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Ich fühle alles so unwirklich

F~ruch@tbpärch(exn


Noch eine Frage.

Hörst du dann auch anders?

Früher war es so bei mir, dass die Lautstärke die ich hörte unterschiedlich war. In einem Moment laut und nach ein paar Minuten wieder leise. Desto mehr Menschen ich höre z.B. in der Stadt desto mehr habe ich wieder das Gefühl der unwirklichkeit.

Ist das eigentlich Psychisch bedingt und kann geheilt werden? Oder durch einen Psychologen weggehen? Ich möchte nicht bis an mein Lebensende diese schei*** haben. Bestimmt wie viele andere hier auch. {:(

F!ruc4htbäXrchexn


Ja es ist dauerhaft. Es ist damals als ich 11 war und zu Besuch im Ausland war passiert. Ich war an sich ein fröhliches Kind, ich habe grad ne Kissenschlacht gemacht und auf einmal war alles anders. Die 1 Sekunde hat mein ganzes Leben verändert. Die 2 Jahre danach waren die schlimmsten.

Bei der Kissenschlacht habe ich plötzlich keine Luft mehr gekriegt, war Benommen und hatte sozusagen einen Kollaps. Weiss nicht durch was es ausgelöst wurde. Danach bin ich in die Sauna wo meine Eltern waren (War direkt hinterm Haus) und ich musste mich am haus abstützen, weil ich sonst umgefallen wäre. In der Sauna dachte ich dann, dass es mein Ende wäre. Keine Luft mehr.

Sie haben mir Beruhigungstabletten gegeben und mich zum schlafen gelegt. Am nächsten Tag war alles plötzlich so Unwirklih und ich hatte ab da an immer das Gefühl als würde ich Träumen. Ich wurde depressiv, weil niemand mich verstand. Ich war alleine mit diesem Problem, ich habe geweint weil ich nicht wollte, dass alles wirklich Unecht war.

Das war die schlimmste Zeit die ich jemals hatte. Heute ist es so, dass ich an sich normal Leben. Aber es tritt immer wieder auf, dass ich wieder diese Momente habe wo ich mich nicht mehr lebendig fühle. Ich glaube vorgestern war es zuletzt. Ich lag mit meinem Freund auf dem Bett und wir haben rumgealbert. Auf einmal kam dieser Moment wieder und ich bin ins bad, wollte es wieder wegkriegen.

Ich kann dich und viele andere hier ganz genau verstehen.

Ich dachte früher ich wäre Verflucht oder so, weil es niemand hatte.

F+ruchtbäxrchen


Ohje wieder so viele Fehler.

unwirklich*

und Leben kann*

s:pielm(obiel


Hallo Ihr @:) @:) @:)

Ich habe gerade mal so grob durch gelesen und ich kenne dieses Gefühl, denke ich mal. Jahrelang wusste ich nicht was es ist. Bis mir ein Psychologe sagte, dass es Dissoziationen sind. Bei mir geht das auch Mißbrauch in der Kindheit zurück. Heute komme ich ganz gut damit klar, aber sie kommen immer mal wieder und machen mir Angst. Vor 3 Jahren habe ich versucht mich umzubringen, weil ich in totale Depressionen verfiel.

Ich wünsche Euch alles Gute :)* :)* :)* :)*

ckosma_86


Desto mehr Menschen ich höre z.B. in der Stadt desto mehr habe ich wieder das Gefühl der unwirklichkeit.

jap, genau das habe ich auch..denk mal das es eine sozialphobie in verbindung mit einer reizüberlutung ist :-(

ach man ,ich kann dich so gut verstehen

wie alt bist du jetzt?

du hast geschrieben, das es mit 11 jahren angefangen hat. also war es zwischenzeitlich mal weg?? und tritt jetzt nur noch sporadisch auf ???

hast du tabletten bekommen?

ja, bei mir war es auch nach einen körperlichen erlebnis entstanden :-(

cKolsma08x6


@ spielmobiel

meinst derealisation??

wie hast du die benommenheit in den griff bekommen??

F1ru3chtbä\rcxhen


@ Danny0409

auch ich muss dir sagen, sei froh dass es noch nicht so lange ist. Dir kann man immerhin noch helfen. Wenn man das Gefühl der Wirklichkeit kaum noch kennt, ist es viel schwerer.

@ spielmobiel

Suizidgedanken hatte ich damals auch und das Obwohl ich noch so jung war. Bei jedem Messer wo ich in der Hand hielt, dachte ich mir immer, einfach rein dann ist alles vorbei. Aber Verstand hat mich davon abgehalten. Ich hatte damals angst vor mir selbst deswegen.

Wenn es schon so weit ist bei jemandem, der sollte auf jedenfall Psychologisch betreut werden. Demnächst wage ich mich auch an eine Psychologin und hoffe, dass sie mir weiterhelfen wird.

w,uerd"eger{nerwedexn


Guckst du hier für Lösung

[[http://wasistliebe.wa.funpic.de/liebe.txt]]

Du musst dich halt fragen, was vorher passiert ist, bevor du die dissoziativen zustände bekommen hast und das richtig verarbeiten.

FAruchtb@ärchexn


@ cosma86

Ich habe vorhin gelesen, dass es bei dir durch eine Impfung entstand? Wo ich es damals schon hatte, musste ich mich auch mal Impfen lassen und es wurde danach noch schlimmer.

Jetzt bin ich 17 und nein es hat nie aufgehört danach. Es wurde nur besser, ich konnte besser damit umgehen. Aber weg ist es nicht und die Wirklichkeit kenne ich auch schon nicht mehr. Ich weiss einfach nicht mehr wie es davor war und das macht mir angst. Ich denke dir auch?

Meine Mutter hat mir Johanniskrauttabletten gegeben, weil sie dachte es wäre eine Depression. Aber besser wurde es nicht. Dann schickte sie mich zu einem Kinderpsychologen doch dieser meinte es wäre alles ok. ( Ja klar %-| ) Deshalb war ich danach nie wieder bei einem Psychologen, aber jetzt traue ich es mir wieder zu.

c(os5ma8x6


bei mir war es so schlimm, das ich dacht eich hatte eine impfvergiftung.. ich habe mich so verrückt gemacht und rein gesteigert. hab die schlimmsten berichte gesehen und im internet nach den nebenwirkung geschaut. genau das denke ich, hat zu einer vertiefung geführt.

mein neurologe/psychiater meinte das benommenheit oder schwindel das psychische symptom nummer eins ist... benommenheit tritt sowohl bei depression als auch bei angststörung und anderen psych. erkrankungen auf...

ich werde mir auch eine therapeutin suchen..denn meine kindheit war auch nicht immer die schönste... :-(

c%osgmax86


Zur Funktion dissoziativer Störungen gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Psychoanalytische Konzepte gehen von einer aktiven Verdrängung und Abwehr inakzeptabler Erfahrungen aus. Gefühle und Erfahrungen, die der Betroffene nicht in sein Selbstbild integrieren kann, werden abgespalten. Die Psyche versucht, sich mit dieser Strategie selbst zu schützen. Verhaltenstherapeutische Konzepte nehmen an, dass verschiedene Faktoren bestimmte Menschen für diese Störungen anfällig machen. "Zu diesen Faktoren zählen eine genetische Disposition, eine erhöhte Suggestibilität und frühe traumatisierende Erfahrungen wie Deprivation, Gewalt und sexueller Miss-brauch", betonen Prof. Dr. Harald Freyberger vom Universitätsklinikum Stralsund und Rolf-Dieter Stieglitz vom Kantonsspital Basel. Dissoziationen ermöglichen es dem Betroffenen, extreme Belastungssituationen erträglich zu machen und zu verarbeiten. Ist der Betroffene wiederholtem Stress ausgesetzt, so etabliert sich im Lauf der Zeit ein Mechanismus, der automatisch abläuft und nicht mehr auf konkrete psychosoziale Belastungen als Auslöser angewiesen ist.

Dissoziative Störungen werden häufig falsch diagnostiziert oder nicht erkannt. Das liegt einerseits an Symptomen, die denen neurologischer Erkrankungen und der Borderline-Störung stark ähneln, andererseits an der hohen Komorbidität mit anderen psychischen Störungen. Voraussetzung für jede psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung ist daher eine gründliche Diagnose. In den letzten Jahren sind dafür eine Reihe valider Selbstbeurteilungsverfahren und Interviewleitfäden entwickelt worden. Zu Beginn der Therapie muss der Patient über das Krankheitsbild aufgeklärt werden. Er sollte darüber informiert werden, dass es sich bei Dissoziationen um normale Wirkungen einer innerpsychischen Belastungsverarbeitung handelt. Außerdem muss er wissen, dass das Wiedererleben traumatischer Erfahrungen zur Behandlung zählt. Manchmal ist ein Patient auch erst therapiefähig, wenn die Symptome verringert sind. Zur Symptomreduktion eignen sich unter anderem Krankengymnastik, logopädische Therapie, kognitive Verfahren und Pharmakotherapie.

Zuerst emotional stabilisieren

"Zentral für die erste Therapiephase ist der Aufbau von Sicherheitserleben", meint Dr. Monika Vogelsang von der Psychosomatischen Fachklinik Münchwies. Erst wenn der Patient emotional stabilisiert ist und sich physisch und psychisch sicher fühlt, können die eigentlichen Ursachen angegangen werden. Traumata sind häufig die Ursache, dennoch lässt sich von dissoziativen Symptomen nicht automatisch auf eine Traumatisierung schließen. Nach Vogelsang ist im weiteren Verlauf der Therapie darauf zu achten, dass Dissoziationen während der Therapiesitzungen frühzeitig erkannt und gestoppt werden und der Patient alternative Verhaltensweisen zum Rückzug in dissoziative Zustände einübt. In der zweiten Therapiephase werden dann mögliche Traumata explizit bearbeitet. "Dazu können verschiedene Verfahren eingesetzt werden, wie Konfrontation, kognitive Restrukturierung, therapeutische Gespräche, Hypnose oder psychodynamische Fokaltherapie", sagt Priv.-Doz. Dr. med. Annegret Eckhardt-Henn vom Universitätsklinikum Mainz. Auch Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) wurde mit wechselnden Erfolgen versucht. Ziel der Traumabearbeitung ist die Reintegration der abgespaltenen Erfahrungen. Zunächst kann mithilfe kreativer Verfahren der Patient dazu gebracht werden, Unsägliches zum Ausdruck zu bringen. Es wird danach angestrebt, dass er seine Erinnerungen ausspricht und Zugang zu verdrängten Erfahrungen gewinnt. Indem sie verbalisiert werden, gewinnt der Patient Kontrolle und Distanz. Das traumatische Geschehen wird weniger bedrohlich, und der Patient kann sein Abwehr- und Vermeidungsverhalten allmählich aufgeben und alternative Bewältigungsstrategien erlernen. "Oft gibt es Schwierigkeiten, die tatsächlich stattgefundene Traumatisierung festzustellen, weil die Erinnerungen der Patienten verzerrt sind", weiß Priv.-Doz.

Fbruchtbäirchxen


Ok was es ca. ist verstehe ich jetzt.

Mit sowas wie Hyponse habe ich auch gerechnet. Ich denke um damit abzuschließen, um es wegzukriegen muss man sich dem stellen und es erneut durchleben damit die Therapeuten es behandeln können und dem gehirn sozusagen das richtige zeigt. Schwer zu erklären.

Aber genau davor hätte ich angst. Es nochmal zu erleben oder nochmal da durchgehen zu müssen aufgrund einer Hypnose oder sowas.

Nur durch was es ausgelöst wurde verstehe ich nicht. Ich hatte nur 1 Jahr lang Depressione im Alter von 9. Habe angst gehabt dass jeder sterben könnte und habe dann immer geweint. Aber nach einem Jahr gingen diese Gedanken und diese "komischen Gefühle" weg. Und dann mit 11 Jahren plötzlich das.

Ich glaube, es kommt durch eine Art unbewusstes Unterdrücken der Belastungen und Ängste die man hatte.

chosmAa86


Nur durch was es ausgelöst wurde verstehe ich nicht. Ich hatte nur 1 Jahr lang Depressione im Alter von 9. Habe angst gehabt dass jeder sterben könnte und habe dann immer geweint

eben du hattest angst... richtung angststörung.angst, liebende menschen zu verlieren.

aber die wo die angst her kommt, das wird die therapeutin zu versuchen zu finden.

gerade das tiefenpsychologische ist umso schwerer aufzuarbeiten...

bei hypnose bin ich mir nicht so sicher..erstens wegen der wirkung und dann wirst du ja auch in eine art trance versetzt und wir befinden uns ja eig in dieser, nur in abgeschwächter form, hab da angst, das die benommenheit am ende verschlimmert wird

cXossDma8x6


Ich glaube, es kommt durch eine Art unbewusstes Unterdrücken der Belastungen und Ängste die man hatte.

_das trifft es ganz genau :-)___

F`ruch4tbärcuhen


@ Danny0409

solange es bei dir noch nicht so weit fortgeschritten ist, tu bitte was dagegen. Wenn du nichts machst, wird es immer schlimmer. Es ist nicht nur für dich eine Belastung sondern auch deine Kinder werden es mehr und mehr merken und vielleicht werden auch sie dann leiden.

@ cosma86

Ich hoffe, dass es wirklich hilft mit einem Psychologen. Das stimmt. Es ist wie eine abgeschwächte Trance in der man sich da befindet. Und man kann da nicht raus. So fühlt es sich an.

Ich dachte Jahrelang, dass ich mich damit abfinden muss. Dass es unheilbar ist. Aber in diesem Thread kriegt man wieder Hoffnungen, dass es doch vorbeigeht. Dass man wieder normal Leben kann, irgendwann. :)- :)-

Außerdem tut es wirklich gut sich mit Menschen auszutauschen, die dasselbe durchmachen und einen verstehen. @:)

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