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Depression und Krankenkasse macht Druck

-cEaGlxEeYe- hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

manche kennen mich hier in diesem Bereich ja schon.

Durch den Missbrauch in der Kindheit leide ich seit einigen Monaten an einer Depression.

Schlafe kaum, wobei ich totmüde bin, bin schlapp etc.

Jetzt rief die Krankenkasse heute an und meinte halt, dass ich wegen ner Depression ja nicht seit Nov. krank sein kann, mit fast 30 wäre ich dafür zu jung. Nun bin ich so unter Druck durch den Anruf. Meine Hausärztin soll den "Krankenschein" nicht mehr ausfüllen, weil ich ja angeblich offiziell nur wegen hohem Blutdruck krankgeschrieben sei und nur der Kardiologe jetzt Dinge ausfüllen kann.

Hat hier jemand auch Monate aufgrund von Depressionen nicht die Arbeit aufnehmen können?

Gibts hier ähnliche Fälle wie mich die erst mit dem "Alter" richtig begreifen und daher k.o. sind, was damals in der Kindheit geschah?

Antworten
Z,wac?k4x4


Ich glaube, hier liegen mehrere Mißverständnisse gleichzeitig vor. Offenbar hat Dich Deine Ärztin wegen Bluthochdrucks krankgeschrieben, nicht wegen Depression. Normalerweise läßt sich Bluthochdruck behandeln, so dass man dann wieder arbeitsfähig wird. Wenn Du meinst, eine Depression zu haben, solltest Du deswegen in Behandlung sein. Zuständig dafür wäre ein Psychiater, der dann entscheiden kann, ob Du eine Psychotherapie, eine medikamentöse Behandlung oder beides brauchst. Er würde Dich auch, falls er sich Deiner Selbstdiagnose anschließt, weiter krankschreiben. Im Zusammenhang mit Deinem Bluthochdruck: Betablocker scheinen auch manchmal in Depressionen zu führen! Deshalb: 1. Nimmst Du Betablocker? 2. Falls ja, hast Du schon unter Depressionen gelitten, bevor Du Betablocker genommen hast? Falls Du in Deutschland wohnst, kann Dich die KK allenfalls zum Vertrauensarzt schicken. Grundsätzlich sollte man sich aber ja auch aktiv darum bemühen, wieder gesund zu werden. Für mich klingt es so, als hättest Du Deiner KK diesen Eindruck nicht vermittelt. Alles Gute!

SuchwarrzeDs Blut


Jetzt rief die Krankenkasse heute an und meinte halt, dass ich wegen ner Depression ja nicht seit Nov. krank sein kann, mit fast 30 wäre ich dafür zu jung. Nun bin ich so unter Druck durch den Anruf. Meine Hausärztin soll den "Krankenschein" nicht mehr ausfüllen, weil ich ja angeblich offiziell nur wegen hohem Blutdruck krankgeschrieben sei und nur der Kardiologe jetzt Dinge ausfüllen kann.

Da frage ich mich jetzt wie Zwack, was hat deine Hausärztin als Diagnose angegeben? Ansonsten ist es immer sinnvoll, sich bei einer psychischen Erkarankung zu einem Psychiater zu gehen, das ist nun mal der Facharzt dafür. Um zu entscheiden, ob Medikamente oder Psychotherapie oder beides?

Gibts hier ähnliche Fälle wie mich die erst mit dem "Alter" richtig begreifen und daher k.o. sind, was damals in der Kindheit geschah?

Ja, es gibt mich.

Ich habe 25 Jahre gut gelebt mit dieser traumatischen Vergangenheit und das war auch gut so. Irgendwann hat es mich eingeholt, jetzt muss ich durch. Einen anderen weg gibt es nicht. Wichtig ist ein gutes soziales Netzwerk. Mein Netzwerk: Meine Psychotherapeutin, meine Psychiaterin, mein Hausarzt, sehr gute Freunde, die einen auffangen können. Ist etwas akut, habe ich die Psychiatrie um die Ecke, da kann ich jederzeit hingehen und mit einem Arzt sprechen und eine Schlaftablette bekommen. Ich bin seit Ende letzen Jahres immer mal wieder aufgrund von Depression krankgeschrieben gewesen. Auch habe ich ein ärtzliches Attest meiner Psychiaterin, dass ich nur 25 Std die Woche arbeiten konnte. Was sich nun auch erledigt hat durch die Erkrankung. Ich habe nächste Woche einen Termin bei der Rentenversicherung und werde eine Erwerbsminderungsrente beantragen, weil ich derzeit nicht arbeitsfähig bin. Ich bin seit 11.05. krankegeschrieben und bleibe es auch weiterhin, allerdings nicht vom Hausarzt, sondern von der Psychiaterin. Ich habe aber als Diagnose neben Depression auch Borderline (was ich nicht glaube, aber egal, Papier ist geduldig), Posttraumatische Belastungsstörung und nicht näher definierte Essstörung. Allerdings würden die Depressionen alleine auch reichen, aber das nur nebenbei. Such dir einen guten Psychiater. Eventuell kann auch eine psychosomatische Klinik hilfreich sein, ich habe gerade wieder einen Antrag laufen.

-kEayGlEevYe-


Aufgrund einer "Vorgeschichte" mit 25 Ops, Verlust der linken Brust, bin ich eigentlich kein Weichei, was kleinere gesundheitliche Probleme angeht. Allerdings hab ich auch niemanden,mit dem ich mal über meine Vergangenheit reden kann. Hab auch immer alles verdrängt, bis ichs nicht mehr schaffte zuverdrängen. Ich gehe zu einer Psychologin, meine Ärztin sagte noch rein gar nichts über eine psychiatrische Behandlung. Da ich wie schon geschrieben mit 25 Ops zutun hatte, war ich fast 10 Jahre nur im Krankenhaus, daher die Schwerbehinderung und die verspätete Ausbildung in der ich jetzt stecke. Mir würde man keine Rente bewilligen. Als Teenager litt ich unter einem Waschzwang, den ich alleine besiegte. Ich hab das irgendwie immer hingekriegt mit dem: Ach mir gehts gut, auch wenns nicht so war. Durch das heute mit der Krankenkasse komme ich mir vor wie ein Schmarotzer oder so etwas in der Art.

Z8wac!k44


EaGlEeYe, wenn ich Deinen ersten und Deinen letzten Beitrag nebeneinander lege, weiß ich immer noch nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe. Oben schriebst Du von Bluthochdruck und Depression. Hier schreibst Du von 25 OPs, Schwerbehinderung und einer Ausbildung. Wo liegt denn nun das Problem wirklich? Wärst Du arbeitsfähig, sofern Du keine Depression hättest? Falls ja, könnte es sein, dass Du zusätzlich zu Deiner Behandlung durch die Psychologin ein Medikament brauchst, das Dich psychisch stabilisiert. Wenn dies der Fall wäre, könntest Du wahrscheinlich nicht nur besser psychotherapiert werden, sondern vielleicht auch wieder arbeiten. Dies wiederum könnte sich günstig auf Deine Depression auswirken. Deine Hausärztin ist wahrscheinlich keine Expertin für Psychopharmaka und hat Dir deshalb keine empfohlen; möglicherweise hat sie aber auch nicht gewußt, wie Du Dich fühlst. Trotzdem: Psychopharmaka läßt man sich am besten vom Psychiater verschreiben (wegen der größeren Erfahrung). Als Schmarotzer brauchst Du Dich nicht zu fühlen; das hat sicher nicht einmal die KK-Dame gedacht, die Dich angerufen hat.

S}chwarzKe8s xBlut


Hm, deine Beiträge sind etwas konfus, sorry. Ich verstehe jetzt den Zusammenhang nicht.

Ich gehe zu einer Psychologin, meine Ärztin sagte noch rein gar nichts über eine psychiatrische Behandlung.

Warst du denn mal in psychiatrischer Behandlung? Desweiteren solltest du unterscheiden: Psychologe/Psychotherapeut ist NICHT gleichzusetzen mit einem Psychiater. Genauso wie psychosomatische Fachklinik und Psychiatrie NICHT das Gleiche sind. Einen Psychiater würde ich dir allerdings empfehlen.

-vEaGl/EeYex-


hi zwack, hab damit nur beschreiben wollen, wie mein leben bisher aussah. in stichpunkten sieht das so aus:

- 3 J. – 8. J. alt Missbrauch

- 17 – 26 J. alt im Krankenhaus, verlor die linke Brust etc., daher Schwerbehinderung

- Ausbildungsbeginn mit 27

- 28 J. alt, Hypertonie, psychische Probleme (dass es sich um eine Depression handelt wurde mir von der Hausärztin und der Psychologin gesagt)

Problem jetzt ist, dass ich eben da stehe und nicht weiss, wer mich (neben der Behandlung) auch krankschreiben darf, da das ja jetzt laut der KK Dame nur der Kardiologe machen darf

--EaG<lEeYe-


psychiatrischer Behandlung?

Nein, hab die tiefenpsychologische Behandlung "angetreten."

SBchwcarzes vBlut


da das ja jetzt laut der KK Dame nur der Kardiologe machen darf

Das würde meiner Meinung nach vorraussetzen, dass du nur wegen dem erhöhten Blutdruck krankgeschrieben bist. Das würde ich tatsächlich bei einem Kardiologen untersuchen lassen. Depression ist eine ganz andere Baustelle, aufgrund dessen du sehr wohl krankgeschrieben werden kannst, allerdings ist hier nochmals der Psychiater zu empfehlen.

-yEaGDlEteYex-


Hm, deine Beiträge sind etwas konfus, sorry.

Beeile mich immer mit dem Antworten, daher kommt es wohl, dass ich nicht sehr ausführlich schreibe.

SNchw*arzes sBlut


Nein, hab die tiefenpsychologische Behandlung "angetreten."

Nochmal:

Psychologe/Psychotherapeut ist NICHT gleichzusetzen mit einem Psychiater.

-:Ea2GlDEeYxe-


Hab die Kopien der Krankschreibungen da, darauf steht auch, wie schon geschrieben, Depression.

Sichwa_rzes BQlut


Beeile mich immer mit dem Antworten, daher kommt es wohl, dass ich nicht sehr ausführlich schreibe.

Ist ja kein Problem. Ruhig Blut. Wir laufen dir nicht weg. ;-)

-xEaGl;EeYxe-


Psychologe/Psychotherapeut ist NICHT gleichzusetzen mit einem Psychiater.**

Hab nichts anderes geschrieben. Ich schrieb lediglich, was mir von meiner Ärztin und Psychologin geraten wurde.

SEchwarz/es Blut


Hab nichts anderes geschrieben. Ich schrieb lediglich, was mir von meiner Ärztin und Psychologin geraten wurde.

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