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Lange hat's gedauert, aber nun sind sie wieder da, die Gedanken

m}ett$imnger


Leider wird es von Stunde zu Stunde schlechter.

Ich weiß nicht was ich machen soll...irgendwo hin fliehen, wo mich keiner kennt...oder doch lieber meine verdiente Bestrafung antreten? Wenn ihr in mich hineinschauen könntet würdet ihr wissen wie viel Blödsinn ich gemacht habe...wieviele Entscheidungen ich bereut habe. 2010 war ein besseres Jahr aber auch wieder viele Fehlentscheidungen...ich könnte im Vergleich zu jetzt vermögend sein wenn ich das Geld nicht beim Fenster hinausgehauen hätte.

Aber hin oder her...es ist Endstation für mich! Werde ich jemals wieder fähig sein einen Beruf auszuüben? Ich denke nicht. Was ist das für ein Leben?

F!ra6u Diwnxgens


Hast du mal daran gedacht, dass es nicht so wirklich sinnvoll ist, dich ständig selbst zu bedauern? Ich will dich jetzt nicht verletzen, sondern dir Ansporn geben, dich selber mal ordentlich in den Hintern zu treten.

Wenn man sich lange genug einredet, nicht vor 12 Uhr aufstehen zu können, dann wirst du dich bestätigt fühlen, wenn es so eintritt.

Stell' dir den Wecker – selbst wenn du erst um zwei Uhr einschlafen solltest, kannst du mit einem wenig Willen den Hintern aus dem Bett schwingen.

Such dir zunächst etwas Ehrenamtliches, bei dem du zeitlich festgelegt bist. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich zu betätigen. Das stärkt im übrigen auch das Selbstbewusstsein und macht glücklich, wenn man für andere – egal ob Mensch oder Tier – etwas tun kann.

Rede dir nicht ein, dass du es nicht kannst. Deine vermeindlichen Fehler sind doch nur relativ kleine Fehlentscheidungen, an denen du dich hochziehst, um dir zu beweisen, wie "schlecht" du bist, bzw. es dir geht.

Zieh dich nicht ständig selbst herunter und raff dich auf: dein Leben liegt noch vor dir und es liegt einzig und allein an dir, wie du es gestaltest.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Finden eines Ehrenamtes :)z :)*

mtettfingBer


Hallo Leute!

Ich wollte mich mal nach langer Zeit wieder melden, vielleicht interessiert es euch noch, die die hier geantwortet haben (danke für die Hilfe)!

Also, mir geht es sehr, sehr gut! Im März haben wir wieder mit Wellbutrin angefangen und das war eindeutig die richtige Entscheidung! Ich mache jetzt einen (sinnvollen) Kurs, bei dem ich jeden Tag zu einer fixen Zeit aufstehen muss, der Schlaf ist im Gegensatz zu damls einwandfrei!

Es ist auch viel in meiner Psychotherapie weitergegangen.

Aber ein "Problem" beschäftigt mich sehr:

Was kann ich sagen, wenn ich jeden Tag beim Warten auf die S-Bahn eine Frau sehe die ich sehr attraktiv finde? Sie liest Zeitung, also ist sie eher vertieft und wir haben erst ein mal Blickkontakt gehabt. Jemand ne Idee?

Gott-sei-dank kann ich jetzt sagen dass ich wieder sowas wie Verliebtheit empfinden kann!

O5ptiCm#ismxus


Und wie ist es Dir nun weiter ergangen? :)* :)D

mOatztxt


Hallo Optimismus...danke der Nachfrage!

Nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder melden

Ich schreibe jetzt unter einem anderen Nicknamen da ich mettinger löschen hab lassen.

Seit ich das letzte Mal geschrieben habe, bin ich immer wieder sehr starken Schwankungen ausgesetzt gewesen. Es ging mir Monate lang gut, aber schon im August wurde es schlechter, das kündigte sich an dass ich zwar noch gut gelaunt aber wieder dünkler wurde. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich aber nur noch 7,5mg Zyprexa, was eigentlich gar nichts ist.

Phasenweise schaffte ich es nicht mehr zum (sinnvollen) Kurs, ich bin immer wieder in Krankenstand gegangen. Immer wieder wurde an der Medikation herumgebastelt, ich habe neue ausprobiert die aber wieder heftige Nebenwirkungen hatten. Aktuell nehme ich wieder Wellbutrin aber meine letzte Depression liegt erst 2-3 Wochen zurück, also man kann von Stabilität nicht wirklich reden.

Der Kurs endet jetzt am 30.1. und nachher hänge ich wieder in der Luft. Ich bin schon sämtliche Szenarien durchgegangen, was ich tun könnte. Eine neue Ausbildung kommt nicht infrage, die Nerven hätte ich dazu nicht und ich fange wieder bei 0 an. Dann habe ich im November ein Praktikum in einer IT-Abteilung gemacht, wo ich wieder sozial überfordert war, auch stellte ich fest wie viel Wissen ich seit der Lehrzeit wieder verloren hatte. Aktuell schaue ich wieder in die Zeitung ob es was "einfaches" gäbe, eh so wie Dateneingabe, was ich ja bei der letzten Firma gemacht habe, allerdings sollte es da nicht zu einem Bore-Out kommen (das mich dann wieder suizidal macht).

Was noch erwähnenswert ist...dass ich vielleicht in eine betreute Wohngemeinschaft ziehe, wo es jeden Tag ein Programm gibt...also Sozialtrainings und Therapien, und man unter Leute kommt. 10 Leute wären das dann...es würde im April beginnen und 17 Monate dauern, allerdings werden es sicher mehr als 10 Interessenten geben und die suchen sich dann aus wer geeignet ist. Da ist das Problem, ich habe Angst davor und es würde mich unter Druck setzen! Das ist sicher keine schlechte Sache, gar keine Frage, aber ob ich wirklich der Typ dafür bin?!

Aktuell bin ich von Zweifeln erfüllt...der Gedanke missfällt mir, dass es ewig so weiter geht, dass es immer wieder schlechter wird, und dann nur kurzfristig besser. Die Leute sagen immer ich bin noch so jung...ja leider! Denn das Leben kommt mir jetzt schon wie eine Ewigkeit vor, wie eine lange Qual...

Oaptilmismuxs


Hallo mattt

Schön, Dich zu lesen. Auch wenn der Inhalt noch nicht so prickelnd tönt.

Betreutes Wohnen ist oft ein guter Start – ich arbeite aktuell in genau so einer Institution. Bei uns ist aber keine direkte Zeitlimite festgelegt, wie lange jemand bleiben kann. Wir haben sogar Langzeitbewohner.

Lass Dich vom möglichen (anderen) Ansturm nicht entmutigen. Einer wird den Platz kriegen – warum also nicht Du? Vermutlich denken die anderen Anwärter genau das Gleiche wie Du? Und wenn es in dieser Runde nicht klappen sollte, dann versuchst Du es eben erneut. Manchmal braucht es eine gewisse Hartnäckigkeit. Auch wenn sie Dir grad schwer fällt.

:)*

mnatt[t


*:)

Na wenigstens habe ich gestern den ECDL Modul 5 mit 94% bestanden, das freut mich sehr (vor allem da ich mir beim lernen sehr schwer tue), hab also jetzt das Zertifikat in der Tasche!

Werde nächsten Montag bei der WG anrufen und sagen dass ich mich dafür entschieden habe, dass sie jetzt schon merken dass ich motiviert bin.

Eigentlich jeder rät mir davon ab dass ich mir jetzt "irgendeine" Arbeit suche, wo ich vielleicht wieder unzufrieden oder gestresst bin. Da wären vorher andere Arbeitstrainings sinnvoller, und das glaube ich jetzt auch schon...

Ogptim'i"smxus


Erst mal herzliche Gratulation zum Erfolg. :)= :)^

Du siehst, Du kannst offenbar doch mehr, als Du selber von Dir gedacht hast. Ist doch klasse. Ein Arbeitseinstiegstraining kann eine gute Sache sein. Erkundige Dich doch mal ganz genau, wie das abläuft und in welchen Tätigkeitsfeldern das in der Tat auch möglich ist. Vielleicht fragst Du dabei auch, wieviel Mitsprache/Selbstbestimmung Du in so einem Setting haben würdest.

Ich wünsche Dir viel Erfolg. :)*

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