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Mein Problem mit Muttermalen

S=ommerlXüftchxen


Ich würde eine Therapie auch nur meiner Familie zu Liebe tun und nicht mir selbst, weil ich mir nichts wert bin. Der Ansatz ist doch schon falsch. Da kanns nur schief gehen, nicht?

Das kommt darauf an, ob du denn trotzdem bereit bist in einer Therapie mitzuarbeiten. Zuerst macht man sowas nicht immer für sich, sondern auch für andere. Viele haben zum Beispiel die Motivation, dass dadurch die Partnerschaft besser läuft, also für den Partner. Andere machen es für ihre Kinder. Aber am Ende ist es auch für einen selbst, wenn man eine Besserung bemerkt.

_DOfelliax_


Ich denke mir halt immer, dass ich eine Besserung nicht verdient habe.

_9Ofe4lxia_


Weil sich dann, wenn ich mich mal glücklich fühle meist ein Schamgefühl einstellt, "Du darfst nicht glücklich sein. Es darf dir nicht gutgehn. Du solltest dich schämen!"

SQommerGaftc@hen


Weil sich dann, wenn ich mich mal glücklich fühle meist ein Schamgefühl einstellt, "Du darfst nicht glücklich sein. Es darf dir nicht gutgehn. Du solltest dich schämen!"

Das ist aber nicht richtig und das weist du sicherlich auch selber. Gerade du hast das Recht glücklich zu sein, denn du hast ein Kind das du groß ziehst (das allein ist schon eine tolle Leistung) und für ein Kind ist eine glückliche, liebevolle Mutter das Beste was es sich wünschen kann. Das solltest du dir immer wieder sagen, wenn du das Gefühl hast, das du dein Glück nicht verdient hast. :)*

_\Ofelxia_


Das ist aber nicht richtig und das weist du sicherlich auch selber. Gerade du hast das Recht glücklich zu sein, denn du hast ein Kind das du groß ziehst

damit sagst du, dass ich nur wegen meines Kindes das recht hätte, glücklich zu sein. Vorher quasi also nicht. Wahrscheinlich hast du es aber anders gemeint. Ich liebe mein Kind, klar und es braucht eine Mutter, die ihm ein positives Lebensgefühl vermitteln kann, sonst wird er so wie ich, genauso negativ misantropisch eingestellt und womöglich kriegt er dann auch nen Prass auf die Muttermale anderer Leute...

Ich denke oft, dass ich meine Familie, also meinen Partner und meinen Sohn nicht verdient habe. Ich hatte 2007 einen Schwangerschaftsabbruch. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich ungewollt schwanger von einem One-Night-Stand und trieb 2 Wochen, nachdem ich davon erfuhr, ab. Der ONS weiß bis heute nichts davon. Deshalb auch meine ProFamilia Erfahrung. Ich habe diese Entscheidung hinterher sehr bereut. Ich wäre zwar alleinerziehend gewesen und von dem Erzeuger wäre keine Unterstützung zu erwarten gewesen, aber ich hätte mich nicht einfach so vor meiner Verantwortung weggestohlen! Ich leide da noch heute drunter. Aber hätte ich mich mit allen Konsequenzen für dieses Kind entschieden, wäre ich wohl mit meinem jetzigen Partner nicht zusammen gekommen, denn mit Kleinkind hätte sich mal nicht eben schnell durch die Weltgeschichte reisen lassen und Beziehung aufbauen. ich hätte das was icvh jetzt habe nicht. Es fühlt sich grad an wie nur.. erschlichen und gestohlen.

jAunXip-er


damit sagst du, dass ich nur wegen meines Kindes das recht hätte, glücklich zu sein. Vorher quasi also nicht.

Nein, das hast du vielleicht gelesen, aber glücklichsein ist nichts ausschließendes. Du hast egal ob mit oder ohne Kind das Recht glücklich zu sein.

Es gibt so viele Dinge im Leben, die sich je nachdem wie du dich entscheidest ganz anders entwickeln könten. Bitte halte dich nicht an 'Was wäre gewesen, wenn' fest. Dein Leben findet heute statt, mit deinem Partner, mit deinem Kind, mit dir.

Es wird immer Vergangenheit und Zukunft geben und es kann immer alles mögliche passieren. Aber es gibt auch die Gegenwart und die passiert jetzt und in der hast du das Recht glücklich zu sein.

Punkt.

(Ich habe übrigens auch ganz schön viele Flecke und Punkte am Körper und habe mich allein deshalb abgelehnt zu fühlen ist kein gutes Gefühl. Aber über den unkt ist der Faden ja hinweg.)

jounxiper


Argh. Jetzt noch mal verständlich:

(Ich habe übrigens auch ganz schön viele Flecke und Punkte am Körper und mich allein deshalb abgelehnt zu fühlen ist kein gutes Gefühl. Aber über den Punkt ist der Faden ja hinweg.)

_oOfel5iax_


Ich habe übrigens auch ganz schön viele Flecke und Punkte am Körper und mich allein deshalb abgelehnt zu fühlen ist kein gutes Gefühl.

Mein Verstand begreift ja auch, dass es halt eine Pigmentwucherung ist, die bei den meisten Menschen auftritt. Aber irgendwas in mir will das nicht verstehen, dass es normal ist. Ich hatte nie Freunde, immer nur meine Puppen und die Menschen aus dem Fernsehen. Die hatten keine (sichtbaren) Muttermale und waren "perfekt", vielleicht hat das auch dazu beigetragen.

Es wird immer Vergangenheit und Zukunft geben und es kann immer alles mögliche passieren. Aber es gibt auch die Gegenwart und die passiert jetzt und in der hast du das Recht glücklich zu sein.

Hat das Recht jeder, der in der Vergangenheit "Mist" gebaut hat?

_&Ofel;ixa_


Ich hab das oft, dass ich Dinge zwar aufnehme und so hinnehme, aber wirklich verinnerlichen kann ich sie nicht. Dass Muttermale normal sind, wird mir wohl immer suspekt bleiben und ich hab auch keine Ahnung, was der Schlüssel dazu ist, dass ich es mal begreife. Mir stehen andauernd die Tränen in den Augen, wenn ich reden muss. Gestern war ich beim Zahnarzt und da muss ich ja auch ein bisschen erzählen, wo der Schuh drückt, hellsehen kann der ja nicht. Und beim Erzählen steht mir das Wasser in den Augen, so wie auch fast immer, wenn ichn erzählen muss, auch wenns gar keine schlimmen Sachen sind.

j&unipxer


Hat das Recht jeder, der in der Vergangenheit "Mist" gebaut hat?

Ja. Jeder kann neu anfangen und niemand kann Vergangenes ändern. Aber trotzdem ist die Vergangenheit passiert und man sollte dem 'Respekt zollen', geschehenes achten. Du bekommst keinen Freifahrtschein, wieder 'Mist' zu bauen.

Ich weiß nicht, ob das gut ausgedrückt ist. Aber es bringt dich nicht weiter, mit Entscheidungen zu hadern die du in der Vergangenheit gemacht hast und die du nicht rückgängig machen kannst. Du kannst es nur in der Gegenwart und Zukunft besser, anders machen.

Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Abtreibung, ich weiß es ist keine leichte Entscheidung. Ich winde mich gerade ein bisschen um das Thema herum. Leben und Tod sind schwer in Worte und Bilder zu packen, da kann man viel falsch machen, falsche Worte, falsche Bilder wählen.

Vielleicht war es damals einfach noch nicht an der Zeit. Das ist nichts schlimmes.

Mir stehen andauernd die Tränen in den Augen, wenn ich reden muss.

Das kenne ich sogar ein Stück weit. Ich war früher kaum in der Lage der Frau beim Bäcker zu sagen, dass ich gerne drei Brötchen hätte. Ich dachte immer, jeder würde mich zurechtweisen und mir sagen, ich hätte etwas falsch gemacht, wenn ich mich zeige, etwas sage, und sei es nur 'Hallo', wenn ich irgendwie sichtbar werde.

Zum Teil habe ich das auch immer noch. Aber ich habe auch gelernt, und verinnerlicht, dass die meisten Menschen dir gar nichts Böses wollen. Die Frau beim Bäcker nicht, und der Arzt auch nicht.

Die reagieren eher überfordert, manchmal unfreundlich, wenn da ein Wesen vor Ihnen sitzt und Tränen in den Augen hat. So einen Zahnarzt hatte ich auch mal. Da hilft nur wechseln. Es gibt auch nette.

Das mit den Muttermalen. Ich weiß nicht. Suspekt sind die ja. Es sieht einfach anders aus. Aber wer sieht schon aus, wie die aus dem Fernsehen? Im realen Leben sieht man da schnell die Make-Up Ränder, die unsauber lackierten Fingernägel, das fehlende Drehbuch, wenn gerade mal wieder Plot und Dialog vor die Wand fahren.

Andererseits: kann mich jemand mögen, trotz nicht perfekter Haut und Figur und fehlendem Script?

Ich bin mir da selbst nicht sicher.

Aber in Ende muss mich nicht jeder mögen, aber bitte nicht nur wegen meiner Muttermale, das ist zu einfach.

LoilaF Sc[ho*kohaxse


ich hätte das was icvh jetzt habe nicht. Es fühlt sich grad an wie nur.. erschlichen und gestohlen.

Ich war früher einmal in einer ähnlichen Situation wie du. Ich denke mir auch, hätte ich mich damals für das Kind entschieden, hätte ich nicht all das was ich jetzt habe. Und deshalb bin ich mit meiner Entscheidung von damals zufrieden. Das ist vielleicht zu egoistisch gedacht. Aber damals war einfach der falsche Zeitpunkt. Das was ich jetzt habe, ist nicht erschlichen, es ist das Resultat von Entscheidungen die ich in meinem Leben getroffen habe. Gute wie schlechte Entscheidungen. Was wäre wenn Fragen bringen einen nicht weiter. Was wenn ich auf eine andere Schule gegangen wäre? was wenn ich nie mit meinem Ex zusammen gekommen wäre? Einen anderen Beruf ergriffen hätte? Alles Dinge die ich mit dem heutigen Wissen und der heutigen Reife anders machen würde. Aber hätte ich es damals gewusst und anders gehandelt, wäre ich heute eine andere Person.

Jeder Mensch hat das Recht glücklich zu sein.

Und Sommerlüftchens Gedankengang ist garnicht verkehrt: Wenn man sich selbst sein Glück nicht gönnen kann, dann sollte man daran denken wie wichtig es für andere ist (in dem Fall dein Kind), dass man selbst glücklich ist, dann fällt die Entscheidung für das eigene Glück doch schon viel leichter ;-)

_sOfel_ia_


juniper

genau, das mit dem Einkaufen war und ist teilweise noch bei mir auch so. ich finde es total schwer, Dinge zu äußern. Ich hab auch schon 3x die Schule abgebrochen, weil ich mich nicht mehr darum drücken konnte ein Referat vorzutragen und das die letzte Möglichkeit war. Meine berufliche Laufbahn hab ich damit auch ziemlich ruiniert, welche Tüpren mir nun noch (mal) offen stehen werden werden wir sehen..

Mir wurde kein natürliches Selbstbewusstsein und -wertgefühl mitgegeben glaube ich. Bei dir aufgrund gemachter Erfahrungen ähnlich?

Schokohase

ja, ich weiß, was wäre wenn kann man sich immer fragen und es ändert doch nichts. Ich wäre wohl auch unzufrieden geworden allein erziehend, alleine mit Kind und ohne Unterstützung. So hab ich es jetzt auf jedne Fall besser. Ich hab das was ich mir eigentlich gewünscht habe und ein paar Dinge lassen sich ja noch ausbauen. Ich muss nur lernen, dass ich es verdient habe und das ist so schwierig. Wenn ich mich falsch verhalten habe, neige ich auch immer wieder zu autoaggressivem Verhalten. das ist so in mir drin,l dass ich mich für meine Verfehlungen bestrafen muss bzw. das Leben mich bestrafen muss.

_VOfeli\a_


Das klingt manches sicher wirr. Ich würd das gerne auch weniger abgehackt schildern und weniger Tippfehler machen, aber mein Kleiner wird demnächst wach werden und da beeile ich mich meist..

jtuni;per


Mir wurde kein natürliches Selbstbewusstsein und -wertgefühl mitgegeben glaube ich. Bei dir aufgrund gemachter Erfahrungen ähnlich?

Gute Frage. Ich weiß nicht genau, wo das bei mir herkommt. Im Zweifel ist es wohl eine dieser Sachen, die die Eltern einem mitgeben, absichtlich oder nicht.

They fuck you up, your mum and dad. They may not mean to, but they do. They fill you with the faults they had And add some extra, just for you.

Oder es liegt an mir? Ich weiß es nicht. Irgendwie anders war ich wohl schon immer.

Aber die Schule deswegen abzubrechen ist hart. Das geht zu weit, auch weil du dir damit Nachteile schaffst, die unnötig sind. Das haben die anderen nicht verdient. Welche Angst hast, dass du lieber die Schule abbrichst, als ein Referat zu halten? Wieso ist der Abbruch weniger schlimm? Auf lange Sicht gesehen, ist es nämlich genau anders herum. 15 Minuten Angstschweiß gegen kein Schulabschluss? Das muss dir doch selbst komisch vorkommen. Wieso bist du dir das nicht wert? Nicht für die anderen, für dich? Sind die Alternativen wirklich besser als das Reden?

_9Ofelsiax_


Ja, das steht in keinem Verhältnis mehr. Den Realschulabschluss hatte ich noch mitgenommen, doch bis zum Abi wäre es nur noch 1 Jahr gewesen und das ist schon ärgerlich. Allerdings hab ich in dieser Zeit noch ganz andere Probleme gehabt und meine Noten waren im Keller.. ich wurde in meiner Pflegefamilie missbraucht, die anstehenden Referate waren dann der letztendliche Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte, dass ich gesagt hab "Tschüß ich packs nicht mehr" War dann noch auf einer anderen Schule um das Abi zu machen, hier waren es dann nur die Referate, dass ich nach einigen Monaten gegangen bin. Und ein paar Jahre später wollte ich dann zumindest das Fachabi machen, hab aber den Mut wieder verloren als es um Referate ging. Mich auf eine Lehrstelle zu bewerben war auch so eine Sache.. einige Versuche, die alle gescheitert sind und dann hab ich mich immer kleiner gemacht. Ich weiß nicht, ob ich das mal noch hinkriege.. Ich denke, dass ich wohl nicht ganz dumm bin, aber zu verschlossen um das was in mir steckt herauszulassen und das will keiner haben.

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