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Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung

d_iem \perMdidxi


Tag zusammen,

@ time_for_me_82

Entschuldige mein vorschnelles "Stagnieren". Du scheinst ja wirklich eine andere Ausgangslage gehabt zu haben. Das mit den Panikattacken ist mir z.B. fremd und ich hatte auch nie ein großartiges Problem mit dem Alleinsein – im Gegenteil, wie beschrieben geht’s mir am Besten, wenn ich meine Ruhe habe (nicht zu verwechseln mit Zufriedenheit).

Zu Perfektionismus neige ich eigentlich auch nicht, eher zu Minimalismus bzw. dem abwägen von Kosten und Nutzen.

Dass du vor einer Situation wie dem Grillabend nervös bist, verstehe ich hingegen sehr gut. Allerdings äußert sich das bei mir nicht in Muskelzucken, sondern in einer rein inneren Unruhe.

@ Mollienchen

Das ist das Geheimnis. Wobei ich lange nicht begriffen habe, wie das gehen soll. Hab auch jetzt noch ab und an Probleme damit. Aber es wird besser. Trotzdem besteht noch die Gefahr, dass das "es akzeptieren" in ein bockiges "na und - bin halt so, Pech" übergeht.

Das ist mir allerdings auch schleierhaft, wie das gehen soll. Einerseits etwas ohne Gehässigkeit zu akzeptieren, es aber gleichzeitig ändern zu wollen – das ist doch irgendwie schizophren…

Und ich glaube, da setzt Du Dich wieder zu sehr unter Druck.

Bei meinen ersten "Beziehungsversuchen" (Klein-Mollienchen testet ihre Wirkung auf die Männer) habe ich immer die Initiative übernommen, den Typ angesprochen und so. Es ist nie was längeres draus geworden, weil meine zwischenmenschlichen Fähigkeiten damals nicht übers Ansprechen hinausgingen und die mich alsbald langweilig, öde, stumm, doof fanden… Aber immerhin hab ich die auf mich aufmerksam gemacht und bin hingegangen.

Ich glaube eh, wenn's wirklich funkt, findet man allein zusammen, da muss man gar keinen "Wie verhalte ich mich richtig"-Knigge anwenden, oder "wer muss zuerst was sagen und was".

Ja, wenns richtig funkt – nur soweit lasse ich es gar nicht erst kommen. Und wenn doch, bin ich unfähig, das irgendwie zu artikulieren.

Durch ein ständiges Vermeidungsverhalten sinken die Chancen, auf jemanden zu treffen, ohnehin.

Mag sein, dass ich mich unter Druck setze ("zu sehr" sei mal dahingestellt)– offenbar reicht der aber noch lange nicht aus, um etwas zu bewegen

M_ollixenchexn


Das ist mir allerdings auch schleierhaft, wie das gehen soll. Einerseits etwas ohne Gehässigkeit zu akzeptieren, es aber gleichzeitig ändern zu wollen – das ist doch irgendwie schizophren…

Es ist aber eigenartigerweise tatsächlich so, dass man es erstmal akzeptiert haben muss, bevor man es beseitigen oder zumindest damit umgehen kann. Habe das am eigenen Leib ausprobiert.

Solange Du Deine Schwäche (z.B. Angst in sozialen Situationen) als etwas Verbotenes, Verwerfliches, Deinen Wert minderndes, Versteckenswertes siehst und Dich dafür schämst und es am liebsten nur von dir abhacken würdest wie ein widerliches Geschwür, wirst Du nie etwas bewirken.

Wenn Du Deine Schwäche als Teil von Dir siehst, völlig wertungsfrei, dazu stehst ohne Dich dahinter zu verstecken, Dich dafür nicht verurteilst, dann geht es.

Ich vergleiche das ja immer gern mit dem kleinen Kind, das etwas nicht gut kann. Wenn man ihm vermittelt, dass man es auch mit den Schwächen liebt, wird es viel eher bereit sein und den Mut entwickeln, etwas dagegen zu unternehmen - denn es ist sicher: Auch wenn es das nicht gleich schafft, wird es weiter geliebt.

Wenn es aber das Gefühl hat, die Liebe der Mutter (oder Vater) hängt vom Gelingen einer Sache ab, hat es nur noch Angst und hasst sich, wenn es misslingt.

Und so ähnlich musst Du das auch mit Dir selbst machen. So, wie Du mit dem Kind umgehen würdest (im zuerst beschriebenen Fall).

Theoretisch hab ich's ja echt toll begriffen... Die Praxis hängt da noch etwas nach. ;-)

Mcoll&iSenchexn


Ja, wenns richtig funkt – nur soweit lasse ich es gar nicht erst kommen. Und wenn doch, bin ich unfähig, das irgendwie zu artikulieren.

Ich versteh das nur zu gut... Man ist wochenlang in jemand verknallt und hofft ständig auf das Wunder, dass er es merkt, ohne dass man etwas dafür tun muss, weil man keine Ahnung hat, wie man es anstellen soll...

Meine bisherige Erfahrung hat ergeben, dass alle "unbemerkt" angehimmelten für mich eh nie die richtigen waren (wenn ich mich ab und an dann doch mal überwunden habe, mich zu nähern). Deshalb denke ich, es ist besser, sich erst in jemand zu verlieben, wenn man den schon besser kennt und schon weiß ob die Wellenlänge stimmt. Ist natürlich gut gesagt, man kann sowas ja schlecht forcieren... :-/

t!im!e_fo6r_me*_8x2


Hallo ihr beiden *:)

Ja, ich scheine echt eine andere Ausgangslage wie ihr zu haben. Habe wohl eine depressive angststörung, gemischt bei einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung. Oder so ähnlich ":/

@ Mollienchen

Danke, der Grillabend war (im Nachhinein) richtig nett. Hab mich mal wieder völlig umsonst verrückt gemacht, wie immer :°(

Das ist mir allerdings auch schleierhaft, wie das gehen soll. Einerseits etwas ohne Gehässigkeit zu akzeptieren, es aber gleichzeitig ändern zu wollen – das ist doch irgendwie schizophren…

Es ist auch schwierig... Aber es scheint wirklich der "Schlüssel" zu sein...

Solange Du Deine Schwäche (z.B. Angst in sozialen Situationen) als etwas Verbotenes, Verwerfliches, Deinen Wert minderndes, Versteckenswertes siehst und Dich dafür schämst und es am liebsten nur von dir abhacken würdest wie ein widerliches Geschwür, wirst Du nie etwas bewirken.

Ich kenne das von meinen Panikattacken. Ihr scheint dieses Gefühl nicht zu kennen, aber es ist grauenhaft!!! Es ist reine Todesangst die man verspürt. Ist doch klar das man die schnell weghaben will. Und jedesmal, wenn ich eine Panikattacke in mir aufsteigen merkte, wollte ich sie verdrängen, umso schlimmer war sie für mich, als sie mich doch überkam.

Erst als es anfing, das mir die Panikattacken "egal" wurden, wurde es besser. Irgendwann hatte ich es raus, das ich nicht sterbe wenn ich eine Panikattacke bekomme. Sie ist zwar sehr unangenehm, aber sterben tue ich davon nicht. Ich hatte sie sozusagen akzeptiert. Und irgendwann blieben sie dann ganz aus, da ich den Schrecken vor ihnen verloren hatte.

Theoretisch hab ich's ja echt toll begriffen... Die Praxis hängt da noch etwas nach.

Genauso geht mir auch! :)z

Theoretisch habe ich es kapiert (im Kopf), aber umsetzen (Gefühl) kann ich es nicht.

Ich vergleiche das ja immer gern mit dem kleinen Kind, das etwas nicht gut kann. Wenn man ihm vermittelt, dass man es auch mit den Schwächen liebt, wird es viel eher bereit sein und den Mut entwickeln, etwas dagegen zu unternehmen - denn es ist sicher: Auch wenn es das nicht gleich schafft, wird es weiter geliebt.

Wie gesagt, theoretisch weiß ich das auch. Mich beschäftigt das Thema sehr und es bewegt auch viel in mir. Habe ganz verrücktw Träume, deren Bedeutung mit diesem Thema zu tun haben! Ich grübel die ganze Zeit darüber nach, wieso ich es nicht schaffe (wenigstens mal als Versuch) mich liebevoll anzunehmen.

So wie ein Kind halt. Aber ich scheine dort blockeirt zu sein :°( Ich hau dem Kind extra nochmal eine runter... %-|

@ diem perdidi

Hast Du denn momentan jemandem im Auge, da das Thema "Beziehung eingehen" gerade jetzt so aktuell ist bei Dir? Oder eher generell, weil es dort immer Schwierigkeiten gab?

M{ollcienchxen


Ich kenne das von meinen Panikattacken. Ihr scheint dieses Gefühl nicht zu kennen, aber es ist grauenhaft!!!

Ich kenne Panikattacken. Habe eine ganze Weile jede Nacht welche gehabt. Und bei meiner mündlichen Prüfung (Ausbildung) hatte ich auch eine - die erste meines Lebens. Und ja, ich kann bestätigen, dass es grauenhaft ist.

Dann hatte ich eine Weile immer in der U-Bahn welche. Ich hatte das dringende Bedürfnis, an der nächsten Station auszusteigen, weil ich dachte, ansonsten werde ich mitten in der U-Bahn in Ohnmacht fallen.

Dann habe ich mir gesagt: "Wenn du jetzt aussteigst, wirst du nie wieder einsteigen." Ich bin drin geblieben. Und habe "überlebt". Habe zwar meinen Schweißausbruch und Herzklopfen gekriegt, aber habe dem widerstanden. Seitdem habe ich das nicht mehr, und wenn es doch mal wieder hochkommt, dann weiß ich ja: "Mir kann eigentlich nichts passieren." Das beruhigt mich dann wieder.

So wie ein Kind halt. Aber ich scheine dort blockeirt zu sein :°( Ich hau dem Kind extra nochmal eine runter... %-|

Mir passiert das leider auch noch immer wieder.

Kürzlich ist mir in der Küche eine Sahne aus dem Kühlschrank gefallen, hat sich schön auf den Teppich ergossen und ist zwischen Gefrierfachtür und Verkleidung gelaufen... Schöne Sauerei also... Ich war so sauer, dass ich mich selbst angeschrien habe: "Ich verdiene es echt nicht zu leben!!!!"

Davon musste ich dann so dermaßen heulen... Weil ich ja grad das Kind war, dem man gesagt hat, es verdient es nicht zu leben... Da merkt man, welche Macht man doch über sich und seine eigenen Gefühle hat...

Statt dessen hätte ich ja auch sagen können: "Das war ungeschickt - aber nicht schlimm, wenn du dich beeilst, sickert es nicht in den Teppich. Kann jedem passieren. Beim nächsten Mal machst du die Kühlschranktür einfach etwas vorsichtiger auf."

Dann hätte ich hinterher bestimmt nicht geheult. Mich zwar geärgert (wegen der unnötigen Arbeit), aber nicht geheult.

Mit sich und dem "Kind" behutsam umzugehen, erfordert echt viel Arbeit...

Es hilft gut, wenn man sich das bildlich vorstellt. Also wirklich mit dem "Kind" redet. Klingt bekloppt, aber bei mir wirkt es. :-)

tiime_fo$r_*me_x82


Sorry Mollienchen, hatte das bei Dir mit den Panikattacken wohl falsch verstanden..

Hast Du die Diagnose eigentlich damals von deinem Arzt gesagt bekommen oder bist Du selbst drauf gekommen?

Mit sich und dem "Kind" behutsam umzugehen, erfordert echt viel Arbeit...

Genau das fällt mir gerade heute auf!!

Heute ist nämlich nicht mein Tag...Ich bin seitdem ich aufgestanden bin total müde, bekomme nichts so richtig auf die Reihe, schiebe die Arbeit vor mich her, dadurch bin ich schlecht drauf und mache mich dafür dann auch wieder nieder... Anstatt gerade jetzt mir Zu zu sprechen und liebevoll mit mir umzugehen und evtl. Verständnis für mich zu haben. Aber mir ist das zu anstrengend. Ich hab keine Kraft mehr. Mir tut alles weh vor lauter Angespanntheit und ich will nicht immer gegen diese Hürden kämpfen müssen.

Vorhandene Ängste beruflich nicht zu genügen, oder Ängste, dumm von den neuen Nachbarn beäugt zu werden, waren in letzter Zeit schon fast verflogen. Bzw. habe ich mich oft vom Gegenteil überzeugen können. Es war so ein "ach siehste, sooo schlimm ist es gar nicht" es wird besser und ein positiveres Gefühl für mich machte sich auch breit. Doch an solchen Tagen wie heute sind alle positiven Gedanken wieder verflogen.

Die negativen Gedanken machen sich breit und hören sich für mich wieder richtig an... Es ist wie so eine Art Bestätigung, das ich dem positiven Gefühl nicht trauen kann. Irgendwie ist es aber das Gegenteil vom dem, was ich eigentlich gerne hätte...Vom Kopf her wüsste ich jetzt, wie ich es anders machen müsste, kann dies aber nicht tun... Noch nicht mal "Versuchen"....!

Oje, ich hör mal auf, jetzt wird es wieder viel zu durcheinander... Sorry

MIollieNnchxen


Hast Du die Diagnose eigentlich damals von deinem Arzt gesagt bekommen oder bist Du selbst drauf gekommen?

Da muss ich direkt überlegen... ":/ (Noch so ein Problem von mir: Mein miserables Gedächtnis.) Ich war ja beim Arzt weil ich dachte ich hätte Herzprobleme, und der sagte mir dann, dass ich keine habe. Aber ich glaube, über Panikattacken haben wir nicht geredet. Das hab ich später selbst erkannt. Wie schrecklich das ist, wenn man zum ersten Mal so einem Anfall ausgeliefert ist und KEINE Ahnung hat, was das ist...!

Wegen den guten und den schlechten Phasen.

Wenn Du in einer schlechten bist wie heute, musst Du Dich in Gedanken neben Dein inneres Kind setzen und sagen: "He, ist ganz normal, dass nicht jeder Tag gut läuft. Ist okay, wenn die Zweifel mal zurück kommen. Das geht auch wieder vorbei. Es mindert nichts an deinem Wert. Sei nicht zu ungeduldig mit dir. Jeder Mensch hat schlechte Phasen. Du darfst die haben."

Probier's mal. :)z

Ich habe mich zwar dadurch noch nicht von Grund auf geändert, und meine Verhaltensmuster auch nicht, aber ich habe lang schon kein richtig schlimmes Tief mehr gehabt. Scheint also seine Wirkung zu tun...!

@ diem perdidi:

Bist Du noch da? Wie geht's Dir so?

dXiem p0e4rdxidi


Hey Ihr,

@ Mollienchen

ja, bin schon noch da, nur halt nicht mehr täglich. Zurzeit bin ich aber sehr mir Arbeit, Bewerbungen etc. ausgelastet – ich lese aber noch mit.

Und danke der Nachfrage, wie geht’s dir denn?

Kürzlich ist mir in der Küche eine Sahne aus dem Kühlschrank gefallen, hat sich schön auf den Teppich ergossen und ist zwischen Gefrierfachtür und Verkleidung gelaufen... Schöne Sauerei also... Ich war so sauer, dass ich mich selbst angeschrien habe: "Ich verdiene es echt nicht zu leben!!!!"

Davon musste ich dann so dermaßen heulen... Weil ich ja grad das Kind war, dem man gesagt hat, es verdient es nicht zu leben...

Das war wohl der berüchtigte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Wie gut, dass du über dein inneres Kind sofort Einsicht über die Situation erlangst.

Ich kenne zwar das Gefühl mir nichts zuzutrauen, aber in regelrechten Selbsthass ist das nie ausgeartet.

In der konkreten Situation hätte ich wohl eher einen Hass gegen den Hersteller geschoben, der "zu unfähig war" die Sahne sicher zu verpacken. Kann manchmal sehr befreiend sein ;-D

Dank den Erkenntnissen aus dieser Diskussion versuche ich mir mittlerweile nicht mal mehr bei den speziellen Problemsituationen selbst die Schuld zu geben – schuld sind schließlich lediglich falsche Denkgewohnheiten, für deren Ausprägung ich nichts konnte.

Vielleicht tue ich mir auch deshalb schwer mit der Vorstellung eines inneren Kindes. Ein Kind ist schließlich leicht formbar - bei einem Erwachsenen ist das viel schwieriger. Da kämen bei mir möglicherweise falsche Erwartungen auf.

@ time_for_me_82

Hast Du denn momentan jemandem im Auge, da das Thema "Beziehung eingehen" gerade jetzt so aktuell ist bei Dir? Oder eher generell, weil es dort immer Schwierigkeiten gab?

Nein, ehr generell. Ich schrieb ja bereits im Eingangsbeitrag, dass ich viele Chancen ungenutzt ließ. Mich beschäftigt das Thema hauptsächlich deshalb, weil ich vermute, dass ein Teil meiner Unsicherheiten daher rührt. Denn das ist nun mal ein handfester Erfahrungsrückstand, der da durch die ewige Vermeidung entstand.

ODuTi


Guten Tag zusammen.

Ich habe eine allgemeine Frage zu dem Thema PS / Sozialphobie.

Wenn ich mir die Diagnose / Klassifizierung zu den beiden Themen angucke und diese auf mich anwende, denke ich es könnte beides sein. Wobei ich doch eher zu der PS neigen würde.

Meine Frage dazu, wer stellt denn jetzt die genaue Diagnose ? Muss man zum Hausarzt der überweist einen zum Neuro/Psychologen und der stellt dann fest woran man wohl am ehesten leidet?

Oder ist das eine Selbstdiagnose und dann sucht man sich einen Therapeuten und lässt sich auf Wartelisten eintragen?

So wie ich das bisher gelesen habe ist die letztere Annahme die richtige oder?

Ich kann mich in die Lage von allen hineinversetzten, mir geht es zum Teil genau so und zum Teil schlägt das alles bei mir anders aus!

Bei mir ist es so, dass sich die PS am meisten im kommunikativen Bereich bemerkbar macht. Ich hab Angst meine Meinung zu sagen, möchte nicht angesprochen werden, gehe Leuten aus dem Weg um nicht angesprochen zu werden, in der Schule habe ich Angst was falsches zu sagen, ausgelacht oder kritisiert zu werden usw.

Ich wollte das die ganze Zeit nicht wahrhaben und als ich diesen Thread gelesen habe, konnte ich soviele Dinge auf mein Leben ummünzen! Auch das mit den Pickeln oder weil man zu dünn/dick ist, man will das alles einfach nicht einsehen oder man macht sich falsche Vorstellungen.

Ich werden diesen Thread weiter verfolgen und hoffe das mir jemand meine Frage beantworten kann ;-) Schönen Tag noch

BZlind"feuxer


Ein Allgemeinmediziner ist als erste Anlaufstelle immer sinnvoll - der stellt aber dann keine fertige Diagnose (ist auch nicht sein Job im Bereich des psychischen), sondern überweist an den entsprechenden Fachmann.

Der Unterschied von Soziophobie zur Ängstlich-Vermeidenden-PS ist hier beschrieben:

[[http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/selbstunsicherheit.html]]

ttime_xfor,_meH_82


Hallo ihr lieben,

wie geht’s Euch heute? Mir schon wieder ein bisschen besser, allerdings bleiben die "Grundthemen" die mir zu schaffen machen (Anspannung, Ängstlichkeit etc.). Aber die Laune ist aufjedenfall wieder was besser.

@ Mollienchen

Da muss ich direkt überlegen... (Noch so ein Problem von mir: Mein miserables Gedächtnis.)

Witzig, bei mir ist es eher immer das Gegenteil! Ich behalte mir ALLES (fast schon zwanghaft/perfektionistisch), aber eher um zu gefallen. Bzw. um nicht ins schlechte Licht gerückt zu werden Man nennt mich schon den wandelnden Kalender.... aber ich beziehe das hier drauf:

Ihr geringes Selbstvertrauen wird von anderen meist positiv oder gar nicht gesehen, weil sie sich nicht in den Vordergrund drängen, bescheiden, "pflegeleicht" und verlässlich sind, problemlos zu gängeln, trauen sie sich doch ohnehin nichts zu, insbesondere nicht "Nein" zu sagen. Nicht selten genießen diese Menschen sogar ein hohes Ansehen bei ihren Mitmenschen, da sie stets versuchen, ihren scheinbar "minderwertigen" Charakter durch sehr gute Leistungen im Beruflichen bzw. sehr hohe Aufopferungsbereitschaft innerhalb des Bekanntenkreises zu kompensieren.

Ich gebe Dir Recht das ich mich neben mein inneres Kind setzen müsste. Aber ich kann´s nicht. Noch nicht vielleicht. Ich habe auch ein bisschen Angst vor der Veränderung die dann entstehen würde... So blöd das klingt... ":/

@ diem perdidi

Dank den Erkenntnissen aus dieser Diskussion versuche ich mir mittlerweile nicht mal mehr bei den speziellen Problemsituationen selbst die Schuld zu geben – schuld sind schließlich lediglich falsche Denkgewohnheiten, für deren Ausprägung ich nichts konnte.

Das ist doch schon mal super! Auch schön zu hören, das die dieser Faden in einer gewissen Form "hilft". Es ist ja nun wirklich nicht einfach da man sich teils auch ein wenig im Kreis dreht. Wie ich bei Dir auch hier lese:

dass ich viele Chancen ungenutzt ließ. Mich beschäftigt das Thema hauptsächlich deshalb, weil ich vermute, dass ein Teil meiner Unsicherheiten daher rührt

Woher rührt deine Unsicherheit? Aus den ungenutzten Chancen? Aber die ungenutzten Chancen sind doch Resultate deiner Unsicherheit, oder verstehe ich das falsch?

Ich habe es so verstanden, wie die Frage was war eher da, Das Huhn oder das Ei? Ich kann allerdings auch total falsch liegen....

@ OuTi

Erstmal herzlich willkommen! *:)

Ich würde Dir raten, mit Selbstdiagnosen vorsichtig zu sein. Überlass einem Arzt die Diagnose, da es auch Misch formen etc. geben kann.

Ich kenne es so, das man mit seinem Hausarzt spricht und dann eine Überweisung zum Psychiater/Psychologen bekommt. Es kann sein, das diese Fachärzte eine Warteliste haben, aufgrund großer Nachfrage, auf die man sich aber draufschreiben lassen kann.

t7ime_f&or_mxe_82


:)D

M7ollienxchen


So, da bin ich dann auch mal wieder...

@ diem perdidi

Und danke der Nachfrage, wie geht’s dir denn?

So mittelprächtig. Nicht richtig schlecht, nicht richtig gut. Ich habe festgestellt, dass ich im Menschen ansprechen immer noch nicht wirklich gut bin, aber ich bin besser geworden im Gespräche führen, wenn ein anderer mich anspricht. Ist doch schon mal was...! Ich erschrecke auch nicht mehr so, wenn mich jemand anspricht. :-)

In der konkreten Situation hätte ich wohl eher einen Hass gegen den Hersteller geschoben, der "zu unfähig war" die Sahne sicher zu verpacken. Kann manchmal sehr befreiend sein ;-D

Hm... Muss ich mal probieren... Aber dieser Hass-gegen-mich-selbst-Ausbruch kommt meist ziemlich spontan.

Dank den Erkenntnissen aus dieser Diskussion versuche ich mir mittlerweile nicht mal mehr bei den speziellen Problemsituationen selbst die Schuld zu geben – schuld sind schließlich lediglich falsche Denkgewohnheiten, für deren Ausprägung ich nichts konnte.

Man muss da nur aufpassen, dass man nicht in die Schulterzuckhaltung gerät und immer nur noch sagt "Kann ich ja nichts für" und alles so hinnimmt und sich dahinter versteckt. Ziel ist es ja eigentlich, etwas zu verändern. Klar, dafür ist es schon hilfreich, sich nicht mehr selbst zu beschuldigen, aber das ist erst der erste Schritt.

Vielleicht tue ich mir auch deshalb schwer mit der Vorstellung eines inneren Kindes. Ein Kind ist schließlich leicht formbar - bei einem Erwachsenen ist das viel schwieriger. Da kämen bei mir möglicherweise falsche Erwartungen auf.

Du musst nur erstmal an das innere Kind rankommen. Dann kannst Du es auch beeinflussen. Solange man der Meinung ist, dass es das innere Kind nicht gibt, wird man nichts ändern können.

Das hat mir meine Therapeutin wunderbar beigebracht. Sie hat dieses "innere Kind" (auch wenn sie es anders bezeichnet hat) sichtbar für mich gemacht.

@ OuTi

Ich war zwar bei einer Hausärztin wegen Depressionen, aber ich habe mir im Prinzip schon eine "Selbstdiagnose" gestellt. Damit habe ich mir dann einen Therapieplatz gesucht. Als ich den hatte, musste ich noch mal zur Hausärztin, die dann etwas ausgefüllt hat, woraus hervorgeht, dass nichts gegen eine Therapie spricht, und dann konnte es losgehen. Dann hatte ich erst ein Vorgespräch, sozusagen um abzuchecken, dass ich auch wirklich ’ne Therapie nötig habe und in welche Richtung meine Probleme ungefähr gehen und ob sie behandelbar sind (hätte auch sein können, dass sie sich als so schlimm entpuppen, dass nur noch Medikamente helfen - Gott sei Dank bei mir nicht der Fall).

Die abschließende Diagnose hat erst die Therapeutin gestellt und damit den endgültigen Antrag bei der Krankenkasse gestellt.

@ time_for_me_82

Ich versuche durchaus auch, meinen Job so gut wie möglich zu machen, aber gegen mein mieses Gedächtnis komme ich nicht an. Ich kann mir grad mit Müh und Not das Wichtigste merken, damit die Arbeit gelingt, aber wehe es fragt jemand nach Details...

Ich gebe Dir Recht das ich mich neben mein inneres Kind setzen müsste. Aber ich kann´s nicht. Noch nicht vielleicht. Ich habe auch ein bisschen Angst vor der Veränderung die dann entstehen würde... So blöd das klingt...

Klingt nicht blöd!

Als ich erkannt habe, dass ich nicht mehr auf den "Retter von außen" zu warten brauche, sondern mein inneres Kind selbst "retten" muss, bin ich unter der Last der Verantwortung, die mir damit übergeben wurde, fast zusammengebrochen... Insofern versteh ich Dich gut...! Einerseits gut zu wissen, dass man etwas bewegen kann, andererseits erschreckend zu wissen, dass NUR man selbst etwas tun kann, und wenn man selbst es nicht tut, tut es niemand.

t)imoe_fo7r_mex_82


Hey,

@ Mollienchen

Schön, wieder jemanden zu "lesen". Ich hoffe Dir geht´s gut? Bei deeeem doofen Wetter!!!

Heute habe ich wieder einen Termin bei meinem Doc und ich bin jetzt schon mächtig nervös.

Will einige Sachen ansprechen, was mich sehr viel Überwindung kostet. Das mit dem Sex z.b.

Ich hoffe ich bekomme das hin...Komischerweise bin ich immer aufgeregt, wenn ich da hin muss, aber sobald ich dann dran bin ist alles ok...

Dann kommt hinzu, dass mein Mann die tolle Idee hatte, für heute unseren neuen Nachbarn zum Essen einzuladen...Puuh, das löst gewaltigen Stress in mir aus. Den Grillabend hatte ich ja gut überstanden und im Nachhinein war das auch überhaupt nicht schlimm.

Aber jetzt habe ich das "Problem", das ich nicht nur Angst habe, das sie schlecht über mich denken könnten wg. komischem Benehmen, blöden Unterhaltungen, etc., sondern das sie auch zu uns nach Hause kommen... Jetzt hoffe ich natürlich, das der Haushalt ok ist, sie sich bei uns wohl fühlen, das die Ordnung und die Sauberkeit so in Ordnung sind, und Ihnen das essen schmeckt...Ob das ok ist, was wir kochen und und und....

Aber (so wie jedes mal) muss ich da irgendwie durch. Nur leider wird’s nicht besser. Ich lerne nicht aus "gut gemeisterten" Begegnungen... Ich wäre so gerne einfach mal "locker" an solch einem Abend...

Einerseits gut zu wissen, dass man etwas bewegen kann, andererseits erschreckend zu wissen, dass NUR man selbst etwas tun kann, und wenn man selbst es nicht tut, tut es niemand.

Ja, das ist sooo wahr... Ich merke schon, wir verstehen uns da :)_

Leider komm´ ich nicht über diese Hürde drüber, die Verantwortung zu übernehmen...

MkollienQchexn


Hallo time_for_me82,

ach doch, mir geht's soweit gut. Das Wetter stört mich komischerweise gar nicht so sehr...

Haste den Doc gut überstanden?

Und das Essen mit den Nachbarn?

Gott sei Dank ist mein Mann nicht so "einlad-freudig"... Insofern passieren mir solche Sachen nicht allzu oft... Wenn allerdings mal unangekündigt jemand auftaucht und ich grad am kochen bin und die Gefahr besteht, dass derjenige vielleicht mit isst, dann gerate ich schon in Panik, denn meine Koch"künste" sind ja etwas, von dem ich nicht wirklich überzeugt bin...! Angst, dummes Zeug zu reden oder dass mir was Peinliches passiert, hab ich ja auch immer. Bei vollkommen fremden Leuten eigenartigerweise weniger als bei losen Bekannten.

Aber (so wie jedes mal) muss ich da irgendwie durch. Nur leider wird’s nicht besser. Ich lerne nicht aus "gut gemeisterten" Begegnungen... Ich wäre so gerne einfach mal "locker" an solch einem Abend...

Ich wünschte so sehr ich könnte Dir da ein Patentrezept geben... :)_ Aber ich fürchte, das ist irgendwie so'n Ding, was jeder für sich selbst rausfinden muss. Wo es irgendwann "Klick" machen muss.

Und als ob ich es jetzt drauf hätte... Na ja... auch nicht wirklich. Es hat ja erst ganz selten funktioniert, ansonsten dümple ich in den gewohnten Vermeidensverhaltensweisen herum. *nerv*

Leider komm´ ich nicht über diese Hürde drüber, die Verantwortung zu übernehmen...

Wenn es um Situationen geht, wo ich vermeintlich die Wahl habe, hab ich da auch noch so meine Probleme. Mir ist es bisher erst einmal gelungen in einer Situation, der ich nicht ausweichen konnte, in der ich aber etwas bestimmtes gern erreichen wollte (wenn sie denn nun eh schon stattfindet). Da habe ich mich überwunden und die Verantwortung übernommen. Aber da stand auch quasi die unsichtbare Bedrohung mit der Pistole in meinem Rücken... Das war so ähnlich wie: Jetzt stehe ich halt hier oben auf dem 10-Meter-Turm und hinten wurde die Treppe verschlossen, und weil ich ja nunmal wieder runter will, MUSS ich denn wohl springen.

Aber wenn ich die Wahl habe, ob ich überhaupt raufklettere oder nicht, dann klettere ich meistens gar nicht erst... Hoffe, Du verstehst was ich meine... ":/

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