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Mit dem Leben nicht mehr klar kommen...

E(ngelVungdTeufxelxx hat die Diskussion gestartet


Ich stehe gerade an einem Punkt, wo ich mit meinem Leben nicht mehr klar komme.

Angefangen hat alles vor ca. 3 Jahren. Mein Ex-Mann hat sich in eine andere verliebt, ich habe die Diagnose bekommen, dass es schwerer wird Kinder zu bekommen, was mir eine wunderschöne Depression beschert hat. Dann hat er sich durch falschen Einfluss massiv verändert. 180 Graddrehung. Geendet hat das Ganze damit, dass ich fremdgegangen bin, suizidale Abstürze hatte und auf Klinik gelandet bin. Da ca. 6 Wochen Aufenthalt.

Die Ehe ging also in die Brüche. Ich hatte dann eine Affäre mit einem anderen Mann. Und immer wieder war ich mit meinem Mann im Bett und auch wieder zusammen. Die Scheidung hat dann ein Jahr gedauert. Nachher sind wir dann noch ein paar Mal ins Bett gehüpft.

Dann hatte ich ein Jahr lang immer wieder irgendwelche Kurzbekanntschaften.

Irgendwann habe ich dann meinen jetzigen EX-Freund kennengelernt. Es war eine wundeschöne Zeit. Wir waren 7 Mal zusammen und auseinander und jetzt scheint es wohl mehr oder weniger endgültig zu sein. Jeder Gedanke an ihn schmerzt nur noch. Dazu kommt, dass wir beide letzten Samstag wieder zusammen im Bett gelandet sind. Die letzte Trennung ist jetzt ca. 4 Wochen her. Zum Schluss hat er mir dann meine Sachen in die Hand gedrückt. Seine liegen immmer noch bei mir.

Dooferweise habe ich ihm gestern dann total besoffen eine sms geschickt, die unter aller Sau war.

Gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen, da ich eigentlich mit einem Mann zusammen bin, der total lieb ist.

So, dass war jetzt mal die Beziehungsebene. Leider kann ich es im Moment nur recht emotionslos schreiben, da mir alles andere wieder viel zu nahe geht und einen erneuten Absturz provozieren würde.

Ich habe bei der Trennung von meinem Ex-Mann die Diagnose bipolar bekommen.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, dass alles was ich mache moralisch gesehen ein Müll ist, aber ich bitte von Vorwürfen abzusehen.

Mir geht es schlecht. Habe wieder suizidale Krisen, die sich einigermaßen mit Psychopharmaka halten lassen.

Saufen tue ich auch viel zu viel. Was mir immer wieder Probleme bereitet.

Mein Leben bekomme ich nicht in den Griff, obwohl ich seit zwei Jahren dran bin und auch Psychotherapie mache. Ich schaffe es nicht, meine Sachen zu erledigen, an der Uni läuft fast nichts mehr und ich komme aus dem Teufelskreis nicht raus. Jede Beziehung fahr ich gegen die Wand.

Momentan habe ich halt immer wieder Krisen, eine Depression und bin einfach am Ende und weiß nicht weiter. Das was ich einfach nur brauche, ist irgendwie Hilfe, aber ich weiß nicht mehr wo und wie. Ich schäme mich einfach nur noch unendlich und empfinde mich als Zumutung.

Vielleicht habt ihr eine Idee...

Danke

P.S. Bitte keine Vorwürfe

Antworten
B!ehind T he WSceneYs


Greetings,

ich habe zwei Fragen:

Wie alt bist Du?

Gibt es über die Diagnose "bipolare Störung" hinaus noch eine sekundäre Diagnose?

EYnge6lundfTeufxelxx


25 Jahre

Offiziell gibt es keine weitere Diagnose. Wobei ich mich selbst frage, ob nicht eventuell Borderline mit reinspielt.

Biehind ~The tSceXnxes


Ich selbst hätte eher auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung getippt, aber eher so als Hobbypsychologe. Um es vorweg zu nehmen: Du wirst hier keine "echte" Hilfe finden, dazu bist Du schon m.E. in den richtigen Händen, Du nimmst Medikamente (SSRI, nehme ich an), um Dich in einem therapiefähigen Zustand zu halten, und Du bist erst zwei jahre in Therapie. Der Weg ist schon mal richtig, es dauert etwas, bis es im Kopf klickt. Aber es tut ja schon oft gut, sich alles Belastende einmal von der Seele zu schreiben.

Wie sieht es mit der Komorbidität aus, Alkohol, Drogen, (übersteigerter) Sex, autoaggressives Verhalten?

E]ngelLundT;eufexlxx


Alkoholkonsum zu hoch für Durchschnittsmenschen, aber auch nicht mehr als andere Studenten. Ab und an halt mal Gras.

Außer mit meinem Ex normaler Sex. Momentan überhaupt keine Lust dazu.

Autoaggressiv weiß ich nicht was ich zu schreiben soll

BMehdiAnd Thhe Sc=en1exs


Dann hatte ich ein Jahr lang immer wieder irgendwelche Kurzbekanntschaften.

Na ja, Sex kann auch ein selbstzerstörerisches Element beinhalten, z.B. durch extreme Praktiken oder ungeschützten Verkehr. Ich kam durch diesen einen Satz auf die Vermutung, daß eher eine narzisstische Orientierung vorhanden ist.

- Träumst Du davon, jemand anderes zu sein bzw. hast Du von Dir selbst ein von der Realität völlig abweichendes Idealbild?

- Ist Dein Selbstwertgefühl ansonsten eher schwach?

- Neigst Du zu extremen in allen Lebenslagen (z.B. beim Sport, beim Autofahren), oder findest Du auch Mittelwege?

Sorry, das Frage- und Antwortspiel ist gerade mal wichtig.

d]ar:kwilgloxw


hallo Engel/ Teufel,

ich weiß nicht ob ich dir wirklich weiter helfen kann. Ich findes es prinzipiell gut das du den Mut hast es überhaupt anderen zu sagen.

Und ich finde es gut, dass du weißt, was falsch ist oder moralisch nicht vertretbar. Deswegen werde ich auch nicht mit Vorwürfen kommen wollen.

Allerdings habe ich keine Ahnung was bipolar ist....

Ich kann das mit dem Kinder bekommen gut nachvollziehen, ist mir auch vorhergesagt wurden. Und das mit 23 Jahren. Allerdings habe ich für mich auch nach langer heulerei und Traurigkeit mir gedacht, wenn ich keine Kinder haben soll, so hat sich mein Schöpfer gewiss etwas dabei gedacht. Und egal wie es sein wird es ist meine Bestimmung. Vielleicht soll ich einen anderen Weg gehen. Vielleicht passt es nicht zu mir.

Was bei dir die Männergeschichten angeht, so denke ich, ist es eine Art Suche nach Zuneigung, letzten Endes kannst du es aber nur selber ändern. Es gibt kein Kochrezept- Außer deine innere Einstellung zu ändern.

Wahrscheinlich ist es für dich am Besten erst einmal den Alkohol abzusetzen. Alkohol und Medikamente verträgt sich sowieso nicht gut. Dazu kannst du ins Krankenhaus gehen. Danach wäre eine Heilbehandlung angebracht.

Was vielleicht wirklich helfen würde wäre eine Psychosomatische Kur über 6 Wochen oder so. Dort helfen sie dir mit deiner Situation umzu gehen und eigene Lösungsstrategien zu entwickeln.

Das müsste dir aber dein Psychologe auch sagen können und dich in diese Richtung beraten können. Musst ihn mal fragen. Allerdings musst du es auch wirklich wollen.

So ich hoffe das hat dir irgentwie geholfen :)*

B\ehin4d T`he ScZenejs


Allerdings habe ich keine Ahnung was bipolar ist....

Eine bipolare Persönlichkeitsstörung zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit außerhalb des Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie schwanken. Das Leben verläuft eben wellenförmig mit extremen ausprägungen, eben zwischen zwei Polen.

EfngelsuDndTleuf"elxxx


@ Behind The Scenes

Nein, ich träume nicht davon jemand anders zu sein. In der Regel bin ich recht zufrieden mit mir.

Mein Selbstwertgefühl ist sehr schwankend. Von überhöht bis komplett wertlos.

Ich fahre schon ganz gerne schnell Auto, allerdings bin ich nicht wahnsinnig dabei. Heißt nur Tempoüberschreitungen, die innerhalb der polizeilichen Tolleranzschwelle liegen und auch nur da, wo es ungefährlich ist.

Sport ist bei mir so eine Sache. Entweder ganz oder gar nicht. Darin bin ich dann extrem.

Sorry, dass ich erst jetzt antworte.

@ darkwill

Ja, die Männergeschichten sind so eine Sache. Es ist irgendwie immer eine Suche nach Zuneigung gewesen. Aber ich muss alleine klar kommen.

Alkohol habe ich absolut eingestellt. Das Problem ist,dass es dann nie bei einem Bier bleibt, wenn ich einmal angefangen habe. Und deshalb ganz streichen. Muss auch sagen, seitdem ich das jetzt durchziehe wird es schonmal etwas besser.

Einen Klinikaufenthalt habe ich ja bereits hinter mir und geholfen hat er mir nicht wirklich. Das Problem, das dabei entsteht, ist dass es solange gut läuft wie ich in Klinik bin. Aber das ist eine unnatürliche Situation. Außerhalb der Klinik nimmt dann wieder alles die alten Formen an.

Das Problem mit meiner Psychologin ist, dass es dauernd nur zu Streit kommt und ich keinerlei weitere Motivation mehr habe. Wechsel ist aus finanziellen Belangen her schwierig.

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