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Fortschritte im Studium, Rückschritte im Selbstwertgefühl

GVord>onFreveEmaxn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin fortgeschrittener Student und habe mich fachlich gut entwickelt, aber menschlich Probleme, weil ich mich menschlich irgendwie sehr schlecht entwickle. Ich lebe noch bei meinen Eltern, und wir alle stehen finanziell nicht so schrecklich gut dar.

Mein Problem ist, dass ich kein Selbstbewusstsein habe. Ich fühle mich in meiner Haut sehr unwohl. Ich meinde Menschen nicht, aber ich gehe auch nicht auf sie zu; entweder sind sie mir langweilig, oder aber ich habe Angst, verletzt zu werden. Die Gründe dafür, die ich selbst zu verstehen glaube, sind die:

Meine Eltern sind sehr ängstlich, konservativ, alt, und gewissermaßen dümmlich. Ich habe den Eindruck, dass sie die moderne Welt und ihre Erwartungen nicht verstehen. Als ich noch Schüler war, habe ich immer auf das gehört, was sie mir empfohlen haben, und sie hatten auf ganzer Linie Recht. Ich habe ein super Abi gemacht, ich fühlte mich wohl damit und bestätigt in der ganzen Arbeit, die ich da reingesteckt hatte. Aber in der Uni wurde ihr Rat immer zweifelhafter für mich. Wegen den Finanzen wollen meine Eltern unbedingt, dass ich nicht länger studiere, und ein Studium in einer anderen Stadt oder sogar im Ausland ist mit Zusatzkosten verbunden, und sie haben mir immer davon abgeraten und ich habe diesen Rat befolgt. Das hat insofern seine Richtigkeit, dass ich nicht unbedingt Schulden machen will; ich möchte auch promovieren und da ist das Gehalt recht gering, weshalb ich noch lange brauchen würde, um bis ich Schulden abbezahlen kann. Mein vorläufiger Plan ist also erstmal, zu Ende zu studieren (ein Paar Jahre noch) und dann als Doktorand auf jeden Fall auszuziehen (dann habe ich ja auch ein eigenes Gehalt).

Im Studium habe ich hervorragende Noten und weiß, was ich mache. Bald werde ich fertig sein und mir stehen viele Türen offen, ich kann im Prinzip promovieren, wo ich will (sofern sich Lebenshaltungskosten vom Gehalt finanzieren lassen). Aber dies macht mich nicht selbstbewusster, ich kann mich überhaupt nicht mit dem identifizieren, wer ich bin. Bei meinen Eltern fühle ich mich eingeengt. Ich habe Angst, dass ihre Art auf mich abfärbt. Sie haben enorm große Probleme, wenn ich spät aus dem Hausgehe (z.B. weggen um 10 und drei oder vier Stunden später wiederkommen). Sie haben unglaubliche Angst, dass mir was zustößt, und wir haben uns, wenn ich weggehen abends wollte, oft dermaßen gestritten, dass ich es aufgegeben habe (da mir diese heftige Auseinandersetzung es einfach nicht wert ist). Ich treffe mich, um sozial nicht völlig abzustumpfen, etwa einmal die Woche mit Kommilitonen zu einer geselligen Runde, damit haben sie sich abgefunden.

Ein anderer Punkt sind Mädchen. Ich hatte einmal eine Freundin (in der Anfangsphase meines Studiums). Sie hatte andere Vorstellungen vom Studieren als ich, sah das ganze sehr locker und war nicht sonderlich bemüht. Als meine Eltern das verstanden und sie als negativen Einfluss erkannt haben, haben sie sie mir regelrecht aus den Händen gerissen (verbal). Es war die heftigste Auseinandersetzung, die wir je hatten, sie malten den Teufel an die Wand (wenn ich mit ihr zusammenbleibe), und ich gab nach und trennte mich von ihr. Rückblickend weiß ich, dass sie Recht hatten, und ich denke, dass ich das damals auch ein Stück weit verstand und deshalb auch losgelassen habe. Sie hat das Studium geschmissen, ein anderes angefangen, und sich darin auch, soweit ich weiß, eher nicht so gut geschlagen. Sie hatte auch niemals Verständnis dafür, was es heißt, zu studieren, war immer sehr fordernd (Beziehung ist das wichtigste, wichtiger als Studium und Noten etc.), und wenn ich mir jetzt die Frage stelle, wie meine Traumfrau aussieht, dann sind zwei (von vielen) Eigenschaften, die sie auf jeden Fall haben, Sensibilität und ein verständnisvolles Wesen. Meine Eltern hatten also wieder Recht, und ich bin sicher, dass die Beziehung so oder so nicht lange gehalten hätte (das Verhalten des Mädchens nach unserer Trennung bestätigt mich darin). Trotzdem - und das ist der Grund, warum ich das alles erzähle - habe ich mir meine erste Freundin (das Mädchen, mit dem ich den ersten Kuss hatte) mehr oder weniger wegnehmen lassen. Auch wenn das seine Richtigkeit hatte, hat es eine Narbe hinterlassen, an die ich immer noch oft denke. Ich habe seitdem auch mit meinen Eltern oder überhaupt jemandem nie wieder über Gefühle zu Mädchen geredet.

Jedenfalls glaube ich, dass mein Verhätlnis zu Mädchen (bzw. das Nichtvorhandensein davon) mir auch sehr viel von meinem Selbstbewusstsein wegnimmer (ich denke ehrlich gesagt, es ist sogar der wichtigste Faktor). Meine Eltern haben auf diesen "Faktor" keinen Einfluss (mehr), außer vielleicht, dass sie als mögliche Ansprechpartner wegfallen. Das Problem ist, dass ich fürs Verliebtsein immer (auch schon als Schüler, das hat sich nie geändert) sehr anfällig war. Ich verliebe mich leicht und es wird praktisch nie erwidert. Schlimm ist auch, dass ich sehe und verstehe, wie Frauen auf mich reagieren. Ich bin über mein Studium in einigen Kreisen, wo ich die Möglichkeit habe, wirklich interessante Frauen auf Augenhöhe kennenzulernen. Aber ich habe überhaupt keinen Charme, ich kann sie nicht unterhalten, sofort sind sie gelangweilt und das war's mit dem Gespräch. Es tut so weh, wenn ich mit allem Selbstvertrauen das ich habe jemanden anspreche, ihr ein ehrliches Lächeln zeige (weil ich mich wirklich freue), ein Gespräch eröffne, und sie reagiert kaum, das Gespräch erlischt. Es ist überhaupt keine Verbindung da. Das tut weh, baut Selbstbewusstsein ab, ich fühle mich nicht gut damit. Ich studiere wirklich gern und strebe eine wissenschaftliche Karriere an und will etwas Bleibendes in meinem Fach hinterlassen, aber ich will auf keinen Fall den Preis dafür zahlen müssen, allein zu sein. Das macht mir manchmal Sorgen.

Was mir auch Sorgen macht, ist, dass ich meine Eltern beschuldige - ob es nun gerechtfertigt ist, oder nicht. Wie gesagt, sie sind konservativ und vorsichtig, und ich habe das Gefühl, dass sie bei allem, was vom Studium-in-Regelstudienzeit-schaffen abweicht, bremsen. Selbst, wenn ich zusätzliche Vorlesungen besuchen will, sind sie nicht gerade enthusiastisch, sondern warnen mich, mit dem normalen Stoff nicht nachzulassen. Absurderweise haben sie auch da an einer entscheidenden Stelle Recht gehabt: Eher zu Beginn meines Studiums wollte ich noch ein zweites Fach anfangen, das für mein Erstfach Vorteile und einen großen Hintergrund bringt - meine Eltern haben mich auch da rausgeredet, und jetzt (wo mein Verständnis vom Fach und überhaupt davon, wie eine akademische Karriere aussieht, viel größer ist) weiß ich, dass das genau die richtige Entscheidung war und dass ich, so, wie ich gefahren bin, in vielerlei Hinsicht genau richtig gefahren bin (ein Kommilitone, der das andere Fach auch noch angefangen hat, hat sich damit gar gut geschlagen und bei ihm treten genau die Probleme auf, die meine Eltern vorausgesagt haben). Trotz alldem fühle ich mich so, dass ich nichts im Leben wirklich selbst entschieden habe oder auch jetzt entscheide. Mit meinen Eltern streite ich oft, und das Problem ist, dass ich oft kalt zu ihnen bin. Obwohl sie Recht hatten und ich ohne sie niemals wäre, wo ich jetzt bin (und das erkenne ich als wirklich vielversprechende Position an; wie gesagt, ich bin auf dem besten Weg zu einer guten akademischen Karriere), fühle ich mich so, als sein mein Entscheidungsspielraum eng, so dass ich mein Leben nicht selbst leite, nicht selbst meine eigenen Fehler mache. Es ist für mich unmöglich, mit ihnen zu reden, sie sind befehlerisch, schnell beleidigt, aber können nicht argumentieren. Sie können mich selten mit Vernunft überzeugen (sowas sehe ich bei ihnen gar nicht) - trotzdem haben sie oft Recht. Deshalb möchte ich eigentlich endlich fertig werden mit dem Studium und auf eigene Faust hinaus in die Welt - das ist etwas, was andere schon zu Beginn ihres Studiums erfahren. Ich habe Angst - obwohl es fachlich gut vorangeht - in meiner Persönlichkeitsentwicklung total rückständig zu sein und rückständiger zu werden. Wohl auch, weil ich so lange auf die Emanzipation warten muss. Ich habe die Befürchtung, dass ich verbittert werde, weil mein Leben gewissermaßen unmenschlich ist: An der Uni ist alles sachlich und oberflächlich, der menschliche Konakt ist nicht wirklich herzlich, sondern darauf fokussiert, möglichst kurz und sachlich zu sein. Zu Hause sieht es wie gesagt auch so aus, dass man nicht viel redet (sonst gibt es eh nur Streit, argumentative Auseinandersetzungen sind das nämlich nicht). Ich setze mich hin und mache meinen Studiumskram (was mir, wie gesagt, im Großen und Ganzen durchaus gefällt). Eine Freundin habe ich nicht, und rein sachlich gesehen habe ich für sowas auch überhaupt keine Zeit - ich würde mir einfach das Gefühl wünschen, von einer Frau geliebt zu werden und auch von einer Frau als Mann gesehen zu werden. All das macht mir etwas Sorgen und etwas Angst, aber ganz rational denke ich, dass alles gut läuft und dass auch die Zukunft (nach dem Studium) sehr interessant werden wird und dass ich all das, was mir jetzt fehlt (Frau, fachliche Anerkennung), mit der Zeit einstellen wird. Und trotzdem fühle ich mich unwohl und ängstlich, anstatt hoffnungsvoll, spritzig, charmant und voller Ellan zu sein (und andere sind dies...). Ich weiß nicht, was das ist, und vielleicht sollte ich mir einfach weniger Gedanken machen und die Angst abwerfen, etwas zu verpassen oder falsch zu machen.

Naja, ich würde gerne mal Eure Gedanken dazu lesen, vielleicht kennt Ihr solche Gefühle.

Antworten
NdovemBbermoxnd


In der Beschreibung deiner Eltern konnte ich meine zum Teil wiedererkennen.

Ich würde dir raten, auszuziehen, sofern das finanziell irgendwie machbar ist. Dann wirst du automatisch selbstständiger, dein Selbstbewusstsein wird wachsen, weil du auf eigenen Beinen stehst und dann versuchst du halt mal, deine eigenen Entscheidungen zu treffen, ohne deinen Eltern alles zu erzählen. Mir hat das jedenfalls sehr geholfen. Es ist dein Leben.

Glückwunsch zum Erfolg im Studium. Da kannst du Stolz drauf sein. Etwas zu studieren, was einem auch wirklich Spaß macht und wo man gut drin ist, das Glück haben nicht alle.

GMoArdonXFreemaxn


Meinst du, dass ich einen großen Fehler machen würde, wenn ich erstmal alles so lasse und zu Ende studiere? Ich habe mich in den letzten Jahren so gefühlt, wie oben beschrieben, und ich könnte es auch noch die restlichen Jahre aushalten. Oder gibt es dann quasi unheilbare Narben?

h0awa]itoxast


hallo!

also ich meld mich morgen eventuell, habe nur zeit für ein paar worte--

ich würde zu hause wohnen bleiben. wohnungen suchen und eine finden bedeuten stress, du wirst zeit für das studium verlieren und das ist gerade auf den letzten zügen nicht so dolle..

versuche mal zu überlegen, was du ändern kannst, wenn du bei deinen eltern lebst: regeln und grenzen im miteinander treffen und besprechen. zb du willst eimal die woche einen nettenspieleabend aber ansonsten sollen sie nicht immer reinquatschen, wenn du irgendwohingehst - du bist ja volljährig..

ach, es gibt so viele möglichkeiten: engagiere dich in der fachschaft, mach ein ehrenamt, helf im tierheim, suche dir einen job, da hast du viele möglichkeiten deine SOZIALEN fähigkeiten oder unfähigkeiten ]:D zu entdecken.

bis demnächst und nacht!

G6ordoAnFreexman


Danke für Eure Antworten!

Also, ich sollte noch sagen, dass ich folgende Kosten-Nutzen-Abwägung mache: Wenn ich bleibe, habe ich vergleichsweise mehr Zeit (da weniger bis keinen Haushaltskram), keinen Stress mit Wohnungssuche und Umzug (hawaitoast) und überhaupt Eingewöhnung zum Alleineleben, und kann die Sommermonate, keine finanzielle Zusatzbelastung, keine heftige Auseinandersetzung mit den Eltern (somit spare ich mir die Ängste und Unsicherheiten, etwas Falsches gemacht zu haben, die ich, wie gesagt, in der Endphase des Studiums - naja, ganz am Ende bin ich nicht - gar nicht gebrauchen kann). Wichtig ist für mich, dass ich in den Sommermonaten Prüfungen für einige Vorlesungen machen kann, die ich zusätzlich besucht habe und mir dann in den nächsten Semestern das Leben leichter machen werden. Zusätzlich ist es ja so, dass absurderweise meine Eltern (trotz ihrer befehlerisch-lächerlichen und nicht-argumentativen Art) meistens Recht haben. Vielleicht wird mein Selbstbewusstsein durch Erfolge im Studium, mit dem ich mich sehr identifiziere, steigern (z.B. klappt es vielleicht mit einer ersten Publikation, das kann ich aber noch nicht genau sagen).

Andererseits würde ich so weiterhin unselbstständig bleiben, charakterlich nicht gerade ein offenerer Mensch und ausgewogenerer Mensch werden, oft mit meinen Eltern frustriert sein, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine Beziehung führen, und eigentlich erst nach dem Studium (als Doktorand) wirklich eigene Entscheidungen treffen können und mein Selbstbewusstsein wieder aufbauen können.

Für mich überwiegen klar die Vorteile des daheim bleibens...

hawaitoast, mit dem Grenzen setzen: habe ich schon oft genug versucht. Meine Eltern wirken bei sowas immer sofort beleidigt und halten sich eh nicht daran. Mit deinen anderen Vorschlägen kann ich mich wirklich nicht identifizieren. Der eigentliche Vorteil meiner Konstellation mit dem Wohnen bei den Eltern ist ja, dass ich nur so das jobben vermeinden kann; ich mache lieber ein oder zwei Vorlesungen mehr. Und mit ehrenamt und Tierheim kann ich mich nicht identifizieren...

nKa;j\anagxut


Hallo Gordon,

erstmal: große Anerkennung dafür, dass du in deinem Studium so gut bist! Das ist nicht selbstverständlich, das ist eine echte Leistung, und die bringst du ganz alleine selbst.

Vielleicht für deine Orientierung ein paar Zahlen: Wenn du promovierst, landest du in der Entgeltgruppe 13 Stufe 1, das sind bei einer halben Stelle (die man am Anfang leider oft hat) 1519 € brutto, davon bleiben dir netto gut 1000 übrig. Damit kannst du auf jeden Fall ausziehen.

Ob es gut für dich wäre, früher auszuziehen, kann dir hier niemand sagen. Deine Gründe dafür und dagegen sind sinnvoll, und wie hoch du was gewichtest, kannst du nur selbst wissen.

Die vorsichtig-konservative Prägung, die du von deinen Eltern mitbekommen hast, wirst du durch einen Auszug auch nicht automatisch los. Das wird immer Arbeit an deiner Persönlichkeit bleiben.

Mein Vorschlag wäre wirklich, dass du dir irgendein Hobby suchst, mit dem du unter Menschen kommst. Das kostet dich erstmal Zeit, die du sonst fürs Studium hättest, klar. Aber du würdest dort mit deiner Persönlichkeitsentwicklung weiterkommen, und das ist auch wichtig.

Zum Umgang mit deinen Eltern: Natürlich machen sie Stress, wenn du dich nicht mehr so benimmst, wie sie es gewohnt sind. Das ist aus ihrer Perspektive das einzig Logische. Wieder mal hast du die Entscheidung, wie viel Freiheit du dir erkämpfen willst und wie viel Stress dir das wert ist.

LG

B6ra}im


Nach deiner Erzählung und Schilderung, würde ich an deiner Stelle 2 Sachen abwägen:

-

KÖNNTEST du es dir überhaupt leisten alleine zu wohnen?

-

So wie sich deine Schilderung angehört hat wäre das eher nicht möglich, also würde ich mir den Stress (Job suchen um Geld zu verdienen, Wohnungssuche, erstes mal alleine leben (hört sich leichter an als es im Endeffekt ist... etc) nicht geben, sondern dein Studium in Ruhe fertig machen, deine Eltern reden lassen und einfach dein Ding machen.

-

Ich kann wirklich nicht verstehen warum sich erwachsene Leute noch so von ihren Eltern reinreden lassen?

Dann solln se halt bocken, mit dir streiten... gehst halt einfach raus, umdrehen tür zu raus fertig...

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Das deine Eltern oft Recht haben, ist ja löblich / schön für sie, aber wir sind jung, jeder muss seine eigenen Fehler machen... nennt sich Lebenserfahrung.

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Und zum Thema Freundin, Unsicherheit ablegen, soziale Fähigkeiten:

-

In meinen Augen blockierst du dich mit simplen self-fullfilling-prophecys:

Du redest dir ein, das es eh nicht klappt solange du noch daheim wohnst, du redest dir ein das du keinen Charme hast, du redest dir ein das du keine Frauen unterhalten kannst, du redest dir ein das deine Eltern dir sowieso alles wieder kaputt machen...

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du bist erwachsen, lass dir von deinen Eltern einfach nichts kaputt machen. Stell dich vor ne Frau hin die dir gefällt und frag sie ob sie Lust hat mit dir n Eis essen zu gehn (natürlich nicht bei dem momentanen scheiß wetter ;-) )

-

nur mit jammern kommste nicht vorwärts, einfach mal was machen.

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Und eine Empfehlung: Wenn du dann soweit bist das du promovieren kannst, such dir ne Promotionsstelle in ner anderen Stadt, vorzugsweise weit weg ;-)

Du kannst dabei nur gewinnen!

Viele Grüße

Braim

P.s: Ich mag Half-Life ^^

NAoveumberkmond


Meinst du, dass ich einen großen Fehler machen würde, wenn ich erstmal alles so lasse und zu Ende studiere? Ich habe mich in den letzten Jahren so gefühlt, wie oben beschrieben, und ich könnte es auch noch die restlichen Jahre aushalten. Oder gibt es dann quasi unheilbare Narben?

Naja, das kannst nur du selber wissen. Man kann sich auch Selbstsicherheit und Selbstständigkeit erkämpfen, wenn man zu Hause wohnt. Ich hatte den Konflikt auch lange Zeit, da ich keine Möglichkeit sah, auszuziehen, und habe versucht, mich zu Hause abzukapseln. Letztlich war mein einziger Wunsch trotzdem immer, einfach nur wegzuziehen, raus aus der Enge, und als sich die Gelegenheit dazu bot, habe ich es direkt getan.

Bei dir hört es sich halt schon etwas anders an. Du zählst viele gute Gründe auf, die für dich dagegen sprechen. Letztlich ist es ganz egal, ob du bei deinen Eltern, eine Straße weiter, in einer anderen Stadt oder am anderen Ende der Welt wohnst. Es muss in deinem Kopf "klick" machen.

hFawSaitUoast


Moin Gordon! *:)

Ja, da haste doch schon nen paar Ideen von vielen Leuten.

Also ich würde auch erstmal bis nach dem Ende vom Studium zu Hause bleiben. Das ist nun auch egal... Ich habe soviel durch mit Wohnungen, nur Lärm und Ärger, bin wärend dem Studium, lass mich überlegen, ähm, bis jetzt 3 mal umgezogen: schade um Geld und Zeit :°(

Außerdem gluckst du dann ja auch alleine zu Hause.. Oder WG, aber was ist dann nach der WG, dass bist du ja auch wieder allein... Will sagen: HORCH in dich und überlege, was deine Interessen sind...

Ok, kein Tierheim und kein Job. Sei froh. Bei den Jobs habe ich auch eine Menge Mist erlebt.. Dann echt Fachschaft, an jedem Institut gibt es doch sowas!! Oder in die :°( Kaffeeecken an der Uni. Einfach öfter mal nach den Vorlesungen in die Kaffeeecken, wo sich Leute treffen. Habe ich zwar auch nicht oft gemacht, aber wenn habe ich meist Leute gesehen und gesehen, dass einige da öfter sind und voll den Anschluss haben! Oder mal in die Bib gehen, da kann man auch Leute/Frauen kennenlernen: Einfach mal gegen Mittag fragen: Mensch, hast du mal Lust nach der Bib in die Mensa zu gehen!

Will sagen: Bleib einfach länger und öfter an der Uni. So 8 Stunden am Tag. Da kannst du lernen und Leute treffen. Mir geht es so, dass ich dann immer auf den Gängen Leute treffe und ein kleines Schwätzchen halte, was manchmal zwar ablenkt, aber das passiert ja nicht jeden Tag.

Geh einfach raus und komme nur zum Schlafen und ein paar Stunden zu deinen Eltern.

Wenn sie es nicht verstehen, dass sag ihnen, dass Networking auch als Doktorand sehr wichtig ist und zum Erfolg führt. DENN auch an der Uni wollen die keine verstockten Leute...!!!!! Das ist bei mir jedenfalls so: Alle Dozenten, Tutoren Professoren haben ne gute und sichere Ausstrahlung und können auch mal Small Talk halten. Wenn du dich bewirbst, kommt es auch auf Sympathie an. Neben dem Fachwissen. Was du ja schon hast, aber ich bin echt der Meinung, das ist nur die halbe Miete. Das ander ist:

- Kleidung, sicheres Auftreten, Ausstrahlung... und so weiter

Also Fachschaft und in Bib gehen kann ich echt empfehlen und manchmal lernt man auch in den Seminaren Leute kennen. Einfach mal fragen: Eine Frage zum Theme und dann langsam ins Private schwenken.

Mit deinen Eltern ist schade! Aber versuch es weiter!!

Zur Not schreibe ihnen einen Brief: du brauchst deinen Abstand. Aber auf der anderen Seite willst du auch Spaß mit ihnen haben, mal einen Spieleabend oder zusammen essen. Wenn es gar nicht geht, dann schade und komisch, aber ich weiß was du meinst. Einige Leute sind schon sehr unsozial und verbittert. Aber du kannst es versuchen! Sag ihnen, wie gut es läuft im Fachlichen, da können sie und sollen mal Stolz sein!

Es kommt echt nicht darauf an, wo du wohnst. Die Ausstrahlung und Sicherheit kommt von innen, das is dann egal, wo du wohnst!

Bald ist es ja geschafft und dann bewirb dich echt mal weiter weg, so dass du mal wegkommst. Aber am Sozialen kannst du ja mal arbeiten: Jeden Tag.

Ok, hehe, sollte kein Roman werden. :°( :=o Was meinst du? Konnten wir die Rat geben?

Nacht.

Ghordo]nFreemxan


Ich danke Euch,

ja, ihr konntet mir Rat geben. Ich habe mir ein Paar Gedanken gemacht und mache mir noch Gedanken. Ich werde eventuell später noch ausführlicher antworten, muss aber erstmal etwas ordnen. Mit einer Sache möchte ich schon bald (je nachdem, wie es sich ergibt, möglichst in den nächsten Wochen) "aufräumen":

"Du redest dir ein, das es eh nicht klappt solange du noch daheim wohnst..."

Da möchte ich einen Schlussstrich setzen und in Zukunft lockerer, optimistischer und intelligenter sein. Wenn es interessiert: [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/530544/]]

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