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Fühle mich so hilflos..

Fsire(flyxx hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Mir gehts im moment wieder total schlecht, ich bin sehr depressiv und dazu kommt noch die angst.. dass ich einfach nicht mehr weiss was ich machen soll, ich habe nur noch richtige Heulkrämpfe und hab mich so gut wie in mein Bett zurückgezogen, weil ich einfach nichts mehr machen kann. Ich erkenne mich selbst kaum wieder und fühle mich wie in meinem Körper gefangen. Wenn ich träume, dann total absurd und es fühlt sich so total real an und dazu kommt dass bei mir die Depersonalisierungs und Derealisationsgefühle einfach nicht weggehen, ich fühle mich von meiner Selbstwahrnehmung her mittlerweile so verwirrt, dass ich angst habe in eine Psychose abzutrifften. Ich fühle mich einfach nur noch so komisch und verstehe mein ganzes Leben nicht mehr, stelle alles auf die Frage weil ich mir nicht erklären kann woher die Panikattacken kommen.

Freunde und Familie sind mittlerweile von mir und meinevm ewigen Rumgejammere so genervt, weil sie mir nicht helfen können und wollen dass ich was mache, aber irgendwie falle immer wieder in dieses Loch zurück und empfinde alles als total sinnlos.. dass jeder nur noch von mir genervt ist, macht mich dazu auch noch mal total fertig. :(

Ich weiss einfach nicht mehr was ich machen soll, ich empfinde kein bisschen Lebensfreude mehr und kann nichts machen weil mir alles zuviel ist, schaffe es nicht mal zu den Theras zu gehen und auch wenn ich das Gefühl habe mit meiner Therapeutin reden zu müssen, hab ich jetzt schon solche Panik davor, dass ich fürchte nicht mal mehr hingehen zu können. ßtirn

Bitte helft mir weiter ich bin echt verzweifelt weil ich mich kein bisschen mehr verstehe, und mein Leben irgendwie komplett seinen Sinn verloren hat, ich hab einfach das Gefühl dass ich einfach keine Kraft mehr zum Kämpfen habe.. leider.. ßad

Liebe Grüße

Firefly

Antworten
L9oVeMixA


Ich kann dich gut verstehen. Vor mehr als einem Jahr, hatte ich von einem Tag auf den anderen plötzliches Gefühlschaos. Ich konnte plötzlich keine positiven Emotionen mehr empfinden, meine Gefühle zu meinen Freund waren ganz plötzlich weg, obwohl ich ihn noch am vorherigen Tag über alles geliebt habe. Ich bekam dadurch Panik, war verwirrt, musste nur noch heulen, tagein und tagaus. Ich fühlte mich am Boden, glaubte gar nicht mehr tiefer fallen zu können, es war die Hölle auf Erden!

Ich musste sogar mal eine Nacht auf die Geschlossene zur Beruhigung. Ein Vierteljahr musste ich leiden, bis ich endlich einen Psychiater fand, bzw. bis ich einen Termin bekam. Diagnose: schwere Depression und Persönlichkeitsstörung. Wobei letzteres schon länger war, und ich damit eigentlich ganz gut leben konnte. Doch bei einer Persönlichkeitsstörung kann es immer wieder auch zu Depressionen kommen. Ich musste Medikamente dann nehmen und bis heute bin ich regelmäßig zu Gesprächstherapien. :)^ :)_

FRirefxlyx


Ohje das hört sich wirklich schlimm an... :/

Weisst du denn woher bei dir Depressionen kamen?

Ich war vorher teilweise auch schon depressiv, habe mein Studium abgebrochen und mein Leben als totale Leere empfunden, war einfach überforder mit allem, das war im Dezember.. im Februar kamen dann urplötzlich aus heiterem Himmel noch ganz schlimme Panikattacken dazu.. hab schon nen stationären aufenthalt hinter mir und reha abgebrochen.. seitdem gehts mir auch so dass ich so gut wie nur noch am heulen bin, den ganzen tag im bett liege und es immer schlimmer wird.. ich habe einfach das Gefühl, dass mir keiner mehr helfen kann..

Ich habe jetzt schon so angst vor dem nächsten gespräch mit meiner Therapeutin, weil ich so angst hab selbst über bestimmte Themen zu sprechen.. ich weiss weder ein noch aus.. auf mich passen mittlerweile soviele Dinge.. Panikattacken, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Depressionen( Die jetzt auch noch mal durch Liebeskummer und dadurch dass ich mich extrem abhängig gemacht hab), Borderline-Symptome durch ständige Stimmungsschwankungen( manchmal gehts mir von der einen auf die andere Sekunde besser) und natürlich noch ne Persönlichkeitsstörung, was man vll auch noch auf das letztere beziehen kann.. aber ich bin mittlerweile so ahnungslos dass ich nicht mal mehr weiss wo man bei mir überhaupt noch ansetzen soll.. nehme auch ein Antidepressivum(Doxepin) und setze grade Diazepam ab wegen der Panikattacken, aber davon bin ich mittlerweile gott sei dank so gut wie weg, was mir am meisten zu schaffen macht, dass ich mich einfach selbst kein bisschen mehr verstehe... :-(

L]oVeNMiA


Ja das eine kann auch zum anderen führen wenn man es nicht behandelt! Aus Persönlichkeitsstörung können Depressionen entstehen, aus Depressionen können igendwann auch Psychosen entstehen usw...! Man machts nichts besser wenn man sich nicht helfen lässt. Aber ich kann das so gut nachvollziehen. Bei mir war das Schlimmste immer dieses zwanghafte Grübeln! Meine Gefühle waren weg, und ich habe gegrübelt warum, wieso...! Ich hab mich regelrecht kaputtgegrübelt. Ich empfand nur Leere, bin vielleicht erst Mittags rum aus dem Bett gekommen, habe meinen Haushalt nicht mehr gepackt. Ich fühlte mich zu allem unfähig! Die Ursachen meiner Depression reichen bis weit in meine Kindheit zurück. Ich hatte als Kind viele Probleme. Allerdings kann auch eine familäre Vorbelastung mit eine Rolle gespielt haben.

Was mir gut tat, war die genaue Diagnose! So hatte mein Übel einen Namen, und ich wusste das mein innerliches Chaos demzufolge normal war. Die Gewissheit gab mir wieder Sicherheit. Ich wusste das meine Gefühle wiederkommen würden wenn alles überstanden ist. :) Und so war es dann auch.

Trennungen und Liebeskummer können auch Depessionen auslösen. Wenn man, wie du, schon vorbelastet ist, dann können sich die Symptome verschlimmern, oder Folgeerkrankungen mit auftreten. Du hättest dich schon damals an einen Arzt deines Vertrauens wenden sollen und es gezielt behandeln lassen müssen. So wie ich es aus deinen ersten Zeilen herauslese, schienst du am Anfang an einer leichteren Depression zu leiden. Naja, und heute eben das alles.

Borderline-Syndrom beinhaltet auch viele dieser Krankheitssymptome die du beschreibst. Du bauchst dringende medizinische Hilfe um erstmal stabil zu werden für eine normale Therapie. War bei mir ja auch so. Ich konnte in meinem aufgebrachten Zustand kaum normal reden, war ja nur am heulen. Die Medikamente stabilisierten mich, wenn auch nur scheinbar! Die Ursache muss ja bekanntlich behandelt werden, doch dies geschieht dann durch Verhaltenstherapien und viel Gesprächen. Und glaub mir: Mir tat es gut endlich mal jemanden alles erzählen zu können ohne verurteilt zu werden!! ;-D :)z *:)

FaireKflyxx


Ja bei mir kommt irgendwie alles durcheinander zusammen.. ich glaube die Depressionen werden jetzt erst so richtig schlimm als Folge aus dem ganzen.. Ich liege die ganze Zeit hier und weine, will nur noch schreien weil ich mir einfach nicht mehr zu helfen weiss. :(

Morgen hab ich einen Termin bei meiner Thera.. aber ich trau mich schon gar nicht hinzugehen, weil sie mit mir über das thema tod sprechen wollte.. ich kann das im moment aber einfach nicht.. seit den panikattacken ist die angst zu sterben viel größer geworden und ich hab durch die ständig schlimmen Albträume und Angstzustände mittlerweile ne richtige Todesangst entwickelt, dass ichs kaum noch aushalte.. ich weiss gar nicht ob ich überhaupt wieder stationär gehen soll.. ich hab das gefühl die nehmen mich und meine probleme nicht so wirklich ernst.. aber andererseits weiss auch nicht mehr was ich zuhause noch machen soll.. ich weiss gar nicht welche Medikamente ich nehmen soll.. weil ich teilweise mittlerweile noch die reinste Mediphobie entwickelt hab.. welche Medikamente hast du denn bekommen?

Ich hab das Gefühl, dass mir echt keiner mehr helfen kann.. und naja dann hab ich noch so angst dass ich evtl entzugserscheinungen von dem diazepam jetzt haben kann :((

L_oVe>MixA


Also wenn du mit dem Thema Tod nicht sprechen möchtest, zwingt dich auch keiner! Du musst nur sagen was du möchtest! Und wenn es dir so mies geht, dann kann ich mir nicht vorstellen das sie dich mit Themen wie diesen löchern wird! Aber ich bin kein Arzt. Warum traust du dich nicht? Wovor hast du Angst? Wenn du Hilfe möchtest, dann musst du auch Hilfe annehmen! Und keiner will dir was böses! Du sagst dir gehts mit allem so scheiße! kanns da noch schlimmer kommen? Wenn du dich nicht traust, dann wirds dir ewig so schlecht wie jetzt gehen. Möchtest du das? Dann lieber Zähne zusammenbeisen und durch! Danach bist du vielleicht erleichtert.

Komm aus dir raus, sprich offen, und wenn es nur wirres zeug ist, ungeordnet und chaotisch...du darfst auch heulen und durchdrehen! Es ist ihr Beruf Menschen wie dir aus solchen Krisen zu helfen! Und sollte sie vorschlagen das eine Klinik das Beste wäre, dann nimm es an! Wenn du vom letzten Mal unzufrieden warst, dann such dir eine andere Klinik. Einfach mal umhören! ;-)

Ich war vor 3 Jahren mal 6 Monate lang in der Klinik wegen meinen Persönlichkeitsstörungen. Und ich habe festgestellt das viele Patienten erwartet haben das die Ärzte sie allein aus der Krise ziehen, ohne dabei zu bedenken das die Hilfe des Personals in erster Linie der Selbsthilfe dient! Helfen heißt nicht das Probleme weggezaubert werden ohne aktiv mitzuarbeiten. Aktiv sein bedeutet über eigene Grenzen hinwegzugehen, sich Dingen zu stellen vor denen man Angst hat, wie bei dir die Angst vor der Therapeutin! Es wäre der erste Schritt der Selbsthilfe wenn du ihre Praxis aufsuchst, auch wenn du Angst hast! Es ist nicht einfach! Sagt keiner! Und Tränen werden fließen, Kritik wirst du einstecken müssen, und oft wirst du denken das alles sinnlos ist!

Aber aktiv mitmacht, dem kann auch geholfen werden. Wichtig ist Gefühle zuzulassen, offen zu sein. Vielleicht bist du 2 oder 3 Monate in einer Klinik, aber danach bist du vielelleicht ein geheilter Mensch mit neuen Perspektiven! :)D

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