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Mein Problem mit Muttermalen

_wOfNelia_ hat die Diskussion gestartet


Ich weiß gar nicht so recht, ob man es überhaupt nachvollziehen kann, oder ob es einfach nur krank ist. Ich finde Muttermale nicht nur unästhetisch, sie ekeln mich regelrecht an und die Menschen, die sie haben, somit auch. Ich scanne jeden neuen Menschen auf Muttermale ab, entdecke ich neue, kann sich meine Sympathie zu ihnen verändern oder gar nicht erst entwickeln.

Ich hasse auch jedes Muttermal an mir. In meiner Kindheit/Jugend habe ich mir selber welche weggekratzt. Zum Glück habe ich einen Hauttyp mit nur eher wenigen, aber auch die wenigen stören mich.

Ich geht so weit, dass ich denke, dadurch weniger Wert zu sein. Ich verstecke Muttermale, auch kleine. ich hatte zB mal einen Partner, bei dem ich es vermieden habe, dass er meinen rechten Oberschenkel sehen kann, weil da eins ist. So geschämt hab ich mich. Ich kratze heute noch gerne darauf rum, in der Hoffnung sie gehen weg.

Mein Partner hat viele Muttermale, an einem Oberarm mehr als ich am ganzen Körper, aber ich hab ihn damals übers Internet lieben gelernt und da wusste ich ja nicht, wo er überall welche hat. Im Gesicht hat er ja keine. Schließlich machts mir bei ihm auch nichts aus, dass er welche hat. Trotzdem finde ich es immer wieder seltsam, darauf zu gucken. Ich drücke immer darauf rum und sage zu einem Muttermal "Hallo Schokobrauner!"

Unser Sohn (11 Monate) hat jetzt auch ein senfkorngroßes am Rücken bekommen und das ist auch total befremdlich für mich. ich möchte Muttermale einfach als "normal" empfinden können.. nur wie?

Antworten
Apuroxra


ich möchte Muttermale einfach als "normal" empfinden können.. nur wie?

Evtl mit einer Therapie. Ich finde Muttermale auch nicht sooo besonders schön, aber es gibt andere Dinge an einem Menschen die ihn optisch sehr viel unattraktiver werden lassen, als ein kleines Muttermal es könnte. Es sind halt einfach nur kleine dunkle Flecken auf der Haut....was solls? Es gibt ja schließlich auch gepfleckte Tiere.

Übrigends habe ich gehört, dass es hautkrebserregend sein soll, wenn man sich Muttermale aufkratzt oder versucht sie wegzukratzen. Dadurch kann so ein Muttermal entarten, also besser nicht machen.

_GOfekl@iax_


Evtl mit einer Therapie

wenn der Therapeut Muttermale hätte, wäre er vielleicht schon unten durch.

Ich hab freilich noch ein paar viele andere Baustellen, die vielleicht einer Therapie bedürften, aber an sich bin ich damit immer mehr oder weniger so "klargekommen". Ich tu mir mit Menschen schwer, ich mag die wenigsten von ihnen.

Ich war so 14 Jahre, da gab es Wiener Würstchen + Kartoffelsalat. "Ih, die Wurst hat ein Muttermal da." Pflegemutter: "Du musst sie ja nicht essen!" Ich habe dann die Stelle mit dem Muttermal weggeschnitten.

ACuroxra


Was ist an so einem Fleck schlimm? Ist es einfach nur hässlich, oder gibt es eine andere Erklährung?

S/omm.erlüQftchxen


Hallo

Bist du in einer Pflegefamilie aufgewachsen? Wo ist deine echte Mutter? Ich frage das deshalb, weil ich mir gedacht habe, vielleicht hast du eine Art "Abneigung" gegen deine Mutter und richtest diese dann stellvertretend auf die Muttermale. Aber ich will nicht wild spekulieren, ich würde dir auch vorschlagen, einen Therapeuten zu Rate zu ziehen :)*

_lOfel^ia`_


Sommerlüftchen, nein, ich habe bis zu meinem 10. Lebensjahr bei meinen Eltern gelebt. Anschließend kam ich aufgrund der Verhältnisse übergangsweise ins Heim und dann mit 12 zu einer Pflegefamilie. Das stimmt, dass ich meine Mutter nicht sonderlich mag. Interessante Theorie, das hier ein Zusammenhang bestehen könnte. Ich bin in ziemlich problematischen Verhältnissen aufgewachsen.

Meine Abneinung gegen Muttermale führe ich auf ein ganz spezielles Erlebnis zurück, ich weiß aber nicht ob es der eigentliche Auslöser war. Ich bin im Grundschulalter, vielleicht 7 oder 8. Meine Mutter sitzt in der Badewanne, ich komme ins Bad. Ich sehe, wie sie am Rücken mehrere große Muttermale hat, auch ein paar kleine und nehme das das erste Mal bewusst wahr. Ich gehe aus dem Bad und sage zu meinem Vater: "Komm mal mit ins bad, ich muss dir was bei der Mama zeigen." er kommt mit. "Was sind das für Flecken auf dem Rücken?" Er sagt: "Das ist bestimmt AIDS, weil sie immer mit fremden Männern bumst. Da kommt dann mit jedem Mann ein Fleck dazu!" "Achso." Randbemerkung: Meine mutter hatte keine anderen Männer.. mein Vater hat halt nur wieder Witze auf ihre Kosten gemacht, wie so oft. Die Beziehung war recht problematisch. Wenig später erinnere ich mich, mir Kataloge mit Kinderklamotten angeschaut zu haben. Da waren Röcke, die mir sehr gefielen. Aber, ich dachte mir, die würde ich nie tragen können, weil ich ein Muttermal am Knie hatte. Ich begann, es zu "operieren".. und von da an, meine Körper auf Muttermale zu untersuchen.

f:loT_ecxk


"Was sind das für Flecken auf dem Rücken?" Er sagt: "Das ist bestimmt AIDS, weil sie immer mit fremden Männern bumst. Da kommt dann mit jedem Mann ein Fleck dazu!"

:-o :-o kein wunder hast du eine solche abneigung gegen muttermale. %:| ich würd zum therapeuten damit! :)*

Spomme<rlüftxchen


"Was sind das für Flecken auf dem Rücken?" Er sagt: "Das ist bestimmt AIDS, weil sie immer mit fremden Männern bumst. Da kommt dann mit jedem Mann ein Fleck dazu!"

Da kann ich dann auch sehr gut nachvollziehen warum du diese Abneigung hast. Was für einen Erwachsenen nur dummes Geschwätz ist, steckt ein Kind ganz anders weg. Du kennst also die Ursache und weist auch, dass dein Vater früher Unsinn geredet hat, aber das Gefühl der Abneigung sitzt trotzdem. Sowas wirst du wohl am besten mit einer Therapie weg bekommen. Du könntest auch damit leben, aber schade wäre es doch schon. Es gibt so viele nette Menschen, die nur aufgrund eines Muttermales direkt bei dir unten durch sind.

_lO+f#elGia_


Es gibt so viele nette Menschen, die nur aufgrund eines Muttermales direkt bei dir unten durch sind.

Es ist ja auch nicht so, dass diese Abneigung grundsätzlich greift. Meinen Partner und meinen Sohn liebe ich ja trotz der Muttermale. Mir fallen die Muttermale eben sofort unangenehm auf und offenbar schaue ich die Leute dann auch recht pekiert an, kann das gar nicht verbergen ":/ Die finden mich dann wohl auch eher seltsam. Generell hab ich Probleme im Umgang mit Menschen, das ist auch auf meine schwierige Kindheit zurückzuführen und eine Therapie wäre vielleicht nicht schlecht, aber dafür müsste ich erst einmal äußern können, was mit mir überhaupt los ist. Wenn ich so anfangen, "Also ich hab Probleme mit Muttermalen" muss ich wohl selber lachen und dann nimmt der mich eh nicht mehr ernst ;-D Muss ja beim Gedanken selber schon grinsen..

Meint ihr denn, dieser eine Satz meines Vaters ist wirklich die alleinige Wurzel meiner Muttermalabneigung? kann es echt sein, dass so ein einziger Satz soviel kaputtmachen kann? da muss ich ja höllisch aufpassen, was ich zu meinem Sohn sage, könnte ja alles einen psychischen Schaden hinterlassen.. :-|

K,amLik7azi0x815


Generell hab ich Probleme im Umgang mit Menschen, das ist auch auf meine schwierige Kindheit zurückzuführen und eine Therapie wäre vielleicht nicht schlecht, aber dafür müsste ich erst einmal äußern können, was mit mir überhaupt los ist. Wenn ich so anfangen, "Also ich hab Probleme mit Muttermalen" muss ich wohl selber lachen und dann nimmt der mich eh nicht mehr ernst ;-D Muss ja beim Gedanken selber schon grinsen..

Therapeuten erwarten nicht, dass man zu ihnen kommt und sein Problem schon selbstständig erkannt hat und formulieren kann. Therapeuten sind genau auch dafür da, dass man seine Probleme überhaupt erst formulieren kann ;-)

Ein guter Therapeut wird dir schon die richtigen Fragen stellen und er wird dich immer ernst nehmen. Mach dir da keine Sorgen. @:)

SFaXndy23x07


Ich habe auch sehr viele Muttermale am Oberkörper und auch an anderen Stellen....

was soll daran häßlich sein?

Deine Vorgeschichte tut mir sehr leid, verstehe auch irgendwo dein Trauma....

allerdings solltest du doch wissen, daß Muttermale etwas ganz Normales sind...beim einen mehr beim anderen weniger....

_$Of!elJiax_


Vor 3 Jahren bin ich ein halbes Jahr lang wöchentlich zu ProFamilia gegangen und hatte da eine Ansprechpartnerin (die aber kein Psychologiestudium hatte, glaube ich). Ich hab da auch meine Vergangenheit aufgerollt, da es sich angeboten hatte. Die Frau war sehr nett und hat sich das angehört. ich hab immer ein wenig selbstironisch von dem ganzen Mist, den ich erlebt habe, berichtet. Ich denke im Nachhinein, dass mir das alles nicht sonderlich viel geholfen hat. Bei einem neuen Psychologen müsste ich wieder alles von neuem erzählen. Wie es so ist, ist es auch nicht so ganz einfach, den für sich passenden Therapeuten zu finden.

Spomme)rlüftch^en


Meint ihr denn, dieser eine Satz meines Vaters ist wirklich die alleinige Wurzel meiner Muttermalabneigung?

Darüber musst du selbst nachdenken, wir kennen deine Vergangenheit ja nicht ;-)

Zu einem Therapeut kannst du auch mit sowas gehen und dafür wird dich auch keiner auslachen. Die Therapeuten sind darauf geschult, die richtigen Fragen zu stellen und können dir helfen die Wurzel(n) des Problems zu erkennen und zu beseitigen.

da muss ich ja höllisch aufpassen, was ich zu meinem Sohn sage, könnte ja alles einen psychischen Schaden hinterlassen

So krasse Sätze wie dein Vater solltest du in Gegenwart eines Kindes tatsächlich nicht fallen lassen. Kinder sind nunmal sehr sensibel und Dinge die sie nicht verstehen oder begreifen können, die brennen sich ins Unterbewusstsein, werden womöglich falsch weiter verarbeitet und so entstehen die psychischen Schäden.

_jOfeXliax_


Dinge die sie nicht verstehen oder begreifen können, die brennen sich ins Unterbewusstsein, werden womöglich falsch weiter verarbeitet

womöglich ist genau das bei mir passiert. Mein Vater hatte keine Ahnung, was das bei mir ausgelöst hat. Meine Mutter ist mit einer Psychose aus der Beziehung gegangen und ist heute noch sehr krank. Wobei ihr Elternhaus dies auch schon begünstigt hat, recht lieblos und kaum Bindung. Die Kette muss unterbrochen werden, bislang klappt das auch ganz gut, ich zeige meinem Sohn, dass ich ihn lieb habe und würde nie meinen Partner vor ihm bloßstellen oder sonstige Probleme auf dem Rücken des Kindes austragen.

_jOfDelAia_


Trotzdem hab ich halt die Tendenz, mich vor der Welt zu verschließen, das ist kein gutes Vorbild. Ich würde eine Therapie auch nur meiner Familie zu Liebe tun und nicht mir selbst, weil ich mir nichts wert bin. Der Ansatz ist doch schon falsch. Da kanns nur schief gehen, nicht?

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