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Wie kann ich mich gegen eine Diagnose wehren?

S@igu`txe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe nach einem Aufenthalt auf einer psychiatrischen Klinik die Diagnose "Dysmorphophobie" bekommen. Die Ärzte haben kaum mit mir gesprochen und ich hatte überhaupt kein Vertrauen zu ihnen und habe ihnen kaum etwas über mich erzählt. Das ganze ist jetzt 2 Jahre her und ich schleife die Diagnose überall mit mir mit. Wie kann ich es anfechten so das ich den Bescheid bekomme das ich nicht mehr bzw nicht an dieser Erkrankung leide?

Gruss+danke,

Siguté

Antworten
_]TsPunamix_


[[http://de.wikipedia.org/wiki/Dysmorphophobie Dysmorphophobie]]. Woher weißt du denn, dass es nicht so ist? Und was würde dir ein Bescheid nützen, der attestiert, dass es nicht so ist?

S'igu~te


Das zeugt davon das ich mich nicht weiterentwickelt hätte. Und das stimmt einfach so nicht. Ich habe die Symptome die Dysmorphobiker haben nicht (mehr). Ich habe ganz andere psychische Probleme die nicht mit der Dysmorphophobie zusammenhängen. Und für diese interessiert sich dann keiner wirklich wenn ich überall den Zettel mit der Dysmorphophobie vorlegen muss. >:(

Gruss,

Siguté

SHunfloVwDer_x73


Ich kann mich täuschen, aber ich meine, schon mehrere Beiträge hier bzgl. Körperunzufriedenheit, Schönheits-OP's,.. gelesen zu haben. Wenn es so ist, spielt die Diagnose ja doch noch eine Rolle.

wenn nicht:

Dann erkläre Deine jetzigen Probleme. Es gibt ja genug Leute, die nicht nur eine Diagnose haben oder wo sich im Lauf der Zeit Diagnosen ändern.

_TTsunxami_


Kann man sich nicht attestieren lassen, dass man nur bestimmte "Störungen" hat? (und somit andere nicht (mehr))

E]lePonBora


Um eine aktuelle Diagnose zu bekommen, würde ich einfach nochmal einen Psychiater aufsuchen. Im Grunde liest sich diese Störung bei Wikipedia schon fast wie eine Beschreibung unserer heutigen (meist weiblichen) Jugend. ;-) (Also Scherz am Rande)

Ich würde zumindest nochmal eine Therapie o.ä. machen, um die Diagnose zu revidieren oder bestätigen zu lassen. Zumal du ohnehin nochmal in Therapie gehen solltest wenn du, wie du sagst, andere psychische Probleme hast.

S'igutke


Genau das ist der Punkt. Die Dysmorphophobie haftet an mir wie eine Klette. Meine Verwandten haben mich jetzt auf den Gedanken gebracht (und ich bin gleicher Meinung) das ich mich davon total beeinflussen lasse. Ich habe mich geändert und an neuen Erkentnissen gewonnen und ich will nicht das dies keinen Wert hat. Aber ich habe das Gefühl das die Psychiatrie solche Erfolge nicht unterstützt und an solche nicht zu glauben scheint. Das finde ich sehr traurig. Ich war jetzt ein Paar Tage in einer Psychiatrie wo ich kein Wort über jegliche Unzufriedenheit mit meinem Körper verloren habe und trotzdem hatte ich diese Diagnose an erster Stelle!

Meint ihr ich soll dort anrufen und einen Termin ausmachen? Was soll ich denen überhaupt sagen. Irgendwie fühle ich mich fast ver**scht... ":/ :(v

Siguté

Sriguxte


Um eine aktuelle Diagnose zu bekommen, würde ich einfach nochmal einen Psychiater aufsuchen. Im Grunde liest sich diese Störung bei Wikipedia schon fast wie eine Beschreibung unserer heutigen (meist weiblichen) Jugend. ;-) (Also Scherz am Rande)

Ich würde zumindest nochmal eine Therapie o.ä. machen, um die Diagnose zu revidieren oder bestätigen zu lassen. Zumal du ohnehin nochmal in Therapie gehen solltest wenn du, wie du sagst, andere psychische Probleme hast.

Ich werde wohl nicht drum rum kommen dort anzurufen und meine Gedanken über den Ärztebrief einfach so wie ich hier geschrieben äussern. >:( Die sind dort eigentlich ganz nett aber ich fand es sehr oberflächlich eine Diagnose von vor 2 Jahren zu übernehmen!

Ich will etwas gegen meine gegenwärtigen psych. Probleme unternehmen nicht gegen etwas was ich nicht (mehr) habe. Mein Aussehen spielt für mich immernoch eine Rolle aber ich finde nicht das es krankhaft ist.

Siguté

Elleo@nora


Meine beste Freundin ist momentan in der Psychiatrie. Sie meinte, sie hätte seit Wochen kein Einzelgespräch mehr bekommen - quasi seid sie nicht mehr ausrastet. ":/ Scheinen also allgemein ziemlich komisch drauf zu sein in den Psychiatrien.

Jo, sprich mal mit den Leuten. Wenn auch nur ein vernünftiger Psychiater dabei ist, wird dir da geholfen werden. Ansonsten würde ich, wie gesagt, zu einem unabhängigen gehen. Oder MUSST du zur Psychiatrie?

S(igutle


Ich hatte leider auf der Psychiatrie wo ich damals war grosses Pech. Hatte auch kaum Einzelgespräche und die die ich hatte waren nicht sonderlich vertrauenseinflössend. :-/ Wegen was ist deine Freundin denn auf der psychiatrischen wenn ich fragen darf..?

Ich muss nicht in die Psychiatrie. Momentan ist es so das mir einfach nur ein kostenpflichtiger Psychologe empfohlen wurde, den ich nicht zahlen kann. Ich werde morgen die letzte Psychiatrie wo ich war anrufen und mal versuchen darüber zu sprechen wie das jetzt mit der Diagnose ist. Vielleicht gehe ich auch zu einem Gutachter. Mich ärgert es einfach das die Diagnose von einem Ärzteteam kommt das sich gar nicht die Mühe gemacht hat mit mir nur ein vernünftiges Gespräch zu führen. Und die anderen nicken mit dem Kopf und schreiben das einfach so mal hin obwohl das Thema Dysmo gar nicht im Raum stand!...

Gruss,

Siguté

EUleTonxora


Die näheren Umstände möcht' ich nur ungern beschreiben. Im Grunde haben ihre Probleme mit einem 15 Jahre langen Verlauf zu tun, unter anderem mit Identitätskrise, Todefällen und Missverständnis (andere für sie). Seit ca. 1.5 - 2 Monaten ist sie jetzt da.

Musst du dieser Empfehlung denn nachgehen? Kann auf jeden Fall verstehen warum du dich aufregst. Ist ja als würde jeder um dich herum Geister sehen, nur weil jemand "Geist" gesagt hat. -.-°

Auf vernünftige Gespräche würde ich dann bestehen - selbst wenn man sich für "bekloppt" hält o.ä. bist du immernoch Kunde. Und der Kunde sollte König sein. ;-) Am besten macht man den Leuten klar das einem verdammt wichtig ist, dass man über sich selbst bescheid weiß. Manchmal ist's einfach so, dass die Leute es lediglich für "ihren Job" halten und den Menschen hinter der Akte vergessen.

E_le{onOoxra


*dich für bekloppt hält

Sbiguxte


Ja, ist schon klar. Einem Aufenthalt auf der Psychiatrie liegen meistens extrem komplexe Zusammenhänge zu Grunde. Ich hoffe das die Ärzte dort sich mehr Zeit für sie nehmen! :°_

Ich werde deinem Rat auf jeden Fall nachgehen und mit meiner letzten Psychiatorin in der Klinik reden. Werde dann morgen hier berichten was sie gesagt hat. Ein ausführliches Gespräch + neue Anamnese wären mir sehr wichtig.

Gruss+danke,

Siguté @:)

EGleonnDorxa


Wünsche dir viel Erfolg dabei. :)^

Bis morgen denn noch 'nen schönen Abend. *:)

M:ayfUlowxer


Sigute, man ist immer die Summe seiner überstandenen und akuten Krankheiten.

Ich habe auf meinem Computer ein Dokument, wo ich meine Krankengeschichte chronologisch aufgelistet habe. Das fängt bei meiner Geburt an, geht über alle mir bekannten Kinderkrankheiten, meine Magersucht, meine Bulimie, meine diversen Reitunfälle, meinen Bandscheibenvorfall, die Geburten meiner Kinder, diverse spezielle Impfungen, die ich für Reisen brauchte, Aidstests, usw. usf.

Diese A4-Blatt nehme ich jeweils mit, wenn ich zu einem neuen Arzt gehe, da sieht er alles, was je in meinem Leben von medizinischer Relevanz war. Er darf es für seine Akte behalten.

Nun picken sich natürlich die Aerzte je nach Fachgebiet das raus, was für sie am ehesten einen Zusammenhang macht. Ein Orthopäde interessiert sich für meine Unfälle und den Rücken, nicht aber für meine Magersucht. Wenn ich eine schwere Infektionskrankheit hätte, würde man sich nicht für den Rücken, dafür aber für meine Reisen und die Impfungen interessieren. Wenn ich zu einem Psychologen ginge, würde er sich nicht für den Rücken, nicht für die Impfungen, aber sicher für meine Magersucht und Bulimie interessieren. Auch wenn die in der akuten Form 30 Jahre zurück liegen.

Du schreibst, dass die Dismorpho-Phobie-Diagnose 2 Jahre zurück liegt. Für Dich mögen diese zwei Jahre eine lange Zeit gewesen sein, für einen Psychiater ist diese Diagnose immer noch sehr nahe. Selbst wenn Du sagst, dass Du frei jeglicher Symptome bist, wird der Arzt das zwar zu Protokoll nehmen, aber den weiteren Verlauf Deiner Entwicklung beobachten wollen. Und zwar in Kombination mit den akuten Problemen, die Du hast.

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