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Absetzen von Citalopram

SLchni<eqdie-746 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Meine Freundin nimmt seit ca. 2 Jahren aufgrund von Angststörungen und Depressionen Citalopram. Nun sind wir seit ein paar Monaten zusammen und ihr Zustand ist recht stabil (unter der Medikation) und wir sind sehr glücklich. Es passt sehr gut mit uns und wir verstehen uns blind-halt schon nach so kurzer Zeit.

Nun hat sie bereits 2-3 mal einfach für ein paar Tage die Tabletten weggelassen. Jeweils mit dem gleichen Ergebnis: Sie wurde aggressiv, niedergeschlagen, griff mich ohneGrund (verbal) an. Ein paar Stunden zuvor war alles supi nd dann schlug die Stimmung von einer Minute auf die andere um. Auch hat sie Angst zum Arzt zu gehen.

Daher meine Frage, wie habt ihr Citalopram abegsetzt. Von 40 mg runter. Wie reduziert, über welchen Zeitraum etc...

Danke für Eure Antworten!! *:)

Antworten
nZanjanfagut


Hallo Schniedie,

AD soll man nie einfach so weglassen.

Erstmal die Dosis halbieren, also nur noch 20 mg am Tag für ein paar Wochen. Wenn sie damit klarkommt, wieder halbieren und so weiter. Beim Ausschleichen können Nebenwirkungen teilweise wiederauftreten, sollten aber nicht lange anhalten.

Ich hatte ein Dreivierteljahr lang 20 mg und habe letztens versucht, die Tabletten abzusetzen. Nachdem da aber meine Symptome von vorher wiederkamen (emotionales Überreagieren bis hin zum Heulkrampf), nehme ich jetzt wieder 10 mg am Tag. Gerade diese schnellen Stimmungswechsel kenne ich auch %-| die kostet einen echt Nerven.

Sie soll sich bitte keinen Druck machen, lieber mit Medikamenten und es geht ihr gut als ohne und ein nervliches Wrack.

LG

SUchn'ieCdixe76


Danke für Deinen Beitrag!

Die Hauptsache ist, das wir Kinder möchten und da ist das Einnehmen von C. zwar zulässig, wir sind uns aber einig, das wir das so nicht wollen.

nmajanaxgut


Stimmt schon, in der Schwangerschaft ist Citalopram nicht optimal. Trotzdem denke ich, dass ihr euch die paar Monate geben solltet - wenn es ihr nicht gut geht, bringts ja auch nix.

SYchn"iveSdie76


Nee, Streß findet -soweit möglich- inunserem Leben nicht mehr statt!!! :)^

SNabinde Schw:artzkoxpff


hallo,

ev könnt deine Freundin nochmal zu ihrem Arzt gehen ob man vielleicht ein andere Medi verschreiben könnte.

Ich nehm seit Jahren Doxepin (Citalopram vertrug ich nicht) und da steht nix von wegen Schwangerschaft drin.

Auf jeden fall sollte deine Freundin das Medi nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt absetzen und schon gleich garnicht von 100 auf null runter. Mir wurde gesagt falls ich das Doxepin absetzen will sollte ich das schleichend machen. ich hab es auch mal versucht aber dann sofort wieder Migräne und Schlafstörungen bekommen.

Es gibt auf jeden Fall auch andere Medis wie Citalopram. Ich kann nur sagen ich nehm das Doxepin seit über 10 Jahren und es geht mir sehr gut damit.

V9ulkaniser6x4


Ich nehme das Zeug seit drei Jahren auch, in der gleichen Dosis (40 mg, vorher 60 mg).

Vor zehn Jahren hatte ich schon einmal eine Ausschleichphase, die sich ganz gemütlich über Wochen und Monate hinzog – ganz ohne Probleme. Gut, wenn man das machen kann! Plötzliches Absetzen würde ich vermeiden. Vergisst man eine Tablette, ist es nicht tragisch, weil die Halbwertszeit – laut Wikipedia – 36 Stunden beträgt. Die Entzugserscheinungen folgen aber dann recht rasch, das habe ich zweimal erlebt. %:|

Beispiel: Mein Arzt erzählte von einer Patientin, die ihre Dosis schlagartig auf Null reduzierte, als sie erfuhr, dass sie schwanger war. (Sie wollte jedes Risiko für ihr Kind ausschließen, weil die Forschung hiervon zuwenig weiß.) Sie sagte ihm dann, dass sie daraufhin eine ganze Woche nicht geschlafen hat. Sie tat es dem Kleinen zuliebe, weil es für sie nicht anders ging. x:) Aber eben mit dem beschriebenen Problem. :-/

Drum stimme ich mit najanagut überein, dass ihr euch für das Absetzen genügend Zeit nehmt. Der Körper kann sich dann seinen Serotonin-Haushalt behutsamer auf die neue Situation einstellen.

*:)

SUc>hniXediex76


Also nun an lalle, die auch Ciltalopram abgesetzt haben, wäre es nett, wenn sie schreiben würden, wie genau.

Zum Beispiel: nach 4 Wochen um 10 mg reduziert, nach weiteren X Wochen so und soviel reduziert.

Danke Euch!! @:)

Vmulkmanierx64


Bei mir war es so: alle zwei Monate um 10 mg reduziert, von 40 mg auf 20 mg also in vier Monaten. Danach noch einen Monat 10 mg eingenommen, obwohl das für mich schon unter der Wirksamkeitsgrenze liegt. ;-) Das war für mein Empfinden sehr langsam und behutsam, so dass mir das Zeug nicht mehr gefehlt hat. :=o

Allerdings macht es einen Unterschied, ob die Therapie als erfolgreich abgeschlossen betrachtet wird oder ob man die Tabletten aus anderen Gründen (Unverträglichkeit etc.) nicht mehr nimmt. Am besten mit dem Arzt reden, der das verschreibt. Jeder Patient reagiert anders, hat eigene Beschwerden und Symptome.

Ich selber fand die Informationen meines Arztes am nützlichsten. Wichtig fand ich, dass nicht nur in die Therapiephase volles Vertrauen hatte, sondern auch in die Phase des Absetzens, wobei mir ein Beratungsgespräch pro Monat sehr geholfen hat. :-D Mal sehen, ob es das nächste Mal ebenso gut klappt.

*:)

Sichn%iedi^e7x6


Das freut mich das es Dir nach dem Gespräch besser geht. War auch schon depressiv, daher weiß ich, um was es geht.

Das hat geholfen, mit Deinem "Plan", ich wünsche mir aber noch mehr Meinungen.

Das was so schwierig daran ist, das die Laune von einer Sekunde auf die andere umschlägt und von der Frau die man unendlich liebt, Sachen an den Kopf geworfen werden, die einfach unfair und vor allem unwahr sind. Aber ich weiß ja, woher es kommt. Chemie und nicht von der Frau mit der ich mein Leben teilen möchte.

Huch, das war jetzt aber emotional, aber genauso fühle ich!! *:) :)_

nKaj<anacguxt


Schniedie, das ist völlig okay, wenn du emotional bist. Genau das ist deine Freundin in dem Moment doch auch ;-)

Ich will in solchen Momenten eigentlich nur ganz fest in den Arm genommen werden - vielleicht probierst du das ja mal aus?

S.chniYedi7e7x6


Hat sonst noch wer Zeitpläne, sprich Beispiele für mich?? ???

hmon&eyVb]ee74


Bei viele Med. sollt man nicht plötzlich abbrechen,gerade bei Citalopram,nur mit den Einverständnis von Arzt,und dann mit ein stufenweiß niedrige Dosis,bis zum schluß keins mehr.

Habe 1 Jahr lang eingenommen.. *:) *:)

S7chniRediex76


...und über welchen Zeitrum jeweilsum wieviel mg reduziert?

nvajwan#agZut


Hallo Schniedie, dazu haben wir doch auch schon geschrieben:

Erstmal die Dosis halbieren, also nur noch 20 mg am Tag für ein paar Wochen. Wenn sie damit klarkommt, wieder halbieren und so weiter. Beim Ausschleichen können Nebenwirkungen teilweise wiederauftreten, sollten aber nicht lange anhalten.

Bei mir war es so: alle zwei Monate um 10 mg reduziert, von 40 mg auf 20 mg also in vier Monaten. Danach noch einen Monat 10 mg eingenommen, obwohl das für mich schon unter der Wirksamkeitsgrenze liegt.

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