die Profs werden schließlich dafür bezahlt "Vorlesungen" zu halten - ha, noch einen Beruf gefunden ... eher doch nicht, ich habe im gesamten Studium noch nie einen Prof. erleben der tatsächlich was vorgelesen hätte ;-) Die Referate und Seminare waren zwar nicht wirklich lustig, aber nicht im geringsten Maße phobieauslösend, weil ich ja nichts verlesen mußte, sondern den Kram frei vortragen konnte. Und davor hat fast jeder Bammel. Also mir das klar wurde, war es für mich auch halb so wild.

Bleibt noch der Beruf! Hier bin noch nicht ganz angekommen, aber es kommt natürlich darauf an, für was man sich entscheidet. In dem meisten Fällen wird man nie in eine Situation geraten, in der man was vorlesen müßte und falls doch, ich würde mich weigern!

TKid=usx1


Hab vielleicht eine Lösung!!!

Hi habe dieses Problem auch schon seit Jahren, hab es mittlerweilen ziemlich in den Griff bekommen, war deswegen auch schon beim Psychologen... also es gibt 2 Möglichkeiten wobei euch die 2. besser gefallen wird.

Also 1. der Psychologe hat mir geraten der Lehrer bewusst darauf anzusprechen und ihn zu bitten das ihr min. jeden Tag was vorlesen sollt... dazu brauch man ne menge Mut und am Anfang kanns vielleicht das ein oder andere mal passieren das es wieder nicht hin haut aber mit der Zeit wirds irgendwann besser und irgendwann denkt man sich "..oh man heute schon wieder was vorlesen, langsam langweilt es mich.." und dann ist es überstanden.

Ich persönlich hab mich aber auch nie ganz durchgerungen diese Methode anzuwenden... hab selber eine entwickelt.

Es geht so, ihr müsst einfach unter den selben Bedingungen (Atemnot etc.) wie in der Schule üben... ihr werdet euch jetzt fragen wie das gehen soll, denn zu hause alleine könnt ihr sicher alle prima vorlesen aber es geht wirklich. Legt euch eine Buch mit einem Text vor euch auf den Tisch, macht 20 Liegestütz oder 30 Kniebeuge bis euer Puls hoch rast, dann setzt ihr euch schnell an den Tisch und beginnt laut vorzulesen, es ist der selbe Effekt wie in der Schule denn ihr kommt durch den Sport in Atemnot und müsstet erstmal tief durchatmen, aber da ihr gleich das lesen beginnt ist es wie in der schule... übt das so oft ihr könnt und ihr werdet in der schule merken wie viel besser ihr mit dieser Situation klar kommt und nach 5 - 6 gelungenen Vorleseaktionen ist euch das 7. mal auch egal!!

Probierts aus!!! Hoffe ich hab euch geholfen!!

Gruß Tidus1

T.rixn


Hallo Mona

Dieses Problem hatte ich auch als ich im Gymmi war =)

Ich kann Dich sehr gut verstehen.

Ich hatte jedoch keinerlei Lösung. Ich hoffte immer, dass man mich nicht dran nehmen würde.

Ich hatte panische Angst davor und immer das Gefühl wegrennen zu müssen.

Ich war froh, als die Schulzeit zuende war

*hmini`94x*


Hi leutzz *:)

Ich hatte das Problem auch. Seit der 9.Klasse und jetzt im nachhinein so ungefähr seit dem Zeitpunkt als sich meine Eltern getrennt haben... (könnt sein dass es damit zutun hat..) jedenfalls hab ich mir einmal gedacht: verdammt so kanns nich weiter gehn meine Freunde wissen davon aber halt nich alle in der Klasse.. mit meinen Lehrern wollt ich nicht reden das war mir zu peinlich wobei ich glaube dass so mancher das sowieso gemerkt hat.. ich mein es is ja deren job so was zu merken und dann kommt so n spruch wie Übung macht den Meiser und das lernt man mit der Zeit.. echt ätzend aber vllt is ja was dran. Auf jedenfall wollte ich mich nich outen egal vor wem (...wahrscheinlich wusstens zwar eh alle schon) und deshalb als das unvermeidbare wieder passierte und ich vorlesen musste und dann wieder mal nur eingeatmet hatte so dass meine Stimme klang als wäre ich kurz vorm heulen machte ich eine Pause und rief in die Klass: verdammte scheiße! alle waren am lachen selbst der eigentlich strenge lehrer und dann war ich lockrer und konnte zu ende lesen und mein Problem hatte ich cool geoutet..^^ mein Problem verschwand ziemlich schnell so nach und nach :)^ :)z

r~olf_


Hi *:)

Die Beiträge sind zwar schon teilweise ein paar Jährchen alt, habe mir jetzt mal alles durchgelesen und bin überrascht, dass ich nicht der einzige mit dem Problem bin.

Ich konnte früher ganz normal vorlesen und hatte auch keine Probleme. Angefangen hat es in der 10. Klasse, als wir uns beim Lehrer vorstellen mussten. Es ging um die Runde und jeder musste was von sich erzählen. Ich war der letzte und je näher es kam, desto aufgeregter wurde ich und legte mir jedesmal die Worte bereit. Als ich dann dran war kamen nur einzelne Wörter raus, ich musste schlucken und mich räuspen.. das ging gar nicht.. voll blamiert.

Beim anderen Lehrer mussten wir uns auch vorstellen und nach der ersten blamage hatte ich wieder angst mich zu blamieren. Dann hatte ich das jedes mal.

Seitdem ist das so schlimm, wenn ich was sagen muss. In der Schule hatte ich schiss, dass der Leher mich dran nimmt. Am Anfang dachte ich, das geht irgend wann mal weg, aber es blieb.

In manchen Fächern war es extrem schlimm, da musste man viel vorlesen. Nach einem Jahr fiel mir nichts mehr ein, was ich dagegen machen könnte, und habe vor bestimmten Fächern Baldrian genommen.. nach einiger zeit auch in größeren mengen, weil es nicht mehr half. Hausaufgaben habe ich nicht gemacht, um die nicht vor zu lesen und an Tagen wo ich schon wusste, dass man was vorlesen musste, habe ich geschwenzt. Ich hatte mir mal vorgenommen, mich dem Problem zu stellen, bin aber immer weggelaufen. Weiß auch nicht wie man sich dem stellen kann. Bin jetzt zwar schon aus der Schule, doch das Problem hab ich immer noch. Auf der Arbeit müssen wir manchmal Berichte vorlesen, was momentan ansteht und so.. Da habe ich jetzt wieder mit zu kämpfen.. ein endloser Teufelskreis.

Es kann vielleicht auch daran liegen, dass ich perfektionist bin, weiss aber nicht, wie man das angeht.

Vielleicht habt ihr in der Zwischenzeit schon einige Erfahrungen und positive Erlebnisse gehabt.?

fBranzxi2


Hey,

ich kenne das Problem nur zu gut.

Ich hab das seit der 5. Klasse (wurde in Deutsch aufgerufen einen Text zu lesen und sah aufeinmal nur noch

die Länge, bekam totales Herzrasen und zitterte am ganzen Körper bis ich eben keine Luft mehr bekam und dann

sagte dass ich ganz dringend aufs Klo müsse^^)

Mittlerweile bin ich in der 10. und ich habs immer noch nich geschafft was dagegen zu unternehmen.

Bei Referaten geht es eigentlich bei mir, da ich mir die Texte davor durchlesen kann und genau weiß wieviel und

wielang ich reden muss. Und freies Reden ist ja sowieso kein Problem.

Nur wenn es dann im Unterricht zu dem Satz kommt: "Das liest uns jetzt mal bitte die... vor" fängt mein Herz

an zu klopfen ich bekomm total zittriche Hände und wenn ich anfang zu lesen schau ich nur noch auf die Länge

des Textes und denk das schaff ich nicht, der ist viel zu lang, gleich fängts wieder an.

Das ging bei mir dann auch soweit dass ich mich extra umgedreht hab und so getan hab als wenn ich etwas in

meiner Tasche suchen würde oder so getan hab als wenn ich etwas mitschreiben würde nur um nicht dranzukommen. Schon frühs wenn ich gesehn hab dass wir zum Beispiel Reli haben, war ich aufgeregt, da einen

Text vorlesen zu müssen. Bisher hab ich das noch keinem gesagt, wobei ich glaub dass meine Lehrer dass auch

gemerkt haben müssen ich mein die sind ja auch wieder nich blöd. Trotzdem hab ich mich nie getraut auch nur

meinen Eltern davon zu erzählen. Früher kam ich mir total hilflos vor und mittlerweile will ich einfach nur dagegen was unternehmen! Ich hab mir schon überlegt zu einem Arzt zu gehn oder so aber wohin weiß ich nicht.

Besser ist das bei mir nur wenn wir Dialoge oder so etwas lesen müssen, wenn ich eben Zeit hab mich ein

bisschen zu beruhigen und runterkommen kann. Aber sonst ist das total schlimm. Wenn irgendjemand

etwas weiß was dagegen hilft, gleich sagen bitte :)

S il^ber9sexe


Hallo Leidensgenossen,

ich habe dasselbe Problem. Fachlich richtig nennt man es eine "Sozialphobie vom Leistungstyp" bzw. "Sozialphobie im engeren Sinn" oder "soziale Phobie". Wenn Ihr das im Netz, z.B. bei Wikipedia nachschlagt, dann bekommt Ihr auch klare Tips und Therapiemöglichkeiten dazu. Es gibt auch Bücher. Und daher kann ich nur sagen, dass Vermeidung der falsche Ansatz ist, obwohl ihn fast jeder erstmal befolgt. Als Schüler ist man dem Problem nur selten gewachsen. Man sollte sich Hilfe holen und dafür ist der Name des Problems wichtig. Konfrontation und üben mit gleichzeitiger Angstbewältigung ist dann gut, am besten durch einen speziellen Therapeuten begleitet. Das habe ich selber allerdings auch noch nicht geschafft. Sozialphobien ieS entstehen immer in der Schule, bei mir war es in der 7. Klasse, als ich grade die Schule gewechselt hatte. Und sie hat sich zu meinem persönlichen Monster entwickelt, das mich über viele Jahre beherrscht hat. Mein Selbstwertgefühl war so am Boden, dass ich mich sozial völlig isoliert habe. Keine Freunde mehr, in der Oberstufe sofort alle Kurse abgewählt, bei denen man vorlesen mußte und mit 18 die Schule geschmissen und abgehauen. Jetzt bin ich schon lange im Beruf und möchte auch frei und gelöst Referate halten können, aber die Phobie holt mich jedesmal ein und ich verkrampfe mich immer noch und kam da bisher nicht raus. Die Phobie hat noch andere Auswirkungen, z.B. im Bezug auf Partner. Wir beobachten uns normalerweise viel mehr selber, als andere das tun und sind oft Perfektionisten. Dadurch verlieren wir an Spontaneität und Freiheit. Und oft geht auch ein Vermeiden von diversen anderen Situationen damit einher. Ich will eine Selbsthilfegruppe ausprobieren und mir irgendwie Möglichkeiten des übens besorgen. Den Tip mit den Liegestützen fand ich super, das mache ich auch.

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