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Der Mythos "Die Mutter als Löwin"

NAovzemb|ermo}nd


@ Lewian

Genialer Beitrag ! :)^ :)=

Du hast so Recht, mit dem, was du schreibst....

Eigentlich sollte der Vater stark sein ... ich halte das nicht für die Aufgabe der Mutter.

Meinst Du? Ich denke, dass sowohl Frauen wie Männer ihre spezifischen Stärken haben.

Ja, ich finde, die Mutter ist dafür zuständig, dem Kind das Urvertrauen ins Leben zu geben, eine starke emotionale Bindung aufzubauen, das Kind zu versorgen, Liebe zu schenken, soziale Kompetenzen vermitteln.

Der Vater stärkt seinen Kindern den Rücken, geleitet sie ins Leben / die Freiheit, sorgt dafür, dass sie unabhängig und lebensfähig werden. Er sollte derjenige sein, auf den die Kinder immer bauen können und der sie auch verteidigt (na gut, in der heutigen Zeit wohl weniger notwendig...)

vYerz4wixckt


Ich hatte eine "Mutter", die hat sich wohl so selbst gesehen... peinlich. Das, was sie uns Kindern angetan hat, hat sie ausgeblendet, und tut dies bis heute. SIE hat ja immer alles so toll gemacht und vor allem richtig. Wenn ich das heute höre, bekomme ich das kalte Grausen. Ich werde wütend, hassend, weil sie lügt und nicht recht hat. Mit dieser Lüge streut sie jedesmal zusätzlich Salz in die Wunden... und drückt noch feste drauf.

Ich kenne andererseits eine Mutter von jemandem, die will heute noch Löwin sein, auch wenn der jemand schon lang das Nest verlassen hat. Sie geht damit regelmäßig über Grenzen...

Löwinnen wissen, wann sie ihre Kinder loslassen müssen und wieviel Freiheit den Kindern gut tut, was die Kleinen brauchen. Menschen oftmals nicht. Menschen sind da denk ich zu verkopft...

S+chwa2rzes Bluxt


Ich stimme euch ja im Prinzip voll zu. In jedem Beitrag ein Stück Wahrheit.

Aber ich suche nicht nach der Erklärung, warum die Mutter unzulänglich gegenüber dem Kind ist. Meine Frage zielt auf etwas anderes ab. Vielleicht ist die Fadenüberschrift schlecht gewählt. Ich formuliere es noch mal um.

Verabschiedet euch vom Mythos "Die Mutter als Löwin."

Ich frage mich, warum jemanden der Rat gegeben wird, sich seiner Mutter anzuvertrauen, wo man recht deutlich aus dem Posting des TE herauslesen kann, dass die Familienverhältnisse reichlich gestört bzw. asozial sind.

@ verzwickt

Hatten wir die gleiche Mutter?

Besser hätte ich meine eigene Mutter, also "diese Frau"nicht beschreiben können. Da hast du echt ins Schwarze getroffen.

c3r-owxl


Auf 3Sat läuft gerade "Mythos Mutter" !

Sf. walrlisii


Ich find man kann nicht sagen ob das ein generell richtiger oder falscher Rat ist (kann aber auch nicht rauslesen ob du das sagen willst), ich persönlich würde es intuitiv entscheiden.

Viele können sich halt nicht vorstellen dass einem derartiges nicht geglaubt wird und würden dann sozusagen in jedem Fall dazu raten. Ich würde ungern soweit gehen das als unverantwortlich zu bezeichnen denn sicher wissen kann man weder die eine noch die andere Möglichkeit.

Der Rat zu fachlichen Beratungsstellen ist im Vergleich dazu immer richtig, möglicherweise aber dennoch nicht umsetzbar. Dann bleibt die Frage was wären stattdessen überwindungsmögliche Wege und jeweils ob z.B. Wahrscheinlichkeiten auf Kontraproduktivität wie z.B. wenig einfühlsames Vorgehen der Polizei, nicht-glauben der Eltern, Vorwürfe des Freundes, usw. wirklich wert wären das ein oder andere nicht zu raten.

Dass einem nicht geglaubt ist eine schlimme Sache, im Vorfeld bleibt es aber nur eine potentielle Möglichkeit. Dass der/die Betreffende die ganze Sache weiterhin alleine mit sich rumträgt oder noch schlimmer weiterhin missbraucht wird ist dagegen die logische Konsequenz wenn sozusagen nichts passiert.

In dem Fall an den du vermutlich denkst könnte ich eher weniger mit mir vereinbaren dazu zu raten zur Mutter zu gehen, andere können das schon und vllt ist es gut so.

Ich könnte auch nicht zur Polizei raten denn die fragen sehr wahrscheinlich einfach ob man anzeigen will und falls nein tun sie nichts falls ja nehmen sie sicherlich nicht übermäßig Rücksicht. Andere können das raten, ich nicht.

Andere raten zum Freund zu gehen, könnte ich nach der (zugetroffenen) geäußerten Befürchtung er würde Vorwürfe machen auch nicht.

Man kann sagen die professionellen Hilfestellen sind der richtigste Rat aber nun scheint das nicht umsetzbar zu sein und ich für meinen Teil würde eher nichts anderes raten, wären dann nur Leute hier wie ich oder du war's das an Vorschlägen und nichts passiert möglichweise.

HMannaq-Maxria


Ja, ich bin so eine Löwen-Mutter! Durch und durch. Und meine Kinder genießen das! :)z :)_ Ich denke mal, seine Kinder bedingungslos zu lieben, sie zu beschützen, sie zu fördern, sie zu inspirieren und zu unterstützen hat nichts mit erdrücken und einengen zu tun. Das ist das andere Extrem zu Vernachlässigung und Entbehrung. Ich hatte das Glück, auch eine Löwen-Mutter zu haben! x:) Es kommt nicht auf die Fehler an, die eine Mutter macht, sondern wie sie damit umgeht! ;-)

Aber ich denke, dass Frauen oft zur Löwin werden müssen, wenn der Ehepartner sich allzusehr am Naturbeispiel eines Löwen orientiert.... sich verdrückt und seiner Wege geht :-(

CpleXeni


Ich frage mich, warum jemanden der Rat gegeben wird, sich seiner Mutter anzuvertrauen, wo man recht deutlich aus dem Posting des TE herauslesen kann, dass die Familienverhältnisse reichlich gestört bzw. asozial sind.

Was beschäftigt dich an dieser Frage so stark?

Ich habe für diesen Faden schon zwei verschiedene Texte verfasst und wieder verworfen, weil dies was ich schreibe, irgendwie nicht den Kern meiner Meinung nach trifft.

Ich denke, dass es vielleicht sein könnte, dass Personen die dazu raten, sich nicht so recht vorstellen können, wie sich die einzelnen Konstellationen auswirken können in diesem Familiensystem. Beim Schreiben merke ich aber, dass dies irgendwie abwertend klingt, obwohl ich dies gar nicht abwertend meine! Ich denke dass Personen, denen etwas ähnliches passiert ist, und die ihr eigenes Verhalten sehr gut reflektieren die Zusammenhänge sehr gut nachvollziehen können, warum sich jemand eben nicht der Person anvertrauen kann, der man doch "eigentlich" sehr nahe steht.

Personen, denen so etwas nicht widerfahren ist, können sich bestimmt nur sehr schwer vorstellen, dass die eigene Mutter nicht das tut, was das Kind doch schützen kann.

Das sind zwei ganz verschiedene Welten: die Welt von der Person, die nicht davon ausgeht, dass die Mutter einen nicht beschützen kann/will und die Welt die dies gespürt hat und deshalb leider aus Erfahrung spricht. Ich denke beide Erfahrenswelten (wenn ich es jetzt nur auf diese beiden beziehe) existieren und haben das Recht erhört zu werden. Ich würde es schlimm finden, wenn wir jetzt immer und überall davon ausgehen müssten, dass Kindern nur etwas schlimmes widerfährt (dass es echt traurig, sche*** und noch anders wofür ich jetzt keine Worte verwenden möchte, ist, dass es überhaupt so etwas gibt, steht außer Frage) und ich finde es schön, dass es Personen gibt, die sehr viel positives erfahren und aufgrund dessen nicht gleich misstrauisch sind und davon ausgehen nur enttäuscht zu werden (damit meine ich jetzt nicht total blauäugig durch die Welt zu laufen).

Also: für mich hat es auch etwas schönes zu sehen, dass Personen nicht glauben können, dass sie etwas nicht der Mutter/dem Vater anvertrauen können und deshalb dann auch dies als Möglichkeit in Betracht ziehen.

Ich finde es echt schwer, dies alles in Worte zu packen, denn wie schon geschrieben, finde ich es traurig, dass Kinder überhaupt solche Erfahrungen machen müssen (jetzt nicht nur auf den anderen Faden bezogen, sondern generell die Erfahrung, dass sich die Eltern nicht ausreichend um ihr Kind kümmern), und weiß auch wie schwer es ist, Vertrauen zu fassen, welches Kinder erleben und erlernen können, die eben andere Erfahrungen machen.

Was ist nun "gut"/hilfreich?: Menschen, die dieses Vertrauen haben und ehrlich und echt diesen Ratschlag geben, weil ihnen einfach diese widrigen Erfahrungen erspart blieben und so Möglichkeiten in Betracht ziehen können? Menschen, die diesen widrigen Bedingungen ausgesetzt waren/sind und deshalb viel besser nachvollziehen können, weshalb jemand eben grübelt sich der Mutter anzuvertrauen und diese so Verständnis für ihre momentane Gefühlslage erfahren?

Vielleicht macht es auch erst die "Mischung" und die ist hier in einem Forum gegeben: also hier treffen sehr viele Erfahrenswelten aufeinander und je weiter diese auseinander gehen, desto unverständlicher könnte es werden, aber vielleicht ja auch nicht, wenn "beide" Seiten offener für einander werden. Also ich selbst merke bei mir auch, dass es Phasen gibt, in denen ich mich total unverstanden fühle und wenn ich dann merke, dass der andere eigentlich überhaupt gar nicht mitreden könnte, weil er dies gar nicht nachempfinden kann, da er gar nicht diese oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat, stoppe ich da auch teilweise. Warum? Hmm Schutz? Eifersucht? Neid? Vielleicht ein Misch aus allem? Ich bin dann dieser Person nicht offen gegenüber und es gibt auch Phasen in denen ich diese Person für etwas bestraften will, wofür sie nichts kann: sie kann nichts dafür, dass sie nicht dies oder jenes von mir erleben musste. Ich bin dann nicht offen für sie und kann auch ihre Tipps und Ratschläge nicht aufnehmen und manchmal ist dies vielleicht sogar schade, heißt ja nicht, dass ich alles umsetzen muss, aber mir für mich vielleicht teilweise etwas herauszuziehen, wäre vielleicht auch gar nicht so schlecht.

Ich denke aber auch, dass dies sehr schwer ist, in Phasen in denen der Leidensdruck sehr groß ist, dies so betrachten zu können. Aber etwas anderes bleibt allen nicht übrig, eben weil es hier ja kein richtig und kein falsch gibt (also es hilft denke ich mal niemandem, wenn es nur Lösungsvorschläge/Hilfeangebote in eine Richtung gibt, bei der sich der Hilfesuchende total abhängig macht und vielleicht auch merkt, dass es ihm gar nicht so entspricht). Aus diesem Grund finde ich die verschiedenen Ansätze, aus denen sich der Hilfesuchende dann für sich etwas herauszieht günstiger, denn keiner steckt eben in der Haut desjenigen der den Hilfeschrei sendet / einen Faden eröffnet.

Ich weiß jetzt nicht ob du dies mit deiner Frage in Verbindung bringen kannst, Schwarzes Blut :-/ :-).

S@chwarqzesB Blut


Was beschäftigt dich an dieser Frage so stark?

Das ist eine gute Frage. Ich denke mittlerweile, wenn ich eure Antworten so lese, dass ich es ein bisschen zu verbissen sehe oder interpretiere. Ich selber bin ja auch recht geprägt in die negative Richtung. Ich möchte nicht sagen, dass ich von mir auf andere schliesse. Aber vielleicht lese ich etwas mehr oder intensiver in manchen Posts, bzw. wäge zu sehr ab. Klar, jemand der eine gute Beziehung zur Mutter hat, für den ist das wohl der erste Gedanke. Es hat mich einfach sehr erstaunt, dieser Rat.

Ich fühlte mich unverstanden, nicht angegriffen. Ich versuche meinen Gedankengang nochmals zu erklären.

Ich habe nicht in erster Linie mit meinen eigenen Erfahrungen verglichen, mit nichten. Aber tritt eine solche Thematik wie Missbrauch in einer Familie auf, dann ist die Institution Familie in einer argen Schieflage, um nicht zu sagen total gestört, darum geht es mir. Eine aufmerksame und genug sensibilisierte Mutter, bekommt mit, wenn so etwas passiert, ohne dass das Kind etwas sagt. Die Frage ist nun, wie reagiert diese, bzw. warum reagiert sie nicht. Doch aus der eigenen Unzulänglichkeit vor Problemen die Augen zu verschliessen. Die Mutter ist ja auch Ehefrau.

c]roAwl


Aber ich suche nicht nach der Erklärung, warum die Mutter unzulänglich gegenüber dem Kind ist. Meine Frage zielt auf etwas anderes ab. Vielleicht ist die Fadenüberschrift schlecht gewählt. Ich formuliere es noch mal um.

Verabschiedet euch vom Mythos "Die Mutter als Löwin."

Aber tritt eine solche Thematik wie Missbrauch in einer Familie auf, dann ist die Institution Familie in einer argen Schieflage, um nicht zu sagen total gestört, darum geht es mir. Eine aufmerksame und genug sensibilisierte Mutter, bekommt mit, wenn so etwas passiert, ohne dass das Kind etwas sagt. Die Frage ist nun, wie reagiert diese, bzw. warum reagiert sie nicht.

Ist jetzt deine Frage, warum viele nicht zu checken scheinen, dass die Mütter nicht immer eine gute Anlaufstelle für Ihre Kinder sind oder ist die Frage, warum das so ist?

Traumaforschung ist noch recht jung in D und hat eine recht vertrackte Dynamik. Trauma werden von der Psyche abgespalten und unbewußt über Generationen weitergeben. Und dummerweise kann man, wenn man drinsteckt, eine schlimme Erfahrung gar nicht als solche erkennen (weil ja die Gefühle dazu abgespalten wurden), sondern die Psyche sorgt lange Zeit dafür, dass man sich auch äußerst schlimme Umstände schön guckt. Die wunderbare Welt der Verleugnung, Verdrängung, Bagatellisierung etc.. Alles Abwehrmechanismen, die einem Menschen wortwörtlich helfen zu überleben - deswegen sind die auch so stark.

Ich kenne das auch von meiner Mutter, was verzwickt da beschrieben hat. Nur habe ich ewig gebraucht, bis ich mir wirklich eingestanden hab, dass sie eben so ist. Ich wollte und konnte nicht glauben, dass sie so ist und hab so oft aufs Maul gekriegt dafür, dass ich immer wieder gehofft und versucht und gemacht hab. Vollkommen vergeblich. Ich hätte sooo gerne das gute Bild von meiner Mutter behalten. Hätte so gerne eine Lösung gefunden, ein gutes Ende. Aber es gibt keines.

Wie dem auch sei, ich weiss, wie schwer es sein kann, die Illusion von etwas aufzugeben und lieber in einer verklärten Sicht auf Situationen zu leben.

Es ist soo mühsam, wieder Zugang zu seiner eigenen Wahrnehmung zu finden, wenn dir von Kleinauf Lügen übergestülpt werden und dir die eigene Wahrnehmung aus dem Leib misshandelt wird.

Es kostet unglaubliche Kraft, sich aus diesen Mustern zu lösen. Meist macht auch der Rest der Familie nicht mit und derjenige, der sich befreit, steht vor den anderen als Verräter da.

Aus der Ferne kann ich anerkennen, dass Menschen, in dem Fall Mütter, den Weg aus ihrem Drama nicht herausgefunden haben. Bei meiner Mutter kann ich das auch nicht, weil es zu dicht an mir dran ist. Vielleicht hätte ich es auch nicht gekonnt, wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre. Vielleicht doch. Keine Ahnung, ich weiss nicht woran es liegt, dass manche es schaffen und andere nicht. Fakt ist, diese psychische Arbeit erfordert unglaubliche Kraft. Das weisst du ja vielleicht auch selbst. Aber viele werden es auch nicht wissen weil sie es selbst nicht erlebt und erfahren haben.

Und jemand, der das nicht erlebt hat, ist meist nicht in der Lage, es zu sehen oder zu erkennen. Viele Dinge sind auch für nicht Traumatisierte erstmal nicht vorstellbar und werden oft auch nicht geglaubt. Nicht unbedingt aus böser Absicht - sondern als Abwehrverhalten der Psyche, die sich vielleicht einfach so fiese Dinge garnicht vorstellen mag.

Ich hätte gern einen Link eingestellt zu Traumavererbungsmechanismen, aber die Seite ist leider off.

Übrigens kann man inzwischen auch nachweisen, dass erlebte Traumata die Gene verändern und auch auf dieser Ebene weitergegeben werden.

SjchwaArz4es Blxut


Ist jetzt deine Frage, warum viele nicht zu checken scheinen, dass die Mütter nicht immer eine gute Anlaufstelle für Ihre Kinder sind oder ist die Frage, warum das so ist?

Das warum hast du ja wunderbar erklärt und ich kann diese Zusammenhänge erkennen, weil ich sie so erlebt habe. Aber meine Frage bezieht sich darauf das viele nicht verstehen können, das die Mutter u.U. kein guter Ansprechpartner ist. Aber vielleicht ist das der Grund:

Und jemand, der das nicht erlebt hat, ist meist nicht in der Lage, es zu sehen oder zu erkennen. Viele Dinge sind auch für nicht Traumatisierte erstmal nicht vorstellbar und werden oft auch nicht geglaubt. Nicht unbedingt aus böser Absicht - sondern als Abwehrverhalten der Psyche, die sich vielleicht einfach so fiese Dinge garnicht vorstellen mag.

Letztlich muss ich sagen, bei Abwägung beider "Glaubensparteien, es ist ein Hopp oder Topp. Wer den Zonk zieht hat Pech.

c8r,owl


So siehts aus. Meist sogar doppelt Pech weil der 1. Zonk von Täterseite kommt und der 2. von denen, die nicht wahrhaben wollen, was einem passiert ist und das Erlebte abtun um es nicht an sich herankommen zu lassen. Den 2. Zonk habe ich auch schon bei "professionellen" Helfern gezogen. :(v

LOewia3n


Schwarzes Blut

Ich weiss nicht, was in dem anderen Faden war, auf den du Bezug nimmst, aber in diesem Faden wuerde ich dir einerseits bei so ziemlich allem zustimmen, was du sagst, aber andererseits wundere ich mich auch, wie stark du reagierst. Es wird ja im Forum den lieben langen Tag viel Unfug geschrieben und es kommen ueberall oft Ratschlaege von Leuten, die sich entweder gar nicht so richtig in die Situation hereindenken oder -fuehlen koennen oder bezueglich aller Themen davon ausgehen, dass ihre persoenliche Erfahrung das Mass aller Dinge ist. "Ratschlaege" muss jeder mit grosser Vorsicht geniessen und fuer sich selber pruefen, bevor man sie annimmt. (Wobei ich irgendwie nicht glaube, dass ich dir hier gerade was schreibe, was dir neu waere... aber wie gesagt, der Aufhaenger dieses Fadens hat mich etwas verwundert.)

S<chwaKr4zes ~B.luxt


aber andererseits wundere ich mich auch, wie stark du reagierst. Es wird ja im Forum den lieben langen Tag viel Unfug geschrieben und es kommen ueberall oft Ratschlaege von Leuten, die sich entweder gar nicht so richtig in die Situation hereindenken oder -fuehlen koennen oder bezueglich aller Themen davon ausgehen, dass ihre persoenliche Erfahrung das Mass aller Dinge ist. "Ratschlaege" muss jeder mit grosser Vorsicht geniessen und fuer sich selber pruefen, bevor man sie annimmt. (Wobei ich irgendwie nicht glaube, dass ich dir hier gerade was schreibe, was dir neu waere... aber wie gesagt, der Aufhaenger dieses Fadens hat mich etwas verwundert.)

Ich überlege selbst, warum es mich so reagiere. Und ich finde hier in diesem Faden in jedem Post ein Stück Wahrheit. Bei deinem Post kam mir jetzt folgender Gedanke, vielleicht reagiere ich so, weil meine Freunde, meine Mutter immer besonders toll und aufgeschlossen fanden und ich mich nicht mit ständigen Verboten herumschlagen musste. Vielleicht ist es auch mein kindlicherwachsener (anders kann ich es nicht nennen) Unmut darüber, dass keiner in meinem Umfeld meine verzweifelten Signale verstanden hat. Oder daran, dass meine Mutter mich letztlich dafür abgestraft hat, nachdem ich sie um Hilfe bat, da hat sie kurz mal "hingeschaut" aber sich dann gegen mich entschied. Vielleicht eine Mischung aus allem?

S7. wfallzisxii


Ich fühlte mich unverstanden, nicht angegriffen.

kommt auch nicht so rüber, keine Sorge

Eine aufmerksame und genug sensibilisierte Mutter, bekommt mit, wenn so etwas passiert, ohne dass das Kind etwas sagt.

das wär schön aber so ist es leider nicht. Ich z.B. hab hierbei, um auf keine Fall durchdringen zu lassen dass zwischen mir und meinem Vater was nicht stimmt, schauspielerische Höchstleistungen erlernt. Es gab zwar trotzdem Hinweise aber da den Missbrauch zu vermuten ist meiner Meinung nach zu viel verlangt (rein rational und emotional mit noch nicht völlig aufgeräumtem Gefühl geschrieben^^). Das scheint mir höchstens möglich wenn man diese Möglichkeit immer und ständig in Betracht zieht (halte ich nicht für erstrebenswert).

Und direkt zum Thema wahrhaben wollen, da geht es ja nicht immer um die "heile" Welt Familie. (sehr sehr oft natürlich zusätzlich oder manchmal vllt auch alleinentscheidend) Meine Eltern waren z.B. getrennt lebend haben sich zwar ganz gut verstanden was aber als Grund für nicht-wahrhabenwollen nicht ausreicht. Wenn ich also in der Richtung denke (und das kam und kommt natürlich vor^^) dann so dass da viel mehr dranhängen kann. Es wahrhaben zu wollen bedeutet z.B. dass das alles schon passiert ist, d.h. du musst dann mit der Erkenntnis klar kommen dass dein Kind schreckliches erfahren hat und du dein Kind nicht beschützen konntest. Beides Dinge die ich mir nur als ganz schwer wegzustecken vorstelle.

Nicht dass ich irgendwelche Augenverschlüsse rechtfertigen will, aber es gibt zumindest Erklärungen. In deinem Fall ist das natürlich etwas schwieriger. Ich mein, für meinen Fall, kann ich mir das nun so erklären aber selbst trotz dem kann ich noch nicht 100%ig behaupten hier auf emotionaler Ebene frei von Vorwürfen in der Richtung zu sein. Das Ausmaß wie solche in dir rumoren müssen kann ich mir also annähernd vorstellen.

Vielleicht ist es auch mein kindlicherwachsener (anders kann ich es nicht nennen) Unmut darüber, dass keiner in meinem Umfeld meine verzweifelten Signale verstanden hat.

Warum sollte sich das in dieser Form äußern? Das und das mit der bewunderten Verbotelosigkeit kann ich mir nicht so vorstellen (aber da musst du selbst hinfühlen (dass es zusätzliche Themen sind ist natürlich fast sicher (daher der ausführlichere Absatz aufs letzte Zitat)). Dass dir eben nicht geglaubt wurde, bzw. ignoriert wurde scheint mir rein rational für das Thema der richtigen Ratschläge die bessere Fährte. Ich würde aber auch nicht völlig außer Acht lassen das in manchen Fällen der Rat zur Mutter zu gehen halt eben auch wirklich gute Chanchen darauf hat dass die Traumatisierung noch verschlimmert wird. (anders gesagt: ich find du machst dir gute Gedanken warum deine Reaktion so ist aber sei nicht zu streng mit dir, rein argumentativ ist deine Sichtweise druchaus auch nicht haltlos)

g]raulm


Sich von Mythos "die Mutter als Löwin" zu verabschieden ist denke ich so ziemlich das schwerste was man als "Kind" tun muss .

In unseren Kulturkreis ist es doch so, dass die eigene Mutter für Geborgenheit , Heimat, Vertrauen usw. steht (keine Ahnung wie es in anderen Kulturkreisen ist)

Hier ist in der Regel die Mutter zuhause und kümmert sich ums Kind. Ist allein dadurch schon die absolute Bezugsperson. Welches Kind kann schon auf den Vater warten ,wenn der nach Stunden (für ein Kind eine Ewigkeit) nach Hause kommt.

Von Natur aus hat auch nur die Frau die Fähigkeit ein Kind zu ernähren , sprich am Leben zu erhalten.

Wenn man den Rat bekommt sich seiner Mutter anzuvertrauen dann liegt das vielleicht daran dass jeder und wirklich jeder im Grunde seines Herzens doch wünscht dass eine Mutter eben eine Löwin ist .

Wer wünscht sich nicht die Geborgenheit und das Verständnis bei der eigenen Mutter.

Genau darauf zu verzichten ist so unendlich schwer.

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