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Habe das Gefühl, nichts auf die Reihe zu kriegen

UWndiscclosetd] Dyesires hat die Diskussion gestartet


Halli hallo ihr Lieben,

ich lese jetzt schon bestimmt über ein Jahr fleißig in diesem Forum und muss sagen, dass ich davon begeistert bin, wie hier aufeinander eingegangen wird und einander versucht wird zu helfen! :-)

Und nun hoffe ich, dass auch mir zu meinem "Problem" wertvolle Tips gegeben werden können.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 21 und studiere im 4. Semester.

Und irgendwie bin ich momentan sehr unzufrieden mit mir und meiner Situation, weiß aber nicht so recht, was ich tun könnte, um es zu verändern.

Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, unsagbar faul zu sein.

Ich hätte so viele Baustellen bzw. Ideen, die ich gerne in naher Zukunft umsetzen wollen würde, doch ich habe das Gefühl, dass mir nichts davon gelingen mag.

Ich würde z.b. gerne etwas abnehmen, nicht viel nur 4-5 Kilo, aber ich schaff es einfach nicht konsequent Sport zu treiben.

Genauso mit dem Rauchen, manchmal klappt es gut, dass ich 3-4 wochen am Stück die Finger davon lasse, aber einmal ein bisschen stress und ich greife wieder zu.

Oder auch bzgl. meines Studiums... mir gefällt mein Studium und es macht mir auch Spaß. Trotzdem muss ich mich immer wieder regelrecht dazu zwingen, etwas dafür zu machen.

Obwohl ich, sobald ich mich damit auseinander setze,merke, dass es mir eigentlich liegt,ich schnell verstehe und es genau mein Ding ist.

Trotzdem bin ich deswegen natürlich nur mittelmäßig, aber ich habe das Gefühl, es wäre eigentlich mehr rauszuholen, würde ich nicht so unglaublich faul sein.( Ich würde z.b. sooo gerne ein Auslandssemester machen, aber dafür muss man besser sein als ich!)

Und irgendwie bin ich mittlerweile sehr, sehr unzufrieden mit mir selbst deswegen.

Dazu kommt noch,dass meine besten Freunde und mein Freund alle extreme Überflieger in ihren Studiengängen sind.

Ich habe das Gefühl ein Schmalspurstudium zu absolvieren, während sich für meinen engsten Freundeskreis inklusive Freund gerade alle Möglichkeiten der Welt öffnen.

Ich weiß, dass nicht jeder das Zeug dazu hat, mal richtig groß Karriere zu machen und es geht mir eigentlich auch garnicht darum, Ihnen "hinterher zu hechten", aber es belastet mich sehr, dass ich weiß, dass ich besser sein könnte, wäre ich nicht so unglaublich faul.

Trotzdem bekomme ich meinen Arsch nicht hoch, sondern verbringe lieber den ganzen Tag damit, vor dem PC zu sitzen und meine Zeit mit sinnlosem Zeug zu verschwenden,bevor mir abends um 22 Uhr nochmal einfällt, dass ich unbedingt lernen muss.

Leider schaffe ich es dann auch nur 1 Stündchen oder so, bevor ich mich unzufrieden ins Bett begebe, wo ich dann nicht einschlafen kann, weil ich mir denke, dass ich mal wieder meinen kompletten Tag verschwendet habe.

Am nächsten Tag schleppe ich mich dann in die Uni, bin mittags sehr müde ( weil ich nur 5 Stunden geschlafen habe ) und der Tag läuft genauso ab, wie der vorherige.

Ich habe einfach das Gefühl meine "Ressourcen" nicht zu nutzen, was mich unglaublich wütend auf mich selbst macht, aber nichtsdestotrotz bin ich dennoch blockiert...

Ich bin mittlerweile echt verzweifelt und hoffe nun hier, Ansätze zu einer Lösung zu finden ( auch wenn ich weiß, dass mein "Problem" im Gegensatz zu manch anderem hier von eher geringerer Bedeutung ist)

Danke schonmal im Voraus @:)

Antworten
UWndibsclos\ed De_sires


*:)

n4amebx\3


*:)

lollige antwort ;-D

Uxndis2cloPsed WDesirxes


Keiner irgendwelche Ideen?

Liebe Grüße...

KXikkix82


Na ja mir geht es manchmal ähnlich man hat so das gefühl man strammpelt und macht und tut aber das wasser steigt immer höher und man droht beinahe zu ertrinken in Aufgaben und Vorhaben und und und. Mein Vorschlag ganz simpel setzte Prioritäten. Du willst abnehmen und nicht mehr rauchen beides aufeinmal ist ganz schlecht zu machen. also wenn du eins davon hinter dich gebracht hast nimm das nächste in angriff. Lernen mach dir doch, wenn auch nur nen groben, Tagesplan. Klappt bei mir auch ganz gut. Strukturiere dein Leben und deinen Tag wenigstens ein wenig dann geht alles etwas einfacher als einfach nur so in den Tag hinein zu treiben. Hoffe konnte dir wenigstens ein etwas hilfestellung geben.

lg *:)

_\SolJina[_


Hallo Unclosed Desires,

ich kenne das Gefühl (Uni) und die damit verbundenen Gewissensbisse sehr gut.

Was mir gut geholfen hat: nicht alles auf einmal angehen. Gleichzeitig die Noten in der Uni zu pushen, sich um ein Auslandssemester bewerben, Sport machen, das Rauchen aufhören und und und, bisschen viel oder ;-)

Meine Tipps:

- Wochenplan erstellen (mit genügend Luft, nicht überfüllen!)

- kleine, realistische Ziele für jeden Tag setzen (z.B. jeden Tag eine Stunde lernen, ggf. rausfinden, zu welchen Uhrzeiten du am besten lernen kannst, manche Leute sind gleich nach dem Aufstehen super fit im Kopf, andere Nachtlerner)

- falls du ein Ziel nicht erreicht hast überlegen, woran es lag: falsche Lernzeit? zu viel Ablenkung? Dann vielleicht Telefon-/Internetstecker ziehen, Handy ausschalten, Freunden/Mitbewohnern das nächste mal sagen, dass du nicht gestört werden willst.

- wenn du ein Ziel erreicht hast, genussvoll auf dem Plan durchstreichen und dich belohnen: Internet surfen, Freunde treffen, ein warmes Bad etc.

- richte dich nicht zu viel nach anderen. Mach dein Ding, nimm dir das vor, was du schaffen kannst und willst.

- falls du dich partout alleine nicht zum Lernen aufraffen kannst und guten Kontakt zu Kommilitonen hast: frag sie, ob ihr zusammen lernen könnt oder bitte sie um Tipps, wie sie ihren Lernalltag gestalten usw.

_[Solci;nax_


Ich meine natürlich Undisclosed Desires :)z

TmhereOsax06


Hallo Undisclosed Desires,

Wenn es Dir hilft, mir ging es genau so wie Dir. Ich habe vor dem 1. Staatsexamen kalte Füße bekommen und das Studium geschmissen. Ich konnte mich nicht mal mehr aufraffen, die Vorlesungen zu besuchen. Intelligent, aber faul. Ich hoffe nicht, dass Du den selben Weg (eher eine Abwärtsspirale) einschlagen wirst.

Ich kann Dir genau sagen, warum ich so faul war. Nicht, weil das Studium langweilig gewesen wäre oder mich nicht interessiert hat. Es war aus reiner Angst vor dem Versagen.

Wenn ich eine Prüfung nicht sonderlich gut geschafft hatte, konnte ich mir immer noch sagen: Hätte ich mal viel gelernt, hätte ich auch eine gute Note bekommen. Das war reiner Selbstschutz um mir nicht einzureden: Du hast alles gegeben und trotzdem bist du durchgefallen. Du schaffst es halt einfach nicht, du bist zu dumm dazu.

Dabei haben Prüfungen viel mehr mit Glück und Kurzzeitgedächtnis zu tun als man wahr haben will. Das Studium belastet mehr, als man eigentlich denkt. Ich möchte hier mal eine Freundin von mir zitieren: "Vor dem Studium hätte ich überall unterschreiben können, dass ich psychisch gesund bin. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher." Und das Image vom dauerschlafenden Studenten, der erst um 19h aus dem Bett krabbelt um sich noch schnell ein paar Bierchen zu kaufen und der "die schönste Zeit in seinem Leben" verbringt, hilft auch nicht weiter, sich hinter die Bücher zu klemmen. Vor allem nicht, wenn man dieses Image ständig von außenstehenden Personen unter die Nase gerieben bekommt.

Ich kann Dir wirklich nur empfehlen: bilde Lerngemeinschaften. Klemm Dich an Deine Kommilitonen, arbeitet Themengebiete raus, übernimm Aufgaben in Gruppenarbeiten. Ihr hängt alle im selben Studiengang und auch wenn es nur Zweckfreundschaften sind, nutze sie.

Um Dich zu motivieren kann ich nur sagen: Reiß Dich die kommenden paar Jahre zusammen. Wie viele werden es noch sein? Drei? Das sind drei Jahre, in denen Du einfach mal über Deinen Schatten springen musst und die Zähne zusammen beißen musst. Danach hast Du es hinter Dir, Dein Studium, wenn es einmal geschafft ist, kann Dir kein Mensch mehr wegnehmen. Du hast Dein Leben lang etwas davon, es erreicht.

Lass Dich nicht von Deiner Angst zu versagen blockieren. Wenn Du Deinen Job hast, kannst Du immer noch faul sein, das bleib dann Dir überlassen. Aber jetzt kommt es darauf an.

Hilfreich für Deinen Geist ist es auch, feste Zeiten einzuhalten, die Du für das Lernen reservierst. Es hilft Dir zu wissen: Ich habe Zeiten an denen ich ohne schlechtes Gewissen faul sein kann, denn ich habe auch Zeiten, an denen ich lerne.

Ganz viel Kraft und Unterstützung schenke ich Dir :)*

_(Sol7inax_


und das Image vom dauerschlafenden Studenten, der erst um 19h aus dem Bett krabbelt um sich noch schnell ein paar Bierchen zu kaufen und der "die schönste Zeit in seinem Leben" verbringt, hilft auch nicht weiter, sich hinter die Bücher zu klemmen. Vor allem nicht, wenn man dieses Image ständig von außenstehenden Personen unter die Nase gerieben bekommt.

:)z :)z :)z

J|oaes|y7x2


Hallo Undisclosed Desires,

ich schließe mich Solinas Vorschlägen voll und ganz an. Und deine eigenen Vorgaben sollten wirklich gaaaanz klein sein. Der Anfang ist ja meißt das Schwierige an der Sache. Wenn du dann länger dran bleibst, als ursprünglich geplant, umso besser.

Ich sehe auch gerne immer das Ganze und lasse mich von der "Masse" des Aufwandes abschrecken überhaupt anzufangen. Wenn ich dann angefangen habe, denke ich immer: Ach soooo schlimm war´s ja gar nicht und es hat vielleicht sogar etwas Spaß gemacht, aber nu bleibt nicht mehr genug Zeit um es "ordentlich" zu machen...

Versuche die Dinge, die dich ablenken möglichst zu meiden oder sie dir als "Belohnung" aufzuheben.

Viel Erfolg, Gruß *:)

moarie-Qjxana


Undisclosed ....

Bin zwar schon etwas länger aus der Studienzeit raus ;-D , aber gerade deshalb möchte ich hier folgendes beitragen:

Ich möchte Theresa, solina und Joesy eigentlich in allem zustimmen.

Ich kenne diese "Zustände" selbst sehr gut von mir. Zum Schluss ist es immer eng geworden. Im Studium ging es noch. Aber jetzt z.B. habe ich einen Job, wo es eigentlich ganz genauso ist. Ich habe oft so viel zu tun, komme aber nicht ran. Ich habe bisher immer alle Termine gehalten. Das was ich abliefere, kann ich auch ruhigen Gewissens vertreten, wenn ich mir hier so den Durchschnitt der Mitarbeiter angucke und was die so tun. Es ist aber genauso, wie Joesy es beschreibt: Ich denke oft, hmmm, hättest Du früher angefangen, hätte man das eine od. andere wesentlich tiefer durchdringen und noch wesentlich besser darstellen können.

Es könnte eine Typfrage sein. Ich denke, viele und ich meine wirklich VIELE sind ähnlich. Der Mensch braucht irgendwie einen Tritt in den Hintern. Schlussendlich klappt es ja auch: Bei Dir sind es die Klausur- od. Prüfungstermine, bei mir die dienstlichen. Für solche Typen wie uns ist ganz schlecht, wenn man selbstbestimmt arbeiten muss. Das ist bei mir so. Ich baue mir meinen Arbeitsplan selbst, NullFORDERUNG und NullFÖRDERUNG von meinem Chef oder sonst irgendwem. Also - es hört nach dem Studium nicht auf, undisclosed .. !!!!

Man kann aber dran arbeiten. Wie schon alle schrieben: Strukturieren, Organisieren, selbst disziplinieren, Wesentliches von Unwesentlichem trennen. Das muss man spätestens dann, wenn man Familie hat. Ansonsten endet es im Chaos. Ich habe 2 Söhne groß- und erzogen, die nun selbst Studenten sind. In der Zeit mit der Familie habe ich diese 4 Sachen gut gelernt, lernen müssen. Man hat gegenüber den Kindern ja auch eine Vorbildfunktion im "Vorleben des Lebens". Ich bin sehr kreativ, das sind oft leicht chaotische Typen. Insofern kämpfe ich tagtäglich mit mir selbst ;-D . Zwischendurch darf man natürlich auch mal faul sein. Ich bin an vielem interessiert, in meiner wenigen Freizeit viel kulturell unterwegs, bin mir aber auch selbst genug. Ich könnte z.B. auch stundenlang irgendwo im Grünen sitzen und in der Gegend rumgucken.

Es könnte jedoch auch sein, dass Du zu großen Teilen gar nicht so viel dafür kannst. Ich hatte nämlich zwischendurch ganz schlimme Phasen: Ständig müde, antriebslos, unkonzentriert, hätte den ganzen Tag nur schlafen können, depressive Verstimmungen, unerklärliche Gewichtszunahme. SCHILDDRÜSE ! es stellte sich heraus, dass ich eine Autoimmunerkrankung habe, bei der der Körper die eigene Schilddrüse bekämpft. Es endet in einer chronischen Unterfunktion, d.h., es werden nicht mehr genügend Hormone von der Schilddrüse produziert. Und das macht solche Symptome. Ich bin jetzt mit Schilddrüsenhormonen relativ gut eingestellt. Obwohl es nie so optimal sein kann wie bei einem Schilddrüsengesunden.

Ich würde Dir empfehlen, wenn Du das untersuchen lassen willst, lass Dir gleich eine Überweisung zum Endokrinologen bzw. Nuklearmediziner geben. Allgemeinärzte sind da oft überfordert in ihrem Wissen bzw. der Interpretation der Werte.

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