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Kann andere nicht trösten

BQymexau hat die Diskussion gestartet


Immer wenn mir jemand etwas anvertraut, in einer schwierigen Lage ist, ein Problem hat, steh ich blöd da. Ich spüre, dass sich diese Leute dann Trost von mir wünschen, eine Umarmung, ein paar liebe Worte, aber ich krieg das nicht hin. Ich bin in solchen Momenten wie gelähmt, habe Mitgefühl, würde auch gerne etwas hilfreiches sagen oder der Person einfach meine Hand reichen, aber irgendwie überfordert es mich. Ich gehe auf das Gesagte dann gar nicht ein, was mir letztlich sehr leid tut. Ich lasse die Leute alleine mit ihrem Schmerz und entziehe mich der schwierigen Situation. Das ist doch nicht richtig!

Wenn ich sehe, wie selbstverständlich andere jemanden trösten, frage ich mich, warum ich das nicht so kann. Was ist nur mit mir los?!

Antworten
FKlow}ershmxaid


ich kenn das auch... Mir fehlen auch seeeeehr oft die Worte... Ich weiß gar nicht, wie man Menschen tröstet.. Ich versuch es zwar manchmal schon...aber hab nicht gerade dann das Gefühl, dass die Menschen dann aufgemuntert sind..

Aber es ist dann dennoch nichts los mit dir...

Vielleicht weißt du einfach nicht, wie du es am Besten machst, weil du vielleicht selbst nicht oder fast gar nicht getröstet wirst? Bzw... vielleicht zeigt man dir nicht genug Mitgefühl, Liebe...dass du einfach nicht weißt, was man da am Besten macht..

Sind aber nur Spekulationen

B:ellxado!nnax87


Hallo!

Im Schulfach Psychologie haben wir mal übers richtige Trösten gesprochen. Dort war die Frage, wie man mit jemandem umgeht, der in einer akuten Verzweiflung und total fertig ist und weint. Äußerster Notfall sozusagen. Darüber hatten wir ausführlich gesprochen:

1. Worte sind gar nicht wichtig. "Gutgemeinte" Ratschläge sollte man sich verkneifen und man sollte das Leiden des Betroffenen nicht herunterspielen. Der Tröster sollte Ruhe und Sicherheit ausstrahlen.

2. Besser als 1000 Worte ist Körperkontakt. Man nimmt den Getrösteten fest in den Arm, leicht hin- und herwiegend. Man schaut einander nicht an, die Köpfe gehen fast automatisch aneinander vorbei. Kopf, Brust und Bauch berühren einander, die Arme umfassen den anderen. Abgesehen vom Sex ist dies die größtmögliche körperliche Nähe. Man streicht ihm über den Rücken. Der Körper des Trösters strahlt Wärme aus. Kommen doch Worte zum Einsatz, senkt der Tröster die Stimme. All dies wirkt besonders beruhigend und Sicherheit vermittelnd.

Warum ist das so? Die Situation erinnert den Getrösteten unbewusst an die Zeit im Mutterleib. Die Wärme, das leichte Hin- und Herwiegen, die tiefen Töne (hier die gesenkte Stimme des Trösters; im Mutterleib nimmt man eher tiefe Töne wahr), das Umfasstwerden. Auch wenn sich natürlich niemand bewusst an die Zeit im Mutterleib erinnert, ist es dennoch im Unterbewusstsein; und alles, was daran erinnert, wird als besonders schön und beruhigend empfunden.

Ihr seht, wenn euch die Worte fehlen, ist das kein Problem - im Gegenteil! :)z

BOelQlado:nna87


Ist doch ein interessanter Faden. :-) Interessiert das sonst keinen hier?

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