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Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung

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Hallo *:)

Haste den Doc gut überstanden? Und das Essen mit den Nachbarn?

Ja, hab den Doc gut überstanden. Konnte alles ansprechen |-o Aber er ist nicht wirklich drauf eingegangen. Naja schon, aber warscheinlich nicht so, wie ich das gerne hätte :=o Also, ich habe das mit den Nachbarn erwähnt und wir unterhielten uns über meinen "Maßstab" den ich mir setze. Ob ich meinen würde, die anderen (Nachbarn, freunde, Familie etc.) hätten den selben Maßstab und warum ich den so hoch ansetze... Naja, das meinte ich mit Perfektionismus... Ich möchte alles so gut wie möglich machen, um die Fläche für Kritik klein zu halten... Naja, er machte mir dann klar, das es MEINE Bewertungen sind, die ich mache und es sein kann, das die Nachbarn ganz anders bewerten und ich es eigentlich so oder so nicht in der Hand habe, was sie über mich denken...

Er bemerkte das ich sehr viel Wert auf Sicherheit und Kontrolle lege und keine Entwicklung zulasse :°(

Das mit dem intim werden habe ich dann auch angesprochen, das die Initiative nie von mir kommt. Ich meinte, es wäre als wenn ich über einen Schatten springen müsste, es aber nicht kann. Er frug ob ich wüsste was der Schatten zu bedeuten hat, aber das wusste ich nicht... %:|

Das Essen mit den Nachbarn abends war (mal wieder) halb so wild... :=o Dank der Stunde beim Doc, konnte ich "etwas" entspannter denken... Auch wenn das nicht lange nahält, aber bis dahin ging es noch :)z Anfangs war es mal kurz so, das ich dachte Oo, sag was, nicht schweigen, erzähl was, sonst sieht´s blöd aus etc. aber nachdem wir dann mit was leckerem prickelnden angestossen haben, wurde es immer besser und bis zum Ende des Abends hin richtig angenehm!!!

Bei vollkommen fremden Leuten eigenartigerweise weniger als bei losen Bekannten.

So gehts mir auch! :)z Ich denke das liegt daran, das bei losen Bekannten "mehr" hintersteckt, man sich wieder sieht etc, als bei völlig fremden...

Aber wenn ich die Wahl habe, ob ich überhaupt raufklettere oder nicht, dann klettere ich meistens gar nicht erst...

Ja, ich verstehe SEHR gut, was Du meinst!!! :)_ So in etw gehts mir, wenn ich merke, das ich vom Kopf her weiß, was ich machen müßte, mich aber dennoch anders verhalte... Aber mein Doc meinte, es wäre ja schon mal toll, wenn man sieht, das es auch "therooretisch" eine andere Seite gibt....!

Ich verstehe nur nicht, was es mir soooo schwer macht, mich zu entwickeln... Viell. ist es doch diese Sache das ich will das mir geholfen wird ??? Mein Doc meinte: akzeptieren, akzeptieren, akzeptieren.... Wenn ich wüsste WIE das geht... Ich will nicht akzeptieren, weil ich Angst hab, das ich dann hilflos ausgeliefert bin und sich nichts ändert... Das macht mich sehr durcheinander in meinem Kopf.. %:|

M$olwlisenchxen


Hallihallo!

Mit "akzeptieren" meint Dein Doc sicher nicht, es einfach hinzunehmen, die Schultern zu zucken und zu sagen: "Kann ich eh nicht ändern" oder "ich find's zwar eigentlich blöd, aber jetzt finde ich es halt gut, weil es nicht zu ändern ist".

Sondern: Sich, wie man ist, erstmal annehmen, mit allen Stärken und Schwächen. Bevor man das nicht geschafft hat, besteht keine ernsthafte Chance, etwas zu ändern.

Unsereins ist ja immer darauf aus, seine Schwächen vor anderen zu verstecken. Ich hatte in der Vergangenheit schon Gelegenheit, Leute zu beobachten, die das ebenfalls versuchen und wollen, dass alle denken, sie wären der tolle Hecht - und habe auch gesehen, wie das wirkt. Nämlich nicht so, wie derjenige das gern hätte. Sondern im Gegenteil. Jemand, der offensiv mit seinen Schwächen umgeht (nicht: sich darauf ausruht!), ist viel sympathischer.

Also, zum Beispiel, wenn ich sage: "Leute, ich mache mir zwar vor Angst in die Hosen, aber ich pack das jetzt trotzdem an. Wenn ich dabei rot werde oder schwitze, wundert euch nicht, ihr wisst ja, ich bin da echt ein Angstfuß."

Kommt hundertmal besser an als wenn man ausweicht und vermeidet, und wenn man dazu steht, dass man in bestimmten Situationen einfach mehr Schiss hat als andere, dann wird auch keiner mehr komisch gucken bzw. es einem noch anrechnen, dass man es trotzdem versucht.

Meine Therapeutin meinte mal zu mir, es sei eine Illusion zu glauben, dass wirklich alle Welt auf das "Theater", das man spielt, reinfällt. Die Leute sehen mehr von einem als man ahnt, das heißt, sie wissen eh, wer man ist.

Ich verstehe nur nicht, was es mir soooo schwer macht, mich zu entwickeln... Viell. ist es doch diese Sache das ich will das mir geholfen wird ???

Ich habe auch ewig darauf gewartet, dass der Retter oder die Retterin naht! Meine Therapeutin meinte: "Sowas gibt's in der Erwachsenenwelt nicht mehr. Das müssen Sie selbst tun."

Da hab ich erstmal geheult... Aber es ist so...

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Hallo Mollienchen,

erstmal danke für deine Antwort. Ich freue mich immer von Dir zu lesen!

Wie geht´s Dir? Hattest Du ein schönes WE?

Du machst den (beruhigenden) Eindruck, es akzeptiert zu haben. Es strahlt auch eine gewisse "Ruhe" aus... Bei mir ist der Hebel wohl noch nicht umgelegt. Ich scheine mich immer noch dagegen zu wehren. Aber ich weiß gar nicht wieso? Ich will doch auch, das es mir besser geht... Die Angespanntheit ist echt enorm... Mir tut alles weh!

Mit "akzeptieren" meint Dein Doc sicher nicht, es einfach hinzunehmen, die Schultern zu zucken und zu sagen: "Kann ich eh nicht ändern" oder "ich find's zwar eigentlich blöd, aber jetzt finde ich es halt gut, weil es nicht zu ändern ist".

Sondern: Sich, wie man ist, erstmal annehmen, mit allen Stärken und Schwächen. Bevor man das nicht geschafft hat, besteht keine ernsthafte Chance, etwas zu ändern

Ja, da hast Du Recht. Er meinte ich soll mal versuchen bewusst zu akzeptieren, das ich das "Problem" hab. Egal ob ich das jetzt gut heiße oder nicht. Ich akzeptiere das ich total angespannt bin, und meine Macken mit Sozialen Kontakten habe, diese aber DENNOCH gut händle. Ich versuche mich mal NICHT dafür klein zu machen, das ich ja eigentlich lieber ganz anders wäre, es aber nicht bin. DAS aber "emotional" in die Tat umzusetzen kann ich mir schon fast nicht vorstellen...

Also, zum Beispiel, wenn ich sage: "Leute, ich mache mir zwar vor Angst in die Hosen, aber ich pack das jetzt trotzdem an. Wenn ich dabei rot werde oder schwitze, wundert euch nicht, ihr wisst ja, ich bin da echt ein Angstfuß."

Ich werde bald eine Situation haben, in der ich von allen angestarrt werde... Ich singe in einem Chor und muss ein Solo singen. Das habe ich auch schon des öfteren gemacht, aber sterbe jedes Mal dabei 1000 Tode!!!

Irgendwie passt das gar nicht zusammen, so scheu zu sein, sich aber andersrum dort ins Rampenlicht zu stellen, oder? Aber es beruht wahrscheinlich auch darauf, meinem Chor gegenüber nicht NEIN sagen zu können... Bei mir ist es auch oft so, das ich eigentlich so nichts genau vermeide. Wie so eine Situation jetzt. Ich bin nur total unzufrieden, wie ich mit solchen Situationen umgehe und reagiere...!

dass man in bestimmten Situationen einfach mehr Schiss hat als andere,

und das fällt mir schwer!!!!

Ich brauche wohl viel Kontrolle... Denn durch Kontrolle bekomme ich Sicherheit... Viell. verknüpfe ich auch das akzeptieren falsch? Viell. bekomme ich das Gefühl die Kontrolle aufzugeben, wenn ich akzeptiere?

Familie spielt ja auch ne große Rolle.... Wobei ich meinen Eltern keine Vorwürfe mache, sie wussten es nicht besser und waren evtl. auch vorbelastet...? (Meine Schwestern scheinen das allerdings anders zu sehen, naja, anderes Thema...) %-|

Ich habe auch ewig darauf gewartet, dass der Retter oder die Retterin naht! Meine Therapeutin meinte: "Sowas gibt's in der Erwachsenenwelt nicht mehr. Das müssen Sie selbst tun."

Da hab ich erstmal geheult... Aber es ist so...

:°(

M<ollxien-cxhen


Hallihallo!

Ja, mein Wochenende war okay, allerdings nicht wirklich spektakulär... Kaum ein Wochenende ist bei mir spektakulär. Aber macht nichts! :-) Und selbst?

Ich werde bald eine Situation haben, in der ich von allen angestarrt werde... Ich singe in einem Chor und muss ein Solo singen. Das habe ich auch schon des öfteren gemacht, aber sterbe jedes Mal dabei 1000 Tode!!!

Irgendwie passt das gar nicht zusammen, so scheu zu sein, sich aber andersrum dort ins Rampenlicht zu stellen, oder?

Im ersten Augenblick nicht. Im zweiten - Du kannst dem Chor gegenüber nicht nein sagen - passt es wieder.

Probier es mal so:

Frag Dich selbst: Was will ich in dieser Situation? Will ich mich am liebsten verkriechen und sagen "soll doch ein anderer singen"? Wenn ja - angenommen, Du setzt es durch - geht es Dir dann hinterher gut oder schlecht?

Oder willst Du lieber - wenn Du diese Aufgabe nunmal schon übernommen hast - die Ärmel hochkrempeln und sagen: "Okay, ich habe mich dazu entschieden es zu machen (Grund: egal!) und nun ziehe ich es einfach durch und mache es so gut ich kann! Und ich will es gut können! Dass ich dabei Herzklopfen habe und mich angestarrt fühle und anfange zu schwitzen, ist okay, das gehört eben dazu."

Was ich damit sagen will: Mach die vermeintlich passive Entscheidung ("mochte nicht nein sagen") zu einer aktiven Entscheidung ("ich habe mich dafür entschieden!" - was ja auch so ist, Grund egal). Es ist ja nicht die Entscheidung des Chors gewesen, die Dich dazu gezwungen haben, sondern Deine - Du hättest ja nein sagen können. Hast Du aber nicht. Und deshalb ist es jetzt eben Deine aktive Entscheidung dafür, und nicht mehr eine Entscheidung gegen das Nein-Sagen.

Übernimm die Verantwortung für die Entscheidung.

Du machst den (beruhigenden) Eindruck, es akzeptiert zu haben. Es strahlt auch eine gewisse "Ruhe" aus...

Sagen wir so: Ich bin auf gutem Wege. Was mich stört, ist, dass ich das akzeptieren jetzt noch nicht in Taten umsetzen kann. Ich verdamme und beschimpfe mich zwar nicht mehr für meine Ängste, aber ich finde trotzdem noch nicht so recht die Kraft, sie zu überwinden... *ungeduldig bin* >:(

Viell. bekomme ich das Gefühl die Kontrolle aufzugeben, wenn ich akzeptiere?

Vielleicht hilft es, wenn Du Dir klar machst: Du hast die Kontrolle in dem gewünschten Umfang sowieso nicht, ob Du es nun akzeptierst oder nicht. Du bist Du, wie Du bist, mit Deinen Unsicherheiten, daran ändert erstmal nix und niemand was. Du hast gar keine Wahl, als es zu akzeptieren. Selbst, wenn sich NIE etwas ändert und Du immer unsicher bleiben wirst - aber Du bist wenigstens entspannter dabei! ABER: NUR wenn Du es akzeptierst, hast Du überhaupt eine Chance, dass es sich ändern könnte! Geh nicht den zweiten vor dem ersten Schritt - funktioniert sowieso nicht. Du kannst nicht auf dem Fahrrad losfahren, bevor Du nicht erstmal die Einzelteile zu einem Fahrrad zusammengesetzt hast. Geht halt nicht.

Es gibt bestimmt Dinge, die Du in Deiner Kindheit vermisst hast (was Dich so gemacht hat, wie Du bist). Überleg mal, was das so ist (Beispiel: Zuneigung, Akzeptanz, Angenommensein, dass man Dir Mut macht, Dich tröstet wenn etwas schief geht etc).

Dann spalte Dich vor Deinem inneren Auge in zwei Personen auf: In Dich als Erwachsene, und in Dich als das Kind, dass diese Dinge vermisst. Und dann sagst Du zu dem Kind: "Pass auf, ich stehe hinter dir. Ich bin dein Freund. Hab ruhig Mut! Und wenn mal was schief geht, hab keine Angst, dass ich mich von dir abwende. Ich werde immer hinter dir stehen."

Ich habe das tatsächlich gemacht. Ich habe es mir vor meinem inneren Auge vorgestellt und diese beiden Personen tatsächlich miteinander sprechen lassen. Klingt erstmal furchtbar albern, aber es funktioniert. :)z

tOime_fojr_mge_82


Hallo Mollienchen *:)

Diem perdidi, bist Du auch noch da??

Mein WE war jetzt auch nicht spektakulär... Aber es ist dennoch schön, auszuschlafen und sich ein bisschen mehr Zeit lassen zu können, als wie im Alltag.

Frag Dich selbst: Was will ich in dieser Situation? Will ich mich am liebsten verkriechen und sagen "soll doch ein anderer singen"? Wenn ja - angenommen, Du setzt es durch - geht es Dir dann hinterher gut oder schlecht?

Nein, ich will mich nicht verkriechen... Am liebsten würde ich voller Selbstbewusstsein mit Hammer Stimme die Leute vom Hocker reißen... Aber durch die Aufregung, bin ich total gehemmt und es passiert das Gegenteil. Würde ich mich aber verkriechen und es nicht machen, hätte ich das Gefühl, versagt zu haben.

Oder willst Du lieber - wenn Du diese Aufgabe nunmal schon übernommen hast - die Ärmel hochkrempeln und sagen: "Okay, ich habe mich dazu entschieden es zu machen (Grund: egal!) und nun ziehe ich es einfach durch und mache es so gut ich kann! Und ich will es gut können! Dass ich dabei Herzklopfen habe und mich angestarrt fühle und anfange zu schwitzen, ist okay, das gehört eben dazu."

Ja genau, eher in diese Richtung, wo bei ich das Herzklopfen, zittern und schwitzen nicht als okay betrachten kann...!

Aber ich werde heute Abend bei der Probe an Dich denken, wenn das Lampenfieber in mir aufsteigt und werde dann mal deinen Rat befolgen und die Ärmel hochkrempeln. Mal sehen, was passiert!

Übernimm die Verantwortung für die Entscheidung.

Ja, das ist das Geheimnis... Ich weiß...Denn wenn ich Verantwortung für meine Entscheidungen übernehme, übernehme ich Verantwortung für mich. Dadurch komme ich von der Opferhaltung in die Täterhaltung, was mir dann auch Selbstbewusstsein gibt. Ich weiß... Das hat mein Doc auch schon gesagt. Dennoch rutsche ich immer und immer wieder in die Opferhaltung rein. Viell. habe ich Angst vor der Veränderung? Ich weiß es echt nicht. Ich sehe das Glas meisten sowieso halb leer anstatt halb voll. Aber Du machst mir echt Mut!

*ungeduldig bin*

:)z

Bin jetzt schon wieder so angespannt und hundemüde, schlapp und kaputt, das ich schon keine Lust mehr auf den Tag hab. %:| Frage mich oft, wie das wohl mal werden soll, wenn ich bald Kinder haben will etc. Da muss ich doch Verantwortung übernehmen und fit sein...!?!?!

Bald ändert sich beruflich bei mir auch einiges, wo ich mehr Verantwortung bekomme. Davor habe ich auch Angst...! Da muss ich ein bisschen aus meinem Hintergrund raus...

Vielleicht hilft es, wenn Du Dir klar machst: Du hast die Kontrolle in dem gewünschten Umfang sowieso nicht, ob Du es nun akzeptierst oder nicht

Ha Ha, genau das hat mein Doc mir am Freitag ja auch gesagt... Egal was ich anstelle und unternehme, oder nicht unternehme oder oder oder, ich kann mir nie sicher sein, das es den Effekt hat, den ich anstrebe...

Du hast gar keine Wahl, als es zu akzeptieren

Komisch ne? Das verwirrt mich noch ein bisschen... Denn eigentlich kämpfe ich, um zu verändern. Aber verändern tue ich wohl erst,. wenn ich aufhöre zu kämpfen... Und das will noch nicht so in meinen Kopf rein... Das macht mich durcheinander.

Aber durcheinander sagt mein Doc ist gut, da kann man wieder neu ordnen

Dank des Fadens :)_ und den Beschreibungen im Internet fühle ich mich zum ersten mal verstanden! Denn die "Problematik" an sich kennt wohl jeder mal...oder? Habe mir oft gesagt: Nun stell Dich nicht so an, etc. Mittlerweile verstehe ich mich da ein bisschen besser...

M+ollie!nchxen


Hallohalli!

Aber ich werde heute Abend bei der Probe an Dich denken, wenn das Lampenfieber in mir aufsteigt und werde dann mal deinen Rat befolgen und die Ärmel hochkrempeln. Mal sehen, was passiert!

Und?? Wie war's??

Frage mich oft, wie das wohl mal werden soll, wenn ich bald Kinder haben will etc. Da muss ich doch Verantwortung übernehmen und fit sein...!?!?!

Ach, das ist ja auch so ein Thema. Ich habe solche Angst, aus meinen (potentiellen) Kindern genausolche Weicheier zu machen wie ich es bin, dass ich Angst habe, überhaupt welche zu kriegen. :°( Und im Gegensatz zu Dir tickt meine biologische Uhr so laut, dass ich es nicht mehr überhören kann... *seufz*

Ha Ha, genau das hat mein Doc mir am Freitag ja auch gesagt... Egal was ich anstelle und unternehme, oder nicht unternehme oder oder oder, ich kann mir nie sicher sein, das es den Effekt hat, den ich anstrebe...

Meine Therapeutin hat es so formuliert: Es sei eine Illusion zu glauben, dass die Leute auf meine Maskerade reinfallen. Bei der einen oder anderen Person mag das vielleicht gelingen, aber bei der Mehrzahl nicht. Da war ich erstmal frustriert.

Tatsächlich gab es eine Person, die drauf reingefallen ist, und von der habe ich auf alle anderen geschlossen... Irrtum... :-/ Aber tatsächlich finde ich im Zurückdenken viele Anzeichen dafür, dass die Leute längst wissen, wer ich bin, nur sagen sie es nicht (macht man ja andersherum auch eher selten - eher redet man ja mit anderen über jemanden, als mit demjenigen selbst).

Komisch ne? Das verwirrt mich noch ein bisschen... Denn eigentlich kämpfe ich, um zu verändern. Aber verändern tue ich wohl erst,. wenn ich aufhöre zu kämpfen... Und das will noch nicht so in meinen Kopf rein... Das macht mich durcheinander.

Was meinste, wie lange ich deswegen durcheinander war! Ich konnte es einfach nicht begreifen.

Bis meine Therapeutin mich vor einer schrecklichen Situation (eine Versammlung, bei der ich etwas sagen MUSSTE, wenn ich wollte, dass mein Anliegen nicht untergeht), fragte: "Was WOLLEN Sie denn?" (bezogen auf die Versammlung)

Und meine Antwort stand dann da im Raum, ganz für sich, ohne Beiwerk, ohne Ängste drumrum, einfach nur eine Feststellung. "Ich will dass XY geschieht." In dem Moment hat sie mir sozusagen den Rucksack der Verantwortung aufgeschnallt, oder besser gesagt: Ich habe ihn mir selbst genommen und umgeschnallt. Denn in meinem Kopf gab es nur noch: "Ich will dass XY geschieht." Und ich wusste: Ich bin die einzige, die etwas unternehmen kann, damit es geschieht oder die Chance besteht. So bin ich dann in diese Versammlung rein, habe mir in die Hosen gemacht vor Angst, mir war schwindelig, ich war rot, Herzklopfen, Schweißausbrüche... Aber ich habe GESPROCHEN.

Vorher - und ich glaub, das war wichtig - habe ich zu meinem Mann gesagt: "Du, ich habe SOLCHE Angst, mir ist schon ganz schwindelig, ich werde bestimmt in Ohnmacht fallen, aber wir ziehen das jetzt durch! Ich will mich davon nicht unterkriegen lassen!"

In dem Moment habe ich meine Angst angenommen und beschlossen, mich nicht mehr von ihr im Griff haben zu lassen. Ich habe TROTZ Angst meinen Willen durchgezogen.

Probier das doch auch mal. Stell Dir vor, Angst und das alles gäbe es gar nicht, und sage dann: "Ich will dies und das." Ich weiß, das fällt erstmal schwer, weil man ja alles, was damit zusammenhängt, im Schlepptau hat, aber es ist gut, wenn man das, was man will (und vor dessen Folgen man Angst hat) mal einfach gesondert betrachtet. Losgelöst von allem!

Ich hoffe, ich werde in Zukunft öfter den Mut finden. Im Moment eher mau... Na ja, ich fange ja erst an.

Schönen Abend!! :)_

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Und?? Wie war's??

Ich konnte es leider nicht ausprobieren... Mein Solo wurde nicht geprobt, obwohl mir das versprochen wurde, das es bei JEDER Probe geprobt wird, damit ich mich etwas dran gewöhnen kann ":/

Ach, das ist ja auch so ein Thema. Ich habe solche Angst, aus meinen (potentiellen) Kindern genausolche Weicheier zu machen wie ich es bin, dass ich Angst habe, überhaupt welche zu kriegen.

:)_ Genauso gehts mir auch. Die Angst besteht auch darin, dann nicht genug Liebe und Nähe zu geben, wie es eigentlich nötig wäre, so wie es bei meinen Eltern und mir war.

Ich habe es auch schonmal bei meinem Doc besprochen, aber er meinte das mir das schon alleine aus meiner Angst heraus niemals passieren würde..

Meine Therapeutin hat es so formuliert: Es sei eine Illusion zu glauben, dass die Leute auf meine Maskerade reinfallen. Bei der einen oder anderen Person mag das vielleicht gelingen, aber bei der Mehrzahl nicht. Da war ich erstmal frustriert.

Bei mir ist es eher so, das ich mir jetzt nicht wirklich eine "andere" Maske anziehe, es ist eher das ich mir meine Nervosität und unsicherheit übel nehme und diese "verheimlichen" will. Deswegen kann ich auch nicht akzeptieren, das ich dinge tue TROTZ meines Inneren... Ich würde ja auch nichts anders machen, wenn ich "anders" wäre, ich würde alles genauso machen, nur eben ohne Angst und Unsicherheit. Wie mit dem Solo z.b. ich MACHE es ja... fragt sich nur wie... denn mit dem WIE bin ich nicht zufrieden...

Was meinste, wie lange ich deswegen durcheinander war! Ich konnte es einfach nicht begreifen.

%:| :)z ":/ :)z %:|

So wie Du das beschrieben hast, kenn ich das auch. Ich habe auch schon oft positive Erfahrungen gesammelt indem ich einfach durch die Situationen gegangen bin. :)^ Das Problem ist nur, das ich dann nicht stolz auf mich sein kann, sondern wieder auf mich drauf haue, das ich so unsicher und aufgeregt war... :=o Oder Nachbarschafts small talk.... :-o Ich MACH es ja... aber wie... %-|

Ich hoffe, ich werde in Zukunft öfter den Mut finden.

Na klar!!! :)^ Du hörst Dich so positiv und entschlossen an, da wirst Du in Zukunft öfter Situationen meistern und den Mut finden :)z

Ich wünsche Dir morgen einen schönen Feiertag!!! Muss leider jetzt schon wieder los.... sry, aber schau morgen nochmal vorbei :)_

d+iem4 Hperxdidi


Salve,

es ist ja nicht so, dass eure Unterhaltung nicht interessant wäre und ich freue mich für euch, dass ihr da auf einer Wellenlänge seid.

Ich selbst kann mich mit dem Thema nur phasenweise intensiver auseinandersetzten. Es gibt Tage, an denen mich mein Problem nicht im Geringsten stört und ich möchte es mir dann nicht durch eine argumentative Auseinandersetzung künstlich vergegenwärtigen. Nehmt mir längere Abwesenheiten also bitte nicht übel.

Auch scheint es mir so, das mein Problem in eine ganz andere Richtung geht. Ich kann beispielsweise ohne Rücksicht auf Verluste "Nein" sagen, ganz gleich was Andere da denken. Ein Vorteil ist das aber mitnichten, denn es isoliert. Im Gegensatz zu euch sieht bei mir also auch außen überhaupt nichts OK aus und das ist mir auch bewusst (da ich allerdings nie anders war, fällt es nicht weiter auf). Ich denke bei mir wiegt die Unsicherheit, wie ich mich in einer Situation verhalten soll wohl einfach noch stärker als die Rücksicht auf Andere.

Ironischerweise bewähre ich mich in den wenigen Situationen, die dann doch unvermeidlich sind, eher gut – die Angst/Unsicherheit ist immer nur davor vorhanden, nicht aber während der Situation.

Um noch was Konstruktives beizutragen: Den Ansatz von Mollienchen finde ich hilfreich. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse sollten unbedingt von imaginären Konsequenzen, Bedenken, übertriebener Rücksichtnahme gegenüber Mitmenschen und Ängsten entkoppelt werden. nur deshalb ist es "gesunden" Menschen überhaupt möglich, ihren Bedürfnissen konsequent nachzueifern.

Ist natürlich nicht leicht, wenn man nie sonderlich Rücksichtsvoll mit sich selbst umgesprungen ist.

LG

M_olli'encxhen


Hallo diem perdidi,

Ich selbst kann mich mit dem Thema nur phasenweise intensiver auseinandersetzten. Es gibt Tage, an denen mich mein Problem nicht im Geringsten stört und ich möchte es mir dann nicht durch eine argumentative Auseinandersetzung künstlich vergegenwärtigen. Nehmt mir längere Abwesenheiten also bitte nicht übel.

Kann ich absolut nachvollziehen und verstehen. Man kann sich auch gut in was reinsteigern und "vergisst" dann, dass es einem eigentlich grad gut geht... Ja, das kenn ich...

Auch scheint es mir so, das mein Problem in eine ganz andere Richtung geht. Ich kann beispielsweise ohne Rücksicht auf Verluste "Nein" sagen, ganz gleich was Andere da denken. Ein Vorteil ist das aber mitnichten, denn es isoliert.

Da kommt dann der nächste Punkt ins Spiel: Bist Du mit Dir zufrieden? Im Reinen? Nimmst Du es als lästig, aber unabänderlich in Kauf, dass das "Nein" sagen nun mal die Konsequenz hat, dass der eine oder andere sich abwendet? Oder sagst Du zwar aus (vermeintlich!!) voller Überzeugung "nein", fühlst Dich dabei aber zugleich so dermaßen unwohl (weil es eben doch nicht so ganz Deine Überzeugung ist), dass Du dies aus allen Poren ausstrahlst und deshalb durch Dein (vermeintlich) selbstbewusstes "Nein" trotzdem keine Achtung und keinen Respekt bei anderen gewinnen kannst?

Ich denke bei mir wiegt die Unsicherheit, wie ich mich in einer Situation verhalten soll wohl einfach noch stärker als die Rücksicht auf Andere.

Ich weiß was Du meinst. Du bist gar nicht so sehr darauf aus, es der Welt recht zu machen, aber Du kriegst es schon mal gar nicht hin, es DIR recht zu machen. Ich muss sagen, rein vom Verstand her bin ich an einem ähnlichen Punkt.

Meine Verhaltensweisen sind zwar eher noch die alten antrainierten "Ich will allen gefallen"-Muster, aber mein Denken ist da wie Deins. Selbst wenn ich mir vorstelle, was immer ich tue, es ändert NICHTS an dem Denken der anderen über mich, dann weiß ich immer noch nicht, wie ich mich entscheiden soll... ":/

Na ja, und da oben drauf kommt dann bei mir halt noch die soziale Angst, die meine Denkfunktionen blockiert und mich innerlich lähmt und es mir noch schwerer macht, Entscheidungen zu fällen.

M[ovllien)chen


Hallo time_for_me_82,

Ich konnte es leider nicht ausprobieren... Mein Solo wurde nicht geprobt, obwohl mir das versprochen wurde, das es bei JEDER Probe geprobt wird, damit ich mich etwas dran gewöhnen kann

Hättest Du nicht darauf bestehen können, es zu proben, mit der Begründung, dass Dir häufiges Proben mehr Sicherheit geben könnte? So hast Du Dich ja quasi wieder ins Schicksal ergeben und hast es passiv über Dich ergehen lassen...

Ich habe es auch schonmal bei meinem Doc besprochen, aber er meinte das mir das schon alleine aus meiner Angst heraus niemals passieren würde..

Hm. Klingt einerseits ermutigend, andererseits frage ich mich: Wenn das so ist, wieso kriegen dann "gestörte" Leute ständig wieder "gestörte" Kinder und machen es nicht allesamt besser?

Meine Mutter hat sich doch auch vorgenommen, ihre Kinder nicht so kalt zu behandeln wie sie im Kinderheim behandelt wurde. Gelungen ist es ihr trotzdem nicht.

Bei mir ist es eher so, das ich mir jetzt nicht wirklich eine "andere" Maske anziehe, es ist eher das ich mir meine Nervosität und unsicherheit übel nehme und diese "verheimlichen" will. Deswegen kann ich auch nicht akzeptieren, das ich dinge tue TROTZ meines Inneren... Ich würde ja auch nichts anders machen, wenn ich "anders" wäre, ich würde alles genauso machen, nur eben ohne Angst und Unsicherheit. Wie mit dem Solo z.b. ich MACHE es ja... fragt sich nur wie... denn mit dem WIE bin ich nicht zufrieden...

Hm. Dann bist Du eigentlich einen Schritt weiter als ich. Du machst es ja wenigstens schon! Du musst "nur noch" Deine Einstellung zu Dir selbst ändern!

Ich dagegen... Ich muss meine Einstellung ändern und DANN den zweiten (viel schlimmeren) Schritt gehen, zu handeln. :-/

Na klar!!! :)^ Du hörst Dich so positiv und entschlossen an, da wirst Du in Zukunft öfter Situationen meistern und den Mut finden :)z

Hoffentlich!!!!!

Auch schönen Rest-Feiertag wünsche ich allerseits!

tLrDauYr&ig0x6


:)D Muß mir hier mal alles genau durchlesen. Ist genau mein Thema :°(

dEiem Jperdxidi


Hi Mollienchen,

Da kommt dann der nächste Punkt ins Spiel: Bist Du mit Dir zufrieden? Im Reinen? Nimmst Du es als lästig, aber unabänderlich in Kauf, dass das "Nein" sagen nun mal die Konsequenz hat, dass der eine oder andere sich abwendet? Oder sagst Du zwar aus (vermeintlich!!) voller Überzeugung "nein", fühlst Dich dabei aber zugleich so dermaßen unwohl (weil es eben doch nicht so ganz Deine Überzeugung ist), dass Du dies aus allen Poren ausstrahlst und deshalb durch Dein (vermeintlich) selbstbewusstes "Nein" trotzdem keine Achtung und keinen Respekt bei anderen gewinnen kannst?

Hmmm - Schwer zu sagen, die entsprechenden Situation werden in letzter Zeit auch immer seltener…

Aber ausschließen kann ich die volle Überzeugung. Es ist vielmehr so, dass vor einer Entscheidung ein regelrechter Prozess des Abwägens in Gang gesetzt wird ("Ja oder Nein" – "Hingehen oder nicht" – "Was ist schlimmer"). Deshalb kann ich mit einer getroffenen Entscheidung auch nie hundertprozentig zufrieden sein, es gibt ja schließlich auch Argumente dafür/bzw. dagegen. Spontane und intuitive Entscheidungen ohne weitere Überlegungen sind mir jedenfalls fremd.

Ich weiß was Du meinst. Du bist gar nicht so sehr darauf aus, es der Welt recht zu machen, aber Du kriegst es schon mal gar nicht hin, es DIR recht zu machen.

Ja, das hast du treffend erkannt. Zumal ich es wohl auch der Welt am ehesten dann recht machen würde, wenn ich es mir selbst recht machen könnte.

Na ja, und da oben drauf kommt dann bei mir halt noch die soziale Angst, die meine Denkfunktionen blockiert und mich innerlich lähmt und es mir noch schwerer macht, Entscheidungen zu fällen.

Hast du diese Angst auch während Problemsituationen? Bei mir ist das vor allem davor oder anfangs ein Problem, verfliegt dann aber relativ schnell. Ausnahmen sind unvorbereitete oder spontane Situationen - da leide ich unter einer regelrechten Denkblockade. Erst im Nachhinein fallen mir dann passende Antworten und Reaktionsmöglichkeiten ein.

LG

MBollie,nchexn


Hallo diem perdidi,

Spontane und intuitive Entscheidungen ohne weitere Überlegungen sind mir jedenfalls fremd.

Mir auch.

Einerseits sind da bei mir schon auch viele "wie kann ich es machen, dass es allen gefällt"-Gedanken bei, andererseits ist es schlicht, dass ich so lange versucht habe, der Welt zu gefallen (ich selbst war mir dabei eher egal), dass ich es gar nicht gelernt habe, Entscheidungen zu fällen, die mir entsprechen. Ich kann das einfach überhaupt nicht... Konnte es nie... Selbst wenn ich mir jetzt sage: "Ist doch egal, was alle denken, ich muss mich ja wohl fühlen" - ich weiß gar nicht, wann ich mich wohl fühle. Ob eine Entscheidung wirklich meine ist oder doch wieder von geheimen Wünschen, zu gefallen, geleitet ist... Hach ja... ":/

Hast du diese Angst auch während Problemsituationen?

Ja, und wie. Da hilft auch gründliche (inhaltliche) Vorbereitung meistens nichts. Die sozialen Ängste sind viel größer... So groß dass für den Inhalt kein Platz mehr ist.

Na, und unvorbereitete Situationen sind eh die schlimmsten, weil mich meine Verhaltensmuster (ich muss gefallen) da vollständig im Griff haben.

toime_:f@or_mex_82


Hallo,

@ traurig06

Herzlich Willkommen @:)

@ diem perdidi

es ist ja nicht so, dass eure Unterhaltung nicht interessant wäre und ich freue mich für euch, dass ihr da auf einer Wellenlänge seid. Auch scheint es mir so, das mein Problem in eine ganz andere Richtung geht.

Liegt evtl. auch daran, das es versch. Typisierungen gibt.

Ich z.b. scheine eher der nachgiebig-ausnutzbare Typ zu sein:

Diese Gruppe umfasst Menschen mit "nachgiebig-ausnutzbarem Vermeidungsverhalten" in zwischenmenschlichen Situationen. Das sind Personen, die sich durch andere ausgenutzt fühlen und denen es offenbar auch Mühe macht, anderen eine (selbstlose) Freude zu bereiten, wobei sie aber trotzdem nicht auf Distanz gehen und vor allem nicht "Nein" sagen können und deshalb als nachgiebig-ausnutzbar, wenn nicht gar missbrauchbar erscheinen.

Du bist wahrscheinlicher eher der kühl-distanzierte Typ:

Das sind Menschen, die einerseits kühl-distanziert und andererseits gesellschafts-vermeidend auftreten. Die Probleme erwachsen vor allem im Zusammenhang mit der Unfähigkeit, warmherzige Gefühle auszudrücken (obgleich sie vorhanden sind) und damit enge intime Beziehungen einzugehen. Auch spielt ein gewisses Misstrauen gegenüber anderen Menschen eine hinderliche Rolle.

@ Mollienchen

Meine Verhaltensweisen sind zwar eher noch die alten antrainierten "Ich will allen gefallen"-Muster, ... Selbst wenn ich mir vorstelle, was immer ich tue, es ändert NICHTS an dem Denken der anderen über mich, dann weiß ich immer noch nicht, wie ich mich entscheiden soll...

Einerseits sind da bei mir schon auch viele "wie kann ich es machen, dass es allen gefällt"-Gedanken bei, andererseits ist es schlicht, dass ich so lange versucht habe, der Welt zu gefallen (ich selbst war mir dabei eher egal), dass ich es gar nicht gelernt habe, Entscheidungen zu fällen, die mir entsprechen. Ich kann das einfach überhaupt nicht... Konnte es nie... Selbst wenn ich mir jetzt sage: "Ist doch egal, was alle denken, ich muss mich ja wohl fühlen" - ich weiß gar nicht, wann ich mich wohl fühle. Ob eine Entscheidung wirklich meine ist oder doch wieder von geheimen Wünschen, zu gefallen, geleitet ist... Hach ja...

Das hätte ich schreiben können...! :-o

Dieses "gefallen wollen" ist total schlimm. Ich hatte gestern solche Situationen die mich innerlich total zerrissen haben. Egal wie ich es gemacht hätte, wäre ich unzufrieden gewesen..

Entweder gefalle ich den anderen, bin dann aber auf mich sauer, weil ich wieder in das "gefallen wollen" Muster getappt wäre. Oder aber ich gefalle den anderen NICHT, was

sich dann aber schwer aushalten lässt. Gewissensbisse etc. Denn die Angst, das man sauer auf mich ist und sich von mir abwendet ist Riesen groß.

Gestern habe ich mich zum ersten Mal für MICH entscheiden und gegen das gefallen der anderen. Denn ich hätte mich ja so oder so schlecht gefühlt. Dann fühle ich mich doch lieber schlecht, habe mich aber für mich entschieden... Ganz neue Verhaltensweisen...Puh, in der einen Situation weiß ich, das man mir meine Entscheidung nicht übel genommen hat. In der anderen Situation weiß ich es noch nicht.... Mal abwarten... Aber ich müsste viel öfter solche Risiken mal eingehen. Nur oft "vergesse" ich mich einfach, was ich eigentlich will, weil ich viel zu sehr damit beschäftigt bin, was die anderen gerne hätten...Daher weiß ich auch oft nicht, WAS ich eigentlich will, ob die Entscheidung richtig war etc. Ich finde es furchtbar nicht zu wissen , was richtig oder falsch für einen ist.. Es sind immer Engelchen und Teufelchen beteiligt. Jeder hat irgendwo recht, sie zerreißen einen innerlich und am ende weiß man immer noch nicht, ob die gefallene Entscheidung jetzt richtig war....

War echt nicht leicht gestern... :°(

Mwo{l!lie'n+chexn


@ time_for_me_82

:°_

Wenn ich genau wüsste, das will jetzt nur ich, könnte ich locker damit leben, dass jemand anders mich doof findet. Aber es sind die Zweifel darüber, dass ich das wirklich will, die mich kaputt machen.

Da kommen wir wieder zu dem "zu sich stehen" bzw. "hinter sich selbst stehen". Wenn man das könnte, hätte man nicht das Gefühl, allein dazustehen mit einer unpopulären Entscheidung. So aber schleichen sich dann Ängste ein, allein gelassen zu werden, wenn man sich "falsch" entscheidet, hilflos zurückgelassen zu werden, die (falsche?) Entscheidung dann auch allein ausbaden zu müssen... (aber nicht zu können) %:|

Und tatsächlich fällt es mir schwer, mit den Konsequenzen einer Entscheidung zu leben, weil ich ja im täglichen Leben so ängstlich und ungeübt bin, dass ich doch oft auf Hilfe angewiesen bin. Da passt man dann auch schon mal seine Meinung demjenigen an, von dem man sich Hilfe erhofft, weil man sich allein hilflos fühlt. Schrecklich.

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