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Erfahrungen mit Fluvoxamin

f9ir;efigbhater80


Danke für deine Einschätzung Zwack44, MAO-Hemmer hab ich zum Glück noch nie genommen und hoffe, dass es dabei auch bleiben wird. Ich hab bisher nur Erfahrungen mit einem trizyklischen AD (Opipramol) und zwei verschiedenen SSRI (Fluoxetin und eben jetzt Fluxamin). Als ich im März Fluoxetin komplett abgesetzt habe und es mir dann ziemlich schlecht ging hab ich zwar wieder damit angefangen, bis ich Fluvoxamin verschrieben bekommen habe, aber die Wochen bis zum Einsetzen der bei mir leider nur gering spürbaren antidepressiven Wirkung waren die Hölle. Und das möchte ich eben soweit es geht vermeiden, dass mir das wieder passiert.

Dass es im März aber soweit gekommen ist liegt aber denke ich daran, dass ich komplett die ADs abgesetzt hatte und ich deswegen in das tiefe Loch gefallen bin aus dem ich mich jetzt nur langsam wieder befreien kann.

Z[wacZk44


Klaro, wer es einmal erlebt hat, muß das nicht unbedingt ein zweites Mal haben.

fmir"ef:ighterx80


Das stimmt, da gibt es wirklich bedeutend schönere Dinge als das. Wenn ich es mir recht überlege ist eigentlich alles viel schöner und angenehmer als die Depression. Klar ist zwar beispielsweise eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt auch nicht das gelbe vom Ei aber zumindest weiss ich, dass es dann in ein paar Stunden vorbei ist.

Ich hole mir jetzt mal einen Termin beim Arzt und dann sehe ich weiter. Seit zwei Tagen geht es mir zwar verhältnismäßig gut aber gewisse Sachen wie zum Beispiel die Verspannungen machen mir immer noch stark zu schaffen.

fSirefiglhtexr80


Nachdem ich gestern endlich den Termin beim Psycho-Doc hatte wollte ich mich heute mal wieder melden, weil ich irgendwie so recht nicht weiterkomme. Ich hab dem Doc meine Leidensgeschichte geschildert, die er sich auch sehr interessiert angehört hat. Ich hab ihm meine aktuellen Beschwerden wie zum Beispiel starke Verspannungen, Zittern, Konzentrationsstörungen usw. geschildert und auch dass ich teilweise unter starken Schlafproblemen leide.

Dennoch meinte er, ich sollte am besten bei Fluvoxamin bleiben da die antidepressive Wirkung an sich ja eingetreten ist. Er meinte, dass meine akutellen Beschwerden aus seiner Sicht weniger die Nebenwirkungen vom AD sind als viel mehr Restbeschwerden der Depression an sich. Er meinte, dass wenn die Depression sich bessert, die Beschwerden auch nach und nach verschwinden. Derzeit ist halt mein ganzer Körper noch total angespannt und in Lauerstellung was wohl als nächstes passiert. Auch vom Gehirn her kann ich noch nicht genügend abschalten. Dafür ist aber in erster Linie viel Schlaf nötig, womit ich ja so meine Probleme habe. Um das etwas besser in den Griff zu kriegen hat er mir als Ein- und Durchschlafhilfe Opipramol 100mg verschrieben, die ich ruhig als Bedarfsmedikament nehmen kann und soll wenn ich abends mal wieder merke, dass ich total unruhig bin und wohl nur schlecht einschlafen kann. Täglich brauche ich Opipramol also nicht nehmen. Er sagte ich kann mit dem Medikament je nach Befinden auch etwas "experimentieren" und wenn ich was nehme, dann eben von Fall zu Fall entscheiden, ob ich eine halbe oder eine ganze Tablette nehmen soll. Was meint ihr dazu? Ich dachte bisher eingeltich schon, dass die Verspannungen, die Unruhe und das Zittern hauptsächlich von den Medis kommen. Opipramol habe ich schon mal fast ein Jahr lang als einziges Medikament gegen Depris genommen, was aber laut Aussage des Docs gestern wohl die falsche Medikation war, weil Opipramol ja nur eine beruhigende (sedierende) Wirkung hat und nur zu einem kleinen Teil die Depressionen auch bekämpfen kann. Der Meinung bin ich auch weil in der Zeit wo ich das Medikament genommen habe ging es mir nicht wirklich gut, ausser dass ich ständig müde war.

Wie seht ihr das ganze? Denkt ihr auch, ich soll erstmal mit Fluvoxamin weitermachen und sehen wie sich das ganze entwickelt? Er sagte, dass derzeit die Nr. 1 unter den AD´s das Medikament Citalopram wäre. Sollte ich auf absehbare Zeit endgültig nicht mit Fluvoxamin klar kommen könnte man auch Citalopram versuchen. Wer von euch hat damit schon Erfahrungen gemacht bzw. wie würdet ihr an meiner Stelle handeln? Würde mich über eure Meinung freuen.

Vielen Dank schon mal.

f}irefikghter8x0


bisher keiner von Euch Erfahrungen mit Citalopram gemacht? ???

Zjwackx44


Soeben wollte ich schreiben "Da ueberforderst Du uns jetzt natuerlich, firefighter80", aber als ich den Faden noch einmal las, blieb ich doch an Deiner Schilderung haengen, dass Deine Dich stoerenden Symptome immer beim Absetzen Deiner ADs verschwunden sind. Wenn Du das so Deinem Psycho-Doc erzaehlt haettest, haette er diese Symptome wahrscheinlich nicht mehr als Symptome Deiner Krankheit angesehen. An Deiner Stelle wuerde ich jetzt in Kuerze wieder bei ihm vorsprechen und um Citalopram bitten. Bei mir hat es zwar wie ein Placebo gewirkt, aber es gibt hier im Forum dazu doch sehr viele positive Stimmen.

fOir4efwighJter8x0


Hallo Zwack44,

erzählt habe ich ihm davon, aber irgendwie ist meine Schilderung wohl spurlos an ihm vorbei gegangen denke ich. Ich Eifer des Gefechts habe ich dann auch nicht mehr nachgebohrt, was wohl ein Fehler war. Ich denke, dass ich mir in absehbarer Zeit wieder einen Termin bei ihm geben werde und nochmal eindringlich auf dieses Thema eingehen sollte. Er hat auch gesagt, dass wenn ich feststelle, dass Fluvoxamin bei mir nicht (mehr) richtig wirken sollte wir Citalopram versuchen sollten.

Zewazck4x4


Ein Doc weiß ja auch nicht immer, ob der Patient bei seinem Beklagen der NW gerade übertreibt. Wenn der Doc also mauert, muß der Patient wohl unmißverständlich klarmachen, dass er absolut entschlossen ist, das Mittel abzusetzen. Dann wird der Doc sich schon um eine Alternative bemühen.

fsirefingh=t?er80


Ich denke auch, dass es für einen Doc nicht immer einfach ist zu entscheiden, was wohl jetzt gerade das Beste für den Patienten ist, bzw. ob es ihm wirklich so schlecht geht wie er gerade beschreibt.

Heute ist wohl wieder einer meiner schlechteren Tage. Ich bin total müde, komme nur schwer in die Gänge, habe einen Kopf als hätte ich eine mit dem Vorschlaghammer bekommen. Seltsamerweise ist aber das meistens so an einem Montag. Es wird wohl vielen so gehen, dass sie montags schlechter drauf sind wie zum Beispiel donnerstags aber bei mir ist das fast jeden Montag der Fall. Da könnte ich auf der Stelle einschlafen, obwohl ich am Wochenende schon auch meiner Meinung nach ausreichend Schlaf bekommen habe.

Es ist daher echt sehr schwer zu unterscheiden, ob die Symptome jetzt von der Krankheit oder von den Medis kommen. Die "Montagsbeschwerden" schiebe ich aber jetzt einmal stark in die Richtung der Krankheit :)z

M!rRatqlos8T9


Ich habe auch eine Frage zu Fluvoxamin:

Meine Ftreundin leidet unter einer Sozalphobie und bekommt dagegen täglich, morgens und abends, je eine Tablette mit 50 mg. Schon seit ca. 1,5 Jahren.

Eine bekannte Nebenwirkung von Antidepressiva sind ja sexuelle Störungen. Diese sind uns bei Ihr noch nicht aufgefallen. Außerdem war im Internet bei Fluvoxamin nur von sexuellen Störungen beim Mann die Rede. Kommen solche Störungen bei Fluvoxamin nur bei männlichen Patienten vor?

Wie hoch ist bei der Dosierung nach absetzen von Fluvoxamin, die Wahrscheinlichkeit einer länger anhaltenden SSRI-bedingten sexuellen Dysfunktion?

Danke fürs lesen!

Liebe Grüße

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